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Jüdische Wochenschau · 1962-12-21 · 1991 (21.12.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1991 (21.12.1962)
Date
1962-12-21
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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1* — Viem«!, 21 de Diciembre de 1%2 jüdische Wochenschau Bekenntnis und Glauben Añ* XXIII. — No. 1991 (Schluss von Seite J) r Konzessionen an die nichtjiidische Umwelt zu machen. Niemals hat es ein Judentum gegeben, das sich in religiöse und nationale Elemente teilen liess. Hierfür sind die Makkabäer das klarste Beispiel. Sie haben die Juden nicht als Glaubensgemeinschaft gerettet, sondern als Volk, das der Träger unseres Glaubens . war und ist. Denn ohne lu- I den als Nation kann es auch keinen jüdischen ..Glauben“ geben. IV. t Von Seiten derjenigen, die noch immer, bald 15 Jahre nach der Schaffung Israels, von irgendwelchen Staats bürgern jüdischen Glaubens 'träumen und sogar reden, wird auf die mangelnde oder unzureichende religiöse Haltung weiter jüdischer Kreise in Israel oder ear auf ihre Religionsfeindlichkeit hingewiesen, um damit ein Grundgesetz unseres Volkes von der Einheit und Geschlossenheit religiöser und nationaler Vorstellungen zu attackieren. Es ist richtig, dass wiehstigste Gruppen in Israel, wie etwa die Menschen in der Mehrheit der Kibbuzim, die althergebrachten religiösen Formen ablehnen oder ihnen kritisch gegenüberstehen. Jedoch kann nur ein oberflächlicher Betrachter behaupten, dass die aus den tiefsten religiösen Quellen unseres Judeseins fliessende Sehnsucht nach Zion mindestens in gleicher Weise wie ihr Wille zur nationalen Befreiung unseres Volkes aus einem Jahrtausende ai ten Joch der Versklavung die bewegenden Kräfte waren. ein neues Leben im alten jüdischen Lande aufzubauen. Es ist nur eine Selbstverständlichkeit, dass in Erez Jisrael das ganze Leben vom Geist der Tora erfüllt ist, auch wenn die Juden nicht in Synagogen geben. Jedes Kind, das dort auf wächst, hat Tenach gelernt, ist vom Geist der Bibel erfüllt, ist mit unserer Vergangenheit aufs engste verwoben; gibt es doch keinen Meter Boden, der nicht mit unserer Volksgeschichte verbunden ist. Das Volk Israels konnte nur deswegen in einer so kurzen Zeit mit dem Lande verwachsen, weil es auf der alten Grundlage neu baute. Nirgends spürt der Jude die Heiligkeit des Schabbat mit der gleichen Tiefe wie in Israel. Nirgends finden . wir ein so echtes Bemühen.! das Alte mit dem Neuen, Gegenwart mit Vergangenheit, Glauben, Denken und Fühlen zu einer wahren Harmonie zu bringen wie in Israel. Und nirgends sind die gieichen Voraussetzungen hierfür gegeben wie in dem Lande, wo jeder Berg und jedes Tal, wo jeder Stein von der Geschichte früherer Geschlechter und dem Kampf neuer Generationen um unsere Zukunft Zeugnis ablegt. Der Prozess der Renaissance unseres Volkes ist ein langer, schwerer, dorniger Weg. Der Zionismus war niemals ein Transport-Unternehmen. das die Aufgabe gehabt hätte, Juden aus Ländern der Zerstreuung nach Erez Jisrael zu überführen. Unter der Wiedergeburt des Volkes ist etwas ganz anderes als die Wohnsitzverlegung zu verstehen. Niemals konnte es nur darauf ankommen. Juden aus einer Gefahrenzone zu retten. so wichtig und so heilig auch diese Aufgabe schon der Menschlichkeit wegen war und ist. Wiedergeburt, Dr. FREY i 4 ABOGADO i 4 PUEYRREDON 2190 t 1' izq. ♦ nachm. 