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Jüdische Wochenschau · 1962-12-07 · 1989 (7.12.1962) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1989 (7.12.1962)
Date
1962-12-07
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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i — Viernes, 7 de Diciembre de 1S62 EMANA ISRAELITA Añc XXIII. No. n<89 Ereignisse der Woche Jekutiel X. Federman, MVS1K IN BUENOS AIRES Halbiner-Semißar Am kommenden Mittwoch, den 12. Dezember, findet jm Rahmen einer Feier der Abschluss des ersten Semesters des Rabbiner-Semi nars statt, das u. a. von der CENTRA gegründet worden ist. Die Feierstunde wird in der Synagoge der Nus va Co rmmidad Tsraeiita abgenalten werden. Alle Mitglieder der Organisationen und Gemeinden, welche der CEN TRA angesehlossen sind, sind eingeladen. Die Makkabiade in Santiago de Chile E. N.: — Die Anfang November in Santiago de Chile durchgefiihrte Makkaoiade war nicht nur als Sport fest ein grosses Ereignis, sondern zugleich ein mdi sches und menschliches Erlebnis. für das der Makkabi-Leitung von Santiago und dem „Estadio Israehta“ nicht genug gedankt werden kann. Die feierliche Eröffnung am 31. Oktober begann mit dem Einzug der Sportler, die von den Klängen eines aus 80 Musikern bestehenden Orchesters des chi'.eni sehen Heeres begleitet waren. Es kamen Sportler ans Israel, Chile. Uruguay. Brasilien und Argentinien, die dann Aufstellung nahmen und zu deren Ehren die verschiedenen Nationalhymnen angestimmt wurden. Natur, gemäss machte die Hatik wah, von chilenischen Soldaten gespielt einen besonders tiefen Eindruck. Uter den Ehrengästen befahlen sieh der Bruder des chilenischen Staatspräsidenten. Senator Alessandri mit Gattin, ausländische Botschaftsat tachés. Vertreter der chilenischen Behörden, der jüdischen Institutionen und der internationalen Presse. Noch am .ersten Abend gab es den ersten Sportkampf, Babyfootball zwischen Argentinien und Chi- Nazi in Chile verhaftet Wie aus Santiago de Chile gemeldet wird ist auf Ersuchen der Deutschen Botschaft m San tiago de Chile Walter Hermann Rauff in Pun- _ta Arenas verhaftet worden. ein früherer hoher SS-Mann, der unter dem Verdach] steht, an der Ermordung von 90.000 Juden beteiligt gewesen zu sein. Die Verhaftung erfolgte auf Veranlassung des höchsten chilenischen Gerichtshofes. Rauff bestreitet natürlich seine Schuld, wie das üblich ist. und erklärt. von diesen Dingen nichts zu wissen. le, Uruguay und Brasilien im geschlossenen Stadion, während am nächsten Tage das Programm auf dem grossen Sportgelände fortgesetzt wurde. Dieses „Estadio Israelita“ ist etwas Einmaliges und Einzigartiges: Nur 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, stehen den Juden von Santiago 14 Tennisplätze. Schwimmbecken. Fussballplätze. alle möglichen anderen Sporteinrichtungen. schöne Gesellschaftsräume etc. zur Verfügung, umrahmt von den Bergen der Kordillere, auf denen vielfach noch Schnee lag; dieser Blick auf die Umgebung ist unvergleichbar. Aus der Fülle der Erleb nisse dieser Tage sei noch der Freitag-Abend (Kabalät Sehabät) erwähnt, zu dessen Ausgestaltung jüdische und niehtjüdische Künstler beitrugen. Es muss auch gesagt werden, dass-die jun gen argentinischen Sportler grosse Ehre einlegten and nicht hinter anderen bril lanten Leistungen zuräckstanden. Bemerkenswert war auch das Interesse der chilenischen Presse an den Sport- 0 L A ME NU I Ff TEL AVIV 3002 NEUERSCHEINUNGEN DES ISRAEL * VERLAGES i darbietungen und die gross* Einheit des jiidiseh-ehiieni sehen Lebens, aus der neraus dieses grossartige Sta dion entstehen konnte, auf das die chilenische Judenhaß mit Recht stolz ist. Müssen wir Gäste aus