Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1988 (30.11.1962)
- Date
- 1962-11-30
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Vifrnfs, 3© de Noviembre de 1962 SK MANA ISRAELITA AÄo XXI1T. — No. UM» Ereignisse der Woche Heim-Emweihung in der ftCIBA C. W'.: — Der grosse und schone Bet und Festsaal des neuerstandenen LKG- Heimes sevvie Galerie und Vorraum waren überf-.illt, als am vergangenen Sonnabend gegen 21 Uhr 30 die Einweihungsfeier begann, durch welche die erste Etappe des grossen Umnauprojektes in der Aräoz ihrer Bestimmung übergeoen werden sollte. In bewegter, Worten erinnerte der Ernauer des Hauses, Ing. Dr. Mond, an das Richtfest vor sieben Monaten und gab seinem Dank an alle Mitarbeiter. Techniker und Bauarbeiter sowie seiner Freude darüber Ausdruck, dass al len Schwierigkeiten zum Trotz fast genau das Datum eingehalten werden konnte, das man sich für die Fertigstellung des Saales, der Öekonomie und der Jugendräume gesetzt hatte. Dann ergriff Herr Manfred Anspach, Vizepräsident der ACIBA, das Wort, um die Mitglieder, die Jugend, die zahlreichen Ehrengäste, die Vertreter des argentinischen Jisc-huw der befreundeten Organisationen und vor allem die anwesenden Herren Rabbiner zu begri'u ssen. Teils in der Landesspra* che gedachte Herr Anspach der dahingegangenen Begründer und Förderer der Jüdischen Kulturgemein schaft, hob die Pflichttreue der beiden Ehrenpräsidenten Juan Zweig und Dr. Arturo Nussbaum hervor und unterstrich die wichtige Tatsache. dass ohne die Opferwilligkeit und das Verständnis der Mitgliederschaft der Organisation niemals an die Realisierung eines solchen Projektes hätte gedacht werden können Herzlich begrüsste der Redner die Jugend, die an erster Stelle Segen und Nutzen aus diesem Werke ziehen solie. Während sich die vielen Hundert^ der Teilnehmer erhoben, sang der ständige Chor, verstärkt um den Kinderchor, das ,,Ma Tau wo", während von den Herren Rabbinern begleitet, die beiden Thorarollen in fe;erlichem Zuge in den Saal gebracht -wurden. Dann sangen Kantor Vogel und der Chor gemeinsam „Uwnucho jaumar“, und Rabbiner Dr. Guillermo Schlesinger nahm das Wort zur eigentlichen Weiherede, der das Entzünden des ,,Ner Tomid“, des ständigen Lichtes über dem Thoraschreins folgte. Rabb. Schlesinger gab eiren kurzen Rückblick auf das Jahr 1937, das Gründungsjahr der ACIBA. wie aamals jüdische Menschen aus den verschiedensten Herkunftsgebieten Erinne¬ DOKUMENTE-URKUNDEN CHRONIKEN BILDER über die Geschichte des ehemaligen deutschen Judentums sammelt das LEO BAECK-INSTITUT PUBLIKATIONEN DES I.FO BAECK INSTITUTES SCHRIFTENREIHE WISSENSCHAFTLICHER ABHANDLUNGEN DES LEO BAECK INSTITUTES J C B MOHR (PAUL SIEBECK) TUEBINGEN YEAR BOOK VI I960 — VOM L.B.-INSTITÜT HERAUSGEGEBEN: BY THE EAST AND WEST LIBRARY, LONDON mit einer Fülle hervorragender Beitrage in englischer und deutscher Sprache. (416 Seiten) WERDE AUCH DU MITGLIED des Leo Baeck-lnstituts Anmeldungen bei Renn CURT WILK, Moreno 2256. und im Büro der IUEDISCHEN WOCHENSCHAU. Pueyrredon 2190. 