Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1992 (28.12.1962)
- Date
- 1962-12-28
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Viernes, 28 de Diciembre de 1962 J ü D SCHE WOCHENSCHAU DIE KALTE R A fio XXIII. — No. 1992 t Schluss von Seite 1 sich ein klares Bild von der wirklichen Lage in China zu machen. Die industrielle Entwicklung muss in wenigen Jahren einen phantastischen Fortschritt’ genoirr men haben. Dass zur Durch und des Auswegs aus euer f sen. diese unübersehbare immer unerträglicher wer-1 Vielfalt von Zielsetzungen Krise zu unterneh- | und Interessen auf eine gedenden men. Die minutiös vorbereitete Konferenz wurde jedoch von Krutschew in einer pro vokatcrisehen Form zum Scheitern gebracht, bevor meiusame Front vereinigt zu haben, so stark auch die Kritik an der widerspruchsvollen politischen Haliung des Weissen Hauses gewe. Setzung eines solchen Zieles \ s*e überhaupt begonnen hatj sen sein mag. Wie England die grausamsten Methoden Der Chef aller Kommu- .. " faschistisch - kommunisti-: n'sien hielt es im Bewusst- '■ scher Zwangsarbeit zur An-; seln seiner Macht für ange. wendung gelangten, ändert ■ bracht, eine Sprache zu ¿äh nichts am Ergebnis.! r€n- <üe unter dem Mit dem Erscheinen der sonst schon üblichen Xi- , Rot-Chinesen im internatio- \ v€au laSpie schwachen nalen Leben musste es zu ' Brücken zwischen Ost und einer Verlagerung der Freu-! ^est drohten völlig zusamten kommen. Der Kreml,; menzubrechen, nunmehr Wortführer von | Noch einmal gab der itus- V öl kern, die an Kopfzahl j se ein schreckliches Schaumehr als die Hälfte der sPiel> als er vor den UN er Menschheit rpnräwntipr.en i schien und diese Tribüne in repräsentier ien, fühlte seine internationale Position gestärkt. Die westliche Welt sah sich noch stärker als zuvor in die Defensive gedrängt, zuma! es in ihren eigenen Reihen kein klares Programm and sehr verschiedene Verbünde gab. Demgegenüber bildete Russland mit seinen eine Art Jahrmarkt verwandelte als er sich einen Schuh auszog und mit dem Hacken aufs Podium seii.ug, um... — niemand \yeiss es eigentlich warum —, Eindruck zu machen. Aber derselbe Krutschew. der wie ein Wilder hemmungslos auf internationalen Konferenzen Verbündeten, in erster Li- PolWrte. sprach immer noch nie mit dem aufstrebenden j von e*ne]f friedlichen Koexi- China. einen einheitlichen,! s*enz zwischen der kommu festen Block der unerschüt I nistischen terlich allen Bemühungen i p^en und der vvestiidie von ihm die unter Churchill die freie Welt allein.im Kampf gegen die nazistische Uebermacht repräsentierte, durch Semen Heroismus das Banner der Freiheit verteidigte und hierdurch allein die Freiheit selbst rettete,;o hat Amerika das Verdienst den Westen gegen den Ansturm des Kommunismus geschützt und vor der Ueberfluiung des Ostens bewahrt zu haben, auch dann, wenn dieser Westen nur eine Fiktion gewesen ist. Gegenüber der Uneinheitlichkeit des Westens stand die Geschlossenheit des Ostens, der allein hierdurch auf den meisten Gebieten der internationalen Auseinandersetzungen einen grossen Vorteil gehabt hat. Allmählich sollte es sich jedoch zeigen, dass die nach aussen hin in Erscheinung tretende Einheit des Ostens in der Realität der politischen i kapitalistische genannt ,vur- ’ Gegebenheiten nicht besteht. de. In keinem Augenbbck [ Gewiss gab es in früheren des Westens gegenüber stand, das politische Pano- . - rama zu ändern. 1 seiner politischen Laufbahn \ Jahren bereits unter Lenin Di« Fronten verhärteipn als Oberhaupt der Ko'nrnu- und vor allem unter Stalin sich. Alle Welt blickte ,-olj "isten £at er die Beziehunj ler Erwartungen auf die i?en vollends abgebrochen. fene Gipfelkonferenz, auf j der sich die beiden Blockführer. Präsident Eisenhower und Krutschew. treffen sollten, um einen letzten Versuch der Entspannung r. FREY ABOGADO Verreist bis 20. Januar PUETRREDON 2130 1’ izq. nachm. T. E. 16—19 Uhr 832613 nach Paris zusammengeru-1 Imnier noch hielt er sien ei nen Spalt offen, um neu zu verhandeln, mag dieser Spalt auch noch so schwach und eng, noch so unzugänglich und unbequem gewesen sein. Die Fronten aber blieben erstarrt... Dennoch konnte es dem aufmerksamen Beobachter, der eine gewisse politische Schulung besass, nicht verborgen bleiben,’ dass sich f ABOGADO J erneu