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Jüdische Wochenschau · 1963-01-11 · 1994 (11.1.1963) · p. [Seite 3]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
1994 (11.1.1963)
Date
1963-01-11
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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VÍMWfS. ti Ener« de IMS SEMANA ISRAELITA AS« XXIV. — No. lí*iM — 'i Die Geschichte der Hedschashahn Jiinst wurde verlautbart, dass die Hedschasbahn mit Unterstützung der Deutschen Bundesrepublik und mit technischer Hilfe durch die Krupp- und Rheinstahl AG erneuert werden solle. Die Geschichte dieser Eisenbahnlinie umfasst auch einen Teil des Verkehrswesens in Israel und ist nicht •hne Interesse. Zuvor ein kurzer geogra phischer Ueberblick über den Verlauf der Bahnlinie, j Sie beginnt in Damaskus, ist im wesentlichen süd- | wärts gerichtet und durchi läuft auf ihrem Wege bis I hinter Deraa (das biblische Edrei) syrisches, bis hinter Nakb Ischtar bei Maar, (nordöstlich von Elat und Akaba) transjordanisches und dann bis Medina im Hedschas saudiarabisches Gebiet, insgesamt rund 1300 Kilometer Länge. In den Verwaltungsbereich dieser Hauptstrecke gehörte die Abzweigung von Deraa nach Haifa (161 Kilometer), von dort nach Akko '17 Kiilometer) und von Deraa nach JE WAERMER DIE TAGE, DESTO LEICH¬ TER DIE KLEIDUNG Carlton bietet Ihnen die ganze Linie federleichter Kleidung in bester Konfektion st abiloform verarbeitet. lind wenn Sie Masskletdung wünschen, erst vou Dr S. BRAUS Bosra (28 Kilometer). Der! rcnthese angemerkt — ein Name wurde der Bahn, welj Enkel jenes Gottschalk Le che über Medina hinaus bis i vy, der 1872 mit Professor nach Mekka führen sollte, | Heinrich Grätz eine Reise deshalb gegeben, weil die j nach Palästina unternombeiden den Moslem heiligen ' men hatte. Der ungewöhn- Wallfahrtsorte in dem west I lieh tüchtige Spezialist für liehen, an das Rote Meer 1 Bahnbauten wurde im Lauheranreichenden Landstrich; fe der Zeit zum Reichsbahnrecht zu uns! liegen, der Hedschas heisst. I Das Gebiet, in dem die Ei- . senbahnstrecke liegt, gehör-! te bis zum Ersten Weltkrieg! der Türkei. Der Sultan Abdul Hamid entschloss sich im Jahre 1900 zum Bau der ■ Linie, und zwar hauptsäch- | lieh aus religiösen Gründen. Daneben aber gab es auch ' wirtschaftspolitische Erwä | gungen, welche darauf gei richtet waren, den türki- | sehen Einfluss gegenüber j dem europäischer Grossi machte zu stärken.! Die alljährlich nach Medij na und Mekka strömenden Gläubigen waren gezwun j gen, einen mühseligen gej fahrenreichen, sich wochen- ] lang hinziehenden Pilgergang zu wagen. Ihnen den Weg zu erleichtern und ihn j zeitlich zu verkürzen, war I das Hauptziel des geplanten! Unternehmens. Die Beschafi direktor befördert. 1935 kam er nach seiner Entlassung aus dem preussischen Staatsdienst durch Göring wieder ins Land, fand aber keine seinen Fähigkeiten angemessene Beschäftigung und verliess es enttäuscht; er ist in der Deportation umgekommen. Im Jahre 1908 konnte die Hedschasbahn für den Verkehr auf einer Teilstrecke freigegeben werden. Zu Ende geführt wurden die Bauarbeiten nur bis nach Medina und dies in einer viel späteren Zeit. Während des Ersten Weltkrieges zer5'orten die von Thomas Edward Lawrence dirigierten Ara-! ber während ihres Aufstan- 1 des gegen die Türken und die Mittelmächte die Strek | ke von Maan bis Medina, und nur der Teil von Da-' maskus bis Maan blieb intakt. Die seither unternommefung der erforderlichen Gel der erfolgte durch ein weit-, „ , „ .... , , schichtiges System von Auf- | »«' Schutte zur Wiederher lagen. Gleichwie der Petersi Weüerfuhr Pfennig aus aller Welt zum tL„„* an.! ohr)e Erfolg. Bald durfte es sich zeigen, ob die neuer Für ,,Ihn“, und die Herren Söhne praktische Geschenke zu den Feiertagen. Hemden, Strümpfe, Krarat ten, Taschentücher, Schlafanzüge, Morgenröcke etc. PRAKTISCH DENKEN, VON