16—19 Uhr J T. E. 83 2613 Î REAL PEN: Füllhalter } REPARATUREN * Spezialgeschäft « CORRIENTES 569 * T. E. 49-5850 * Jaime S. A.; SPERRHOELZER J HOELZERj DIAZ VELEZ 5224 : Tel.: 89-9349. 33-9305: Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCZ Der Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Dr. 1 Heinrich Luebko, der sich auf einer längeren Reise nach 'Asien befunden hatte, während die Kabinettskrise in Bonn sich ungelöst hinschleppte, hat nach seiner Rück kehr eine überraschend scharfe Erklärung abgegeben. Er meinte im Hinblick auf die Spiegel-Affäre, dass sowohl das Ausland wie das deutsche Volk das Vertrauen zu den deutschen demokratischen Institutionen verloren hätten. Die bereits vor einiger Zeit von einigen Zeitungen, unter ihnen auch die „Jüdische Wochenschau", veröffentlichte Nachricht, die internationale Nazi-Organisation wolle eine Weltkonierenz in Argentinien abhalten, wurde erneut der Oeffentlichkeit zur Kenntnis gebracht. Inzwischen liegt der Wortlaut eines Briefes vor, den der Chef der nordamerikanischen Nazi-Organisation an drei Personen in Buenos Aires geschickt hat. Das Schreiben wurde vom ständigen Beauftragten des Jüdischen Weltkongresses vor den UN, Dr. Maurice Perlzweig, dem Generalsekretär der Vereinten Nationen übergeben. — Wie in diesem Zusammenhang weiter bekannt gegeben wurde, hat der argentinische Botschafter vor den UN, dem ebenfalls ein Exemplar dieses Briefes überreicht worden ist. Äen Vertretern des Weltkongresses versichert, dass eine solche Tagung wohl kaum in Argentinien zur Durchführung gelangen könne. — Vor kurzem fand eine Pädagogen-Konferenz in Wiesbaden statt, die von Lehrern und Geistlichen aus mehre ien Ländern Westeuropas, die den .beiden christlichen Konfessionen“ angehörten, beschickt worden war. Die Frage des Antisemitismus spielte eine grosse Rolle. Gibt es einen christlichen Antisemitismus, ein antisemitisches Christentum?, fragte man. Offensichtlich wurde diese Frage nicht beantwortet, da alle der Auffassung waren, dass es zwar ein antisemitisches Christentum gäbe, dies aber mit dem Christentum selbst unvereinbar sei. — . Mit Klarheit und Schärfe wandte sich der frankfurter Professor Adorno gegen die „Afterideologie“ derjenigen Kreise, die in einem viel grösseren Umfang, als man dies wahrhaben wolle, noch immer »n die Gedanken der Vergangenheit verstrickt seien. Er misstraute den .schonen Zahlen4, die uns weissmachen wollen, die Antisemiten der Bundesrepublik seien eine winzige Minderheit, der man keine Beachtung zu schenken brauche. Eltern besonders aus dem Kleinbürgertum und der Arbeiterschaft, benutzen aus Verlegenheit weitgehend antisemitische Ar gumente für die Rechtfertigung eigenen Verhaltens m oer Vergangenheit. — PROPIEDADES FRANKENBERG berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN Manuela Pedraza 2530 pL b. Dp. B T. E. 70-7244 [ von der die zionistische Be- | wegung immer gesprochen hat, bedeutet Neu werden ei-! nes Volkes, dessen geistige,! moralische, seelische, politische und wirtschaftliche Voraussetzungen einer grundsätzlichen Aenderung unterzogen werden sollen. In diesem einzigartigen Bemühen, die Bruchstellen unserer Vergangenheit zu überwinden, die Wunden einer vielhundertjährigen Galut zu schliessen, die Rudiment« fremden Lebens zu beseitigen, zu einer neuen geistigen und faktischen Existenz eines einheitlichen jüdischen Volkes zu gelangen, spielen die Kibbuzim eine führende Rolle. Die Renaissance eines Volkes vollzieht sich aber nicht in wenigen Jahren oder Jahrzehnten, besonders dann nicht, wenn das Volk in Israel ge-' willt und gezwungen ist, immer neue Teile der jüdischen Diaspora bei sich aufzunehmen und in den neuerstehenden Volkskörper einzuordnen. Für einen so einmaligen Prozess, für ein so grosser. tiges Beginnen gibt es keine Patentlösungen. Wir alle sind Suchende. In den angebich so .gottlosen“ Kibbuzim sind uralte jüdische Ideale lebendig geworden, d-ie allen Widersprüchen einer aufgewühlten Zeit zum Trotz auf kleinstem Raum bereits heute Ansätze zur Lösung schwerster Menschheitsprobleme erkennen lassen. Dies kann niemand, der die Entwicklungen kennt, in Abrede stellen, es sie denn, er gehöre zu denen, die wie das böse Kind in der Pessaeh-Hagada fragen „Was soll Euch dieser Dienst? ", also Euch und nicht ihm also, wie derjenige, der rieh selbst aus seiner Gemeinschaft ausschliesst und deshalb auch nicht an dem von aller Welt bestaunten Prozess der jüdischen Wiedergeburt Anteil nehmen will oder Anteil nehmen kann. V. Wenn man von den Makkabäern spricht, denkt man an das Lichtwunder, die Kraft des Glaubens, den Kampf der Makkabäer gegen einen übermächtigen Feind und ihren Sieg. Man vergisst — oder weiss es gar nicht —, dass die Ge schichte der Makkabäer wie folgt begann, wobei wir uns darauf beschränken, den grossen Historiker unseres Volkes, Heinrich Graetz (2. Band, 2. Hälfte Seite 322 ff der elfbändigen Ausgabe seiner .Geschichte der Juden“ zu zitieren: „Als die blutige Verfolf JUDITH SCHENKOLEWSK! i; J KULTUSSTICKEREIEN ¡| C Schabbosdecken - Tallis-1» jj beutel Käppchen - Maz-? zot-Taschen Hand- und J Maschinenstickerw von |* V Bett und Tischwäsche J Dr. P. I. RIVERA 2585 > 5 (fr. Bebedero) *| C T. E. 73-9155 £ Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría;! SALON DE FIESTAS í ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE? I M0HEL N. PLAKSIN Superí 2719 | J! I. E. 76-6784 u. 76-2312;¡ 4► Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Ho6p. Pirovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76 026« Privat 52-7734 :■ JACOB LAPIDUS dipt. Mohel Í NEUE ADRESSE J VIAMONTE 2037, 4j. < 46 1716 und 48-2124 B. Schwanz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 - 52 8214 RAYOS X . PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG « » * ♦ 76-0286 73-1049 BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 I gung des judäischen Volkes einen so hohen Grad erreichte, dass die Vernichtung des - ganzen Volkes I oder die Ergebung in da? Unabwendbare durch Er- I Schöpfung und Verzweif.ung nah war, trat eine Erhebung ein. Sie wurde von einer Familie herbeigeführt, <ie- : ren Glieder herzenslautere i Frömmigkeit und Opferfreudigkeit mit Mut, Klugheit und Vorsicht in sich vereinigten; es ist die Farn die der Hasmonäer oder Makkabäer. Ein greiser Vater und fünf heldenmütige Söhne haben einen Umschwung herbeigeführt, welcher das Judentum für alle Zeiten befestigt und das nationale Leben des Volkes auf ein halbes Jahrhundert hinaus gestärkt haben.