Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1986 (16.11.1962)
- Date
- 1962-11-16
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9616703-9612947-9613574--2455-9613577- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Viernes. 16 de Noviembre de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — N». 198S Um den arabischen Boykott Kürzlich verbreitete d-v Sender Kairo eine rahm>eiche Erklärung des Leders cfes Boykott-Büros General Asem el Masri. Der Gene ra! wusste zu erzählen, dass die Abwertung in Israel auf die Wirkung des Boykotts zuriiekzutühren sei, und er berichtete, dass über 993 international : Gesellschaften sich verpflichtet hätten, keine Beziehungen mit Israel aufzunehmen. In den Tagen, als der Boykott Direktor seine Erklärung abgab, ereignete sich gerade eine besonderer ,,Boykott-Fair1. Das griechische Schiff ..Perikies“ ging in Beirut mit Getreide vor Anker, das für libanesische Importeure bestimmt war Die ..Perikies“ steht auf der schwarzen Liste der Arabischen Liga, und die Ha*en behörden von Beirut wollten dem Schiff keine Landungs¬ und Lösch-Erlaubnis geben. Das Schiff musste unverrichteter Dinge wieder abfahren, aber es Hess einen politischen Sturm im Libanon zurück. Die schwer geschädigten Importeure droh ten der libanesischen Regie rung mit Prozessen, und libanesische Zeitungen erklärten, wieder einmal habe sich gezeigt, dass der Boykott dem Libanon mehr als den Israelis schade. Die Vorgän ge um die ..Perikies“ haben dem Boykottbiiro der Arabischen Liga nicht genützt, und sie werden nur das Ringen zwischen Realisten und radikalen Nationalisten im Libanon verschärfen. VERSTIMMUNG IN ATHEN Hinzu kommt noch, dass der Fall in Athen schwere Verstimmung hervorgerufen hat. Die griechische Regierung ist über Aegypten we- MOEBELHAUS WATERMANN Das Haas der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. E. 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. ) gen der Spionageprozesse; gegen Griechen und wegen ' der Ausräubung der griechischen Minderheit sehr er bittert. und nun kam noch der Fall .,Perikies“ hinzu. Massgebend bei diesem Vorgang war die Arabische Liga, aber in Athen ist man überzeugt. dass die Boykott Politik von Kairo aus dirigiert wird. Die Verstimmung ist um so grösser, als Kairo in Fällen, wo ein direktes ägypti sches Interesse vorliegt, gar nicht so radikal und nationalistisch auftritt. Die ägyptischen Behörden haben. weil sie an einem ungestörten Touristenverkehr interessiert sind, in aller Stille die Erschwerungen für kombi nierte Orient-Reisen <mit Israel) aufgehoben. Heute müssen Ausländer sich israelische Visen nicht mehr insgeheim auf besonderen Blättern geben lassen, sondern sie können in den Pass eingestempelt werden. DIE HEILIGEN STAETTFN Es kommt immer auf die eigenen Interessen an, doch wenn die der anderen be troffen sind, dann ist man scharf nationalistisch. Bisher durften Araber aus Israel nicht die heiligen Stätten in Mekka und Medina während der Pilgerzeit be suchen. Während die Christen aus Israel in die Jerusalemer Altstadt und nach Bethlehem kommen dürfen, war den Moslems der Besuch ihrer heiligen Stätten verboten. Die Araber be klagten sich in ihrer Presse heftig über die Benachteiligung der israelischen Araber durch die Regierung Israels. aber die moslcmi sehen Regierungen — einschliesslich des Königs Saud, des Hüters der Heiligen Stätten. — behandelten sie viel schlimmer. Unlängst hat der Wüstenkönig seine Politik überra sehend geändert und bekannt geben lassen, dass auch Araber aus Israel zum Besuch in Mekka zugelassen sind. Die Wandlung in der sauditischen Politik soll Folge einer Intervention des Ministerpräsidenten von Nige ria. Sir Abu Bekr Balewa, gewesen sein. Führende ägyptische Zeitungen quittierten die Erleichterungen für die Pilger aus Israel mit heftigen Ausfällen sowohl gegen Sir Abu Bekr als auch gegen den König Saud. Di? Zeitung ,,A1 Gumhuria“ erklärte, Sir V J : Teppichhaus - M. Hochberg* UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKt'UPFTEN 1 f TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN 4 2 FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. t Eig*n* Fabrikation — Unverbindlich* Vorfiihrunq X Auf Wunsch Zahlungserleichternngen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshalle Calle ANDONAEGUI 2083 4 Quader vor Station Urquiza I AUTO - REPAR ATUR . WERKSTATTÍ „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Arda. CONSTITUYENTES 4902 T. E. 51 - 2205 (Ecke Monroe) Abu Bekr habe beim K'«nig Saud in seiner Eigenschaft als „Knecht des britischen Imperialismus“ intervemert. Dem König wirft „Al Gum huria“ vor, dass von jetzt ab zionistische Spione freien Einlass nach Saudi Arabien bekommen werden. Sauds Massnahme wird als eine „schwere Schädigung“ des arabischen Nationalismus bezeichnet. Auf jeden Fall können die Araber in Israel und besonders die Gläubi gen unter ihnen, die unter dem Piigerverboschwer litten, sich ein Bild machen, wie man sie in Aegypten einschätzt und wie man überhaupt in der arabischen Welt für ihre Interessen sorgt. Der Ministerpräsident von Nigeria ist nicht der einzige afrikanische Politiker, der immer wieder von Kairo und den Ligastaalen angegriffen wird. Viele andere Regie rungschefs und Minister werden heftig kritisiert, weil sie mit Israel Beziehungen unterhalten. Die Arabische Liga schickt dauernd Emissäre in die afrikanischen Länder, um gegen Israel zu hetzen, und ägyptische Wirtschaftsdelegationen wollen den afrikanischen Staaten ägvptische statt israelische Hilfe schmackhaft machen. Die in den afrikanischen Ländern ansässigen Araber sollen bei diesem Feldzug helfen, aber sie folgen nicht immer der Politik, wie man sie in der Boykottzentrale vorschreibt. ZWISCHENFALL IN LIBERIA Dies war z. B. vor kurzem in Liberia der Fall, wo libanesische Kaufleute trotz aller Bannstrahlen aus Kairo und aus ihrer eigenen Heimat mit israelischen Firmen zusammenarbeiteten und israelische Waren kauften. ZUM ZWECKE DER GESCHAEFTS- ZUSAMMENLEGUNG 20% Rabatt auf alle Fertigkleidung 40% Rabatt auf Wintermaentel Eine einzigartige Gelegenheit, sieh in voller Saison bei steigenden Preisen so billig mit der bekannten und beliebten Carlton-Kleidung einzudecken. *, S o 1 a r i s “ Ein neuer Sommeranzug mit allen Attributen der Gebrauchstüchtigkeit — federleicht and bügelfrei. Stabiloformhose waschbar, unverwüstlich, bügelfrei und die gesamte Bekleidungslinie. Und wenn Sie Masskleichtng wünschen, erst recht zu uns! Ständige Passformkontrolle. Kundendienst und individuelle persönliche Bedienung. Anfertigung aus mitgebrachten Stoffen. Auch Junioren kaufen gern bei Carl ton. „Bonos del Estado“ werden angenommen! Die Regierung von Beirut rächte sich an diesen „Abtrünnigen“, indem sie ihnen die Verlängerung der Pisse verweigerte. In ihrer Not liefen die libanesischen Kaufleute zum israelischen Botschafter in Monrovia, und baten ihn um Hilfe. Und er half ihnen auch Er nahm Verhandlungen mit dem Präsidenten von Liberia Tubman auf und erkürte ihm, Liberia dürfe sich nicht in den Konflikt Araber- Israel hineinziehen lassen. Tubman hatte für dieses Ar gument Verständnis und di? Regierung von Liberia gab den „Abtrünnigen“ Pässe für Staatenlose und Aufenthaltserlaubnisse und der Schlag der Regierung von Beirut gegen die ..Verräier“ erwies sich als ein Schlag ins Wasser. Aehnlich ist es in anderen Fällen, und wenn israelisch? Stellen auch nicht viel über die Gegenmassnahmen gegen den arabischen Boykott reden wollen, so sprechen die Zahlen für sich: Der is raelische Export nach Arien stieg im letzten Jahr von 22.3 auf über 25 Millionen Dollar. Sowohl diese Ziffern als auch die Tatsache, dass verschiedenen Firmen, die bisher Israel zurückhaltend gegenüberstanden, nunmehr Geschäftsverbindungen aufnehmen. zeigt ziemlich deut lieh, dass der arabische Boykott keine „Erfolge“ erzielt, sondern an Bedeutung abnimmt. Die grössten „Erfolge“ erringt er gegenüber den Ara bern selbst, denn auf die Bedürfnisse und Interessen der Massen und kleinerer ara bischer Staaten wird keine Rücksicht genommen. LA SEMANA ISRAELITA BISEMANAJRIO INDEPENDIENTE fl*. Aire* — PUEYRREDON 2190. 