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Jüdische Wochenschau · 1963-01-01 · 1993 (1.1.1963) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
1993 (1.1.1963)
Date
1963-01-01
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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* — Vi**»*«, 6 Ae Ewer« dt 1963 SEMANA ISRAELITA Afi« XXIV. — N*. Ï393 MUSIK IN BUENOS AIRES FREILUFTKONZERT DES JUGEND KAMMER ORCHESTERS UNTER THEODOR FUCHS Die „Asociación Cultmal Santo Domingo de Guzman" veranstaltete in den wunrtervoll angelegten Gärten der Familie Boseh-Lacroze an der ,,Barranca de San isidio“ ein Konzert unter ft eiern. ausgesternten Himmel. Theodor Fuchs dirigierte hierbei das ..Orquesta de Cámara Juvenil' . das, wie wir schon oft berichtet ha ben, sein Weiterbestehen einzig und allein .unserem“ Fuchs verdankt; und ebenso oft konnten wir mit Genugtuung vermelden, mit welchem ausserordentlichen Enthusiasmus sich Dirigent und Ausübende gegenseitig anspornen, ihr Bestes zu geben. ln der reizvollen Umgebung. in der ein Schwimmbassin noch den verwöhntesten akustischen Ansprüchen — sozusagen nach an lik-griechischem Muster — genügen konnte, spielte das Streichorchester zunächst i sehr stilvoll das Concerto! Grosso in g-dur von Franj Cisco Gcminiani. um dann 1 der jugendlichen Oboistin J Sofia Koliren Gelegenheit | zu geben, den Solopart im i Konzert für ihr Instrument! mit Streicherbegleitung von | Antonio Vivaldi zu blasen, j Die jugendliche Künstlerin! hat einen festen, tragenden ' Ton und meisterte ihre Auf I gäbe sicher und ohne jegli-! ches Lampenfieber. ( Im Mittelpunkt des Programms. das mit Mozarts ..Kleiner Nachtmusik“ und \ Bela Bartoks Rumänischen i Tänzen“ beschlossen wurde. ■ stand das berühmte Doppelkonzerf für zwei Violinen und Streichorchester in d moll. Die beiden, ausgezeichnet aufeinander eingespielten Geiger Mario Benzenery und Carlos Laredo zeigten sieh den aussei or dentlich anspruehsvo: en Anforderungen der Partitur voll gewachsen und hatten, ebenso wie die Oboistin, sehr herzlichen Erfolg. Fuchs selbst leitete das Kurt Blumenfelds Memoiren! Neue Bücher Als vor drei Jahren — im ..Bulletin“ des Leo Baeck- Instituts (Nr. 8, Tel Aviv. August 1959) — unter dem Titel „Wetterleuchten“ als Vorabdruck aus den „Erinnerungen eines deutschen Zionisten“ ein Teil des er sten Kapitels dieser Memoiren erschien, war man auf das Ganze gespannt. Der Gesamtband liegt nunmehr als neueste Veröffentlichung des L.B.I. vor (Kurt Blumenfeld: ..Erlebte Judenfrage — Ein Vierteljahrhundert deutscher Zionismus“, Deutsche Verlags-Anstalt. Stuttgart 1962). Kein Tagebuch, wie der Autor feststellt; ihm Konzert mit Schwung. Umsicht — und Nachsicht •— und hatte zusammen mit der jung - jugendlichen Instrumentalvereinigung derart spontanen Beifall, dass man sich zu zwei Zugaben — zwei Sätze aus dem Di vertimento K. V. 136 von Mozart — verstand. c-n Das Leo Baeck - Institut sucht DOKUMENTE-URKUNDEN CHRONIKEN BILDER über die Geschichte des ehemaligen deutschen Judentums sammelt das LEO BAECK-INSTITUT PUBLIKATIONEN DES IEO BAECK INSTITUTES SCHRIFTENREIHE WISSENSCHAFTLICHER ABHANDLUNGEN DES LEO BAECK INSTITUTES J. C. B. MOHR (PAUL SIEBECK) TU EBINGEN YEAR BOOK W 1860 — VOM LB.-INSTITUT HERAUSGEGEBEN: BY THE EAST AND WEST LIBRARY, LONDON mit einer Fülle hervorragender Beitrage in englischer und deutscher Sprache. (416 Seiten) WERDE AUCH DU MMTGL1ED des Leo Baeck-Instituts Anmeldungen bei Herrn CURT WILK. Moreno 2256. und im Büro der HJEDISCHEN WOCHENSCHAU, Pueyrredon 2190, 1, izq. (83/2613) kam es darauf an. ..Vorgänge seines Lebens wie mit einem Lot zu sondieren“, um auf diese Weise dem Geheimnis des Zusammenspiels unserer Kräfte und Begabungen tastend auf die Spur zu kommen“ Die Le rechtigung, gewisse Erlebnisse festzuhalten, gebe ihm. so führt er aus. eine in ihm wirkende Fähigkeit, menschliche Beziehungen zu empfinden, ..die sich politisch, geistig oder künstlerisch in einem Augenblick so verdichten können, dass es lohnt, die Augen weit zu öffnen.