i. eine Wandlung der politischen Konstellationen anbahnte. Die Ansatzpumcte waren schwach, aber sie waren vorhanden. Jeder konnte feststellen, und jeder weiss und wusste es, dass der Westen eine bunt zusammengewürfelte Gesellschaft unter amerikanischer Führer war. Dort lin-, den wir ..Demokraten-' aller Schattierungen. Dort waren Staaten echter Demokratie mit einer grossen freiheitlichen Tradition mit faschistischen Diktaturen und den rückständigsten Ländern vereint, dort waren Länder vertreten, die miteinander in unversöhnlicher Feindschaft lebten, wie Israel und seine arabischen Nachbarn, kurzum ein Volxfi - , , « kerbabel hatte sich im Zei-? I2IIT1A liAhlinfS1 chen der Freiheit und ■-'es TrfOISlIw UIwWlIIIJJ ♦ Antikommunismus versam- - - - melt. das kaum eine einzige positive Gemeinsamkeit aufwies, sich vielmehr nur in der Ablehnung des Kommunismus als Regierungssyslem einig gewesen ist. Man wird einmal die amerikanische Staatskunst prei- REAL P Füllhalter * REPARATUREN I Spezialgeschäft * CORRIENTES 569! T. E. 49-5850 J taime Liebling’: s. a. :; SPERRHOELZER *; HOELZEB; DIAZ VELEZ 5224 :! Tel.: 89 -9349. 33-9305 * PROPIEDADES FRANKENBERG berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von geschaeften WOHNUNGEN HAEUSERN Manuela Pedraza 2530 pl. b. Dp. R T. 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Mao Tse-tung machte Opposition gegen Krutschew. Die russische Hegemonie über die östliche Welt wurde angegriffen. China suchte und fand seine eigene Linie, die von der russischen stark abwich. Erkennbar wurde nur die Leugnung des von Krutschew propagierten Prinzips der friedlichen Koexistenz der beiden Welten. Die Chinesen forderten offen den Krieg, durch den allein die Lösung der Weltprobleme im Sinne der kommunistischen Vorstellungen erreicht werden könne. Wenn sich sonst gelegentlich eine Kraft in irgendeinem Satellitenland gegen den Kreml erhob, wurde eine Polizei-Aktion eing^iei- Zuiw Tode verurteilt In Krasnodar im nördlichen Kaukasus wurden 6 Russen, die zu der mit Hitler zusammenarbeitenden Gruppe der Weissfussen gehört haben, wegen Mitwirkung bei der Liquidierung des Ghettos von Radom und der Juden im Todeslager Treblinka zum Tode verurteilt. tet. Dank der gewaltigen Ueberlegenheit der russi sehen Streitkräfte über jeden seiner Verbündeten | wurden die Dissidenten in wenigen Tagen niedergeworfen, prozessiert, erseniagen. bingerichtet mit einem Wort, ausgeschaltet. Diese Methode konnte und kann gegen China nicht zur Anwendung gelangen. Moskau muss andere Wege suchen. Kein anderer Verbündeter des Kreml hat jemals den Versuch unternommen, eine Expansionspolitik auf eigene Faust zu betreiben. Gewiss hatte Jugoslawien sich ge weigert, die Weisungen Stalins zu befolgen und ist aus dem sowjetischen Block ausgeschieden. allen Drohungen des roten Zaren zum Trotz Aber Jugoslawien ist im Rahmen seiner eigenen politischen Möglichkeiten immer auf der Linie des Ost-, blocks geblieben, die einseitig und allein vom Kreml definiert wurde Die Chinesen dagegen haben -ich Verbündete in der kommunistischen Welt gesucht und sie haben auch in Albanien ein zwar kleines und unbedeutendes Land gefunden, das sich der chinesischen Richtung angesehlossen hat. Hier kommt es aber noch nicht auf Machtkonstellationen an, sondern allein auf die Tatsache dass das Prinzip der kommunistischen Einheit gebrochen worden ist. Heute kann niemand mehr bestreiten, dass es zwischen Russen und Chinesen weitgehende Differenzen gibt. Hatte man schon beim Scheitern der projezierten Pariser Gipfelkonferenz bemerkt. dass die russische Haltung durch die chinesische Opposition bedingt war, so hat Krutsehews Nachgeben gegenüber den ultimativen Forderungen Kenne dys im Fall Kuba die chinesische Stellung gestärkt. In dieser Diskussion sei auf eine Erklärung des Erzbischofs von Canterbury. Dr. Hewiitt Johnson, hingewiesen, der in einer Weihnachtsbotschaft die von dem kommunistischen ..Daily Worker“ veröffentlicht wurde, behauptet, dass ,,uns — im Fall Kuba — nur die Grösse Krutsehews vor der endgültigen Katastrophe gerettet“ habe .. Die Differenzen zwischen den beiden grossen kommunistischen Mächten traten ln einem Artikel -hervor, der von dem offiziellen kommunistischen Organ Moskaus, j der Prawda publiziert wor* , den