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Jüdische Wochenschau · 1962-12-28 · 1992 (28.12.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1992 (28.12.1962)
Date
1962-12-28
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes. 28 de Diciembre de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. No. 1992 — 5 Ereignisse der Woche Pressekonferenz der „Congregación Israelita“ C. W.: — Wenige Tage nach Uebernahme der Áeínter hatte der neue Vorstand der ..Congregación Israelita de la República Argentina“ die Vertreter der jüdischen Presse zu einer Konferenz eingeladen, um der Oeffentlichkeit die neuen Autoritäten vorzusteleln und die wichtigsten Aufgaben für die nächste Zukunft bekarntzugeben. Einleitend wies der Gemeindepräsident, Dr, Israel Etlis. darauf hin, dass die Mehrzahl der neuen Vorstandsmitglieder über eine längere Praxis sowohl innerhalb früherer Vorstände sowie durch die Tätigkeit für andere jüdische Institutionen verfüge. Welches sind nun die grossen Ziele, die der neuen Führung vor Augen stünden? Dr. Etlis erwähnte zunächst die Jugendarbeit, deren Erweiterung auf das gesamte religiöse, kulturelle und gesellsehaitliche Leben notwendig sei. Das seit 17 Jahren bestehende „Majon“ das höhere Lehrerseminar. bedürfe gleichfalls der Konsolidierung und Vervollständigung. Eine grosse Zahl früherer Schüler dieser Anstalt wirke heute als Lehrer und Schulleiter in einer ganzen Reihe lateinamerikanischer Länder. Im weiteren Verlaufe seiner Informationen kam Dr. Etlis auf das lateinamerikanische Rabbinerseminar zu spre- Sommerspielzeit des Teatro Colón Die Colón-Direktion hat nunmehr ihren Spielplan für di? Sommer Saison 1963 bekanntgegeben, die sich vom 17. Januar bis zum 10. M irz erstrecken wird. Folgende Opern werden unter Mitwirkung hiesiger Kräfte aufgeführt: ..Der Barbier von Sevilla“ (Rossini), ,,Tosca“ und ..Madame Butterfly“ (Puccini), und ,,La Novia del Hereje“ (Pascual de Rogatis). Die Vorstellungen werden teils im Städtischen Amphitheater (Parque Centenario) und teils im Saal ,,Martín Coronado“ des Teatro Municipal General San Martin stattfinden. In diesem Theater werden das Philharmonische Orchester Symphonie - Konzerte. und das Ballett Korps des Teatro Colón choreographische Aufführungen geben. Als Ballett-Programm sind vorgesehen: „Apoilon Musagette“, ..El Niño Brujo“. ..Annabel Lee“, „Girelle“, „Schwanensee“, ,.[caro“, ..Variaciones Concertantes“. ..Sylphides“, ,,Ajedrez". ..Sueño de Niña“ und ..Gaitée Parisienne“. chen, das im kommenden Schuljahre mit 14—16 Hörern rechnen kann, dessen Bibliothek eine starke Vergrösserung und Bereicherung erfahren habe, und dass alle Voraussetzungen für die Heranbildung von Rabbinern besitze, die einst die religiöse Führung der Gemeinden dieses Kontinents übernehmen würden. Auch die verschiedenen Frauengruppen sollen künftighin mehr aktiviert werden. Es müsste eine solche kulturelle und soziale Aktivität entfaltet werden, durch die ein wirklicher Mittelpunkt des jüdischen Lebens in dieser Stadt erreicht werden könnte. Schliesslich gehören die Scnaffung eines grossen öffentlichen Lesesaales und einer umfassenden Gemeindebibliothek, ferner die Weiterführung der Bauarbeiten für das Verwaltungsgebäude und die Räume des Rabbinerseminars zu den dringendsten Aufgaben. Auf verschiedene Fragen antwortend, erwiderte der Gemeindepräsident. dass das kulturelle