Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1983 (26.10.1962)
- Date
- 1962-10-26
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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’■V Tient««., 26 de Octubre de mz JÜDISCHE wo CHEN SCHAU tin stürmischen Zeiten AS« XXIII. _ No. 1982 (Schluss von Seite 1) eben, dass nur durch einen j blutigen Krieg die Entschei («lung über den künftigen > Weg der Menschheit fallen 1 kann. j Wir werden in die Zeiten des Faustrechtes und der brutalen Gewalt zurückge- : trieben, wenn wir jemals! aus diesem Stadium der Auseinandersetzung herausgekommen sein sollten. Auch die roten Chinesen, an deren Spitze ein Philosoph und Dichter steht, dessen schöne lyrischen Gedichte in einem unerklärlichen Gegensatz zu seiner Grausamkeit als Politiker stehen, können sich doch keinem Zweifel darüber hingeben, dass am Ende eines nächsten Krieges der Tod und die Oede ste hen werden. Welche Menschheit wollen sie also mit ihren kommunistischen Ideen beglücken, wenn sie alle damit rechnen, dass ungezählte Millionen werden sterben müssen, sobald die ersten Atombomben auf Dörfer und Städte niederprasseln. Die Erde wird verbrennen und auf Jahrhunderte vielleicht unfruchtbar gemacht werden. Die Luft wird verpestet und keinem Lebewesen die normale Entfaltung seiner Kräfte gestatten. Sind wir wieder am Zeitalter Noas angelangt, als Gott den Beschluss fasste, die Menschen auszurotten, weil „die Erde verderbt“ war. und „alles Fleisch verderbt hatte seinen Wandel auf Erden“? Lesen wir, wie es geschrieben steht: ,,Da sprach Gott zu Noa: FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1’ izo. aaebm. 16—19 Uhr T. E. 83 2613 REA Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 Jaime Liebling S. A. SPERRHOELZER HOELZEB DIAZ VELEZ 5224 Tel.: 89-9349. 33-9305 Das Ende alles Fleisches ist bei mir beschlossen, denn voll ist die Erde von Gewalttat durch sie, und ich will sie verderben mit der Erde“. — Im Angesicht des: Geschehens und der heutigen Lage gewinnen diese Worte einen ungeheuerlichen, beinahe gruseligen Klang, eine Gegenwartsnahe. die erschreckend wirkt, sie bedeuten eine Warnung, die jeder hören und verstehen sollte. Wir werden aber noch an eine andere Begebenheit erinnert, die ebenfalls von der Bibel berichtet wird, an je nen Turmbau von Babel, der eine Spitze bis gen Himmel haben sollte. Wieder steht die Menschheit an einer Stufe ihrer Entwicklung, wo sie nach den Sternen greift. Der menschliche Geist, seine Wissenschaft und Technik, haben die Eroberung des Kosmos, oder dessen, was man heute darunter verstehen will, in den Bereich der Möglichkeiten gezogen. Wenn wir auch noch sehr weit davon entfernt sind, einen solchen Traum zu verwirklichen, ein Anfang ist damit gemacht worden. Der Griff zu den Sternen soll gewagt werden. Ist es ein Zufall, dass in diesem Augenblick die Gefahr vollständiger Vernichtung durch Entfesselung eines Atom Krieges heraufbeschworen wurde? Man mag an die Berichte der Bibel glauben, andere mögen sie für Legenden, Fabeln oder Gleichnisse halten, niemand aber — ob gläubig oder nicht — kann daran vorbeisehen, dass es diese biblischen Erzählungen gibt, die durch ihre Aktualität auch dann beeindrucken müssen, wenn man nur das tertium comparationis, die aus dem Vergleich mit der Gegenwart zu ziehende Lehre, verslehen will. Dem