ist. Erstmalig stehen wir vor einem offenen, direkten Angriff der Prawda! auf die Pekinger Regierung j gegenüber. Die chinesischen : Kommunisten werden ge-! rügt, dass sie für Albanien I Partei ergriffen haben. (In : Wahrheit ist es natürlich | umgekehrt: die Albanier ha- I ben sich auf die Seite der | Chinesen gestellt). Die Chij nesen haben diesen Angriff I nicht einfach hingenommen. In einer chinesischen Zeitschrift, die in russischer Sprache erscheint, attakkieren die Chinesen offen Krutschew. der in der Kuba-Frage vor den Amerikanern kapituliert hätte; in Wahrheit aber handele es sich bei den Amerikanern um einen ..Tiger aus T apier“. Krutschew nahm Gelegenheit. sofort seinen Pekinger ..Freunden“ zu antworten: sie sollten nicht vergessen, dass die Amerikaner ein ..Tiger aus Paoier mit Atom-Zähnen“ wäre. Der zwischen Rot-China und der Sowjetunion abgebrochene ..Papier Krieg“ mit Zeitungsartikeln und Repliken stellt ein Novum in der kommunistischen Welt dar. die noch niemals ihre Gegensätze vor aller Oeffentlichkeit ausgetragen hat. Da die. Differenzen sehr tief gehen und auf beiden Seiten kaum mit einem Rückzugsmanöver gerechnet werden kann, wächst die — auch an dieser Stelle bereits vor langem betonte — Möglichkeit einer Annäherung der Sowjetunion an den westlichen Block, um wieder einmal eine gemeinsame Gefahr zu bannen. Ein Hinweis auf die westlich-russische Allianz während des letzten Krieges mag verfrüht erscheinen, ist jedoch nicht fehl am Platz. Jedenfalls dürften wir am Beginn einer neuen Wendung stehen, die vom Kalten Krieg zu einer kalten Revo- IA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda Verantwortlich: Dr. Hardi Swaisensky Pueyrredfin 2190, Io izq T. E. 83-2613 80-6930 Abono-Preise: Argentinien: í 100.— pro Quartal Ausland î 600 — jährl lution hinüberleitet. Die erstarrten Fronten zwischen der Sowjetunion und dem Westen lockern sich unter dem chinesischen Druck. Eine versöhnlichere Politik Russlands dem Westen gegenüber würde von den europäischen Satelliten des Kreml mit aller Wahr’ scheinlichkeit begriisst werden. da deren Isolierung eine starke Belastung für ihre Wirtschaft ist. Diese Länder sind ein Teil Eurouas, von dem sie seit Jahren zum Nachteil aller europäischen Nationen getrennt sind. Dass Möglichkeiten einer Koexistenz bestshen. ist durch das jugoslawische Beispiel bewiesen. Man muss mit grösster Aufmerksamkeit die sieh anbahnende Entwicklung verfolgen, die zu einer tiefgehenden Umgestaltung der internationalen Politik und des Zusammenlebens vieler, vielleicht aller Völker führen kann. Ermittlungen in Erbschafts- und Entsehaedigungs- Angelegenheiten JAMES HIRSCH \ Berlin-Wilmersdorf Prager Platz 6, Telefor: 87 59 14 5S-SiïlBS»ïïï’ TcEif Confitería NIZA I MOHEL N. PLAKSIK I Superi 27iS S r. E. 76-6784 u. 76-2312 ✓wvvwvvvwwvv { JACOB LAPIDUS •: dipt. Mohel S NEUE ADRESSE $ '>■ VIAMONTE 2037, 4 -, B. % - 46 1716 und 48-21ä4 Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76 0266 Privat 52-7734 ♦ ZAHNARZT J ♦ ESTOMBA 2283 52-S214 ♦ RAYOS X t PARA DENTOSE Í TELEF 4 VORANMELDUNG } Servicios de lunch de categoría ¡j SALON DE FIESTAS J ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE J 76-0286 73-1049 BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 i Dr. BERNARDO GOLDSTEIN 3 MEDICO i Cardiología — Hospital Fernández 8 Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 VERREIST VOM 20. DEZEMBER BIS 6. JANUAR ::2.- VARICES-ULCERAS i DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS | Dr. SAUL UMANSKY ¡ Sarmiente 3116 T. E. 87-1362 iïâaïïï-iâ3F*ïisnBESi5iïïaeeîïâï~;E*ïEf FSlsaiSí»Síí*SatSSe«E315iSS:i.SS?’3S»SlSÍÍ*ES*SÍSi3SS5íía«*¿í-E3 ¡Dr. BENJAMIN L1PNIZKY ZAHNARZT 3 BOENTGENSTR AHLEN — ZAHNZIEHEN — BE- 5 HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU- ** LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG 3 Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend " nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518 T. E. 76-w?3 und 73-osoo j Dr. L. KLEIN - Médico : Magen- und Darmkrankheiten Röntgen -Untersnchunger SPRECHSTUNDEN: . Mop tag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uht“ Es wird gebeten, such vorher telefonisch anzumeJden > SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-15421: V-'