Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 1994 (11.1.1963)
- Date
- 1963-01-11
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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f%fc Viernes. 11 de Enero de 196;! SEMANA ISRAELITA Año XXIV. No. 1994 Sechs Jahre nach den „100 Stunden“ Historiker pflegen die Si- ' der Operation möglichst tief; nicht, weil sie vom Kamnfai-Karrmaome Hio knnrljrf. 1:_. .. . _ geist des israelischen Soldaten, vom Umfang des Kräfteeinsatzes an der Front oder von der Tatsache so beeindruckt waren, wie Zahal gegen den zahlenmäßig so überlegenen Feind zu A _ . 0 ui »vi* uivgiicao i uci nai Kampagne ,,die hundertj im Feindesgebiet liegende ständige Schlacht“ zu nen- Ziele zu erreichen, dabei nen. obwohl die Zeitspanne weitgehende Manövrierfä. vom Beginn der Operation, higkeit zu wahren und sich bis zur Erreichung des Suauf originelle Operationsez-Kanals durch die israflij plane zu stützen. sehen Streitkräfte viel kür- Die Lehren der Sinaikam , »u nun legeuen reina zi zer war. 1962 — sechs -1 ahj pagne sind nicht überholt. 1 kämpfen verstaiid. Sie ha re nach der „hundertstündi- 1 Im Gegenteil, sie können ben schon grössere Schlachgen Schlacht“ — können! gar nicht genug beherzigt j ten und den Zusammenägyptische Raketen die Entwerden, und es gilt die Anj prall mächtigerer Armeen fernung Sinai—Tel Aviv in , sicht abzulehnen, die letztgesehen. 10 bis 20 Minuten zurücxle-! hin wiederholt zum Ausj Die Sinaikampagne wurde gen. Aber die militärischen i druck gebracht wird: „Ja, j zum Studiumthema in Mili- Grundprinzipien, die üoer j damals 1956 war alles '¡«1 j tärakademien. weil in ihr Sieg und Niederlage in ei-! einfacher. Damals griffen i die klassisch« Kampfstrate nem Krieg mit Aegypten auch Frankreich und Engj grj«* pjnpn mariranipn c.-nia w - - -- | - —-- o* nem Krieg mit Aegypten auch Frankreich und Engentscheiden, sind genau die j land Aegypten an. Eine sol gleichen geblieben wie daj ehe Konstellation wird s’ch mals und W'erden die glei-; nie wiederholen. chen bleiben, solange kerne Atomwaffe an der Front auftaucht. Raketen-Panik — es gilt, die Gefahr der ägyptischen Raketen in realem Licht zu sehen. Sind sie mit Spteng gie einen markanten, schlagenden Ausdruck fand. Die Sinaikampagne ist von drei Gesichtspunkten aus zu werten; es gilt, die folgenden Fragen zu untersuchen: 1. Rechtfertigen die stra- Die richtige Erwiderung ist. dass die Sinaikampagne nicht noch eine der vielen, bald in Vergessenheit g;ra- . -- «.v. tenden tausenden Schlachtegisehen Erfolge den Siten in der Militär Gesclrch- ' nai Krieg? Haben sich die -0 j te war, sondern eine nach j Erwägungen der politischen köpfen von einer bis zu den klassischen Kampfprin | Instanz, die die Kampagne zwei Tonnen versehen und . zipien durchgafiihrte Operat beschlossen hatte, im L.cht werden die Ae nmia. I . f . werden die Aegypter oe-! tion, wie die Schlacht Hanni reits über Hunderte im I au- ' bals bei Cannä oder die Info der nächsten zwei bis I vasion der deutschen Pandrei Jahre verfügen, so siel- | zerwaffe über die Arcen len sie zweifellos ein Pro : nen nach Frankreich im blem für die Zentralen des! Zweiten Weltkrieg. D:ese israelischen Hinterlandes | klassischen Prinzipien hadar. ben ihre