Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1989 (7.12.1962)
- Date
- 1962-12-07
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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T(jR und fian Leo Perutz fkniu zw g . wla,"5 rutz «Kderge. >•>& öy»? yJ. a «de die er rn)e& ,&h¡fn( 4. , der "irkead« €tendio aiefe ,e seme SeeU ^teneJ irdische We.t Av» •<*&» »4 Vtw*n seh W Jac kik-K»n J**1« und mit ,0ri?Bwie ihn Und Fitstem. n und Leaelr d«n Holundef. Friedhofs er ie, was er zu ¡«sagt und We;. er Fekomme» dass sie dann, 1 sich verbarg der toten Kingeworden wa- * Geisterreigej 'übern schweb, Sabbi. der in Nächten die s'g verborge -r Weisheit ge- ' und in magi- -ndiung die sietes Erkennen! in hatte. - der verstand das tes. Er wusste den Gassen der .‘in Sünder leb ner Vergangen weder von neu- Tag um Tag.;er Sünden wih grosse Stabet a dt gekommen, es Sünders vrj die Sielen der Kinder keinen Frieden in ihrem Grab. Schweigend blickte der hohe Rabbi vor sich hin. Dann erhob er sich und verliess die Kammer, und als er wiederkam, hatte er in der Rechten eine Schüssel mit Grütze und zwei Fladen und in der Linken eine Kleine Schale aus getriebenem Silber, in der war gew trz" tes Apfelmus, die süsse Speise des Osterfestes. „Greift zu und esst“, sagte «r und wies auf die Grütze und die Fladen. „Und wenn Ihr Euch gesättigt habt, so nehmt diese Schale mit süsser Speise und geht zurück zu den Gräbern der Kinder“. Sie erschraken, als sie hörten, dass sie ein zwe'tes Mal auf den Friedhof soll" ten. Doch der hohe Rabbi fuhr fort: „Fürchtet Euch nicht. Der, durch dessen Wort die Welt enstanden ist, hat die Macht über die Lebenden und die Toten, und sein Ratschluss allein geschieht. Ihr werdet bei den Gräbern sitzen und warten, bis eines von den Kindern sieh Euch nähert und von der siissen Speise zu kosten begehrt, denn die Geister der Verstorbenen haben die irdische Nahrung noch nicht vergessen. Ihr aber erfasst mit beiden Händen den Saum seines Kleides und fragt im Namen dessen, der der Ursprung ist und das Ende, um welcher Sünden willen das grosse Steroen über diese Stadt gekommen ist.“ Und er sprach über sie die Worte des Prieste~se" gens... Sie sassen zwischen den Gräbern. Und während sie sassen und warteien, kam wiederum die Angst über sie. und Koppei-Bär begann, mit sich selbst zu reden .. Er verstummte, das letzte Wort blieb ihm in der Kehle stecken, denn vor ih- 1 und Wahrheit die Revolution des Kubismus erlebt, aber er ist in keine Schule gegangen. Das Leben auf den Strassen und in den Cafes und das Licht von Pa ris waren seine Akademie; jüdische Religiosität und Schwermut, russische Erde und westliche Kultur sind in seinem Werk auf einzigartige Weise verschmolzen. Ein freudiges Weltgetüht umarmt Menschen und Natur und verwandelt sie mit leich-' ter Hand in farbige Pcesie. In den Jahren des Krie ges. als der Maler aus Paris fliehen musste, hat er die Apokalypse der Zeit gemalt. Seine Deutungen der Bibel bestätigen den religiösen Maler ebenso wie die zwölf Glasfenster für die Synagoge bei Jerusalem aus der jüngsten Zeit, Als Pro test gegen die Unterdrükkung und Schändung des Menschen erscheint in den Bildern der Kriegstage der Gekreuzigte. Chagall hat hier gewagt, was bisher kein Jude auch nur in Gedanken erwog: das Ghetto unter das Kreuz zu stellen. Seit Jahren lebt Chagall in Vence unweit von Nizza. Aus dem armen Jüngling, der auszog. eine neue Welt zu suchen, ist ein weltberühmter Künstler geworden. Und immer noch verrät der alte Fabulierer und Märcheuer Zähler sein Geheimnis: dass es ohne Phantasie keine Realitäten gibt. nen stand, von weissem Licht umflossen, des Flickschusters Kind, Blumcoen, und hielt die silberne Schale in den Händen .. Er hielt das Kind am Saum seines Hemdcnens fest und liess nicht los und rief: „Im Namen dessen, der der Ursprung ist und das Ende, beschwöre ich Dich: Sag und bekenne, um welcher Sünde willen das grosse Sterben über diese Stadt gekommen ist.