Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 1994 (11.1.1963)
- Date
- 1963-01-11
- Page
- [Seite 6] (sequence 6)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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ERLEBNISSE IM Im Spiegel haben wir uns alle schon oft gesehen: am Morgen jm Rasierspiegel, vw dem Ausgang im Wand¬ oder Sehrankspiegel. Daran ist nichts Besonoeres. Und im Film-Spiegel? Das ist s-ehon seltener, aber immerhin kann einem das auch widerfahren, selbst wenn man kein Stern oder Sternchen am Himmel von Hollywood ist. Ich zum Beispiel (jetzt kann es ja „verraten“ werden) war ein aal ein Filmkind . Nun, das ist schon einige Jahrzehnte her, und ich sah meine wenig epochale Leistung erst Jahre später, denn zur Zeit meiner kurzen Karriere e.uf diesem Gebiete war ,,Ju gendlithen der Zutritt verboten“ zu dem Kriminalknüller oder der Filmschnulze, an der ich einst mnge wirkt habe. Später sah ich mich dann auch wohl gelegentlich in einer Wochenschau in der Schar der emsig mitschreibenden Reporter bei irgendeinem mehr oder minder lustoriscnen Anlass der Zeitgesc-hir nte, die ich nun auch schon seit mehr als zwei Jahrzehnten getreulich registriere .. Darum geht es also nicht: dieser Tage aber sah :ch mich im Film Zeitspiezel. ohne mich zu sehen. Nicht als Individuum sah ich mich, sondern als winziges Teilchen eines grossen Kollektivs, das man den ,.Jischuw“ nannte, neute aber die Bevölkerung Israels. Es ist ein ganz eigentümliches Gefühl, das uns ade „Palästinenser“ (im Gegensatz zu den neuen Lrae lis) beschleicht, wenn wir den Film von Nathan Ayelrod ,,Ez we-Paleriine“ sehen, die Vorgeschichte des Staates Israel. Das Publikum Im jerusalemer Chen- Kino (und im hadaer Mav- Kinc wird das kaum anders sein) zerfiel deutlich in zwei Gruppen: in die'Gruppe der Israelis, der gahz jungen Menschen, und der mehr oder minder nc-i'en Einwanderer und die Gruppe des „altgedienten Jisebuw“. Die ersten sahen sich die von SCHALOM BEN-CHOR IN aus alten Wochenschau Bildern rekonstruierte Chronik mit Interesse und viel Gelächter an, wir aber lätbeiten unter Tränen (ich kann es nicht verschweigen) und nickten bejahend: ja, so war es, ja, so waren wir. Wir sahen uns hier im Spiegel der Geschiehie und erkannten uns in den unbekannt-bekannten Gesichtern wieder. Ja, so haben wir gelebt und gelitten (bei der Belagerung Jerusalems etwa), ja, so haben wir uns gefreut, und so haben wir llorra gelanzf und uns an Gasos - Limonaden oerauseht* damals als der Grüsch noch ein Loch hatte und doch ein Stück Geld darstellte. Ich will keine Filmktik schreiben, das besorgen Belufenere; ieh'will nur über das- Erlebnis der eigenen Vergangenheit meditieren, das mir noch nie so s'ark zu Bewusstsein' gekommen ist wie angesichts dieses an sich bescheidenen Streitens, der Alltag und Heroismus, Komik und Tragik unseres Lebens und Sterbens umlasst Ein Bekannter fragte mich, ob dieser Film auch im Ausland wirken wird. Ich kann diese Frage nicht eindeutig beantwor:en; denn man muss die D oge und die Menschen, die Ereignisse und die Verhältnisse eigentlich kennen, um hier aus ganzem Herzen mifiachen und mitweinen zu können. Es ist wie bei einer grossen Familienfeier (der einem Abituriententag oder einem Treffen des Biau- Weiss nach fünfzig Jahren in Naharia. Wer nicht mit dabei gewesen ist, kann die vielen Anspielungen des ßegleittextes