Bedeutung und Ak- Die israelische Antwort I tualität in der militäridarauf? El>enfalis die z.en- ' sehen Geschichte nicht vertraien Punkte des ägyptischen Hinterlandes bedroloren. Nach der Sinaikampagne ben zu können. Aber ircht! waren die Israelis stolz dar die Raketen werden die Rol ' auf. dass Stra’egen von le des atissehlaggeben ten! Weltruf über ihr« Operation Faktors im Falle einer in Worten hohen Lenes „dri’ten Runde“ spie.en. schrieben und militärische Hier müsste Zahal imstan- Akademien sie studierten. de sein, sofort bei Beginn Sie studierten de Schlacht; s°a"z; d'f.sie^^scWo, 'en der Erfolge als richtig erwiesen? 2. Hat die militärische Führung ihre strategischen Aufgaben erfüllt: Hat sie die Streitkräfte in entsprechender Form zum Einsatz gebracht, um die abgesteckten Ziele zu erlangen? 3. Wie hat sich Zahal im taktischen Kampf bew'ährt? Natürlich lässt sich Leute leicht im nachhinein klug sein und skeptisch — wie es viele gern tun — die Frage aufwerfen: Hat sich dig ganze Sinaikampagne gelohnt? Die politische lnm DAS „JÜENGSIf GERICHT" hat wollte doch durch diese Operation Nasser zu Fall bringen und Aegypten als Angritfsbasis liquidieren, was aber nicht geschehen ist?! SINAI — EIN MASSTAB Der bekannte Architekt Kurt Leibbrand, der in den Jahren des Krieges 22 wehrlose italienisch? Soldaten durch seine Ersehiossungskommandos umbringen liess. om.n — je»;-« ist unlängst von Stuttgarter Richtern freigesprochen worj FUER NASSER den. Der Staatsanwalt hatt? lebenslängliches Zuchthaus ' für den distinguierten Mörder beantragt. i ,Als Errungenschaften der Die Richter, die den Kriegsverbrecher freigespro- Sinaikampagne können inj chen haben, weil sie sein Argument, er habe das Ver“ i des zweilellos hervorgehoben brechen „auf höheren Befehl“ begangen, akzeptierten, i werden: die Eröffnung der ] haben sich keineswegs moralisch mit ihm solidarisiert. Bucht von Elat für den isj Obwohl sie ihn gänzlich unbeschädigt wieder auf die j raelischen Schiffsverkehr Menschheit losgelassen haben, sind sie unerbittlich mit die relative Ruhe an der I ihm ins Gericht gegangen, denn als irdische Richter ha israelisch-ägyptischen Gren ben sie sich im Grunde nur als unkompetent erklärt und; zeih«. wenn man so sagen kann, dem Jüngsten Gericht zur; Also fragen die SkepfiKer: Aburteilung übergeben. Der Vorsitzende des GerichGhohat es gelohnt, die Opera f-’s. der den 22fachen Mörder freisprach, gab ihm ein \ tion zu unternehmen, um kleines Präsent von Gewicht mit auf den ferneren Lel das zu erreichen? bensweg. „Juristisch“, so sagte er, „sind Sie freigelas" j Erstens: es gibt unzänlisen. Aller Ihr ganzes Leben lang werden Sie die furcht j ge Beispiele in der Gebäre Last dieser 22 unschuldigen Menschen auf Ihrem I schichte, da eine straL gi- Gewissen tragen.