CARLTON SCHENKEN! Papst gelangte oder die Spenden der Juden aus der \ Diaspora ins Heilige Land, 1 so flössen die freiwillig gegebenen Beträge der Mos ■ lern, wo immer sie wohnen mochten, zur Hohen Pforte! hin. Weitere Gelder wurden i eingenommen durch Ge- , haltsabzüge. Zahlungen bei I Beförderungen und Auszeichnungen von Beamten.; Stempelgebühren und Ver-; trieb von Sonderpostmarj ken, die zu benutzen noch | im Jahre 1924 Pflicht war, , weiterhin durch unentgeltlij che Holz- und Bausteinli’fe- | rungen, Fronarbeiten und Beschäftigung von mehreren j Bataillonen aus der Armee j beim Bau der Strecke.; Im Jahre 1902 konnte mit | den schwierigen Erdbewedings gemeldeten Bemiihun gen seitens Transjordamens und Saudi Arabiens positive Ergebnisse zeitigen werden. Nichj ohne Bedeutung wäre es, wenn Transjordanien den zusätzlichen Plan, die Strecke bis zur syrischen Grenze zweigleisig auszubauen und Maan mit Akaba '86 Kilometer! zu verbinden. verwirklichen würde. Obgleich die Zweigstrecke Haifa—Deraa in das Netz der Hedschasbahn gehört, war ihr Bau bereits in den achtziger Jahren des vorigne Jahrhunderts erwogen worden. 1890 erhielt dann England' vom Sultan das Recht, die Strecke zu bauen. Indes kam die Arbeit nicht recht in Schwung, weil acht Kilometer Länge wurde fertig, dann trat wieder eine Unterbrechung ein. 1899 verfiel die Konzession an die Engländer. Ab .1903 führte die türkische Regierung das Unternehmen allein weiter, und 1905 fuhr die erste Bahn bis nach Bet Schean. Etwa um ein Jahr später war auch die 161 Kilometer lange Strecke bis Deraa fertig. Da das Ufer des Kinneretsees nur bei Zemach der Bahnli nie nahe kam, überlegten die in Frage kommenden Stellen, wie Tiberias erreicht werden könne. Die Eisenbahnverwaltung' hatte wohl einmal erwogen, ein Dampfboot einzusetzen, das sowohl Personen als auch Güter nach Tiberias bringen sollte. Doch wurde nichts daraus. Der Bau d8r Eisenbahn erwies sich für die Entwicklung Haifas als bedeutsam. Abgesehen von dem lebhaften Personenverkehr war bald ein beträchtlicher Gü tertransport zu verzeichnen, welcher bis dahin durch Lasttiere bewältigt werden ■musste. Es wurden vom Festland zur Verschiffung hauptsächlich Korn . doch auch Orangen. Olivenöl Weine und Spirituosen. Wolle und .Seife herangebra eht. während die Einfuhr aus Europa und den Vereinigten Staaten Baumwolle. Zuc-k-r. Petroleum, Holz, Kaffee. Eisen und Eisen waren Haus geräte und anderes mehr umfasste. Hätten die Engländer, denen durch die Konzession 1890 das Recht zum Bau eines Hafens in Haifa erteilt worden war, die Situation recht ausgenutzt, so wäre die Quantität der per Bahn beförderten Güter ohne je den Zweifel grösser gewesen. Es zeigte sich das erst um 1933, als wirklich der Hafen entstand. Die Wirrnisse infolge der mehrfachen Unruhen und des zweiten Weltkrieges führten das En de der Bahn herbei. Wer mag sagen können, ob sie einmal neu erstehen werde? LA SEMANA ISRAELITA BISEMANaRIO LN DEPENDIENTE ft*. Air*« - PUEYRREDON 219«, H k«q. - T. E. 83.281 1L Januar 1963 15. Tewet 5713 ENGLISCHE GÂESTE IN ISRAEL Jerusalem. — Eine Delegation jüdischer Führer aus England unternimmt ei nc zweiwöchige Rundfahrt durch Israel. Die Besucher erklärten sich beeindruckt von dem tiefvcrwurzelten Gefühl für religiöse Ei Ziehung und Kultur, das sie im Lande, sowohl in den Siedlungen wie in den entlegen slcn Orten, vorfanden. Ein Sprecher der Delega'ion. die die Reise unter den Auspizien des Board of Deputies der englischen Juden und Organisations-Abteilung der Jewish Agency unternommen hat, äusserte m einer Pressekonferenz, die ultraorthodoxen Kreise im Ausland, welch? über die in Israel verbreitete Ungläubigkeit klagen, müssten scharf kritisiert werden, denn diese Vorwürfe seien völlig unberechtigt. Unter den Teilnehmern an der Konferenz waren Sir Barnett Jänner. Abgeordneter und Präsident des Board of