1* i*q. — T. E. 83-261i 1<5. November 1!M>2 19. Marcheschwan 5723 Anbruch einer neuen Aem VAR Studenten in Deutschland Bonn. — Eine Delegation von Studenten der Vereinigten Arabischen Republik nahm unlängst in der Deutschen Bundesrepublik an ei nem internationalen Arbeitslager teil. (AWZ) Boston. — Der Vorsitzende . des American Jewish Com ' I mittee erklärte, cas Kir-; chenkonzil in Rom sei be- ‘ müht, „eine neue Aera der! Freundschaft und Zusam , menarbeit zwischen der rö misch-katholischen und jüdi- : sehen Religion einzuleiten“. A. M. Sonnabend äusserte. das Konzil werde mit der Prüfung des Problems des j Antisemitismus zur Ausar- \ beitung eines Programms; schreiten, um dieses Uebel : zu bekämpfen. Schon vor Beginn der Kirchenver Sammlung, so führte der Redner aus. sei das American Jewish Committee von dem „ehrlichen Wunsch des Papstes beeindruckt gewesen, die Beziehungen zwischen Katholiken und Juden zu verbessern.“ Wie Sonnabend unterstrich, habe der Papst von einer „Neuordnung der menschlichen Beziehungen und von der Menschenwürde gesprochen. zu deren Gewährleistung der Referent folgend? \ Massnahmen aufzählte: eine 1 neuerliche Untersuchung der Quellen des Antisemitismus. ’ die aus den polemischen | Schriften der friihkirchMrhen : Zeit stammen, eine Verur- . teilung der Anklage der Ge ■ samtschuld aller Juden al-; ler Generationen am Tode Jesu, sowie eine reinliche Scheidung zwischen den religiösen Lehren der Kirche und den unglücklichen Entstellungen.. denen diese im Laufe der Jahrhunderte un terworfen gewesen sind. GEFAEHRENZONEN FUER DIE JUDEN Di? kleinen Völker mü>sen in der Lösung der interna-; tionalen Probleme eine ,akj tive bejahende Rolle“ spie- ' len, erklärte der israelische I Minister Abba Eban, der auf einem Bankett der Exekutive des American Jewisli Committee sprach. Da die kleinen Völker nicht in der Lage sind, einen militärischen oder ökonomischen Druck auszuiib?n. müssen sie sich statt des-en ihrer ..geistigen Kräfte“ bedienen, um an ihr Dasein zu erinnern und zu gleicher Zeit mit grösserer Aufmerksamsamkeit bestrebt sein, miteinander zusammenzuarbsiten, so führte Eban aus. Der Präsident der Kommission für auswärtige Angelegenheiten des AJC, Har. ris Berlack, berichtete über die immer stärker hervortretende Tendenz in verschiedenen Teilen der WeP. sich des Antisemitismus als politische Waffe zu bedienen, wobei er auf drei Gefahrenzoren für die Juden hinwies, erstens Argentinien, zweitens Algerien und drittens dis Sowjetunion. (ITA) DIREKT PER SCHIFF \mi\ REISEDAUER: 29 TAGE NAEHERE DETAILS: Viajes Globus ALSINA 1418 — Bs. Aires Tel. 38-5860 — 1447 und 37-2660 säS=s*L;,il33S3i*IlBiI£3 lSS£§ESSäS»il=i£ISSgiI-*Iä=SS Ernst Koppel Herrenbekleidung Maipú 484 L TE. 31-7845 Herrenaasotattang Mcripú 982 TE. 31 0357 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL ♦»♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ *♦. . . . . , Dr. Hardi Swarsensky \ ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE * i * | RÜCKERSTATTUNG m | jetzt auch für Juden aus Polen, m m m i S ★ ¡ ANMELDUN&SMOEGLICHKEITEN für alle, die nach dem L 10. 1953 ■ ans Laendern Hinter dem eisernen Vorhang awswandern konnten. 15 S 'JL’’ s * m \ Verreist bis 30. November ■I m m 3 -★- « « _ | Dr. Günter Frey \ ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraecje - Ver waltun gen — Miets-, Zivil- und Handelssachen. -★- PUEYRREDON 2190 esq Av. LAS MERAS — T. E. 83-2613 4MiHWeHmílM,,,MMnKHH«tMll.iTO,8mmitKS„M5TOjMíispraaEffisCK^í .£331!aja;saS3SSEC£EE553S2C£3Si2jíi36SaM*í3I£SP£*SS£££*SÍ!SÍ2£SIB3BES*l*SSS:r;:S££S2;££EÍ33íaaí£3gS3Il: