Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 1995 (18.1.1963)
- Date
- 1963-01-18
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Viernes. 18 de Enero «5e 1963 SEMANA ISRAELITA Alíe XXIV. No. 1935 m VOR HAROLD SCHWARCZ Grosses Aufsehen erregte die Nachricht, dass der ku- (banisehe Ministerpräsident. I>r. Fidel C.’astru, an einem kommunistischen Idcologen-Kongress in Ostberljn teil nehmen -weide. — Der Ministerpräsident Feisal von Saudi Arabien wandte sich an die USA mit dem Ersuchen, seinem Lande Kampfflugzeuge zu schicken, um sich gegen die Ueber griffe Nassers wehren zu können. — Fiir die grossen Interessen, dre im Kongo auf dem Spiel stehen müssen, zeugt der Besuch des stellvertretenden Generalsekretärs der UN, Dr. Ralph Bunehe, in Katanga. Bunc-he hat bekanntlich vor einigen Jahren den Nobelpreis für den Frieden für seine Intervention im is jaelrseh-arabischen Konflikt erhalten. — Joao Goulart. der Präsident Brasiliens, trug in einem Plebiszit zugunsten dos Präsidialsystems einen beein druckenden Erfolg davon. Das Abstimmungsergebnis ergab eine Mehrheit im Verhältnis von 5:1 zugunsten Goularts, dem bisher die Generäle die von ihm verlangten Möglichkeiten zur Regierung verweigerten, weil sie ihn einer Zu engen Beziehung mit den Kommunisten bezieh tigten. Ob in dem Erfolg Goularls eine Annäherung an den Kommunismus zu erblicken sei, wird zur Zeit viel diskutiert. — Zu einer heftigen Rassen-Auseinandersetzung kam es in der deutschen Stadt Bamberg, aber nicht zwischen Deutschen und Juden, sondern zwischen weissen und farbigen amerikanischen Soldaten. An der Strassensrhlac-ht. in der etwa auf beiden Seiten je 40 Mann beteiligt waren, blieben einige Schwerverletzte auf der Strecke. Der bedauerliche Vorfall wurde nicht weiter kommentiert. — Der englische Unterhausabgeordnete Richard H. S. Urossnran hielt an der New Yorker Columbia Universität die Gedenkrede zum 10. Todestag Prof. Weizmanns. Ciossman war Mitglied der gemischten angio amerikanischen Palästinakommission 1946) und hat sich stets mit grosser Klarheit und warmer Sympathie für die Rechte des jüdischen Volkes eingesetzt. Antrag ScJtoerners ^emtirfen M ¡.neben. — Als unbegründet hat eine Strafkammer des Münchner Landg^ richls den Antrag des ehemaligen Generalfeldmarschalls Ferdinand Schörner auf Wiederaufnahme seines Strafverfahrens verworfen. Schörner war am 15 Oktober 1957 von einem Münch ncr Schwurgericht wegen eines Verbrechens des Totschlags und des versuchten Totschlags in zwei Fällen zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. An fang August 1958 hatte er seine Strafe angetreten, war aber nach zwei Jahren aus Gesundheitsgründen vorzeitig entlassen worden f Zahlung von Ent'chaedigungen New York. — Die 1RSO teilt mit, dass rund 40 Millionen Dollar für internationale Programme zugunsten der Opfer der Naziverfolgungen seit Beginn der Arbeit in Deutschland im Jahre 1948 zur Auszahlung gelangt sind. Maurice Boukstein wurde zum Präsidenten der Organisation für 1963 gewählt. Andere Mitglieder des Ausschusses sind Monroe Goldwater. Isaac Lewin. Jacob Blausfein. Nachum Goldmann, Nehemia Robinson. Herman Simon und Edward Warburg, Schatzmeister Da vid Glickman und Shad Polier und Sekretär Saul Kagan. (ITA) rr PF ■v ♦ ♦ ♦ OLAMENU « TEL AVIV POB 3002 ISRAEL J NEUERSCHEINUNGEN DES VERLAGES j Prof. Dr. H. Sternberg: j Zar Geschichte der Juden in Czerncwitz \ Reich illustriert Prof. Kamilo Land matin: Israel und die Juden der Welt SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG: Kart. 3—« 4 Kart. 2—: GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN Herausgegeben von HUGO GOLD Gewidmet dem Andenken ven Prof. Dr. Zwi Perez Chajes Unter Mitarbeit der hervorragendsten Kenner der Geschichte der Wiener Juden. ERMAESS1GTER SUBSKRIPTIONSPREIS: VOR Erscheinen.$!5.~ Nach Erscheinen. $ 20. Alle Zuschriiien u. Aniragen sind ausschliesslich an den Verlag, Tel Aviv, P.O.B. 3üü2 (Israel/ zu richten. Die Preise sind in USA "Do Hai angegeben. Da Eiat auf der Landkarte des Staates Israel erst im März 1949 eingetragen wur de. glauben die meisten Menschen, dass es erst als Folge der militärischen Operationen des Unabhängigkeitskrieges entstanden ,sl. Wegen seiner grossen Entfernung vom Zentrum des Landes und dem Mangel an Kontakt mit diesem Ort in der Zeit der neuerlicher, jüdischen Besiedlung Erez Israels, hatte die Gegend ihre historische Bedeutung verloren, weil sie keine hervorragende jüdische Vergangenheit hatte. Es schien ein neues Glied zu sein, aassich erst seit Bestehen des Staates gebildet und keine Zeit gehabt hatte, ein untrennlicher Bestandteil is raelischen Lebens zu werden. Es war daher ein Ak^ grosser politischer, erzieherischer und psychologischer Bedeutung, dass die alljährlich slatlfindende Ta gung der Israelischen Gesellschatt für Heimatkunde, die vor kurzem in Eiat ab gehalten wurde, das öffentliche Interesse auf dieses Gebiet lenkte und es vom historisch - archäologischen Standpunkt beleuchtete In der letzten Zeit hat sich die archäologische Forschung dem fernen Süden des Lan des zugewandf. hat Funde aus der jüdischen Antike ans Licht gebracht und auf diese Weise den Zusammenhang Elats und seiner Umgebung mit der Geschichte des jüdischen Palästina wiederhergestellt. Auf dieser Tagung hielten Professor Abaroni und Professor Avi Jona Vorträge über die Landstrassen, die während zweier Jahrtausende durch diese Gegend nach dem Sinai, Aegypten und Transjordanien führten. Es wurden zahlreiche Festungen aus der Zeit der Könige von Israel und Juda ausgegraben, welche die Landstrassen bezeichnen, die zu biblischen Zeiten den Negew durchquerten. Eine Reibe kleiner und mittlerer Festungen an der Strasse von Beer Jerucbam — Awdat — Beer Hafir — Kadesch Barnea zeigen den Weg auf, den die alten Israeliten von Kadesch Barnea und Hör Hahar nahmen, wenn sie zum Kriege gegen den König von Arad im Negew auszogen. Zur Zeit des israeli tischen Königsreichs wurden starke Festungen gebaut., um die Strasse nördlich von Eiat zu bewachen. Sie beweisen die ununterbrochene Herrschalt der Könige Israels und Judas über den ganzen Negew und die Verbindung. die damals mit Eiat bestand. In späteren Zeiten spielten die Landstrassen des Negew eine wichtige Rolle als Verbindung nach dem Indischen Ozean über Eiat. Sie gaben den Anlass zum Krieg der Aegypter gegen die Nabafäer. zu deren Gebiet E'ai in der hellenistischen Epoche gehörte. Mit dem Niedergang der nabatäischen Herrschafi verlor Eiat seine Bedeutung und erlangte sie erst in der byzantinischen Zeit wieder Indem er die drei Perioden verglich, in denen Eiat als Verbindungspunkt zum Roten Meer diente, zeigte Professor Avi-Jona. dass unter dem Druck von Ost und West die Mittelmeerst aalen die Strassen im Negew und den Hafen von Eiat als Durchgang zum Indischen Ozean und zu den Ländern Afrikas und Asiens benutzten. JUEDISCHE HERR SCHAFT IM NEGEW Bei Ausgrabungen in Tel Halifa. das mit Etzion Gewer (dem antiken Etat) identisch ist, wurde ein Siegel mit der Inschrift ,,Le- Jotham“ und dem Bilde ei nes Widders gefunden, das von M. MURWITZ nach Ansicht Professor N. Avigads die jüdische Herrschaft im Negew beweist. Professor Avigad hält uas Siegel für das des Königs Jotham, von dessen Vsier Asarja oder Usiah berichlet wird (11. Buch der Könige. XIV, 22): ,,Er baute Eiat und gab es Juda zurück“. Der Widder ist das Symbol der Stadt Eiat. dessen Name von ,,ajil“ (Widder) abgeleitet ist. (Professor Avi gad schlug der Stadtverwaltung von Ela1 vor. einen Widder in ihrem Stadtwappen abzubilden.) Wehere Vorträge behandelten die Geschichte und Bedeutung des Gebiets zur römischen Zeit, im Mitteial ter und w’ährend der Kreuzfahrerzeit. Professor H. Z. Hrrschberg las eine Abhandlung über die jüdischen Siedlungen des Mittelalters in der Bucht von Eiat und besonders auf der Insel Jofva vor. Herr Elijahu Eiat, der Präsident der Hebräischen Universität, der von 1945 bis zur Gründung des Staates der Vertreter der Jewish Agency in Washington und später der erste Botschafter Israels in den Vereinigten Staaten war. sprach über den politischen Kampf, der um den Anschluss E!a1s an den Staat Israel geführt wurde. Die