Ar gentinien. die eine so wunderbare Freundschaft vorfanden, nicht mit tiefem Bedauern daran denken, dass wir bei uns in Buenos Aires nicht auch nur annähernd Aehnliches schaffen konnten? Lernen wir wenigstens aus grossen Erlebnis der Mo-.kabiade von San tiago, dass wir alle künftigen Anstrengungen auf das hohe Ziel der gemeinsamen sportlichen Betätigung vereinigen mögen. W eizmann-Gedenkf eier Der argentinische Verband für Mikrobiologie, die Lehrstühle für Mikrobiologie der Fakultäten für Medizin und für Pharmazeutik und Biochemie, sowie das dieser letzteren Fakultät an. gehürende Institut für pharmazeutische biochemische Industrie veranstalteten in der Aula der Fakuität für Zahnheilkunde eine Ehrung zum Andenken von Dr. Chaim Weizmann, um anlässlich seines 10. Todestages der Verdienste dieses grossen Staatsmannes, Zionisten und Wissenschaftlers von Weltruf zu gedenken. Dieser Feier wohnte der Dekan der Fakultät für Pharmazeutik und Biochemie, Dr. Zenön Lugones, und ein zahlreich erschienenes Publikum bei. Als Redner würdigten die Doetores Marcos Arsön, Armando S. Parodi und Luis C. Verna die Persönlichkeit des Dahingegangenen und verw’iesen auf seine Grösse als Vorkämpfer für den jüdischen Staat, dessen erster Präsident er war. seine kluge Staatsführung und seine aussergewöhnliche Befä higung als Mann der Wissenschaften. Den Abschluss bildete die Vorführung eines Dokumen tarfilms über die wissenschaftlichen Forschungen des Weizmann-Instituts ir, Israel. Preisausschreiben „Besucht Israel“ der bedeutende israelische Industrielle, der heule in Argentinien erwartet wird. Prof. Dr. H. Sternberg: Zur Geschichte der Juden in Czernowitz Reich illustriert Prof. Kamilo Laiuhnann: Israel und die Juden der Welt Kart. Kart. 2.—; « SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG; GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN Herausgegeben von HUGO GOLD Gewidmet dem Andenken von Prof. Dr. Zwi Perez Chajes Unter Mitarbeit der hervorragendsten Kenner der Geschichte der Wiener Juden. ERMAESSIGTER SUBSKRIPTIONSPREIS: VOR Erscheinen.5 15. Nach Erscheinen ....... 5 20. Alle Zuschriften u. Anfragen sind ausschliesslich'an den Verlag. Tel Aviv. P.O.B. 3002 (Israel), zu richten. Die Preise sind in USA-Dollar angegeben. Das staatliche Büro für Tourismus Israels in Buenos Aires wird das erste grosse Preisausschreiben für Plakate mit dem Motto „Besucht Israel“ veranstalten. Es wurden vier Preise ausgesetzt: 1. Preis, eine Hin- und Rückreise nach Israel; 2. Preis, eine Hin und Rückreise nach Nordamerika; 3. Preis: zwei Fahrkarten nach Rio de Janeiro mit der „Theodor Herzl“; 4. Preis: eine Hin- und Ruck fahrkart« nach Bariloche. Die mit einer „Erwähnung“ ausgezeichneten Entwürfe können nach Zahlung von 20.000 Pesos als einzige Vergütung für den Künstler reproduziert werden Der Schluss der Annahme von Beiträgen ist der 18. Dezember um 18 Uhr. Folgende Bedingungen gelten für die Teilnahme an diesem Wettbewerb: Die Interessenten müssen den oder die Zeichnungen (höchstens drei pro leiinehmer) in folgender Form einreichen: a) auf festem Karton ohne Rahmen oder Glas. Format 44x66 cm. mit einem Rand von 2x1 cm. — b) Das Plakat muss für die Förderung des Tourismus nach Israel werben; das dargestellte Thema ist frei. c) Das Plakat muss die •Beschriftung „Visite Israel“ tragen, doch kann diese Inschrift von den Veranstaltern im Falle einer Repro duktion an eine andere Stelle gesetzt werden. — d) Es dürfen höchstens fünf Far- ¡ ben ausser weiss verwendet werden, wobei es sich um Grundfarben handeln soll, die sich allerdings aus Mischungen, aber ohne „Verwischen“ ergeben können, e) Der Entwurf darf nicht auf der Vorderseite