und sozusagen die Ergänzungen der Bilder kaum voll erfassen. Und doch hoffe ich. dass auch im Ausland Menschen, die uns zugetan sind, soviel Einfühlungsgabe aufbringen werden, um zu verste.ien, was hier „gespielt“ wird. Man hat im Ausland, auch und gerade unter Nichijuden, oft einen sehr feinen »♦♦♦♦♦i - ♦ ♦ ♦ « ♦ # ♦ ♦ < rr 0 LÂMENU rr TEL AVIV POB 3002 ISRAEL* NEUERSCHEINUNGEN DES VERLAGES $ 4 Pro/. Dr. H. Sternberg : 4 Zur Geschichte der Juden in Czerncwitz Reich illustriert Prof. Komilo Lontfmntm: Israel und die Juden der Weit SlüESKRiPTIOWS-EiNLADUMG: :: GESCHICHTE DER JUDEN? IN WIEN Herausgegeben von HUGO GOLD Gewidmet dem Andenken von Prof. Dr. Zwi Perez Chajes < ’ Unter Mitarbeit der hervorragendsten Kenner der t Geschichte der Wiener Juden. | j ERMAESSIGTER SUBSKRIPTIONSPREIS: | > VOR Erscheinen.$ 15. 4 Nach Erscheinen. $ 20. Alle Zuschriften u. Anfragen sind ausschliesslich an den Verlag, Tel Aviv> P.O.B. 3002 (Israel) zu richten. grenzten tfnmöglichkelten LITERATUR ■ Die Pi eise sind in USA-Dollar angegeben. „Riecher“ für das Echte und Falsche inbezug auf Israel. In einer Studenten/eitsehrift Deutseh-Israeliscner Studiengruppen las ich unter „Film“ folgende bemerkenswerte Notiz: ,,An dieser Stelle sollte ursprünglich eine Besprechung des Liehtspiels „Exodus“ erscheinen. Unser Rezensent weigerte sieh jedoch entschieden, auch nur eine Zeile darüber zu schreiben — mit der Bemerkung. es gäbe Frlme. deren .Qualität* noch nicht einmal einen Verriss lohnte. Näher befragt, erklärte er sich nur dahin, es gäbe auch Filme, deren gute Abr-cht durch billige, ungehemmt simplifizierende Ausführung zunichte ’ gemacht würde, wodurch der beabsichtigte Effekt sich in sein Gegenteil verkehrte. Ich teile diese Auffassung bezüglich „Exodus“ nicht, aber in diesem Mcnster-Film hatte ich immer das Gefühl: „Ha.cw-ai (unübersetzbar) wir wären alle so heldenhaft gewesen...“ Dieses Gefühl hat man bei diesem authentischen Israel- Film durchaus nicht: so waren wir wirklich. Aber eine andere bange Frage beschleicht uns. wenn man sieht, wie es wirklich war: Was ist au« uns geworden? Da sieht man z. B. die Hafenarbeiter von Tel Aviv, die kurz entschlossen einen jüdischen Hafen .improvisierten", als die britische Mandatsregierung, unter arabischem Druck, Schwierigkeiten im Hafen von Haifa machten. Und heue? Hafenarbeiter1 in Haifa streikten wegen ihrer nicht mehr genügend verbilligten Sonderrationen. Ganz ushebräisch denkt man da: „Mensch, wie haste dir verändert. . Das betrifft natürlich nicht nur die Hafenarbeiter, das betrifft u.ns aile, die wir in den dreissiger Jahren hier im Lande einen Lebensstil für selbstverständ.ich gegeben ansahen, der heute nur noch beläcnelt wird. Gewiss, es war nicht ailes schön und gut, es war so vieles furchtbar primitiv und unzureichend, und wür waren ja auch (wenigstens die Männer) um mindestens” ein Vierteljahrhundert jünger. Und doch gab es e nen Rhythmus und einen Elan, eine Einsatzbereitschaft, etwa bei .Choma u-Migdal“, be-i der improvisierten Errichtung von neuen Siedlungen binnen einer Nacht, um den wir uns heute selbst beneiden könnten. Man kann das Vergangene nicht pianmässig-künstlich wiederholen. Jede Zeit hat 'ihre eigene Gesetzmässigkeit. jede Stunde ihre eigene Dynamik Aber man blickt zurück, und es wird einem wohl und weh ums Herz, dass es so und nicht anders war. dass