Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 1994 (11.1.1963)
- Date
- 1963-01-11
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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SIÍHANA ISRAELITA 4 — Vien»«, 11 «te Entro de 1 íMi.'i Año XXIV. — Ne. 1994 Woche Ereignisse der Eint neue Sendung in der TV: MESA DE CREDOS Mjf dem Beginn dieses M-coats bat im Canal 9 ei ne neue Sendereihe ihren Anfang genommen, die auch für uns Juden von grösstem Interesse ist. Nach einer Idee des bekannten Journalisten Reynaldo Tettamanti, der auch die Vorbereitung und Leitung dieses Programmes in Händen nat. vereinigen sieh an jedem Donnerstag um 22 Uhr 30 je ein Vertreter der katho - fischen, evangelischen und jüdischen Religion, um mit Mariane Perla Probleme zu diskutieren, die für den Menschen von heute von Wichtigkeit und Interesse sind, und über die er die Meinung der grossen Weltreligionen und ihrer Repräsentanten hören will. Als Sprecher unserer Gemeinschaft sind die Herren Rabbiner Ben Zaquen, Blum, Harf. Hirsch, Meyer, Op penheimer, Rosenberg und Schlesinger einge}aden, während die Zusage der Mitarbeit anderer Herren Rabbiner noch aussteht. Die Themen der Abende behandeln Fragen von grösster Aktua lität, in denen unter Beweis gestellt werden soll dass die grossen Religionen an der Wirklichkeit des Tages nicht Vorbeigehen dürfen und können, sich mit den Ereignissen der Gegenwart auseinanderzusetzen haben, ihren Gläubigen eine Antwort zu geben haben und der Um. weit beweisen sollen, dass über alle dogmatischen Ge gensätze hinweg eine weitgehende Uebereinstimmung der Glaubensbekenntnisse besteht und bestehen muss. Am ersten Abend beschäftigte man sich mit der etwas hypothetischen Frage, ob bei den Fahrten in den Weltraum auf anderen Planeten Lebewesen angetrof fen werden können, deren Formierung uns Menschen dieser Erde entspricht oder die ihnen sogar überlegen sind; welche Stellung die Religionen diesen Möglichkeiten gegenüber einnehmen und was die Bibel zu diesem Thema sagt. — Der zweite Abend war einem Thema von grösster Aktualität gewidmet, den Diktaturen und den Dikt»t<>- ren, und in eindringlicher Form fragte Mariano Perla den Pater Heetor Oglielti, den Pastor Josä Miguez Bo nino und den Rabbiner Hanns Harf, welche grundsätzliche Stellung die Religionen gegenüber der Diktatur einnehmen und wis sie sich im Laufe der Geschichte den jeweiligen Formen der Diktatur und den jewei ligen Diktatoren gegenüber eingestellt haben. Die Uebereinstimmung der Ablehnung war evident und die Verteidigung der Menschenrechte und Freiheiten allen drei Vertretern in gleicher Weise notwendiges Bedürf- Das Leo Baeck - Institut DOKUMENTE-URKUNDEN CHRONIKEN BILDER;Jfc über die Geschichte des ehemaligen deutschen Judentums sammelt das LEO BAECK-INSTITUT / -★- PUBLIKATIONEN DES LEO BAECK INSTITUTES SCHRIFTENREIHE WISSENSCHAFTLICHER ABHANDLUNGEN 1 * DES LEO BAECK INSTITUTES J. C. B. MOHR (PAUL SIEBECK) TU EBINGEN I Hl - ★ yi:\is book n ‘0 — VOM L.B.-INSTITUT HERAUSGEGEBEN: BY THE EAST AND WEST LIBRARY, LONDON mit einer Fülle hervorragender Beitrage in englischer und deutscher Sprache. (416 Seiten) -*- WERDE AUCH DU RitTGLlElP des Leo Baeck-Instituts Anmeldungen bei Herrn CURT WILK, Moreno 2256. und im Büro der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU, Pueynedon 2190. 