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Jüdische Wochenschau · 1962-12-28 · 1992 (28.12.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1992 (28.12.1962)
Date
1962-12-28
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Vitrne«, 28 dr Diciembre de 1962 SEMANA ISRAELITA Año SX)H. — No. 1992 MUSIK IN MONTEVIDEO Dr. ERIC SIMON ist der Gründer der uruguayischen ..Federación de los Coros del Litoral“. Er trat vor 10 Jahren mit dem Händelschen ..Messias“ zum eisten Mal an die Oeffent* lichkeit. Zur soeben erfolglen Festaufführung anlässlich des lOjiihrigen Jubiläums der Vereinigung wählte er das Men deis sohn "Oratorium ,,Elias”. ★ (Anmerkung der Redaktion: Unser Musikkritiker, der erst vor kurzem im Auftrag der Musikzeitschrifren „Opera“ (London) und ,.Opernwelt“ (Stuttgartl anlässlich der Debussy-Centenaire „Pelleas et Mélisande“ im SODRE der uruguayischen Hauptstadt weil-! fe. folgte einer erneuten j Einladung nach Montevidoe! zur Aufführung des Oramrij ums ..Elias" von Felix Men- I delssohn Bartholdy). ‘ as" erklingen zu lassen. Der Anlass zu diesem selten gehörten Werk war das lOjährige Gründungs-Jubiläum der ..Federación de Ceros del Litoral", an deren Entstehen ein Mann entscheidenden Anteil hatte, über dessen nicht alltägliches Emigrantenschicksal einiges zu sagen ist. Eric Simon studierte in Würzburg zunächst Med zin, um dann „nebenbei“ auch das dortige ..Staatliche Konservatorium" zu besuchen, wo er eine gediegene Ausbildung erhielt. Er gehörte später der Dirigentenklasse von Zileher an und gründete in Düsseldorf ein Aerzte-Orchester. das er schon während seiner Studienzeit dirigierte. Simon promovierte an der Medizinischen Fakultät. ohne jedoch seinen Doktortitel zu erhalten, denn das 1000jährige Reich war ausgebrochen. Erst vor wenigen Monaten wurde ihm — post festum — vom deutschen Botschafter das Doktor-Diplom in einem feierlichen Akt überreicht. Der junge Musiker-Arzt emigrierte nach Montevideo, wo er sich, wie so viele Akademiker, in allen mogli- Im Weizmann-Institut in Rechowot Ne,le Bücher Wenn man sich jetzt. Ende 1962, durch das idyllisch in einem weitläufigen Parkgelände gelegene Weizmann- Institut führen und über die jüngsten Fortschritte und die nächsten Programme informieren lässt, erfährt mar. vor allem, dass durch den Edmond de Rothschild Fonds ein „Computer“, ein neues Elektronengehirn, für 1.125.000 Dollar erworben wurde, das demnächst hier installiert werden wird. In den zehn Jahren von 1953 bis 1962 haben die Wissenschaftler des Weizmann- Instituts über 1.700 wissenschaftliche Arbeiten veröf fentlic-ht. Seit 1949 stieg die Zahl der hier tätigen Wissenschaftler von vierzig auf zweihundert, und überdies sind hunderte Studenten an den Forschungsarbeiten beteiligt. In Bau befinden sich das Ullmann-Institut für „Wissenschaft des Lebens“, cias sich der nicht unteressanten Frage widmen wird, wie die Erlebenserwartung der Men sehen noch weiter gesteigert werden, also wie das menschliche Leben verlänchen Berufen versuchte j gerf werden könnte: ferner FESTAUFFUEHRUNG „ELIAS“ VON MENDELSSOHN Die Hauptstadt des kunstbegeisterten Uruguay hatte ihren grossen Tag. 300 Sänger waren aus den . .Litoral "-Städten Artigas. Cardona, Carmelo. Colonia Melo. Mercedes. Paysandü. Ro sario Salto und San Tose herbeigeeilt, um mit ihren Kollegen des „Ossodre“. eigenen Solisten und dem „Scdre“-Orchester den „Eli- (Musikunterricht, spanische Sprache. Hotel-Portier. Bej richterstatter im Paraguay-! isch-bolivianiseher, Krieg, u. j a. m.). ohne je seine Liebe; zur Musik aufzugeben. Bei j irgendeinem unwichtigen 1 Anlass verspürte er das Be- | dürfnis. junge Menschen mit | unverbildeten Naturstimmen. die weder je ein Pentagramm noch Noten gesehen hatten oder auch nur um deren Existenz wussten, an klassischer Musik