“ Eine Weile hindurch war Stille, das Kind rührte'«ich nicht und bückte in die Dunkelheit., dorthin, wo über den Gräbern, unsichtbar dem Aug’ der Lebendigen, der Engel Gottes stand, aer Hüter der Seelen. Dann sagte es: „Der Engel Gottes hat gesprochen, der Diener des Herrn hat gesagt: Es ist geschehen um der Sünde Moabs willen, die eine unter Euch begangen hat. Und Er, der Ewige, hat es ge" sehen...” Literarischer Preis Stuttgart. — Der Bundes minister für Jugend- und Familienfragen. Dr. Franz Würmeling, äusserte, man müsse den Entschluss einer Ueberlebenden aus einem Konzentrationslager. nicht nach Stuttgart zu kommen, um den ihr für ihr Buch zugesprcchenen Jugendpreis für das Jahr 1962 in Empfang zu nehmen, verstehen und achten. Die 'Gewinnerin des Preises ist Frau Ciara Ascher Pinkhoff, die in ihrem Buch „Kinder des Sterns“ das Schicksal der jüdischen Kinder in der Nazizeit beschrieben hat. Sie lebt seit Kriegsende in Israel und teilte der Jury mit, sie könne es nicht über sich bringen, die deutsche Grenze zu überschreiten. Dr. Wumling betonte, die Wahl des Buches sei besonders vom Standpunkt, der Menschlichkeit „bezeichnend“. Er würdigt« den Entschluss Frau Pinkhoffs, den Betrag des Preises (5.000 DM) einer wohltätigen israelischen Institution zu über weisen. die für Kinder sorgt, welche die Naziverfolgungen übsrlebt haben, wobei er dem Wunsch und der Hoffnung Ausdruck verlieh, dass junge und alte Mensche, die das Buch lesen, mithelfen mögen, die Millionen von Nazio-pfern zugefügten Leiden wieder gufzumachen. (ITA) NEUE BUECHER Erich Ebermayer: Hanpi* mann. eine Bildbiographie, Kindlers Bild'biographien, Kindler Verlag München, 1962. — In der Reihe der uns nun schon bekannten Kindler Bildbiographien ist eine Studie Ebermayers über Gerhart Hauptmann ersenienen. die in einer anregenden und kritischen Form das Leben und Schaffen des viel umstrittenen deutschen Dichters zur Darstellung bringt. Ebermayer Vvoröffentlicht viele Einzelheiten über den Werdegang des Künstlers, die durch besonders schöne Bilder illu" striert und ergänzt werden. Sieht man von den letzten, ein wenig zu sentimentalen Ausführungen ab, kann man dieses Buch als einen durchaus gelungenen Versuch einer lebendigen Darstellung der schillernden Persönlichkeit eines Dichters betrachten. der als ein Künder der Freiheit sein« Laufbahn begann, am Zenit seines 1 Gebens allerdings nicht mehr die Kraft aufbrachte, der Freiheit zu dienen, sondern sich Kräften beugte, die als Verderber jeden Menschenrechtes die Kultur verwüsteten. (A.) Yael Dayan; Beneidet die Furchtsamen. Roman, Kindler Verlag, 1962. — Yael Dayan. deren erstes Buch grosses Aufsehen erregt hat, ist heute keine Unbekannte mehr. In ihrem neuen Roman „Beneidet die Furchtsamen“ greift sie eine für Israel typische Erscheinung heraus und stellt sie zum Problem: die Härte der Menschen, die Erziehung der Jugend zur Härte, das Ringen mit Gefühlen und gegen SenMments, Den in Israel Geborenen nennt man Sabre nach der iiusserlich stachlichen Kaktusfrucht. die aber innerlich süss ist. Das Land fordert diese Härte, denn das Leben ist har1 und der Kampf gegen die Wüste und die Steine, g^gen die Trockenheit und gegen feindliche Nachbarn. Yael Dayan ist eine Erzählerin. die ihre Gestalten und deien Milieu lebendig darzustellen vers'eht. Ihr neues Buch ist