1. izq. (83/2613) nis und Herzensangoiegen hell ist. Es musste natürlich zugegeben werden, dass niehj immer alle Bekenner der Religionen in allen Zeiten diese strenge Ablehnung beobachtet haben und gelegentlich mit Diktatoren und Diktaturen paktiert haben — aber diese Tatsachen ändern nichts an der grund sätzbehen Einstellung. — Wir glauben, dass diese Sendereihe weitgehendste Unterstützung verdient, weil sie eine Anstrengung darstellt. in unserer Zeit ehe Einheit der Religionen im Kampf um die geistigen, moralischen und religiösen Werfe der Menschheit herzustellen und zu demonstrieren und dem Menschen des 20. Jahrhunderts zu zeigen, dass die Stimme der Religion nicht verstummt ist. Dr. Lutzky s. A. Die argentinische Judenheit hat mit dem Tode des Herrn Dr. Alejandro Lutzky einen schweren Verlust erlitten. Um ihn trauen mit seiner Frau, seinen Kindern und seinen Eltern alle seine zahlreichen Freunde, die viele Jahre hindurch in gemeinsamer jüdischer Arbeit Gelegenheit hatten, diesen aufrechten Freund und lauteren Menschen kennen zu lernen. ln den letzten Jahren war Dr. Lutzky, der ein erfolgreicher Advokat gewesen ist, Sekretär der DA1A. Auch ihm ist es zu einem guten Teil zu verdanken, dass die DAIA in den schweren Zeiten, die wir in Argentinien durchgemacht haben, als die Repräsentanz der argentinischen Juden von allen Seiten anerkannt wurde und sich durchgesetzt haï. Dr. Lutzky hat unter der Leitung seines Vaters. Don José Lutzky, einer der ältesten und ergebensten Arbeiter für die jüdische Sache in Argentinien, eine sehr gute Erziehung genossen, die ihn die Verpflichtung fühlen liess, sich mit seinen grossen sachlichen und menschlichen Qualitäten den zentralen Problemen der Judenheit zu widmen. Er wird unvergessen bleiben. Eine Ernennung Das neueste LBI-Bulletin Aus Max Pinkus“ (1857 bis 1934), des welterfahrener, Textilfabrikanten, Liebe zu seiner engeren Heimat ist einst die von ihm begründete, berühmt gewordene „Schlesierbücherei“ in Neustadt (O.-S.) entstanden. Zu den wenigen, mehr als 20 Druckseiten umfassenden deutsch-jüdisch historischer. Abhandlungen, die im „Bulletin“ des Leo Baeck-lnstituts (Verlag Bitaon, Tel Aviv) bisher erschienen sind, gehört die sachkundige und gründliche Arbeit von Professor Dr. Kurt Schwerin (Chikago, früher Breslau) über Pinkus, seine „Bücherei“ und seine enge Freundschaft mit Gerhart Hauptmann. Als Nachdruck aus dem neuesten „Jahrbuch der Friedrich-Wilhelm- LTniversität zu Breslau“ ist sie in dem soeben herausgekommenen „Bulletin“ Nr. 18 veröffentlicht. Der Autor kann als be sonders guter Kenner der Materie, der Zusammenhänge. denen er nachspürt, und der einschlägigen Literatur angesehen werden; schon vor mehr als 30 Jahren, Südamerikaner in Israel Jerusalem. — Das Ministerium für Wohnungsbau gab einen Plan zur Unterbringung von 2.1000 südamerikanischen Einwanderern bekannt, die in der nächsten Zeit nach Israel kommen werden. Es sollen vier verschiedene Typen von Wohnungen gebaut werden. 550 dieser Einheiten sollen in den Kibbuzim, der Rest in Jerusalem, Tel Aviv und Haifa errichtet werden. Für jede Wohnung steht ein Kredit in Form einer Hypothek von 4.000.