auszuprobieren. Der Erfolg war derart ermutigend, dass er von sich aus. ohne jede Hil fe und unter grossen persönlichen und finanziellen Opfern mit wildfremden Leuten aus dem „Interior“ musizierte. den dankbaren und überraschend gelehrigen Schülern dis Melodien einpaukte und ihnen prekär las Notenlesen beibrachte: und aus diesen Kreisen rekrutierte sich die sogenannte „Federaciön“, die vor zehn das Gebäude für Biodjnamik.für Studenten aus aller Herren Ländern. Das Daniel Sieff-Institut und das Wclfson Institut für experimentelle Biologie werden durch neue Flügel erweitert und vergrössert, und im Weizmann-Institut wird ein nomen Abteilungen: für angewandte Mathematik, 'ür Kernphysik, für Elektronik, für Röntgen-Kristallographie, für lsotopenforschung. für Polymer-Forschung, für Biochemie, für Julio Barrenechea: Israel, un árbol por cada muerto! Editorial Losada, Buenos Aires 1962, — Bedeutender chilenischer Dichter. hervorragender Journalist und ausgezeichneter Redner berichtet Barrenechea von seiner tiefen Zuneigung zum jüdischen Volk Mikrobiologie, für Mikroneuer Protonen-Akzelerator | analyse und für Pflanzengej ünd “seinem‘Besuch'in lsrs von zwölf Millionen Matt netik. j el. Jede Episode seiner Reij se lässt Menschen. Gedan- 1 ken, Gemeinschaften und Stärke installiert. Wer die Geschichte des Weizmann-Instituts und seine treibende Kraft, den lür die materiellen Belange zuständigen dynamischen und zielbewussten Meir Weisgal kennt und die Entwicklung dieses Instituts all die Jahre hindurch verfolgt hat. der wird nicht daran zweifeln. dass in der Erweiterung und Vergrösserung dieses Unternehmens die Erfiil- I hing des hier angeführten 1 nächsten Programms nur ei- | ne von vielen Entwicklungs-; phasen bildet. j Das Weizmann - Institut, das vom Erziehungs- und : Kulturminister Abba Elan | geleitet wird und ebenso wie! die Hebräische Universität i Jerusalem und das Technikum in Haifa jedem Besuj eher Anerkennung abringt, , besteht aus mehreren in ihi rer Arbeit weitgehend autoj OLAMEHU rr TEL AVIV rr FOB 3002 ISRAEL * < NEUERSCHEINUNGEN DES VERLAGES |Pro/. Dr. H. Sternberg: 4 Zur Geschickte der Juden in Czernowitz Jahren — unter Eric Simons Leitung — in einer viel diskutierten und überall willkommen geheissenen Aufführung des Oratoriums „Messias“ von Haendel zum ersten Mal vor ein öffentliches Auditorium trat. Lang und dornenreieh waren — nach den einführen den Worten des Unterstaatssekretärs von „Instrucción Pública y Previsión Social“. Professor Werther Martínez — die nun folgenden Jahre, in denen sich die Verenigung konsolidierte und künstlerisch streng weiter an sich arbeitete — immer unter Leitung von Dr. Eric Simon. Und nun sassen bzw. standen dichtgedrängt die 300 in Togas gekleideten Chor-Mitglieder und Orchester auf dem mit Blumen reich geschmückten Sodre- Podium; als Simon die Bühne betrat, brachten ihm das dicht gefüllte Haus ebenso wie alle Mitwirkenden eine lange Ovation, die er bescheiden, wie es sein Art ist, überhörte und sofort „in medias res“ ging. Der zum Vortrag gebrachte „Elias“ opus 70, „Oratorium nach Worten des alten weltlich orientierten und in allen lateinamerikanischmusikalischen Kreisen be- , ...... _ liebten und angesehenen j Geistlichen Als vor einigen Jahren in der Welt bekannt wurde, dass Frankreich von Israel das Recht zur Verwertung eines für die Produktion von Nuklearenergi-e ausserordentlich wichtigen Verfahrens zu billigerer Herstellung von schwerem Wasser übernommen hat. wandte sich das Interesse der Allgemeinheit der Isotopenaateilung des Weizann-Instituts zu. in der dieses Verfahren entwickelt worden war. Radiootopisehe Stoffe sind auf vielen Gebieten von Interesse. so in der Agronomie, in der Medizin und in der Technologie. Das Weizmann-Institut hat im August I960 eine internationale