lesenswert. Gewiss kann man manches dazu sagen, man wird aber erstaunt sein, wie sich die junge Schriftstellerin in kurzer Zeit entwickelt hat und es versteht, einen schönen Roman vorzulegen, der nicht nur unterhält, sondern auch zur Ueberlegung aufforüert, <E.) ZEITSCHRIFTEN Revita Tarbut, 1. Heft, herausgegeben von der Vereinigung der Tarbut-Sebule. Die Zeitschrift, die sich in einer sehr geschmackvollen Form präsentiert, bringt eine Reihe interessanter Aufsätze über erzieherische Probleme und allgemeine kulturelle Fragen. — Comentario, Heft 33, 1962. Wie alle Ausgaben dieser Zeitschrift finden die an Forschung und Wissenschaft interessierten Leser wichtiges und lehrreiches Material. Die vorliegende -Nummer behandelt sowohl ak" tuelle Fragen wie den Antisemitismus in Argentinien wie historische Gegenstände, etwa eine Studie über Hess, die allerdings nicht überzeugend wirkt, jedoch absolut als wertvoll und lehrreich angesehen werden kann. Auf die Stellungrahme von Juris zum Bühnenstück „Andorra“, das in ei" ner die Oeffentlichkeit aufwühlenden Form das antisemitische Vorurteil geisselt. sei besonders hingewiesen. <h. s.) Shavit, Publicación Israeli Mensual, Heft 4, November 1962. — Zeitschrift m spa" nischer Sprache mit anregenden Beiträgen. Das vorliegende Heft enthält interessante Aufsätze über Weizmann, dessen 10. Jahrzeit im vergangenen Monat gefeiert wurde. — (red.) Buletin des Leo Baeck Instituts, Nummer 17, 1962. .— Verlag Bitaon, Tel Aviv. — Die neue Nummer der Zeit schrift des Leo Baeek Instituts bringt interessante Aut. sätze zur Geschichte des Blau Weiss, der grosseen zionistischen Jugendbewegung in , Deutschland. di< auf das Werden einer Generation einen entscheidenden Einfluss zu nehmen vermochte. In'eressant ist auch ein Aufsatz von Fred B. Stern über Wolfskehl. Wie alle Publikationen des Leo Baeck Instituts darf euch dieses lleit die ganze Hebraeischer Unterricht n n :; n n : e n; t r <»r0 "iriy .onY nixö Yti n*?iu •TS V T : ^yriDrn rwan ■’roaa? “ni?.'1? px u'1?,?5? nrneatí ,-3S7n ntotf ■hV’ 1 t - . i \ : •’ : - rrrsn? r-iSiD nx rnzripD )sxa tjx ,it d^^ rx na’m« Timn s v t : - * t t; - .n^rs t t \; Vdd ‘isñ-’Ta-p (2 9) pytfrn D^xa ana ,pixn prn annxmnx nistfa dt* _ 7: T ~ “ - * T (7000) d^x nratf -‘rn crpoi» V?x cns-iaa «rnitñ o-nao apaña np T-nr7ias?a pinai m-tia t “ t t *; D’stddi ,nar:na"npxnai rarP anaaa nnPn dj t : 2 “ : t * .nppn-np1? arrnw«? nx n^x rvnoia1? crx“inxn v ** T : * r : - T ■ptann Pspa apenca arx aa D^xin xnx ,DpPa Pa^an aaxatf ,onirP t : ~ " t t “ v * : pppna app pa ,nr¡? .nnpaxa nx ’nxP (jpe^ís nna» nna resina) nnx napefr -rasan bw Pap v-Ps? nPtñTa Dpnnn aPirn .|7/v rraa a-ian rnTsn rixaxa D-n» aam nn ii naatfa •*: r : *’ t \ : * -na nmn ,rniasr apnaa .0pp D-X3 mxa ,-rvrpn nxs na nnxnn nnx pna ppn nxi?j?ns na*?a rnaan nx cn-w - nn anPx ann laannn^ ,aP^npjx Dnpia - r-siTK manna rnx Di7 nnpa apiptz; .ninaiifsn t : * " n-oaa a-wn p ,P nnan: pna^an h>s s-s^n*? n? onp.P nx npa1; w-xn an .pxian p-p-sn D-nPn nx man D-nin1? •Ti” v : * * ~ “pnnain-Tanaa Ai naapa D¡?iní7 ,-nnj -n^n ,nXr *n‘xn^ pp -paanx nix*P pT¡pp nna np1? -rpan ."min ■“Pan nyató '&ipt ,nxr EIN FONDS FEER UNSERE KINDER (Rechte Spalte) Zufällig kam ich in ein Jerusalemer Eiertel an der transjordanisehen Grenze. ie neuen Olim aus orientalischen Ländern, die in dieser Gegend wohnen, sind meist arm und arbeitslos und leben so unter -schweren Bedingungen. Wie überrascht war ich, in einem der Höfe Frau Malka Frenkel und Raw ¿iiyahu Toren — beide Jerusalemer, die in europäischer Kultur erzogen wurden — im Gespräch mit einer dieser Familien zu finden. Wie es sich herausstellte, versuchten die