wir auf die Strassen gingen unter der Losung ..Al'ya c-hcph schit“ (Freie Einwanderung) und ..Medinat Iwrit“ (Judenstaat). und noch nichts von Korruptionsrffären und Spionagepoze-^en wussten. . Erst vor kurzem begann man in allen Synagogen in Israel und in der Diasoora ■ die Thora wieder neu zu lesen: „Beresehit“ — . Im Anfang. Es ist die ew;ge Geschichte von der Vertreibung aus dem Paradiese, von dem Fall des Menschen, der seine Unschuld verliert, wenn er vom Baum der Erkenntnis gegesen hat. Ein Engel mit dem Flammensehwert steht vor dem Paradiese und verwehrt die Rückkehr. Und der Mensch siedelt sich ..Oestlich von Eden'* irgendwo an. wie es in der Bibel heisst und wie der Titel des berühmten Romans von John Steinbeck, dem neuen Nobelpreisträger, lautet. Auch vor dem Jischuw-Paradies der uobesteh} heute der Cherub mit dem Schwert, das Vergangenheit heisst. Es gibt keine Rückkehr mehr in den Stand jener vorstaatlichen „Unschuld“. Die Fahne 1s raels ist am Mast vor dem Riesenbau der Vere irden Nationen gehisst worden (ein prächtiges Bild in ö;e~ sem Film), und Israel wurde ein Staat wie viele Späten. Das Erwachen nach dem Traum konnte dem Traum nie gleichen. Die Tragik der verwirklichten Ideale haben wir all«? erlebt. Bei Tageslicht sehen sie anders aus als im silorigen Mondschein der Mitternacht. Und doch sollten wir uns wenigstens die Kraft zu träumen bewahren. Ein grosser Träumer steht an der Wiege unseres Volkes: Joseph, ..Baal Hachalomol“. der Herr der Träume. Und ist es ihm nicht vom Vater, von unserem Stammvater Jaakow überkommen. dieses Verwobensein in den Traum? Hat nicht Jaakow den berühmtesten Traum der Weltgeschichte geträumt. den Traum von der Himmelsleiter. die von unserer Erde bis hinaus zum Herrn der Welf reicht? Juden haben immer geträumt: in Aegypten von der Freiheit, in der Galut vom Messias. Und in „Palästina“ vom Staat Israel. Alles ändert sich alles vergeht, aber das vergänglichste, der Traum bleibt ewig. Er gehört zu uns. wie es in Hofmannstbals unvergänglichen 1 erzinen über die Vergänglichkeit heisst: „Wir sind aus solchem Zeug, wie das zu träumen / L'nd drei sind Eins: ein Mensch, ein Ding, ein Traum.“ Juden in italienisch Das hebräische Buch von Bezalel Cecil Rolh: Hajehudim b’Tarbut Harenaissance bTtalia, Mossad Bialik, Jerusalem 1962, ist wohl eines der Wichtigsten unter den vielen Büchern Roths. Es behandelt ein Problem, das für uns Juden aus Deutschland von ganz besonderem Interesse ist: Die Verfiechung der zeitgenössischen Kultur der italienischen Renaissance mit dem jüdischen Leben, das damals unter den Juden Italiens besonders lebendig pulsierte und auch durch die Einwanderung aus Spanien und Portugal Vertriebener weiteren Auftrieb erhalten hatte. Dabei fasst Roth den Begriff „Renaissance“ zeitlich in einem sehr weiten Sinne: Von der frühen Brite italienischer Literatur im 13. Jahrhundert, zu deren „süssem neuen Stil“ ein bedeutender jüdischer Dichter, Immanuel Haromi, einen wichtigen Beitrag leistete. bis zur gewaltsamen Einschliessung der Judei in Ghetti und ihrer kulturellen Separierung durch Gegenreformation und Reaktion gegen Ende des 16. und im Anfang des 17 Jahrhunderts. Es ist ein Zeitraum von fast 400 Jahren, doppelt so lang wie aie gewöhnlich als Renaissance bezeichnete Epoche. Aueh sonst pflegt man heute in der historischen Periodisierung den Beginn der Renaissance