jüdische Delegation traf auf den starken Widerstand der Grossmäcbte. Erst durch Dr. Weizmanns persönliche Intervention bei Präsident Truman wurde Elal Israel zugeleilt und auf diese Weise der Zugang zum Reden Meer gesiesbert. HEUTIGE ENTWICKLUNG Nach der Eroberung Eiats entschlossen sich nur eine Handvoll Menschen, die Schwierigkeiten des Lebens in Eiat aut sich zu nehmen, wo die drückende Hitze un Sommer, der Wassermangel, die grosse Entfernung vom Zentrum des Landes, die hohen Kosten des Transports und lebenswichtiger Waren, sowie das Fehlen jüdischer Siedlungen in der Arawa, das Gelühl der Einsamkeit noch erhöhten. Trotz aller Anstrengungen der israelischen Behörden, die Einwohnerzahl Elais zu vergrössern, nahm die Bevölkerung vor dem Sinai Feldzug nur langsam zu Damals trat die Frage, in Eiat einen Hafen als Zugang zu Airika und As,en zu bauen, in den Vordergrund. Nachdem der Suezkanal für die israelische Sebiifahrt geschlossen worden war, begann Eiat in be sehlürktem Masse, besonders für Oeltankschifie. als Ersatz zu dienen. Tausende von Arbeitern, darunter viele Neueinwanderer, strömten in die Stadt, wo grosse Bauten in Angriff genommen wurden und es genügend Arbeilsmögbcbkeilen gab. Eine tägliche Flugverbindung nach Tel Aviv wurde geschaffen, und die neue Strasse, die Eiat mit dem Norden verbindet, verkürzte die Fahrzeit beträchtlich. Moderne Hotels für Touristen wurden errich iet und das Wasserpicbiem wurde einstweilig durch eine Rohrleitung von nahegelegenen Quellen gelöst. Verschiedenen landwirtschaftlichen Siedlungen in der Ara wa gelang es, die Schwierigkeiten, die die Natur Ihnen enlgegenstelt, zu überwinden. Sie versorgen beute Ealt mit frischem Ost und Gemüse. Das milde Winterkuma Elats ist einzigartig im Lande. Die Sieinbrüche und Bergwerke der Umgebung sind eine wichtige Einkommensquelle für die Bevölkerung der Stadt. Das Rote Meer bietet die Möglichkeit, Fischfang zu treiben, und der im Bau befindliche Hafen wird bereits von Schiffen aus dem Fernen Osten angelaufen. Der Lebensstandard der Einwohner bewegt sien in aufsteigender Linie. In fast allen Häusern wurde Luftkühlung eingebaut, die das Leben selbst in der heissest en Jahreszeit erträglich macht. Moderne Laden und kulturelle Veranstaltungen beieben die Stadt. Obgleich das Wachstum der Bevölkerung sich in letzter Zeit verlangsamt hat, wird alles getan, um die Ansiedlung in Eiat zu fördern, und man schätzt, dass es im Jahre 1970 mindestens 20.000 Einwohner zählen wird. MÜSOME VERLOBTE LilÄGH — (KALENDER) Freitag, den 18. Januar 22. Tewet Sonnabend, den 19. Januar 23. Tewet Parscbal SCHEMOT 2. B. M. I 1 — VI 1 Haft. Yescbayahu XXVII 9 — XXVIII 13; XXIX 22—23 Neumondankündigung SCH’WAT Sonntag, den 20. Januar 24. Tewet Montag, den 21. Januar 25 Tewet Dienstag, den 22. Januar 26. Tewet Mitlwoch, den 23. Januar 27. Tewet Donnerstag, den 24. Januar 28. Tewet Freitag, den 25. Januar 29. Tewet Sonnabend, den 26. Januar 1. Sch’wat Scbabbal WAERA 2. B. M. VI 2 — IX 35 4 B M. XXVIII 9 — 15 Bailare Yescbayahu LXV1 1—24 SCHABBAT ROSCH CHODESCH Sonntag, den 27. Januar 2. Sch’wat Montag, den 28. Januar 3- Seb’wat Dienstag, den 29. Januar 4 Sch’wat Mittwoch, den 30,- Januar 5- Sch’wat Donnerstag, den 31. Januar 6. Sch’wat FONDS ZUR HILFELEISTUNG AN POLITISCH STAEMDIGEH AUFENTHALT . A/6 VERFOLGTE (5. 3. 1933 — 8. 5. 1845) welche am 13. März 1938 österreichische Staatsbürger waren oder vor diesem Tage 10 Jahre ununterbrochen im Gebiet der Republik Oester' reich ihren Wohnsitz und ständigen Aufenthalt hatten oder am 13. März 1938 deutsche Staatsbürger waren und aus Oesterreich auswanderien, können UWENDUN6EN FÜR DERUFSSCHAEDEH DER BERUFSAUSBILDUNG UDER DER erhalten, wenn sie die übrigen gesetzlichen und statutarischen Bedin gungen erfüllen und ihre Anmeldung bis längstens zum 31. OKTOBER 1963 beim Hilfsfonds in Wien H, Taborstrasse 4—6 ein treffend überreichen- Antragsformulare, die auch die massgeblichen Vorschriften der Statuten enthalten, sind in Buenos Aires oder der zuständigen österreichischen Auslandsvertretung erhältlich. i i-’ii ii i n .-