“ sch? Operation um gewis Dieser Gerichtsvorsitzende war ein sanfter Illusionist, i ser Ziele willen eingeleitet Herr Leibbrand, mehrfacher Millionär und einer der ge.! und mit Erlangung anderer fragtesten Architekten im In- und Ausland, wird das Ge- , Zielsetzungen abgeschlossen wicht der 22 unschuldigen Opfer spielend durch sein wei-; wurde. Doch wie immer teres komfortables Leben tragen. ■ dem auch sein möge, ange- Tote wiegen leicht, der skandalöse Freispruch wiegt sichts der Lage, die vor schwerer. Man sollte gar nicht glauben, welche Gewichte! dem Feldzug in Israel > an unbew'ältigter und ungesiihnter Schuld ein wetterfe 1 herrschte, hätte kein ern- ■ ster NS-Kämpfer mit sich schleppen kann, ohne zu er- 1 ster Politiker damals ."len > müden und selbst, ohne seinen gesunden Schlaf zu verj kriegerischen Schritt unter- I liaren. Im Sommer geht man an die Riviera und im lassen. Israel hatte gar kei; Winter nach St. Moritz — die unschuldigen Opfer gehen nen anderen Ausweg, als in sozusagen mit. _ j der Situation von 1956 den Die 22 zerbrochenen Menschenleben lasten auf dem; Präventivkrieg zu seiner Gewissen des Henkers Kurt Leibbrand? Sie belieben zu Verteidigung zu eröffnen, scherzen, Herr Landgerichtsdirektor! Nur eine Frage a]so kann erst gar nich; die dc-r primitiven Logik, um Ihre pessimistischen Prophej Frage aufgeworf.-n weraen. zeiungen Lügen zu strafen: Wie kann einer die Last ""ei 0b alle oder nur ein Teil ner „Opfer“ auf dem Gewissen tragen, wenn er niemals cii€r abgesteckten Ziele erein Gewissen besessen hat. Leute wie Leibbrand lachen; reicht wurden, sich ins Fäustchen über so sublime Entscheidungen. Das; Das wichtigste was jet einzige, was für sie zählt, sind Realitäten! doch die Sinai-Aktion b? I Realität ist der Freispruch eines vielfachen Mörw'irkte, ist: dass Israel eine : ders, eines potentiellen Sehwer-Kriegsverbrechers. Die; Abschreckungskraft für alle Skrupel und das gefolterte Gewissen überlässt diese Abarabischen Staaten gewann, art von Mitmenschen im allgemeinen denen an deren j Aegypten begann den Auf- Händen nicht das Blut Unschuldiger klebt. In dieser bru- ()au seiner militärischen ) talen Tatsache liegt die tragische Fehlkalkulation eines Streitkraft ebenfalls nach Urteils, das mit moralischen Reserven einen Verbrecher j d€n Lehren der Sinaiak.ion i indirekt bestrafen will für den die Moral nicht existiert. auszurichten, um Israel ein- Reserviert für das „Jüngste Gericht“? Das mag i zl,holen und seine Abschrek s?in. Aber davon abgesehen geht die irdische Karr.ore kungskraft wettzumachen, j des Mörders nach der unfreiwilligen Pause der Unter i frag( sich also, wie tan suchungshaft höchst unbelastet weiter. KURT KAISER-BLUETH JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN BLANCO ENGALADA 1848 73-M48 ge die israelische Abschrckkungskraft angesichts der militärischen Entwicklungen im Mittleren Osten ihre Macht bewahren wird. Die Tatsache jedoch, dass sie sie neute. nach sechs Jahren noch wahrt spricht al lein schon für die Grösse des strategischen Erfolges. Es gibt Stimmen, die behaupten, vi n operativen Standpunkt hätte Sinai kein Froblem danjesteUt, da die ägyptische Panzer- und Luftwaffe — also das wichtigste Kampfpotential — nicht recht zum Einsatz ka men. Die Luftwaffe wurde von den französischen und englischen Gesschwadern lahmgelegt; die Panzerwaffen — so beteuert Nasser — habe er gegen die britischfranzösische Invasion am Suezkanal konzentriert. Keine Kunst, wenn Zahal also Erfolge buchen konnte. Die Israelis griffen ge wohnliche ägyptische Infanteriepositionen an. Pas Bild wäre aber ganz anders gewesen, blieben die Franzosen und Engländer aus dem Spiel. SIE RETTETEN AEGYPTEN Die Antwort auf