Konferenz über Verwertung der Wissenschaft zur Förderung von Entwicklungsländern abgehalten, an der Vertreter vieler ne 1er Staaten aus Afrika und Asien einerseits und fünfzig hervorragende Wissenschaftler. Nationalökonomen und Staatsmänner andererzu Werke gegangen wurde, mögen zwei Beispiele bezeugen: „Hebe Deine Augen auf zu den Bergen, von denen Dir Hilfe kommt“ lautete „Alza tu mirada allá a las cumbres, de donde el socorro te llegará“. Und: „Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht“ wurde zu „Ved, el guardián de Israel vela sin cesar“. Auf diese Weise war es möglich, um Beethovensch-e Worte zu gebrauchen. das nur unwesentlich gekürzte Opus „von Herzen kommend wieder zum Herzen gehend“ aufleben zu lassen. mann-Institut verfügt über 78 Stipendien, die israeli sehen Wissenschaftlern Ergänzungsausrbildung im Ausland und ausländischen Studenten den Aufenthalt an israelischen Instituten erleichtern. MEIR FAERBEK Jüdische Schulen Dank der vielmonatlichen Einstudierungszeit „sassen“ die Chöre perfekt. Es gab keine Halbheiten, alle Einsätze überlegen gegeben von i Dr. Simon, der die ganze j Aufführung überlegen meisterte und doch absolut nur ein „primus inter pares“ sein will — kamen wie selbstverständlich und in Anbetracht der lächerlich kurzen zur Verfügung stej Die vier anerkannten jü-; dischen Schulen der Stadt j Antwerpen werden' von - mehr als 2.100 Kindern, vom , Kindergarten bis zum Gym- nasium. besucht. Von diesen ' Kindern, die fast 90 Prozent! aller jüdischen Kinder im ■ Schulalter ausmachen, besuj chen 400 die Thora’Veiraj Schule des Satmarer Reb-! ben und die des Beizer Rebben. 1.700 Kinder besuchen die Jesodei - Hatora und Taschkemoni. Orte lebendig vor dem Auge des mit grosser Spannung und einem wachsenden Interesse Lesenden erstenen. Ueberall spricht er mit Menschlichkeit und einem echten Verständnis für die Erscheinungsformen und die Notwendigkeiten des israelischen Leben s, ob er den Kibbuz Mefalsim oder die Mädchen als Soldaten schildert. ob er von seinem Besuch in der Wüste des Negew oder von den Stadien spricht. Ein Dichter besuchte Israel. Sein Erlebnisbericht ist keine der vielen Reisbeschreibungen. die meist gut gemeint sind, dennoch nur das Sichtbare. Bekannte wiedergeben. Barreneeheas Buch hat einen bleibenden AVert. weil es gleichzeitig das Bekenntnis eines Nichtjuden zu Israel bedeutet, — Wahl eines Rabbiners Testaments“ ist das Schönhenden Probenzeit mit dem Reich illustriert Kart. 3 —♦ ♦ Prof. Kamilo Landmann: Israel und die Juden der Welt Kart. 2 — i SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG: 4 ■ --- : t GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN Herausgegeben von HUGO GOLD Gewidmet dem Andenken von Prof. Dr. Zwi Perez Chajes X Unter Mitarbeit der hervorragendsten Kenner der J Geschichte der Wiener Juden. ERMAESSIGTER SUBSKRIPTIONSPREIS: VOR Erscheinen Nach Erscheinen $ Anfragen sind ausschhess ♦Alle Zuschriften u. —--- 4| 4 lieh an den Verlag, Tel Aviv. P.O.B. 30U2 (Israel/ 4 ♦ 4 Die Preise sind in U$A-Dollar angegeben. zu richten. ste und Ergreifenaste, was Felix Jakob Ludwig Mendelssohn-Bartholdy komponiert hat. Der schon als Protestant Geborene hat sich niemals des Judentums geschämt oder ihm abgeschworen; tief religiös veranlagt, zollte er beiden „Credos“ Tribut; „Paulus“ ist sein Bekenntnis zum Neuen Testament, und ..Elias“ huldigt dem Alten. Nicht sind es zwei Seelen, die in seiner Brust wohnen, aber die von seinem Grossvater Moses vorbereitete Emanzipation trug hier zum ersten Mal künstlerische Früchte. Der „Elias“ ist mit Herzblut geschrieben. Der 37jährige Komponist hörte ihn ein Jahr später. 