1. Szq, (83/2613) Wichtig für ehern. Oesterreicher Der Hilfsfonds für politisch Verfolgte, die ihren Aufenthalt im Ausland haben, gewährt Zuwendungen wegen Berufsschäden und wegen Schäden durch Unterbrechung der Berufsausbildung sowie der beruflichen Ausbildung. Der Hilfsfonds begann seine Tätigkeit am 31. X. 1962. Von diesem Tage an werden die Anmeldeformulare, aus welchen alles Nähere zu ersehen ist, bei der nächstgelegenen österreichischen diplomatischen Vertretung (Konsulat) zur Verfügung stehen. rungen an die Heimatgemeinden mitgebracht und diese hier neu belebt hätten. Es war ein dreifacher Akzent, den man betonte: „Judentum“, „Kultur“ und „Gemeinschaft“ und man habe sich ehrlich bemüht, diese Grundbegriffe zu verwirklichen. Die Bekämpfung der geistigen Leere, so führte der Redner aus in Ver bindung mit dem Versuch, der Verwirrung des modernen Menschen entgegenzutreten, bilde heute das Ziel der religiösen Bestrebungen. Dem jüdischen Leben, erst recht angesichts der feindlichen Angriffe von aussen, einen echten Inhalt zu geben, den inneren Wider stand zu stärken in dem Bewusstsein, dass der. Staat Israel die gesamtjüdische Lage seit 1933 grundlegend verwandelt habe, dazu rufe das neue schöne Haus auf. Der weitere Ablauf der religiösen Weihestunde sah den ergreifenden Vortrag des Psalms „Mismor schir chanukat habajit“ durch Kantor Ernst Vogel vor, eine mitreissende Begrüssungsansprache durch den Präsidenten der Kehilla von Buenos Aires. Dr. Tobias Kamenszain. der an die ewigen Werte erinnerte, die das jüdische Volk auf seinem Gange durch die Geschichte begleitet hätten, und den schönen gemeinsamen Gesang des „Jigdal“ durch Kantor und Chor. Schliess lieh richtete der Präsident der ACIBA, Prof. Dr. Günter Ballin, von Herzen kommende Dankesworte an alle diejenigen, die zum Gelingen des Werkes beigetragen hätten, berührte kurz den bevorstehenden Abschluss Jekutiel X. Federmann Im Jahre 1934 kam Jekutiel X. Federmann als junger Mann mit seinen Eltern aus Deutschland nach Isra el. Er schloss sich in den ersten Jahren chaluzischen Gruppen an und arbeitete in neuen Aufbaugebieten. Später trat er in die Hagana ein. Schon zu Anfang des Wellkrieges baute Federmann militärische Installa lionen und Gebäude für die britische Militärverwaltung im Mittelosten. Mit seinem ersten schwer erworbenen Geld setzte er seine Bautätigkeit fort und schuf damals die Grundlage für das heutige, mit einem Kapital von 50 Millionen Dollar ar beitenden Unternehmen. Er errichtete damals ein internationales Hotel, und schon während des Befreiungskrieges brachte er Touristen nach Israel und schuf so die Grundlagen der Fremdenindustrie, die heute an zweiter Stelle der In dustrien steht, welche Israel Dollar zu führen. ln den ersten Jahren nach der Staatsgründung arb?itete Federmann für das israelische Verteidigungs - Mini sterium und trug durch sein Wirken zum Zustandekom men wichtiger Verträge für den Staat bei. Später gründete er mit einigen Industriellen aus USA eine Ge Seilschaft, die die grossen Hotels in Israel und die modernsten Gebäude in den Grosstädten des Landes gebaut hat. Auch an der Errichtung der neuen Entwicklungs Stadt Arad in der Negew^Wiiste hat Federmann aktiven Anteil genommen. eines Uebereinkommens. eng zusammenzuarbeiten, das JKG und eine unserer Gemeinden treffen würden und wünschte einen neuen glücklichen Aufstieg für die gesamte Kollektivität. Ein geselliges Beisammensein, bei welchem Erfrischungen gereicht wurden, vereinigte Jung und Alt, Ehrengäste und Mitglieder noch lange. Eine von Mitgliedern angeregte ehrenvolle Eintragung der ACIBA in das „Goldene Buch“ dos Keren Kajemeth Deisrael, durch welche die innige Verbundenheit mit Israel zum Ausdruck kommen sollte, war von dem Ehepaar Rut und Manfred Anspach sowie den Damen Max und Gans erfolgreich durchgeführt worden. Wiederum „Asado4' in San Miguel C. W.: — Von