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Jüdische Wochenschau · 1962-12-28 · 1992 (28.12.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1992 (28.12.1962)
Date
1962-12-28
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 28 de Diciembre de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 1992 DER KONGO RUFT ISRAEL ..Wenn uns ein Land besonders helfen kann, dann ist es Israel--, sagte der Minister Albert Dclvaux der die Provinz Leopoldvil* le im Kongo betreut. Er begründete seine Meinung da mit, dass Israel durch seine grossen Erfolge auf dem Gebiet der Urbarmachung der Wüste und bei der Neulandgewinnung die besten Erfahrungen! esitzt. um im Kongo ungenutztes Land für die notwendige, bisher vernachlässigt a Voiksernährung nutzbar zu machen. niese Erfolge Israels werden im Kongo, wie in ganz Afrika, mit einer intensiven Begeisterung diskutiert. Nie ist einem Volk eine solche Bewunderung entgegen gebracht worden, wie der; Is raelis durch die afrikanische Bevölkerung. Warum? Bisher wurde im Kongo in der Landwirtschaft den Monokulturen der Vorzug gegeben. Alles wurde auf den Export ausgerichtet. Der Anbau von Exportkulturen, wie Kaffee, Ananas, Kakao, Bananen und Erdnüsse, nahm grosse Ausmasse an. Es fehlte an Kulturen, die die Volksernährung sicherten. Das Volk musste weiter mit den primitiven Nahj rungsm%itcln auskommen, i wie seit Tausenden von Iah" I ren. Wenn dann europäische 1 Nahrungsmittel den Afrika nein zur Verfügung gestellt wurden, waren es importierte Ueberschussprodukte Europas und der USA. die für teures Geld auf den afrikanischen Markt geworfen wurden. Die breite Masse der Bevölkerung kam rieht in den Genuss dieser Nah rungsgiiter. Es fehlen heute die meisten Voraussetzungen für eine einheimische Nahrungsmittelindustrie. Zwar kann Mais, Getreide und Gemüse in vielen Gegenden angebaut werden, jedoch fehlt es an einer Weiterverarbeitungs-Wirtschaft. Es müssen Mühlen gebaut werden, die das Getreide mäh en und die Bäckerei von Dauerbackwaren ist vollkommen aufzubauen. Es gibt Bäckereien und Mühlen in Leopoldville. Diese liegen aber von den Erzeugerge bieten soweit entfernt, dass es umständlich, ja unmöglich ist, die Produkte nach Leopoldville zu schaffen. Auch würde sich der Wa renwert verteuern und damit die Nahrungsmittel für den einfachen Menschen in Busch und Savanne unerschwinglich werden. Für diesen Aufbau einer Ernährungs - Wirtschaft erhofft der Kongo die Hilfe Israels. Nicht allein Kredite und technische Hilfe werden im Vordergrund der Wünsche stehen. Es wird die Hilfe von Mensch zu Mensch. die persönliche Entwicklungshilfe sein, die i der Produktion von Zucht- und Haltun'gsgeräten am Aufbau teilnehmen. Der Mensch aber muss nach dem Kongo, um als Geflü gelspezialist diesen Aufbau zu leiten und als Berater tätig zu sein. Man soll dabei den Afrikanern von vornherraelische Spezialist ein grosses Arbeitsfeld haben. Ebenso ist es mit der Fischwirtschaft, die kaum im Kongo besteht. Alles ist neu zu schaffen. Die Verhältnisse zum Aufbau d.