“ Die Entwicklung der zioni stischen Bewegung vor allem in Deutschland in der Zeit von 1904 bis 1933. aus der die Erscheinung und das Wirken Blumenfelds nicht wegzudenken sind, wird in der Tat hier weitgehend auf dem Hintergrund der Begegnungen mit j und der Beziehungen zu! Menschen nachgezeichr.et, zu vielen teils hervorragenden Vertretern des grosse ren allgemein-öffentlichen Lebens und. mehr noch, des jüdischen Bereichs. N'cht alle haben den Rang eines Einstein, den Blumenfeld für die zionistische Idee gewann. eines Weizmann, Buber oder Rathenau (mit dem Kurt Blumenfeld Anfang 1922 eine denkwürdige Auseinandersetzung hatte). Aber das ist nicht entscheidend. Das erstaunliche Gedächtnis des heute 78-Jährigen und die aufgespeicherten und erhalten gebliebenen Eindrücke eines reichen aktiven Lebens in Deutschland (das von 1933 an in Palästina Israel keineswegs zu Ende war! ersetzen sicher an vielen Stellen Tagebücher. Briefe oder andere Materialien. Und so ist eher ein persönlich gehaltenes, oft brillant formuliertes politischzeitgeschichtliches Feuilleton entstanden als eine systematische Chronik. Der Lektüre dieser. 200 und mehr Seiten umfassenden, faszinierend geschriebenen 17 Erinnerungs - Kapitel kommt das nur zustatten. Das noch so sehr mit zionistischer Politik. Propaganda und Organisation verbundene Persönliche, diesen Memoiren so eigen, ist eingebettet in die Verbundenheit mit Menschen. Dutzende (abgesehen von den Grossen) sind genannt, bekannte Namen aus jener Zeit werden uns in Gedächtnis zurückgerufen; Poliiker Wissenschaftler, einflussreiche Kaufleute auch in der deutschen „Provinz“, jiidi sehe Funktionäre werden in der einen oder anderen Form charakterisiert, zuweilen nicht unkritisch. Manchen von ihnen nennt Blumenfeld „Freund“, und ih nen, besonders Arthur Hantke, Georg Landauer. Siegfried Moses, Meinhold Nussbaum. Salman Schocken und Robert Weltsch. stattet er für Rat. Förderung. Mitarbeit in individuell schöner Weise Dank ab. Anderen, wenigeren, steht er ableh nend gegenüber, ohne dass eine Schärfe zum Ausdruck kommt. Bei aller Offenheit überwiegt das Positive. Der Kunstgriff, die Darstellung von Erlebnissen mit Menschen und von Ergebnissen eigenen Tuns so auf einander abzustellen, dass der politische Erinnerungsgegenstand (Juden in Deutschland! deutsch-jüdischer Kulturkonflikt, praktischer Zionismus, Palästinaaufbau) nicht zu kurz kommt, konnte nur jemandem gelingen, der — auch — zu schreiben versteht; schliesslich ist Kurt Blumenfeld auch einmal Redakteur gewesen. Das Kapitel über seine Tätigkeit für den Keren Hajessod. für den er mehr als 7.000 Besuche gemacht hat .erscheint, aus der Sicht der praktischen Arbeit, auch heute, unter veränderten Verh ä 1t n i s sen, noch lehrreich. Blumenfelds Lehre und Leistung fasst Dr. Hans Tramer, Tel Aviv, einer der wesentlichen Stützen des Leo Baeck Instituts und verdient um die Herausg ibe auch dieses Erinnerungswerks. wie aus einem Guss in einem würdigen Essay zusammen. Es ist dankerfüllte Huldigung für den „Meister“ genannten Lehrer und väterlichen Freund und zugleich Laudatio für den fundierten Sprecher und klugen Organisator, der, mehr, fach wiedergewählt, in den Jahren 1924/33 der Vorsitzende der Zionistischen Vereinigung für Deutschland war. I>r. E. G. LOWENTHAL Filmfestspiele in Tel Aviv