Zusammenarbeiten mit der Keniiia (AMIA) im Zunehmen begriffen sei und die persönli chen Beziehungen herziich wären. Auch habe es bis heute keine Austritte aus der ..Congregación“ gegeben. Persönliche Meinungsverschiedenheiten hätten in keinem einzigen Fall zu einer Verminderung der Aktivitäts des neuen Vorstandes geführt; es bestünden keine Differenzen grundsätzlicher Natur über die Ausrichtung der kommenden Arbeit. Auch hoffe man, mit dem Herrn Interventor der Pro-; vinzregierung Buenos Aites zu einer Regelung hinsichtlich der weiteren Benutzung des Campa mentogeländes bei Mar del Plata zu gelangen. Nach einer freundschaftlichen allgemeinen Unterhaltung. bei der Erfrischungen gereicht wurden, fand die Pressekonferenz ihren Abschluss. Differenzen D. Red.: — Wie bekannt wurde, ist es zu Differenzen innerhalb der Congregación gekommen. Es wird bereits von einer Gründung einer weiteren Gemeinde gesprochen. Es ist ein Fehler, die Oeffentlichkeit nicht hinreichend zu informieren, sodass Raum für Gerüchte gelassen wird. An dieser Stelle wird mit Nachdruck gefordert, dass Differenzen, welcher Art sie auch sein mögen, beseitigt und überwunden werden, da der Augenblick EinigKeit und nicht Bruderzwist fordert. Von der Kehilla Der Vorstand hat lauf Beschluss der letzten Versammlung am 18. d. M. die Wahlen für die neue Leitung der Kehilla auf den 5. Mai 1963 festgesetzt. Die Subsidien für den Waad Hachinuch, die Abteilung für Erziehung, wurden von 60.000 auf 100.000 Pesos erhöht. In Bernal haben die zentraleuropäischen Juden ein Gebäude für den künftigen Kürzlich konnte Kurt R Grossmann (New York) seinen 65. Geburtstag begehen. Er steht in den Jahren seil Kriegsende inmitten des Kampfes um die Wiedergutmachung, und ist seit 1.952 als Berater für Deutscldand und Oesterreich betreffende Fragen mit der amerikanischen Sektion der Jewish Agency verbunden. Dieser' Tätigkeit ging ein umfangreiches jüdisches, politisches und literarisches Werk Grossmanns voran, das er seit seiner Rückkehr aus dem ersten Weltkriege geschaffen hat. Im Rahmen der Deutschen Liga für Menschenrechte, deren Ge ] neralsekretär er 1926 wurde, kämpfte er in der Weimarer Republik vor allem ge gen die Reaktion auf dem Gebiet des Justizwesens. Besonders bekannt wurde seine Arbeit in den Justizfällen Jabubowski und Bullerjahn. Der leztere Fall isj oft mit dem Dreyfus-Pro- | zess verglichen worden. Bul-; lerjahn war im Jahre 1925 * I Pension Familiar M. FLAMM Íunter Aufsicht s. Ehiw., Rabb. Dr. J. Oppenheimer CHASC0MUS — T. E. 2910 — Córdoba 38 t ALLE ZIMMER MIT PRIVATBAD 2 Telef. Auskünfte in Bs. Aires; 76.2312 u. 70.5805 JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-Í148 BLANCO ENCALADA 1646 wegen angeblichen Verrats geheimer Waffenlager za 15 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Nach sechsjähri gern Kampf, bei dem Kurt R. Gross mann eine führende Rolle spielte, wurde er vom Reichsgericht freigesprochen, und Grossmann beschuldigte den Hauptzeugen, den Generaldirektor der Berlin-Karlsruher Iridu striewerke. Paul von Gontard, öffentlich des Meineids, ohne dass dieser gegen ihn zu klagen wagte. Später widmete sich Grossmaifn Aufgaben der deutschfranzösischen und deutschpolnischen Verständigung und stand aktiv im Kampi gegen di« Nazibewegung. Er floh 1933 nach Prag. Die Flüchtlinge aus Deutschland repräsentierte er auf mehreren internationalen