-rser Wirtschaft sind äusserst günstig. Es gibt grossen Fischreichtum in den Flüssen und Seen des Kongorau mes. Aber die Fangmethoden sind veraltet und Können die Bedürfnisse i.icht decken. Mit dem Aufbau aller LA SEMANA ISRAELITA BIS EM ANA-RIO INDEPENDIENTE 8*. Aire* — PUEYRREDON 219«, 1* fa«q. — T. E. 83-2SL> 1. Tewet 5723 28. Dezember 1962 Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCZ Josip Broz, Partisan und Widerstandskämpfer, berühmt geworden als jugoslawischer Diktator unter dem Namen TITO, ist von einem längeren Besuch in Moskau zurückgekehrt. Er erklärte, dass über die wesentlichen Probleme des Augenblicks, insbesondere über die Fra gen der Zusammenarbeit und Koexistenz keine Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und Krutschew gestünden. Dennoch werde sich Jugoslawien nicht in Jen östlichen Block eingliedern und die alten freundschaftlichen Beziehungen zu den Westmächten behalten. V.ele jüdische Politiker setzten grosse Hoffnungen auf Tito, der im israelisch-arabischen Konflikt vermitteln sollte. Offenbar haben Titos Beziehungen zu Nasser ihn bisher vor dieser Mittlerrolle zurückgehalten. — Die Verhandlungen zwischen dem amerikanischen Präsidenten Kennedy und McMillan, dem Ministerpräsidenten Englands, waren für die Erhaltung des Weltfriedens von grosser Bedeutung. Man darf hoffen, dass die nächsten Monate eine Erleichterung der Krise bringen werden, wenn keine unerwarteten Ueberraschungen eintreten. — Die Generalversammlung der Vereinten Nationen ist um einen Tag Irüher als vorgesehen geschlossen worden, worin manche Beobachter ein gutes Zeichen erbük ken. Wider Erwarten hat die Diskussion der sogenannten Palästinafrage im politischen Comité der UN längere Sitzungen erfordert, als man ursprünglich annahm. Von __ Seiten der Beteiligten wurden keine wesentlich neuen j p0tentiaT der Weh" Fe- Ehrende Erennung Samuel G. Nordlinger beratender Ingenieur der USA Atomenergie - Kommission, wurde wissenschaftlicher Repräsentant der Kommis- Nahrungsmittelwirti sion bei der USA Botschaft schäften wird der Aufbau ei j in London. Es ist ein tj€ ner Konservenindustrie not- \ sonderer Experte in Fragen wendig sein, um die gewon- I der Reaktor-Entwicklung. nenen Nahrungsmittel haltj ———-—- und lagerbar zu maci.en. Auch hier hat Israel die beder Genossenschaft und der sten Erfahrungen. 1 Gemeinschaftsarbeit liegt. . , „. , . , ... I Nur so wird es gelingen das Bei der Fischwirtseraft ( entsteh€nde geistile und wird man auch an die Er zeugung von Fischmehl denken müssen, um der kommenden Geflügelwirtschaft i und Viehwirtschaft das wichtige Eiweissfutter g.jben zu können. Dabei sollte der Vitaminierung der Futtermittel von Anfang an der Vorzug gegeben werden. Soweit die Landwirtschaft. Aber auch in technischer Hinsicht kann dem Kongo durch Israel sehr geholfen werden. Einmal durch den Ausbau der Wasserene; giewirtschaft in Form des Baus von Kraftwerken, denn der Kongo und seine Nebenflüsse besitzen das grösste Goldmedaille für Ben Zwi Präsident Ben Zwi erhielt von Papst Johannes eine Serie von Goldmedaillen, die anlässlich der Eröffnung des Konzils geprägt w'urtien. Der Papst übergab sie dem israelischen Botschafter in Rom. Maurice Fischer, der sie nach Jerusalem weiter* geleitet hat. Schweizer NS-Opfer Bern. — Zehn Millionen Mark zahlt die Deutsche Bundesrepublik an sch veizer Staatsbürger, die Order des Nationalsozialismus geworden sind. Ein entsprechender Vertrag, der zwischen Bern und Bonn im Juni 1961 abgeschlossen worwirtschaftliche Vakuum auszufüllen, das durch die Umwälzung aus traditionellem, unterentwickeltem Leben zur Zivilisation entsteht. Auch die Frau in Israel ist gerufen, am Hilfswerk für den Kongo teilzuneh' men. Die grossen Aufgaben . liegen einmal darin, der! ^en warlS^ jetzt nach Aus* Argumente vorgetragen. Unangenehm fiel auf, dass man den arabischen Delegierten immer noch die Möglichkeit unqualifizierter Angriffe gegen Israel konzediert. Die afrikanischen Länder zeigten sich an der Beilegung des Konflikts stark interessiert. — Der Erzbischof von Canterbury, Dr. Hewlitt