diese Ein. wande lässt sieh in zwei Punkten zusammenfassen: 1. Rückblick auf die Entwicklungen an der Front und in den ersten zwei— drei Tagen vor der westli chen Intervention; 2. Was wäre gesehenen, bliebe diese Intervention aus? In den ersten zwei-cirei Tagen gelang es Zanal, dank seiner Kriegskunst lebenswichtige Positionen tief im Feindgebiet zu ber.crrschen, ohne die Kräfte auf verschiedene befestigte Stillungen zu zersplittern, was die ägyptische Führung au sserstande setzte, den ganzen Schwerpunkt der Aktion zu ermitteln. j Das heisst: beim Ein- : schreiten der französischen und britischen Streitkrahe | hielt Zahal bereits die wichtigsten strategischen Punkte i in seinen Händen. Heute; kann man ruhig sagen, das \ Eingreifen der Briten and 1 Franzosen habe die ägi ptj; sehe Armee vor der vödi- ■ gen Vernichtung gerettet.! Hätten sie nämlich die iiegenattacke in jener für sie denkbar ungünstigen Lage eröffnet, da Zahal die Haupt- ‘ Positionen beherrschte, hat te sie nur ein Ende geljnden: .die vollkommene Zer- 1 schlagung der ägyptischen Streitkräfte. Zahal befand : sich in dieser Phase der Si- ' naikampagne in der idealen Lage, dass er jeden Geyen ' schlag siegreich zuriiekweisen konnte. Die Engländer und Fnn- ' zosen retteten auch die ägyptische Panzerwaffe. Wäre diese weiter gezwungen gewesen, sich der israelischen Panzerwaffe entzegenzustellen. die auf der zentralen Achse nach Isrr ai- ' lia operierte, wäre ihr eine schmähliche Niederlage beschert gewesen. Nicht an ders der ägyptischen Luftwaffe. Ihre Unterlegenheit : gegenüber der israelischen i Luftwaffe trat sofort krass ' zutage, hätte sie weiter gegen die israelischen Kamofgeschvvader operieren müssen. sie wäre unweigerlich aufgerieben worden. i SIEG DES PLANENDEN HIRNS Zahal hat aus den t.iKti sehen Kämpfen des Sinaikrieges, auch wenn sie den allgemeinen Gang der Operation (aus d’n oben erwähnten Gründen) wnig beeinflussten, v'el zu!°rnen. Die besetzten Posirio nen und erfolgreichen Operationen von diesen aus. waren umso leichter, als di.-se zentralen Punkte tief :m feindlichen Gebie* durch die .schlagartig: Einnahme psychologisch und physisch kaltgestellt gleich zu Beginn der Operation oie Kan-mfmoral des Feindes ernstlich erschüttern mussten, wobei das Ueberrasrhungsmoment auch noch zusätzlich eine wichtige Rolle spielte. Es war dies das gros-artige Resultat einer allse.tig durchdachten militäriscue« ‘m e o r eVft an fc *** u»t/SAt.sJr« (" 8 IM* \ ® V\ I ***** MÄ'W* HKÍtOM «A'«* ISRAEL SUEZ Kl*/ \9*\ SUiftUAN I Planung. Charakteristisch für diese Planung war, dass die Kräfte des Zahal nicht allmählich, nicht tropienweise in das Feindgebiet vorgeschickt, dass die Fallschirmjäger nicht nah an der Grenze, sondern direkt am Suezkanal gelandet wurden, was den Feir.d in Verwirrung versetzte so dass sich sein Generalstab nicht orientierte wo sieh der Schwerpunkt der Operation befindet. Ein weiteres wichtiges Moment war die K-aordination. die strikte Zusammenarbeit aller Waffengattungen, auf israelischer Seite. Diese komplexe Planung einer militärischen Operation bleibt als klassischer Faktor der Kriegskunst von entscheidender Bedeutung, ganz gleich, ob mit oder ohne Einsatz von Raketen. Die Sinaikampagne wurde nicht innerhalb