Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1983 (26.10.1962)
- Date
- 1962-10-26
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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I Vtore 2* 9eMn de 1942 SEMANA LITA An« XXfH. — N». — S NEUE NAZI - INTERNATIONALE Die unlängst erfolgt? Auflösung der OAS und ihre Umbildung in ein Instrument für den Kampf in der fr an zösische» Metropole und die Organisierung dieser gegenrevoiutionären Arbeit über den französischen nationalen Rahmen hinaus, hat die besorgt? Aufmerksamkeit vieler politischen Kreise in den verschiedenen europäischen Ländern geweckt. Bemerkenswertes Symp totn: eine schnelle Radikalisierung der ehemaligen Kadres der OAS. die die wenigen gemässigten Eiemen te, soweit der Ausdruck in diesem Zusammenhang möglich ist. von sich abgestessen und bereits den engen Kon takt zu den Aktivisten des Neonazismus gefunden haben. Die ..ALN“. die ..Nationa le Geheim-Armee“. die die offizielle Nachfolgerin der ehemaligen Terror-Kommandos der OAS ist und die, wie sie in ihren Verlautbarungen mit Stolz erklärt, „den heimlichen Kampf in Frank leieh mit ständig wachsendem Erfolge führt“, steht in engem Kontakt mit gewissen Dirigenten der neofa sebist »sehen Bewegung in Belgien, die in ihrer Druk kerei das Kampforgan der ALN. ..Bulletin“ genannt, drucken und von hier aus heimlich nach Frankreich schleusen. Die ALN gehört den» äussersten rechten Flügel der ehemaligen OAS an und steht in schärfstem Gegensatz zu den sogenannten „realistischen" Dirigenten der ehemaligen OAS. So hat Colonel Argoud. der aufs intimste mit Georges Bidault verbunden ist und als Wortsprecher der ALN gilt, vor kurzem in der in Brüssel von belgischen Neonazis herausgegebenen Wochenzeitschrift „Jeune Europe“ in einem Leitartikel Susini „und die seinesgleichen" aufs schärfste angegriffen und als ..Verräter an der heiligen nationalen Sache“ bezeichnet. Wörtven CHARLES ROESMER lieh schrieb Argoud. der als ¿er „Theoretiker“, der „Kopf“ der extremen Rech . te» gilt: 1 ,.Mehrere von denen, die ' unsere Chefs waren, haben | jede Würde verloren und sprechen die schmähliche und schändliche Sprache der feigen Unterwerfung" . Diese Attacke richtet sich nicht nur gegen Susini, sondern auch gegen Salan und handelt sich darum, den Geist Frankreichs wieder auferstehen zu lassen.“ Der Artikel des Colonels stand unter dem Motto: „Bis zum Siege.“ Erstaunlich und ersetwekkend ist die enge Verbindung von Männern, die sich früher mit Ruhm in der französischen Widerstandsbewegung schlugen, mit den Männern der Kollaboration Eine Erklaerung Aramburus New York. — General Pedro Eugenio Aramburu, d’r ehemalige Provisorische Präsident Argentiniens, gab den Führern des Jüdischen Weltkongresses in New York die Versicherung ab. dass Massnahmen gegen die antisemitischen Kundgebungen in seinem Land ergriffen werden würden. General Aramburu. der zu den Mitbegründern der kürzlich geschaffenen Einheitsfront gegen den Antisemitismus <FUCA> gehört, traf mit Dr. Naehum Goldmann, dem Präsidenten, und Dr. Maurice Perlzweig, dem Direktor für auswärtigen Angelegenheiten des JWK, zusammen. Aramburu gab seiner Zuversicht Ausdruck, dass die unlängst von der Regierung ange kündigte Neuorientierung der Politik zur Stabilisie rung des Landes nach den Wahlen im kommenden Jahr führen werde. Der argentinische Expräsident erklärte, dass di; antisemitischen, totalitären Gruppen in Argentinien, welche kürzlich Unruhen anstifteten, nur eine kleine Minorität darstellen. wobei er betonte, dass ihre Führer offensichtlich nicht normal seien. Er fügte hinzu es handele sich seiner Ansicht nach um ein Problem der Polizei, das ohne Schwierigkeiten in kürzeste'’ Zeit durch die von der Regierung vorgenommenen neuen Ernennungen gelöst werden könnte, und er sei davon überzeugt, dass man in nächster Zeit in diesen! Sinne Vorgehen werde. (ITA) Jouhaux. die bekanntlich aus ihren Gefängniszellen zum Frieden in Algerien aufgerufen hatten. Dann erklärt Argoud im typischen Ton des totalitären Faschismus: „Unsere Rolle wird in dem nun beginnenden Kampf entscheidend sein. Sie wird ent schieden durch das Mass unseres Glaubens, unsere Disziplin. unsere Kompromisslosigkeit. Verjagt aus Eurem Geist den Zweifel. Es mit den Nazis, die heute dabei sind, eine neue antisemi-! tische Internationale des Hasses und der Gewalt aufzuziehen. Die „Männer des MAC in Brüssel, mit denen sich Argoud und Bidault assoziiert haben und die jetzt ihr Kampfblatt drucken und es nach Frankreich einschmug geln, sind zum grossen Teil ■ Leute, die eine sehr unrithm- I liehe Rolle in den Kriegs jahren gespielt haben. Verbindungsmann zu den »♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦•eeeeeee •» ♦ : Teppichhaus - M. Hochberg | UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKf'UPFTEN * TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN ♦ EUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. 4 ♦ Eig«n« Fabrikation — Unverbindliche Vorführung J Auf Wunsch Zahlungserleichterungen | MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND t GROESSEN. 