Johnson, erklärte in seiner Neujanrsbotschaft, wenn Jesus Christus in unserer Zeit leben würde, dann würde er sich mehr zun; Kommunismus als zum Kapitalismus hingezogen fühlen. Bei der Auseinandersetzung zwischen Ost und West würde Christus die Hoffnungsschimmer der Zukunft im Osten sehen. — Ein neues Strafgesetzbuch wurde in Polen erlassen, das die lebenslängliche Haftstrafe abgeschafrt hat. Kein Verbrecher dürfte der Hoffnung beraubt werden, oei Aenderung seiner Lebenshaltung wieder ein freies Leben führen 7,u dürfen. — zu leisten ist. Fachkräfte; und Experten werden nach j dem Kongo gehen müssen, j Das Betätigungsfeld ist sehr gross, der Dank der Men-1 sehen und der Regierung | des Kongo ist gewiss. I Ein sehr dankbares Gebiet | ist der Aufbau einer ratio- ' neller, Geflügelwirtschaft. Hier können die hervorragenden israelischen Er'ah rungen in breitem Raum angewandt werden. Die Zuchtbetriebe Israels werden auf Jahre hinaus Küken liefern können und mit ein zu Selbständigkeit erziehen. Aber es wird notwendig sein, die grossen Betriebe durch Israelis selbst zu erstellen, damit aus ihnen die weitere Entwicklung erfolgt. Ein anderes Gebiet ist die Gemüse* und Obstanbaukultur. Sie muss entwickelt werden. Hier wird der is : benötigen Strassenbau und I Fortführung der Bahnlinien j Hilfe und Unterstützung. Zuletzt sollen, neben an* | deren Dingen, die in Kurze nicht alle aufgezeigt werden können, zwei wichtige Punk te der Hilfe für den Kongo genannt werden. Dies ist die Hilfe bei der Gründung von Gemeinsehaftssieü.ungen. Hier kann gerade Israel eine bedeutende Hilfe leisten. Die in den Siedlungen Israels gemachten gu* ten, ja sehr guten Erfahrun gen können den Kongolesen zu einer blühenden Zukunft verhelfen. Die Ergebnisse sorgfältiger Untersuchungen haben gezeigt, dass die Zukunft der Menschen im Kongo auf dem Lande, in | afrikanischen Frau dsn Weg j aus rechtloser Vergangen! heit zum neuen Leben zu | zeigen und ihr zu heilen, j das Neue zu verstehen und : zu verarbeiten. Neben Hausj haltungssehulen und Süuglingspflegeschulen muss die | Berufsausbildung für die Frau als wichtiger Faktor! gesehen werden. Mannigfaltig sind hier die Aufgaben, die für die Frauen und! Mädchen in Israel erstehen. Aus politischen Aspexten : heraus ist die Hilfe Israels , für Afrika, besonders für die j Völker im zentralafrikani' j sehen Raum, wichtig. Mit! der Freundschaft dieser : afrikanischen Staaten wird! der Druck Nassers auf die Heimat der Juden abgeschwächt. Wer Afrika zum Freunde hat. wird sich um seine Zukunft nicht sorgen brauchen. Afrikas Zukunft ist, das darf nie vergessen werden, das Schicksa' so manchen Volkes und Staates im zivilisierten Westen. Israel kann helfen, und die ersten Arbeiten haben bereits begonnen. tausch der Ratifikationsurkunden in Kraft getreten. Die Verteilung der Ge-der an die schweizer NS Oofer wurde in den Abmachungen dem Ermessen der eidgenössischen Bundesregierung überlassen. (AWZ) MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl. SARMIENTO 1(47 T. E 35 <033 CABILDO 26(4 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zahlungserleiehterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. istîutjjtjîjîtîjîijjîjîjîîîrîîî'îfîiîîîîîîîîîîjîjjj.îjîîîî ¡ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKUUPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigen« Fabrikation — Unverbindlich« Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichter»ingen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. 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