gezeich net sein, sondern soll auf der Rückseite ein Pseudonym tragen. Die Arbeiten können von dem Interessenten persönlich in der Oficina Nacional Israelí de Turismo. Galería de las Américas. Suipacha 972, 1. Stock, von 11 Uhr 3ö bis 12 Uhr 30 übergeben werden. Mit jedem eir.gereiehten Entwurf muss ein geschlossenes Kuvert überreicht werden. auf dem das Pseudonym steht und in dessen Innern ein Brief liegt, auf dem Name, Wohnung, Telefonnummer. Zahl und Bezeichnung der eingereichten Arbeiten, etc. vermerkt sind, und welcher die Unterschrift des Teilnehmers mit der Nummer eines Identitätsausweises trägt. Es ist erlaubt, für ei ne jede eingereichte Arbeit ein Pseudonym zu verwenden, doch müssen in diesem Falle für jede Arbeit ein j Paket und Umschlag über-! gehen werden. Die Jury wird aus den Herren José Luis Salinas, Dr. Herman Korin, Callos Terzano und zwei weiteren, vom Touristenbüro ernannten Personen bestehen. Gegen die Entscheidungen der Jury kann kein Einspruch erhoben W'erden. Die Jury wird eine Vorauswahl /ornehmen. Die abgelehnten Arbeiten können im gleichen Büro zu den gleichen Stunden in der auf die Auswahl folgenden Woche abgeholt werden. Ein Exemplar des Katalogs der Ausstellung wird den Teilnehmern am Wettbewerb. die zur Vorwahl zugelassen oder prämiiert werden, zugesteilt. Es versteht sich, dass die prämiierten Arbeiten endgültiges Eigentum der Veranstalter bleiben und ihre Autoren auf ihre eventuellen Rechte aus der Repro duktion und Verwendung nach Gutdünken der Veranstalter des Wettbewerbs verzichten. Die für den Erwerb der Arbeiten vorgesehenen Preise werden die einzige Remuneration sein, auf die die prämiierten Teilnehmer Anrecht haben. Im Falle die Veranstalter es für interessant haben, eine ausgewählte, doch nicht prämiierte Arbeit zu reproduzieren, wird an den Autor eine einmalige Zahlung von 10.000 Pesos als einziger und gänzlicher Begleich für die Zession seiner Rechte bezahlt werden. Die ausgewählten, nicht prämiierten Arbeiten kön nen von den Interessenten am Tage nach Schliessung der Ausstellung abgeholtwerden. Die Teilnahme an diesem Wettbewerb beinhaltet die Annahme einer jeden und aller angegebenen Klauseln. Die Veranstalter übernehmen die Verantwortung für alle Schäden, die ZWEI SAISON-SCHLUSS¬ KONZERTE IM COLON Das Colon Orchester spielte unter Leitung von Berislav Klobucar „Les Offrandes Oubliées (1930)“ von Olivier Messiaen. Die etwas alasse, sich noch in diatonalem Fahrwasser bewegende Komposition des inzwischen zu revolutionärem Modernismus iibergewechselten französischen Tonsetzers! wurde sauber wiedergege- | ben und fand die Zustim-! mung des Auditoriums. Im Mittelpunkt des Abends! standen die „Kinder-To'en-! lieder“ von Gustav Mahler, 1 mit denen der grosse Spät romantiker die gleichnamigen Gedichte Friedrich Rük kerts in Töne setzte; ein grausames Schicksal wailte es, dass er zwei Jahre später seine ältere Tochter verlor. Marga Hoeffgen^war die dem Ernst und der Tragweite des fünfteiligen Werkes voll gewachsene Solistin, deren gleichmässig strömender, wohlklingender Alt der Hörerschaft ein Letztes gegeben hätte, wäre sie von ihren Begleitern nicht zuweilen iibertönt worden. Eine der unverstandensten Kompositionen — und unter seinen symphonischen Dichtungen die wertvollste — ist „Don Quixote“ von Richard Strauss, von ihm als „phantastische Variationen über ein Thema ritterlichen Charakters für grosses Orchester“ (opus 35) bezeichnet. Das Opus wird schon deswegen selten auf geführt, weil es zweier ausgezeichneter Solisten bedarf. Diese Voraussetzung erfüllten in glanzvoller Wei se José Puglisi (Violoncello) und Balila Luiz (Viola). Das Colön-Orchester spielte