zurückzuverlegen ins 14. Rabb. ßr. Salzberger 80 Jahre Vor kurzem beging Rabb. Dr. Georg Salzberger (Ixmdon), seit einigen Jahrei:;m Ruhestand lebend, den 80. Geburtstag. In Erfurt geboren, in einem Rabbinerhause. ist Georg Salzberger von 1902 bis 1909 Schüler der „Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums" gewesen und zugleich Student uer Philosophie an der Berliner Universität. Di« gediegene Erziehungsgrundlage erfuhr so in diesen Studienjahren eine gute Förderung. Schon der Rabbinatskandidat stand auf den Kanzeln der berliner Gcmeindesynagogen.;m Jahre 1910 wählte ihn die Frankfurter Hauptgemeinde zu ihrem Rabbiner, und Frankfurt wurde Salzburgers einziger Amtssitz in Deutschland. Drei Jahrzehnte hindurch füllte er diesen Wirkungskreis aus. bis die Auswanderung zur bitteren Notwendigkeit werden rollte. Was Georg Salzberger der Frankfurter Gemeinde auf der Kanzel, am Vortragspult. in der seelsorgerischen Tätigkeit zu geben vermochte, ist allgemein bekannt. Er war ein Prediger und Lehrer, dessen Wort mit zu nehmenden Jahren an Bedeutung gewann, dessen Beliebtheit wuchs, und der sich allen Schichten der Grossgemeinde tief verbunden fühlte. Eine umfassende weltliche Bildung ermöglichte es diesem Raobiner, den eine leidenschaftliche Liebe für seinen Beruf erfüllte, aus dem Vollen zu schöpfen. Judentum nicht mir zu lehren, sondern auch zu leben in dem Bewusstsein. auch vom Wertvollsten anderer Kulturen zu geben. seiner Kehilla -nd, darüber hinaus, der damaligen deutschen Juden heit eine religiös-führende Persönlichkeit zu sein. gen berliner Oberkar.tor Magnus Davidsohn, aus etwa dreissig Familien, die es anfangs waren, inmitten der feindlichen Bombaiaements von 1940 und 1941. eine neue Gemeinde aufgebaut, die heute etwa 1.400 Familien zählen dürfte, und die einen Mittelpunkt j”disehen Lebens in England bildet. Siebzehn segensi eiche Jahre hat dieser Rabbiner in London wirken können, und am Tage des Eintritts in den Ruhestand war er naiurgemäss Gegenstand ungewöhnlicher Ehrungen. Aber der Ruhestand wurde nicht zur Untätigkeit; im Gegenteil: nun konnte er sich den geliebten Forschungen ganz widmen und sich auch zur Verfügung stellen, wenn immer man seiner bedurfte. So reiste er auch in diesem, seinem 80. Lebensjahr, zu den Festen im Tischri nach Westberlin, um dieser Gemeinde abermals als Prediger zu dienen. Des öfteren besuchte er Israel. wo nahe Familienangehörige leben. Das Aufbauwerk, dem er sich in een zwanziger Jahren im nichtzionistischen Teil der „Jewish Agency“ mit ganzem Herzen zugewandt hatte, erfüllt ihn mit tiefer Befrie digung. So bleibt noch dom Jubilar zu wünschen, dass ihm noch viele gute Jahre im Kreise der Seinen bei bester Gesundheit vergönnt lein mögen. Curt VI .Ik Jüdischer Bttchladen in Moskau ' ln der londoner Emigration. zu Anfang des Jahres 1833, batte Dr. Saizberger, gemeinsam mit de» einstiln Moskau wurde ein Buchladen eröffnet, d -r sich mit dem Vertrieb jüdischen Schrifttums ' beschäftigt. Sehr gefragt ist die iri einer Auflage von 25.000 Exemplaren erscheinende Zeitschrift „Sowjetisches Heimatland". Es können aber auch jüdische Zeitschriften aus Polen, Frankreich und Amerika sowie jiddische Bücher erwoaixr» weide«. und sogar gelegentlich Ins 13. Jahrhundert; für die Geschichte der italienischen Juden ist eine solche frühe Datierung bestimmt berechtigt, denn