strahlendem Sonnenschein unter einem wolkenlosen Himmel begünstigt, verlief das alljährliche grosse Fest in San Miguel harmonisch und in froher Stimmung. Was geleistet worden war, um einen reibungslosen Ablauf der Bewirtung von etwa 800 Gästen zu gewährleisten, ist für den Besucher schwer vorstellbar. Galt es doch, aus früheren Erfahrungen lernend,- jedem Geschmack Rechnung zu tragen und zu erreichen, dass sich unsere Menschen aus allen Kreisen des Sprachsektors ungemein wohlfühlten und alles Gebotene dankbar und mit Behagen annehmen konnten. So vergingen auch die Stunden zwischen dem Mittagsmahl und der Kaffeerunde rasch, allzu schnell, da Unterhaltung und Zeitvertreib in reichem Masse vorhanden wa ren. Vor dem wunderbaren Pflichteifer, der alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie das gesamte Personal beseelte, muss man den grössten Respekt ausdrücken und den Dank für eine Reihe von Stunden der Erholung, der Freude und des Lostgelöstseins vom Alltag. Wenn sich ergeben sollte, dass der materielle Erfolg zu Gunsten der Fonds des Hilfsvereins Miihe und Arbeit gelohnt habe, dann werden gewiss alle Besucher von San Mi- Dr. FRITZ LACHMANN, unseren Lesern als langjähriger Repräsentant der He. bräischen Universität zu Jerusalem in Lateinamerika bekannt, jetzt Assistant Editor des „Aufbau“, New York, wurde als neuer Mitarbeiter für die Jüdische Wochenschau gewonnen. guel am letzten Sonntaj sehr zufrieden sein. Richter Dr. Chaim Herntan Cohen Auf Einladung der Freunde der Hebräischen Universität von Jerusalem kommt der bekannte israelische Jurist und Professor für Straf recht an der Hebräischen Universität Jerusalem rach Argentinien. Prof. Cohen, gegenwärtig Milglied des Obersten Gerichtshofes Israels, ist aus Köln gebürtig und hat an den Universitäten von München und Frankfurt seine Studien absolviert. Noch vor Abschluss seines Studiums besuchte er in Jerusalem zwei Jahre lang die Hochschule für rabbinische Studien und auch die Fakultät für die Wissenschaft des Judentums der Hebräischen Universität, an der es damals noch keine Rechtsfakultät gab. Prof. Cohen war u. a. Generaldirektor des israelischen Justizministeriums Slaatsanwalt, Delegierter vor den UN und beim Internationalen Kongress für Strafrecht in Genf. Von 1951 bis 1952 war er Justizminister Israels. Hier in Buenos Aires wird Prof. Cohen u. a. am Donnerstag. den 6. Dezember, im Colegio de Abogados um 19 Uhr einen Vortrag halten und von seinem argentinischen Kollegen, dem Mitglied des Obersten Gerichtshofes Dr. D. Luis M. Boffi Boggero eingeführt werden. (Fortsetzung der Ereignisse Seite 5) Die BAR MIZWAH unseres Sohnes RAUL RENE findet s. G. w. am Sonnabend, den 8. Dezember, um 9 Uhr in der Svnagoge Chaim Weizmann, Arcos 2319, statt. GUFNTER LOEWE und Frau URSULA geh. MAIER General Urquiza 3712, Florida FCGBM Empfang am Sonnabend Nachmittag von 15 Uhr 30 bis 18 Ubr 30 in der Confitería Niza, Echeverría 3296. LOACH - (KALENDER) Freitag, den 30. November Sonnabend, den 1. Dezember Schabbat TOLDOT 1. B. M. XXV 19 — Haftara Maleachi 11 — II 7 Sonntag, den 2. Dezember Montag, den 3. Dezember Dienstag, den 4. Dezember Mittwoch, den 5. Dezember Donnerstag, den 6. Dezember Freitag, den 7. Dezember Sonnabend, den 8. Dezember Schabbat WAYETZE 1. B. M, XXVIII 10 Haftara Hoschea XII 13 — XIV Sonntag, den 9. Dezember 3. Kislew 4. Kislew XXVIII 9 5. Kislew 6. Kislew 7. Kisjew 8. Kislew 9. Kislew 10. Kislew 11. Kislew — XXXII 2 10 12. Kislew