beiden, auf die Familie einzuwirken, dass sie ihre Kinder nicht der christlichen Mission zur (fremden) Erziehung übergeben sollten. Sie schlugen den Eltern vor, ihre Kinder cem Jugendzentvom „Tikvatenu“ („-unsere Hoffnung“), das in diesem Stadtviertel errichtet wurde, zuzuführen. Als ich das vernahm, war ich begierig, das ..Jugend Zentrum“ zu sehen. Ich kam zu einem weitläufigen s'-bönen Haus, aus dem der Lärm (Linke Spalte) von Hunderten von Kindern drang. Ich trat in das Haus ein und erfuhr zu mei nein Erstaunen, dass das Haus dem Fonds unserer Kinder gehöre, dessen Ziel ist, Kinder aus den Elendsvierteln zu sammen; speziell widmet der. Fonds seine Kraft. Kinder vor fremdem Erziehungsfeinfluss) zu retten. Stufenweise erweitert er seinen Aktionsradius. „Der Fonds für unsere Kinder“ er* - richtete 29 Jugendzentren in alf^n Teilen des Lande?: in ihnen finden sich 7.000 Kinder nachmittags zusammen. In diesen Zentren beschäftigen sich die Kinder mit verschiedenen interessan len Dingen: mit Gesang und Tanz, mit Werk- und Handarbeit. Zurückgebliebenen Kindern hilft man. ihre Schularbeiten zu machen. Die für diese Institute Verantwortlichen begnügen sich nicht mit pädagogischer Betreuung der Kinder (allein), son “EL FONDO DE NUESTROS NIÑOS” Llegué a un barrio de Jerusalén cerca de la frontera transjordana. Los nuevos olim venidos de países orientales que viven en este barrio, son en su mayoría pobres y desocupados y viven así en condiciones muy difíciles. Que sorprendido estuve al ver en uno de los patios a la sra. Malka Frenxel y al Rabino Eliabu Toven —ambos Jerusalemitas que se educaron en la cultura eir ropea— (como estaban) animados en una conversación con una de las familias. Tal como me aclararon, ambos uuerían influir a la familia para que no entregue a sus hijos a la misión para su educación. Ellos propusieron a los padres mandar a sus hijos al Centro Juvenil “Tikvatenu“ (“Nuestra Esperanza“! establecido en dicho barrio. Al oir ésto, estuv-e interesado en conocer el “Centro Juvenil“. Llegué a una casa espaciosa y hermosa desde la cual se oyó el ruido 'Columna izquierda! de cientos de niños. Entré en la casa y me sorprendió enterarme que pertenecía al “Fondo de nuestros niños“ cuya meta es absorber a l°s niños de los barrios pobres, y que especialmente invierte sus energías para salvar a niños de una educación extraña y paso a paso amplia su campo de acción. El “Fondo ce los niños” estableció 29 centros juveniles en todo el país y en ellos se encuentran diariamente en las tardes 7.000 niños. En estos c?ntros los niños se ocupan de distintas cosas interesantes: de c-anto y baile, de trabajos manuales de toda clase y a los niños atrasados se les ayuda a hacer sus deberes. Los responsables dj estos institutos no se limitan sólo al cuidado pedagógico de los ñiños, sino se preocupan también por los padres cuya situación económica es difícil para resguardarlos de la misión la que se aprovecha de sus dificultades. dern kümmern sich auch um die Eltern, deren Wirtschaftslage schwer ist um sie vor der Mission zu bevrahren. die ihre Not ausnützt. Aufmerksamkeit der an jüdischer Arbeit und Wissenschaft interessierten Kreise in Anspruch nehmen, (red.) DAIA, Informe de actividades lealizadas <1981 62'. Der Vorstand der DAIA ver schickte einen Jahresbericht über die von ihm geleistete Arbeit, der sehr interessant ist und die vielen Aufgaben und Verpflichtungen zi'gt die von der DAIA erfüllt werden müssen. Nicht zu- ,eizt auch durch das grosse Prestige, das die DAIA dank der Haltung ihrer Leitung in der Weh geniesst, ver~ dient der Berich* erhöhte Aufmerksamkeit weitester Kieise. (red.)