von fünf, sondern im Lauf? der ersten beiden Tage entschieden. war zur Realisierung des Sieges blieb, las war; die Früchte der Erfolge zu ernten, die bereits errungen waren. Die Luftkämpfe boten ein klassisches Beispiel daiür, wie hilflos die ägyptische Luftwaffe im Zusammenhang mit den israelischen Kampfflugzeugen war. Ge vviss, die ägyptische Luftwaffe wurde von den Franzosen und Briten lahmgelegt; aber man darf nicht vergessen: israelische Geschwader drangen sofort bei Eröffnung der Kampagne auf die ägyptischen Flughä fen ein und hätten sie zweifellos bombardie-t, wären sie daran nicht gehindert worden. Hätte man sie Irei ihre Operationen entfallen lassen, Israels Luftwaffe würde schon selber diliir gesorgt haben, die Orerhand über die Aegypter zu gewinnen. Was den Kampf zur Fee anbetrifft, so lassen sich aufgrund der SinaioperaJoo keine näheren Schlüsse ziehen, da Aegypten damals über keine nennenswerten Streitkräfte zur See verfügte und inzwischen in den Besitz einer umfassenden Flotte gelangt ist. Heute, in einer Periode, da sich das Hauptaugenmerk auf die ägyptischen Raketen und die von Jen USA an Israel zu liefernden „Hawk“ - Raketen ricVet; beute, sechs Jahre nach der Sinaikampagne, lässt sich ruhig behaupten: wird Israel imstande sein, ein relatives Kräftegleichgewicht zu garantieren, kann Zahal im Kriegsfälle die siegreiche Entscheidung herbeiführen. wenn er die Lehren von Sinai, die Prinzi v.en des klassischen Angriffs im Stil von Sinai, im vollen Umfange beherzigen wird. Von Nazis gestohlen Amsterdam. — Das Gericht in Arnhem verfügte, dass eine Skulptur, die dem verstorbenen bekannten Bankier und Philanthropen Jakob Goldschmidt gehörte, der Familie in New York zurückgegeben werden soll. Diese Skulptur war von den Nazis gestohlen und im Jahre 1941 versteigert worden. Mit dieser Entscheidung ist möglicherweise die Rückgabe jüdischen Eigentums verbunden, das von den Nazis geraubt worden ist und dessen Wert Millionen Dollar bettägt. Di« Kunstsammlung des Bankier Gold.schmidt wurde von den Nazis 1941 versteigert. Hierzu gehört auch ein beachtliches Gemälde von Daumier. das von einem holländischen Sammler erworben worden ist l,r,d dem Museum in Köln geliehen wurde. Wo ist Mengele? Frankfurt. — Der berüchtigte „Todesarzf von Auschwitz“ Josef Mengele, hatte einen Prozess angestrengt. um seinen Doktortitel ais Arzt wiederzuerhal ten, der ihm, mit Rücksicht auf seine Verbrechen, von der Universität Frankfurt abgesprochen worden i-t. Die Appellation des Mengele, der durch seine Frau vertreten war. ist zurückgewiesen worden. Mengele lebt seit dem Zusammenbruch des Naziregimes versteckt oder unter anderem Namen. Er konnte bisher nicht gefunden werden. Er hat s?ine Frau damit beauftragt, gegen die Entscheidung der Universität Frankfurt Schritte zu unternehmen, um den Doktortitel wiederzuerhalten. Die Vollmacht für seine Frau datiert vom Juli 1961 und soll von einem Notar in Südamerika ausgestellt worden sein. Die Frau erschien vor dem Gericht, das verschiedene Zeugen aus Auschwitz vernahm, wo Mengele die berüchtigten „Selektionen“ vornahm. Die deutschen Behörden sind der Ansicht, dass Mengele. gegen den ein Steckbrief erlassen ist, sich noch irgendwo in Südamerika aufhalten muss. mm r.