einwandfrei. entbehrte jedoch letzter Transparenz, um die sieh Klobucar kaum bemühte. Das Konzert — und vor allem die Vokal und Instrument al-Solisten hatten vielen, sehr verdienten Beifall. Das von Juan E. Martini dirigierte Phiharmonisehe Orchester brachte — offenbar anlässlich des bevorstehenden ..Dia de la Música“, der auf dem Programm nicht erwähnt wurde — ein ausschliesslich Kompositionen argentinischer Meister gewidmetes Konzert, „Aires Nacionales Nros. 1 y 3. opus 36" von Julian Aguirre, und „Rapsodia Entrerriana“ von Celia Torrá (beide gern und mit Vergnügen gehörte Werke) leiteten zu dem Klavierkonzert Nr. 1, opus 44 von Arturo Luzzatti über, einem 1876 in Italien geborenen und 1916 nach hier gekommenen, kürzlich verstorbenen Komponisten. Das in der Postromantik entstandene und ihr verhaftete Werk wurde von der Piwiistin Perla Brugola mit grossem Elan gespielt, und Mariini und seine Untergebenen sekundierten ihr bestens. Die melodisch-symphonische Dichtung „Los Hijos del Sol“ von Athos Pampa leitete zu einer originellen Komposition von Pedro Saenz über: „Vals Brillante“ (Verehrung für Tschaikwsky). Saenz weiss tatsächlich den poetischen Hauch der Schreibweise des grossen Russen einzufanren und in seine zeitgenössische Sprache zu übernehmen und zu übersetzen. Den Abschluss des Konzerts — und damit der Saison 1962 — bildeten die „Interludios y Danza Incaica" der Oper ..Lázaro“ aus der Feder von Constantino Gaito, die, wie alle seine anderen Arbeiten argentinische Folklore atmen. t # | der Kongress: 1. ) Für die positive Hal- I tung des Büros für Touris- I mus der Republik Israel seinen Dank auszusprechen und in der Stadt Cordoba di$ Woche zur Unterstützung des Tourismus nach Israel unter dem Motto .Besucht Israel“ in Anschluss an diesen 3. Nationalkongress für Tourismus zu erklären. 2. ) Seinen Anschluss an die Abhaltung der Woche .Besucht Israel“. 3. ) Diesen Beschluss dem Pressebüro des israelischen Büros für Tourismus und an die gesamte gesprochene, durch Television verbreitete und gedruckte Presse bekanntzugeben.“ Richtigstellung Auswahl oder der Ausstellung ereignen könnten. Kongress für Tourismus in Córdoba Der. 3. Nationalkongress für Tourismus, der dieser Tage in Córdoba stattfand, brachte in seiner Resolution 15 seinen „Dank an das staatliche Büro für Tourismus Israels“ zum Ausdruck. Es handelt sich um ein einzigdastehendes Vorkommnis, denn die Israeli sehe Institution nahm als einzige ausländische Delegation an dem Kongress ir, Cordoba teil,, dem Repräsentanten aus ganz Argen-j tinien beiwohnten. Zur glei 1 chen Zeit, in der der Konj gress in Córdoba abgehal" i ten wurde, nämlich in der j letzten Novemberwoche, I wurde die Woche des Tou-; C. W.: — In dem Bericht rismus unter dem Motto ¡ über die Einweihung des Besucht Israel“ erklärt | neuen ACIBA-Heims ist in- ” In der betreffenden Reso- ¡ folge eines bedauerlichen lution heisst es wörtlich: Versehens unterlassen wor , In Anbetracht des An! den. darauf hinzuweisen, Schlusses des staatlichen Büros für Tourismus Israels an den 3. Nationalkongress für Tourismus und der Erklärung der Woche dass die Darbietungen des Gottesdienstchors wie seit Jahren unter der bewährten Leitung seiner Dirigentin Frau Freyra Wolfsbrueck .Besucht Israel“, beschiiesst ■ standen. Am Sonntag, den 16. Dezember, begeht Frau LUCY ELLENBERG geh. WILK den 70. GEBURTSTAG. Empfang em gleichen'Tage 17 bis 19 Uhr Conde 1719. sieh während der Zeit der 1 Wir danken allen Freunden und Bekannien für die überaus vielen Aufmerksamkeiten, an. laesslich dei Bar-Mizwah unseres Sohnes Rüben. Siegfried de Levie und Frau Ilse geb. Lenkiewiez ñ

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