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Die zunehmende Radikalisierung der ehemaligen OAS. die sich heute „Nationale Geheim-Armee“ nennt, ist auch daran ersichtlich, dass zahlreiche Mitglieder neo nazistischer französischer Gruppen in ihre Reihen strömen. In gewissen Flugblättern der „Bewegung“ wird dieser neuen Entwicklung Rechnung getragen, indem antisemitischen Ausfällen mehl und mehr Raum eingeräumt wird. So wurde jüngst in einem in der Bretagne verbreite ten Flugblatt der „Geheimarmee“ erklärt, dass „die Juden und die Bolschewisten, gemeinsam mit den gaullistischen Anhängern des Verrats, den Arabern das französische Algerien tiikkisch in die Hände gespielt hätten“... „Wall Street und Moskau Hand in Hand, um das fran zösische* Empire zu zerschlagen — die Fratze der jüdischen Weltzerstörungs sucht, die Hitler so klarsich tigt erkannt hatte, zeigt sich hier in ihrer ganzen nackten Gemeinheit... “ Anders hätte es Streicher in seinem berüchtigten .Stürmer“ auch nicht sagen können. Bezeichnend für die Nazi sierung des ehemaligen europäisch-algerischen Aktivismus ist ein anderes Flugblatt, das vor einiger Zeit in Paris zirkulierte und in dem sich die Neonazis über den alten „Gentleman-Antisemiten“ Sir Oswald Mosley lustig machten. Das Flugblatt bezeichnete Mosley als ei- LA SEMANA ISRAELITA BISBMANARIO INDEPRNDIENTR #«. Air*« - PUETRREDON UM, 1* <*g. — T. EL M-2SÍ* 28. Tischri 5723 2«. Oktober UM« Noete da* algerischen Juden Paris. — Auf einer Reis? zur Besichtigung der Not einrichtungen für die algerischen Juden wurde einer Mission von über 100 jüdischen Führern aus d?n USA nahegelegt, die grössten Anstrengungen zu unterneh men, um das schwere Los der Tausende von jiidisch?n Flüchtlingen aus Nordafrika zu erleichtern. Der Generaldirektor des Joint, Charles Jordan, lenkte bei einem Frühstück in einer Flüchtlings-Kantine die Aufmerksamkeit der nordamerikanischen Besucher auf die Tatsache, dass die jüdische Bevölkerung Frank reichs um 60 Prozent, nämlich von 300.000 auf über 500.000 Seelen, gestiegen sei. womit diese Gemeinde heu te die viertgrösste in der Welt darstellt. Jordan verwies darauf, dass die Mitte! der französischen Judenheit trotz der von der Regierung nen „koscheren Faschisten“, einen „verjudeten Pseudojudenfeind“. Die neue nazistische Zentrale. der selbst die Leute aus Molmö nicht völlig stubenrein erscheinen, lebt von der Beutejagd innerhalb des europäischen Nazismus. Sie will, wie sie kürzlich durch die Stimme eines ihrer Propagandisten, John Tyndal, erklärt hat, „die 24 faschistisch-nazistischen Parteien in der Welt unter einem Bann einigen." Mit solchen sinistren Gestalten des wiederauferste henden Hitlerismus marschieren Männer wie Georges Bidault und Jacques Soustelle, der bis vor kurbem ein Freund Israels und der Juden war, Hand in Hand. des Landes gewährten Flüchtlingshilfe nicht ausreichen, um den Anforderungen zu genügen. Hier erwähnte er, dass der Joint in diesem Jahr in Frankreich 3 Millionen Dollar im Rahmen seines Notprogramms zur Unterstützung bediirfti- | ger Flüchtlinge verausgabt,; d. h. ein Drittel seines Gej samtbudgets für 27 Länder, welche von dieser Organisa- I tion erfasst werden. I Charles Jordan bemerkte, 1 das diesjährige Budget des 1 Joint sei fast eine halbe Mit- | lion grösser als im Vorjahr. ‘ Die zusätzlichen Fonds sei- . en durch eine Sammelaktion I cer bedeutenden französi- ' sehen Organisation, des ^onds National Juif Unifié, und Besteuerungen aus anderen Quellen bereitgestellt worden. Ein Sonderfonds für die algerischen Juden in Höhe von 20.000 Dollar und ein : weiterer Fonds für andere : nordafrikanische Flüchtlinge I wurde, wie Jordan angab,! geschaffen. Die aus diesen : Mitteln stammenden Beträi ge finden für die Aufnahme; und zeitweise Unterbringung : der Flüchtlinge, für soziale j Hilfeleistungen und ärztliche j Dienste Anwendung. (ITA); Für ein Mahnmal in Treblinka Jerusalem. — Für die Errichtung eines Mahnmals für die im nationalsozialistischen Vernichtungslager Treblinka Umgekommenen spendete die israelische Regierung einen Betrag von 6.000 Israel-Pfund. Die Miti tel für das Mahnmal werden von den Ausschüssen polnischer Staatsbürger in verschiedenen Ländern aufgebracht. (ITA) J ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ¡ ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE | - wi « , M 5 ★ s M M | RÜCKERSTATTUNG ¡ ¡ jetzt auch für Juden aus Polen, | m m m m; x : 2 * 5 | ANMELDUNGSMOEGLICHK EITEN für all«, die nach dem ,L 10. 1953 | s *** Laendem hinter dem eisernen Vorhang aus wandern konnten. S t s 5 ★ 3 i SPRECHSTUNDEN: | | Dienstag, Mittweeh und Freitag von 15 bis 18 Uhr I 3 3 m - _ — , __ - i _ _ _ _ S ''S j Dr. Günter Frey f I ASUNTOS argentinos y sudamericanos I 1 B I Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltun f gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen, i r* * ¿i PUEYRRED0N 2190 aso Av. LAS MERAS — T. E. 83-2613 | \ - - M '■M