Brussel. — Wie das Internationale Institut der Film Gewerkschaft mitteilt. das seinen Sitz in der belgischen Hauptstadt hat, wird das iV. Arbeiter - Filmfestival vom 5. bis 10. Mai in Tel Aviv stattfinden. Die Festspiele versprechen zu dem wichtigsten Ereignis seit dem ersten Wettbewerb dieser Art im Jahre 1954 zu werden. Von den 11 Ländern, die bisher ihre Teilnahme zugesagt haben, werden Australien. Japan und Holland erstmalig ihre Produktion auf einem von diesem Institut veranstalteten Festival zeigen. (ITA) Nehru: Summe niemes Denkens, erschienen bei Kindler. 1961. — Ueber die zentrale Figur des indischen Ministerpräsidenten ist hier nicht viel zu sagen. Indien, dieser gewaltige Subkontinent, verdankt ihm zu einem wichtigen Teil seine Unabhängigkeit und Freiheit, denn er war der grosse Verwirklieher der Lehren seines Meisters, Mahatma Ghandi. Das voriiegende Buch bringt eine geschickte und belehrende Zusammenstellung von Worten, Gedanken, Reden usw. Nehrus, die von K. T. Narasimba Char besorgt worden ist. Wesentlich zum Verständnis der indischen Vorstellongswelt und der Nehru’schen Politik ist die ausgezeichnet« Einleitung aus der Feder des Herausgebers. Ohne Zweifel übt Nehru auf die Menschen der westlichen Welt einen eigenartigen Zauber aus; ihn umgibt das Geheimnis seines Landes. In einer beinahe harmonischen Form verbindet Nehru auch in sich selbst den Fortschritt und das Wissen des Westens das er sich als Schüler englischer Universitäten erschloss, während der Mensch in der westlichen Hemisphäre noch immer nur mit. Staunen, aber ohne das notwendige tiefe Wissen den Osten betrachtet. Das vorliegende Buch kann einen kleinen Beitrag dafür liefern, wenigstens einen flüchtigen Blick in Indiens Gedanken- und Gefühlswelt zu werfen. — (h. s.) Abraham Sak: Beim Beginn eines Frühlings (Erinnerungen). 165. Band der SebriPenreihe „Das Polnische Judentum. Verlag Zentralverband der polnischen Juden, Buenos Aires 1962. Die Administration der J. W. bit tet Herrn Mandel früher Echeverría 1288 in Florida, um Angabe seiner neuen Adresse unter T E. 83- 2613 oder 80-6930 zwecks weiterer Zustellung der Zeitung. Am 5. Januar begebt in körperlicher und geistiger Frische Frau SELMA FUCHS gab. ABRAMCZYK ihren 85. GEBURTSTAG. Es gratulieren IHRE KINDER. ENKEL und URENKEL Buenos Aires — Berlin 3:0 gewonnen Tel Aviv. — Die israeli sehe Fussballnationalel! hat unlängst in einem Länderspiel in Tel Avivdie Nationalelf von Aethiopien mit 3:0 besiegt. (AWZ) JUNGER MANN SUCHT ZIMMER bei Familie mit oder ohne Pension, möglichst nahe Constitución. Anrufen: T, E. 701 7673 LUACK — (KALENDER) Freitag, den 4. Januar 8. Tewet Sonnabend, den 5. Januar 9. Tewet Schabbat WA1GASCH 1. B. M. XLIV 18 — XLVII 27 Haftara Yec-heske‘el XXXVII 15—28 Sonntag, den 6. Januar 10. Tewet ASSARA BETEWF-T - FASTEN Montag, den 7 Januar 31 Te.vet Dienstag, den 8. Januar- 32. Tewet Mittwoch, den 9. Januar 13 Tewet Donnerstag, den 10. Januar 14. Tewet Freitag den 11. Januar 35. Tewet Sonnabend, den 12. Januar 16. Tewet Schabbat WAYECH1 1. B M. XLVII 28 — L 26 Haftara I Koni«-“ 11 1—12 Sonntag, den 13. Januar 37. Tewet Montag, den 14. Januar 38 Tewet Däenstas, den 15. Januar 39. Tewet Mittwoch, den 16. Januar 20 Tewet Donnerstag, den 17. Januar 23. Te-.vet Freitag, den 18. Januar 22. Tewet Sonnabend, den 19. Januar 23. Tewet Parschat SCHEMOT 2 B. M. 1 i — VI 1 Haft. Yeschayahu XXV11 9 — XXVIII 13; XXIX 22—23 Neumondankündigung SCH'WAT Sonntag den 20. Januar 24. Tewet Montag, den 21. Januar 25 Tewet Dienstag, den 22. Januar 26. Tewet Mittwoch, den 23. Januar 27. Tewet Donnerstag, den 24. Januar 28. Tewet

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