seif dieser Zeit haben die Juden am literarischen und wissenschaftlichen Leben Italiens lebendigen Anteil gehabt (Immanuel Haromi war vier Jahre älter als Dante: er ist 1261 geboren, — Roth, S. 90). Aebnlich wie in unserer Zeit von den Nazis wurde dieser Kulturverflechtung am Ende des 16. und im Verlaufe des 17. Jahrhunderts durch gesetzliche Verbote ein Ende* bereitet. Im Jahre 1584 untersagte Prpst Gregor XIII. den Juden die .Ausübung des ärztlichen Berufs unter Nichtjuden (Rolh. S. 44) und im Jahre 1598 Klemens VIII. den Unterricht in Musik, Gesang und Tanz in nichtjüdischen Häusern (Roth, S. 273). So hat die von uns jetzt als Symbiose bezeiebnete Erscheinung in der Geschichte der italienischen Juden weit vor der eigentlichen Renaissance begonnen und sich bis in die /eit der Gegenreformation erstreckt — ein Geben und Nehmen, bei dem italienische Nichtjuden tief in jüdisches Kulturgut, nicht nur der Bibel, sondern auch des späteren Schrifttums! sogar der jüdischen Mystik), eindrangen. Juden aber fast in allen Bezirken des weltlichen Lebens ihrer Umwelt eine bedeutende Rolle spielten. Dante und Petra: ka waren dem jüdischen Gebildeten wohlbekannt und wurden sogar bei der Aus- Jegung der Bibel zitiert; die ..Göttliche Komödie“ wurde in hebräischen Buchstaben geschrieben, uir. ihre Lektüre den der lateinischen Schrift Unkundigen zu ermöglichen. (Roth, S. 40). Am geringsten w>ar der Einfluss der Umwelt auf die Juden wohl auf dem Gebiet, das wir als die eigentliche Domäne der Renaissance ansehen. nämlich in der bildenden Kunst. Die Juden standen ihr seit der talmudischen Zeit überhaupt ziemlich fremd gegenüber. und das körperlichheidnische Schönheitsideal der Renaissance entsprach am allerwenigsten ihren Anschauungen. Dennoch finden wir in der, jüdischen Architektur sowde in religiösen und profanischen Gebrauchsgegenständen einen starken Einfluss des Renaissancestils der Umgebung, vor allem auch in Handschriften- und Buchillustration. Für diese Beeinflussung durch den Stil der Umgebung in den Bildern jüdischer Handschriften gibt Roth ein besonders chaiakteristisehes Beispiel (Tafel VII. Seite 128): In einem Moreh - Nebuchim - Manuskript des 15. Jahrhunderis ist die Sitzung eines Bet Din dargestellt; über dem gross geschriebenen Worte r.Sehofiim“ sieht man zwei Ritter zu Pferde un Turnier Lanzen brechen: Das damals schon mehr als zeremonielle Kuriosität angesehene mittelalterliche Kampfspiel als Symbol eines jüdischen Rechtstreits! Sonst war die Beteiligung der Juden am kuliur^Ben Leiten der Umwelt besonders starkin Theater und Musik (denen Roth zwei besondere Kapitel von zus.rtnmen über 50 Seiten widmet'. aber auch in Wissenschaft und Philosophie, in der die Juden häufig zwischen dem das antike Erbe iiliei milielnden arabischen und dem mittelslterlien-lavtinistbeE Geistes gut Mlttgebest Beispiel«. Werke wii Denker zu sehe übe« ler aus d< Vebersetzi sehen ins abendländi kannt nun Für die heute seht fällt, untei Namen di Bekannter neu. ist ak Roths ein iung. dass Bes Anfeih der italieni ce-Kultur Tatsache b de, dass sh lieniscben liehen Leb leilnahmen bräischen seben Sehr Es habela auch heute völlig gel vorkomme Identität d zustellen; der Häufig ner Namei son habe a tiges Bild täj der j gung am L ermöglicht, gens — so derholt - negative und Raufe 33. 61). Eines de; te dieser sehen Kuh auf der Gr stischer ( I