Deputies. Stadtverordneter Abraham Moss, und Solomon Teff. Vizepräsiden ten. Aloph Eastman. Sekre- Auf der Urlaubsreise , festgenommen Bologna. — Der 58 Jahre ■ alte frühere Major Gerhard Kröger aus Tübingen ist auf einer Urlaubsreise in Italien festgenommen werden. Die Festnahme du^ch; die Polizei in Bologna erfolgte aufgrund eines in j Wuppertal ausgestellten! Haftbefehls. , Kröger soll 1941 in der Sowjetunion Massehhinreh' tungen befohlen haben. Nf. ch ' Mitteilung der italienischen \ Polizei gibt Kröger an. nur Befehle ausgeführt zu ha- , ben. (AWZI I tär, und Harry Landy, der Schatzmeister dieser Institution. Während ihres Aufenthaltes in Israel wird die Delegation vom Staatspräsidenten Ben Zwi, dem Premier- ,minister Ben Gurion, dem Knesset - Präsidenten Kadisch Lus, Oberrabbiner Jizchak Nissim und von Mosche Sharett, dem Vizepräsidenten der Exekutive cier Jewish Agency empfangen werden. Die aus 20 Mitgliedern bestehende Delegation besuchte als erstes die Bar Uan- Universität und besichtigte hierauf Institutionen. Siedlungen und im Bau befindliche Unternehmen im Norden und Süden des Landes. Die Teilnehmer an dieser Reise sind Mitglieder folgender Organisationen: Misrachi. WIZO, Frauenverband der Bne Brit, Makkabi. Anglo Jewish Association, Verbandjüdischer Frauen und Joint Jewish Appeal. (ITA) DIREKT PER SCHIFF nach \miv ÍK1ÍIJ1 REISEDAUER. 20 TAGE NAEHERE DETAILS: Viajes Globus ALSINA 1418 — Bs. Aires Tel. 38-5860 — 1447 ui.vl 37-2660 Ernst Koppel Herrenbekleidung Maipú 484 I. TE. 31-7845 Herrenausstattung Maipú 982 TE. 31-0357 gungen begonnen werden. | die Unternehmer andauernd! Der kluge und betriebsame jn Zwistigkeiten verstrickt ' Sekretär des Sultans Ezzed waren. Svstematisch bc»on- Pascha übertrug die Aroeiven wurde erst 1892 mifder ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦»♦♦♦a teil Ingenieuren aus euro päischen Ländern, darunter zwölf deutschen Fachleuten. Die Leitung des Gesamtunfernehmens legte er in die Ilände zweier berliner Eisenbahnbauingenieure: I.evy und Meissner. Ingenieur Levy war — das sei hier in Pa- Anlage des Bahnkörpers’ aber nur eine Strecke von Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKfUPFTEN te:ppichen in erstklassigen Qualitäten "TIER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigen* Fabrikation — Unverbindliche Vorfiihruno Auf Wunsch Zahlungserleichternngen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus Calle ANDONAEGUI 2083 4 Quader vor Station Urquiza Zwei Doktorhüte für Propst Grüber New York. _ Der Berliner Propst D. Heinrich Grüber erhielt unlängst einen Doktorhut d?s protestantischen Wagner-Colege. einer; theologischen Hochschule in j Staten Island (New' York) An der Feier nahmen der; deutsche Generalkonsul in I New York, Dr. Georg Fede ' rer- und viele Freunde Grü- ' bers teil. Die zweite Ehrung verlieh j ihm das Hebrew Union CoP i lege, das zur Columbia-Uni-! versität’gehört. (AWZ) [ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL » ♦ ♦♦♦♦ ♦ ♦-♦ ♦ ♦♦ ♦ ♦ ^-4 ♦♦♦♦♦♦ 4 1 Dr. Hardi Swarsensky « tt AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BENO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 T E. 51 - 2205 (Ecke Monroe) moebelhaus WATERMANN Das Haus der 3 Geschät te mit d?r grössten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. E, 35 - 1033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zahlungserleichterunsen Zuvorkommende facb-,, männische Bedienung. U « ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ★ RÜCKERSTATTUNG jetzt auch für Juden aus Polen. ANMELDUNGSMÜEGUCHKEITEN für alle, die nach dem I. 10. 1953 aus Laendern hinter dem eisernen Vorhang auswandern konnten. SPRECHSTUNDEN: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr it it Dr. Günter Frey VERREIST VOM I. B!S 20. JANUAR PUEYRRED0N 2190 esq Av. LAS HERAS — T. E. 83-2613

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