Konferenzen und nahm auch au der Kampagne um den Frie- | dens-Nobelpreis für Carl von Ossietzky führenden Anteil. Lieber Paris kam er dann schliesslich nach USA, wo er eine umfangreiche publizistische Tätigkeit entwikkelte. Im Jahre 1944 veröffentlichte er zusammen mit Dr. Arie Tartakower das Werk ..The Jewish Refugee“, 1957 publizierte er sein weithin bekannt gewordenes Buch: „Die unbesun. genen Helden“ — Menschentum in Deutschlands dunkelsten Tagen“, das von der Rettung verfolgter Juden durch Nichtjuden berichtet. Zu Beginn des nächsten Jahres soll ein umfassendes Buch aus seiner Feder über Carl von Ossietzky ersehei nen. Kurt R. Grossmann ist j sein Lebenlang ein mutiger Kämpfer für Freiheit und Recht gewesen und hat sich in der letzten Periode semer Arbeit vor allem um die Verteidigung der jüdischen Ansprüche Verdienste erworben, die in der Geschichte dieser Zeit ihren Platz finden werden. Chanukka in Israel Jerusalem. — An dem traditionellen Chanukka- Umzug des Sportklubs Makkabi nahmen in diesem Jahr 2.500 Fackelträger teil. Der Marsch nimmt seinen Anfang in Modiin, dem Geburtsort der Makkabäer, und endet vor dem Hause des Staatspräsidenten Ben Zwi in Jerusalem. In Tel Aviv und Haifa zogen die fackeltragenden Mitglieder des Makkabi. von tausenoen Schulkindern begleitet, durch die Strassen. Auch in anderen Orten fanden Feiern statt, bei denen Fackeln entzündet wurden, so am Grabe Wcizmanns in Rechowot in Ramat Gan und Elat. ln Elat verbringen ungefähr 60.000 Touristen Chanukka, da dort in diesem Jahr besondere Feste veranstaltet werden. (ITA) Tempel und Gemeindehaus gekauft und die Kehilla hat einen Zuschuss von 50 000 Pesos geleistet. Zwei chaluzischen Organisationen nat die Kehila einen einmaligen Zuschuss von 35.000 Pesos bewilligt. Ebenso wurden jüdischen Familien. die nach Israel auswandern, grosse Zuschüsse erteilt, da es sich um Gruppen handelte. die allein nicht die nötigen Fahrgelder aufbringen konnten. Der Betrag erreichte die Summe •. on 120.000 Pesos. Im nächsten Monat wird wieder eine grössere Gruppe von Olim ab“ reisen und die Kehilla wird alles Nötige tun, um ihnen die Fahrt zu erleichtern Die jüdischen Organisationen und Schulen unterhalten wieder grosse Ferienlager für Kinder, denen die Ke’nilla in diesem Jahr keme Subsidien leisten kann, ‘-ondeen sie wird nur Fahrgeidzuschüsse an Kinder nicht vermögender Elternbeitragen. Die Kehilla wollte diese Massnahme schon un vergangenen Jahre durchführen. gab aber trotzdem einen Zuschuss von fünfzig Prozent, was jedoch in <‘.iesem Jahr nicht möglich war. Im vergangenen Jahr haben 2.000 Kinder die Ferienkolonien besucht, und in j diesem Sommer wird diese > Ziffer noch > überschritten i werden. | Die Arbeitsperiode -les i Vorstands endet am 30. Paris. — Einer der höchsten katholischen Würdenträger Frankreichs forderte die Christen auf. „sich vom Antisemitismus zu reinigen und für das wichtige Ziel der jüdisch-christlichen Freundschaft zu arbeiten.“ Diese Ermahnung erging von Kardinal Gerlier, Erzbischof von Lyon in einem Vorwort zu einem Buch des Priesters Jean Toulat. das das jüdische Problem behandelt Der Kardinal schreibt: „Der Geist der Kirche und nichts Geringeres als die biblisch? Wiedergeburt verlangen von allen Christen, ihren Begriff von den Sünden Israels zu revidieren und im Judentum die Wurzel* aller christlichen Glaubensbekenntnisse zu erkennen.