— Dollar bereit. während seiner Studien, erwachte, wie Schwerin selbst ausführt, sein Interesse an allem, was mit der „Scblesierbüeherei” zusammen hängt, und seitdem hat ihn die Beschäftigung mit diesem Stoff nie wieder tosgelassen. Vom übrigen Inhalt des Heftes sei vor allem der anlässlich des 10. Todestages des Autors erfolgte Wiederabdruck des Essays „Das Zeichen von Bolsena“ erwähnt, den Dr. Eduard Strauss* der damalige physiologische Chemiker am Georg-Speyer-Haus in Frankfurt, im jüdischen Kreis wohl bekannter noch als Bibelerklärer am Frankfurter Jüdischen Lehrhaus, 1930 dem Gedächtnis an Franz Rosenzweig widmete; ein einleitendes Gedenkwort für Strauss stammt aus der Feder seines Freundes Fritz Schwarzschild (New York). Der aus Krakow stammende, in Thun (Schweiz) lebende Germanist und Gottfried Keller-Forscher Professor Dr. Jonas Fraenkel steuert einen umfangreichen Beitrag über „Gottfried Keller und die Juden“ bei, und der frühere Leipziger Ge meindedirektor Dr. Fred Grubel, New York, schreibt über die 125jäbrige, nämlich die Zeit von 1811 bis 1936 umfassende Geschichte des jüdischen Friedhofs in Johannistal bei Leipzig. Mitglieder der Gesellschaften dpr Freunde des Leo Baeck-Instituts (Jerusalem, London. New York) erhalten das „Bulletin“ — wie auch das „Year Book“ — unentgeltlich; das gilt natürlich auch für die Mitglieder der „Freunde und Förderer des Leo Back Instituts e. V.“ (Sitz Frankfurt a. M.). E. G. L. n" a Unser SAMT erwartet alle Mitglieder von Bei Israel, Freunde und Bekannie, zu seiner BARMITZWA am 19. Januar 3963, um 8 Uhr 30; in der Conde 1345, mit anschliessendem Empfang. v Der Chefredakteur der in Buenos Aires in jiddischer Sprache erscheinenden Tageszeitung ,,Di Presse“, Herr Dr. Elieser Zbitniski, wurde zum Professor der Internationalen Lateinamerikanischen Universität ernannt, die mit der UNESCO zusammen arbeitet. Dr. Zbitniski erhielt den Lehrstuhl für Zivilisation und Soziologie der slawischen Völker. Dr. Zhitniski, der in Russland geboren wurde, studierte Jura und erwarb in der deutschen Universität Königsberg den philosophischen Doktortitel. Seit 40 Jahren lebt Dr. Zhitniski in Buenos Aires. Er arbeitet seit dieser Zeit in der Redaktion der Tageszeitung „Di Presse“ und wirkt auch in verschiedenen zentralen Organisationen unseres Jisebuw mit. Eine Goldmedaille Der kleine Sami Höchberg, der schon bei früheren nationalen Schwimm Wettbewerben erste Plätze belegt hat, erwarb eine neue Goldmedaille. Nach langen Ausscheidungskämpfen kam er in die Endrunde der Klasse „Menores“. bei der er im Brustschwimmen einen ehrenvollen zweiten Platz belegt hat. Frau Alice BRINNITZER früher Breslau und Herr Br. KOEHLER werden von Heini Braun, Box 1815 Bulawayo, Südafrika, gesucht MAX HOCHBERG und Frau LIA gefa. WATERMANN Andonaequi 2083 Allen meinen Freunden und Bekannten meinen besten Dank lür die Glückwünsche anlaesslich meines achtzigsten .Geburtstages. JOSEF M 0 H L Basualdc 606, Buenos Aires 17. Tew’et 18 Tevet 19. Tewet 20 Tewet 21 Tewet 22. Tewet 23. Tewet LUACH — (KALENDER) Freitag, den 11. Januar 15. Tewet Sonnabend, den 12. Januar fß Tewet Schabbat WAYECHI 1. B. M. XLVII 28 — L 26 Haftar'a I Könige II 1—12 Sonntag, den 13. Januar Montag, den 14. Januar Dienstag, den 15. Januar Mittwoch, den 16. Januar * Donnerstag, den 17. Januar Freitag, den 18. Januar Sonnabend, den 19. Januar Parschat SCHEMOT 2. B. M. I 1 — VI 1 Haff. Y'eschayahu XXVII 9 — XXVIII 13; XXIX 22—23 Neumondankündigung SCH’WAT Sonntag, den 20. Januar 24. Tewet Montag, den 21. Januar 25 Tewet Dienstag, den 22. Januar 26. Tewet Mittwoch, den 23. Januar 27. Tewet Donnerstag, den 24. Januar 28. Tewet Freilag, den 25. Januar 29. Tewet Sonnabend, den 26. Januar 1. Sch’wat Sebabbat WAERA 2. B. M. VI 2 — IX 35 4. B M. XXVIII 9 — 15 Hailara Yesehayahu LXV1 1 — 24 SCHABBAT ROSCH CHODESCH Sonntag, den 27. Januar 2. Schwat Montag, den 28. Januar 3- Sch wat Dienstag, den 29. Januar Mittwoch, den 30. Januar 5. Sch wat Donnerstag, den 31. Januar ®- wat 1