3 Monate vor dem Gehirnschlag. der dem Leben des Wieder - Entdeckers von Bachs Matthäus-Passion ein vorzeitiges Ende setzte. „Elias“ ist Mendelssohns Sternstunde. Die auf biblischen Texten fussende Komposition ist überreich an! wundervollen, eingängigen Melodien. Macht, Busse, Rührung und tiefe Frömmigkeit sprechen aus ihr. Der Schöpfer jener 5 wundervollen Symphonien hat sich in diesem geistlichen Opus selbst iibertroffen und verzehrt. Der deutsche Originaltext wurde seinerzeit rhythmisch vom R. P. Luis de Ma''ea ins Spanische übertragn: * 1 mit welcher ausserordentli- 4.4 + *.-4»' chen Sorgfalt von diesem 15- 20,— Orchester bewältigte auch t dieses — Träger vorz'iglieher Solisten! — „spielend“ [ seine dankbare Aufgabe. I Der sonore Bass von Eduar-! do García de Zúñiga erleb- ' te und belebte die korr.plij zierte Partie des Propheten , Die übrigen, durchweg gut i und sicher singenden Mit“ ¡ glieder des Solisten-Okt^tts j waren: Laura Mendez in j der Partie der Witwe) und | Gilda Dolara (SopraneL | Nelly Pacheco und Graciela i Perez Casas fAlt 1. Osva.do j Tourn in der Rolle des : Obadjah und Eduardo Carozo (Tenöre) und Raul Mai-; sonneuve (Bass). Ein spej zielles Lob gebührt dem En- 1 gels-Terzett der sich aus ¡ den Chören selbst rekrutie- . renden Laura G. de Viera, j Elena H. de Correa und Ra , mona Braceras. Ueber allen und über der ] Sache stand Dr. Eric Simon, j dem der Löwenanteil an; dem Konzert gebührt. Er ¡ wurde ausserordentlich herz- ‘ lieh gefeiert und mit Ge schenken und Urkunden der ..Federación“ der Chöre, des Orchesters, der Solisten und der Regierung überhäuft. Simon, auf dem Podium ein Diktator, dankte sichtlich gerührt und verlegen, und in seiner zurückhaltenden Art Hess er alle 1; Beteiligten an den nicht en-! denwollenden und immer ¡ wieder und nochmals aufle 1 benden Applaus-Salven teil" j haben. Cari B. M. IVeissstein Als zweiter Rabbiner an die Gemeinde Habonim in New York wurde der 1923 als Sohn des bekannten jüdischen Schriftstellers und Rabbiners Emil Bernhard Cohen Bonn, geborene Bernhard N. Cohen gewählt. Vyvyan Heiland: GOYA, eine Bildbiographie, erschienen bei Kindler, München, Kindlers Bildbiographien. Wir haben schon einige der Biidbiographien besprochen. die in dem besonders aktiven Kindler-Verlag erschienen sind, der muiig neue Wege als Herausgeber beschreitet. Dieses Buch darf besondere Aufmerksamkeit für sieh in Anspruch nehmen. Ist doch Goya einer der ganz Grossen des 18. Jahrhunderts, für den in unserer Zeit neues Verständnis erwacht ist. Sein Leben ist nicht nur interessant, sondern führt uns wie sein Werk in das pulsierende Leben einer Epoche, die für den Weg Eropas wie der übrigen Welt entscheidend und grundlegend geworden ist. Die vielen, sehr guf reproduzierten Bilder geben einen Einblick in die umfangreiche Arbeit eines Künstlers, der gleichzeitig ein bedeutender Humanist war. Eine Zeittafel und ein 13ilderverzeiehnis erleichtern das Verständnis und die Lektüre. <A.) Wir gratulieren unserem ONKEL JUPPMANN (Josef Mohl) (früher Köln — Mühlheim) zum 80. Geburtstag. HERMANN, FRIEDA und MARKI Empfang: JKG Heim. Mataderos, am 29. 12. von 18—20 Larrazabal Uhr. 1254 Basualdo 606. 18 6 3 19 6 3 Am 3. Januar 1963 feiern wir in ehrfurchtbarer Dankbarkeit und aufrichtiger Liebe den 10 0 GEBURTSTAG unserer hochverehrten und innigstgi liebten Mutter, Grossmutter, Urgrossmutter und Urui grossmutk-r, Frau LOUISE PRESSEL BIRNBAUM MARIA ADLER PRESSEL Für die mir anlaesslich meines 70. GE¬ BURTSTAGES erwiesenen Auimerksamke-iler, spreche ich hiermii allen Freunoen unu Bekannten meinen herzlichsten Dank aus. LUCY ELLENBERG fob. WILK Pressek' „Congr* c. ff-; nach liîh ter hatte der -Cos de la R«l die Vertr presse a> eingeladei jichkeit d teil vorzi wichtigste die nächst zugeben, der Gerne Israel Eth die Mebrz standsmit; längere Pt halb früh! wie durch andere j nen verfüj Welches ssen Ziel Führung den? 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