“ Kardinal Gerlier war einer der Führer der „liberalen Richtung“ in der ersten Phase des Oekumenisehen Konzils in Rom und bekräftigte den Glauben des Paps'es, dass der Tag kommen werde, da Israel und die Kirche „ein einziges Volk vor Gott bilden“. Er fügt warnend hinzu „es sei nicht sicher, dass alle Spuren des Antisemitismus verschwunden seien, selbst bei denen, die sich Schüler des Christentums nennen“. Er forderte zu einer Verständigung zwischen Juden und Christen auf und bit* tet die Christen, „dieses Ziel aufrichtig und aus vollem Herzen zu fördern.“ In jüdischen Kreisen ist diese Erklärung mit Befriedigung aufgenommen worden, und es wurde daran erinnert, dass Kardinal Gerlier seit langem als Vorkämpfer fiir die katholische Erneuerung bekannt ist. Anscheinend ist es dem Kardinal gelungen, viele andere Delegierte auf dem Kirchenkonzil von seinen Ideen zu überzeugen. Einige Beboachter sind der Ansicht, das Erscheinen dieser Erklärung wenige Tage nach der Rückkehr des Prälaten aus Rom lasse vermuten, dass vom Vatikan aus eine Bewegung zu erwarten stehen dürfte, die diese Auf“ fassung von den jüdisch-christlichen Beziehungen begünstigt. (ITA) EINSTEIN-BUESTE FUER WESTDEUTSCHLAND Nach Berichten der „Herald Tribüne“ wird der Bildhauer Robert Berks seine sechs Meter hohe Einstein- Büste in Deutschland aufstellen lassen, nachdem es April 1963, muss aber wegen der jüdischen Feiertage, die auf dieses Datum fallen, auf den 5. Mai 1963 verlegt werden. Alle Mitglieder, die ihr Stimmrecht zu den Wahlen ausnutzen wollen, müssen mit ihren Beiträgen auf dem laufenden sein. Die erste Sitzung des neuen Vorstandes wird laut Beschluss am 7. Mai 1963, zwei Tage nach der Wahl, stattfinden. ihm nicht gelungen ist, in den Vereinigten Staaten ei“ nen Platz zu finden. Princeton habe ursprünglich das Werk gewollt, jedoch habe Dr. Robert Oppenheimer vom Princeton Institute of Advanced Studies eingewendet, dass Einstein zu gross war, um durch ein Stück Stein geehrt zu werden. Die Aufstellung in Israel scheiterte an Einsprachen der Orthodoxie, dass man keine Standbilder aufstellen dürfe. Der Bildhauer Berks erhielt den Preis des Weiz* mann Instituts für die beste Büste des Präsidenten Weizmann. MARAVILLOSAS EXCURSIONES A ISRAEL PESA) VIAJES HAATZMAUT BITTERMANN, 'CORRIENTES 2063 - T. E. 45-4957 / 7607 y 49-0433/ 1229 / 349!; BUENOS AIRES FONDS ZUR HILFELEISTUNG AN POLITISCH VERFOLGTE, DIE IHREN WOHNSITZ UND STAENDIGEN AUFENTHALT IM AUSLAND HABEN (HILFSFONDS), WIEN II, TABORSTR, 4/6 VERFOLGTE (5. 3. 1933 — 8. 5. 1945) welche am 13. Marz 1938 österreichische Staatsbürger waren oder vor diesem Tage 10 Jahre ununterbrochen im Gebiet der Republik Oesterreich ihren Wohnsitz und ständigen Aufenthalt hatten oder am 13. März 1938 deutsche Staatsbürger waren und aus Oesterreich auswanderten, können ZUWENDUNGEN FÜR BERUFSSCHAEDEN ODER SCHAEDEN DURCH UNTERBRECHUNG DER BERUFSAUSBILDUNG ODER DER V0RBERUFLU CHEN AUSBILDUNG erhalten, wenn sie die übrigen gesetzlichen und statutarischen Bedingungen erfüllen und ihre Anmeldung bis längstens zum 31. OKTOBER 1963 beun Hilfsfonds in Wien II, Taborstrasse 4—6 eintreffend überreichen. Antragsformulare, die auch die massgeblichen Vorschriften der Statuten enthalten, sind in Buenos Aires oder der zuständigen österreichischen Auslandsvertretung erhältlich.

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