“ Der greise Vater Matitjahu sprach zu seinen Sühnen: ..Die Heiligtümer entweiht, Judäa aus einer Frei en zu einer Sklavin gewor den. wozu sollen wir noch leben?“ Sie beschlossen, Widehstand zu leisten. Als der Vater Matitjahu vom Beauftragten des Königs aufgefordert wurde, die Bewohner seines Wohnortes Modiin zum Abfall zu ermahnen, antwortete er: ..Und wenn alle Völker im Reiche des Königs gehorchen sollten, von der Weise ihrer Väter abzufailen. so werde ich. meine Söhne und Brüder verharren im Bündnis unserer Väter.“ Und dann heisst es weiter: „Als ein Judäer sich doch dem aufgerichteten A.tar näherte, um zu Ehren des Zeus zu opfern, hielt sich Matitjahu nicht mehr, sein Eifer erglühte, er stürzte sich auf den Abtrünnigen und tötete ihn neben dem Altar“. — Erst dann gingen die Söhne des alten Priesters zum Angriff auf die fremden Unterdrücker über, machten sie nieder und warfen den Altar um. — „Diese Tat war ein Wendepunkt. Es war damit das Beispiel gegeben, aus der Untätigkeit der Verzweiflung her- LA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece ios Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Vsrantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredón 2190, 1? izq T. E. 83-2GÍ3 80-6930 Abono-Preise: Argentinien: $ 100.— pro Quartal Ausland $ 600 — jälirl. auszutreten, den Kampf aufzunehmen und nicht als Schlachtopfer leidend zu fallen.“ VI. So begann der Kampf der Makkabäer um die Freiheit des Glaubens und des I,ebens ihres Volkes. Am Anfang steht die Tat des Matitjahu gegen die Abtrünnigen. Heute kämpfen wir gegen Abtrünnige nicht mehr mit Messern, aber wir kämpfen gegen sie. VII. Im grossen Freiheitsringen unseres Volkes mag jeder für sich entscheiden, auf welche Seite er tritt. Möge jeder , die Kraft finden, mitzuhelfen und mitzubauen an der Erneuerung unseres Volkes, an der Errichtung einer bedingungslos jüdischen Zukunft für uns und für alle, die nach uns kommen. Ermittlungen in Erbschafts- und Entscbaedigungs- Angelegenheiten JAMES HIRSCH Berlin-Wilmersdorf Prager Platz 6, Telefcr: 87 59 14 ■í8glstiíii33S3S3SSgiMiSMS»«'3SS»5sS«88*í**Sa*iBS3S*5S3Sil3Sr*¡ 1 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN I 3 MEDICO S 2 S s Cardiología — Hospital Fernández g j Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogram«»« ■ 1 CUBA 2141 — T. E. 73-8782 «. 73-6817 § as ■ 2 * I VERREIST VOM 20. DEZEMBER § 5 BIS 6. JANUAR § s * *wig31EgE5SSlEES«1333gSBgBgiSSE8SHgiSlS«i3fMBB3gl««aM»M«i? '(*SiRBSä**ä3»a»a*SSärSSlS3»**ie*»*SSSH3S33»3i*rSJ*S*»MSMSS»5 I VARICES-ULCERAS j í DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS ¡ | Dr. SAUL UMANSKY j i Sarmiento 3116 T. E. 87*1362 ¡j 3 " ÍMSISliMgISSSSMSIMSiieHSHAMSSíSiSHISMSKSÍSSíSOSSSMMSe glIHHMUmHfBUHUHIHkUHHUnaHMMIHMHaHHmag ¡Dr. BENJAMIN LIPNIZKY¡ B ZAHNARZT | g ROENTGENSTRAHLEN - ZAHNZIEHEN — BE- § S HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - ItEGU. g » LIERUNG DEB ZAHNSTELLUNG g ¡jj Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend S S nach vorheriger Vereinbarung. g s JOSE HERNANDEZ 2518 T. E. 7I-86T3 und 73-KM ¡ Dr. L. KLEIN - Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen -Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch n. Freitag von 15—1# Uhr t Es wird gebeten, «ch vorher telefonisch anzumelden! SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542 ■BSk&lv .

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