ungeahnten Fortschritt, der zum Bau eines Turmes führte, der in den Himmel reicht, folgte der Zusammenbruch, damals jedenfalls. Heute, wo der Mensch wie Kein Asyl für Verbrecher Bonn. — Gemeine Verbrecher können sich in der Bun desrepublik nicht auf das politisch Verfolgten zugestandene Asylrecht' berufen. In einem Grundsatzurteil hat das Bundesverwaltungsgericht zu Artikel 16 des Grundgesetzes, der politisch derum an diese Stufe der Jerfolgt«n das Asylrecht in Entwicklung gekommen ist i Bundesrepublik gewährt, steht er noch vor der Alternative, muss aber mit dem gleichen Sturz in die Leere,! ins Nichts, in die Wüste i rechnen: denn auf den to- | talen Krieg wird und muss | die totale Vernichtung folgen... Schon ziehen neue Wolken . am Horizont auf: es besieht ■ die Gefahr, dass sich der 1 blutige Konflikt zwischen j Rotchina und Indien weiter verschärft. Die ersten schwe- < ren Kämpfe haben bereits! stattgefunden. China und In- 1 dien sind wahrscheinlich die I Länder mit den grössten Bevölkerungen. Man kann sich Stellung genommen. Das Asylrecht gelte, so wird in dem schriftlichen Urteil klargestellt, nur innerhalb des allgemeinen Völkerrechts. Im Völkerrecht jedoch gebe es keinen Rechtssatz, „wonach auch schweren gemeinen Verbrechern das Asylrecht zu gewähren ist.“ Die in dieser Hinsicht im internationalen Recht bestehenden Auffassungen hätten wenigstens zum Teil auch in der Genfer Flüchtlings-Kon- I vention ihren Niederschlag gefunden. Danach „scheiden j diejenigen Personen aus, die ein Verbrechen gegen die die Konsequenzen eines ern- ' Menschlichkeit sten Krieges unschwer aus- | schweres malen. Die Amerikaner werj Verbrechen den nicht ruhig zusehen > JUDITH i j SCHENKOLEWSK! i I; KULTUSSTICKEREIEN 5 / Schabbosdecken - TalJis- } % beutel Käppchen - Maz-ij J zot-Taschen ■ Hand- und / Maschinenstickerei von } i Bett und Tischwäsche? S Dr. P. I. RIVERA 2585 } i (fr. Bebedero) •’? T. E. 73-9155?!opTiciREXi 1 * I DIPL. OPTIKER I Sarmiento 829: T. 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Der Zusammenprall Chinas mit Indien ist möglicherweise das Signal zum Dritten Weltkrieg und damit der sichere Anfang eines ebenso sicheren Endes.. . Der Konflikt zwischen diesen beiden gewaltigen Län dern ist alten Datums. Indien erhielt einen schweren Schock, als es feststellte, dass China eine Strasse durch indisches Gebiet gebaut hatte, die durch ein menschenleeres Gebiet j führt, das heute praktisch unter keiner Verwaltung j steht. Das kann man auch : daraus erkennen, dass die j Chinesen eine Strasse anle-! gen konnten, ohne dass die Inder es bemerkten. Natiir lieh dient die chinesische Strasse nur militärischen Zwecken. Die chinesische Expansion richtet sich aber nicht allein gegen Indien. ben.“ (AWZ) oder ein nicht politisches begangen ha Auch an den anderen chinesischen Grenzen ist es unruhig. Der gewaltige Bevölkerungsüberschuss der Chinesen führt zur Expansion; in viele andere asiatischz Staaten infiltrieren Chinesen, offen, legal, heimlich und gegen den Willen der Nachbarn. Man darf aber nicht vergessen, dass die ideologischen Grenzen auch nicht mit der gewünschten und vom Westen erstrebten Klarheit verlaufen. Nehru selbst, der von der westlichen Welt als einer der Bannerträger der bürgerlichen und nationalen Freiheit betrachtet wird, sucht ständig, sich von einer absoluten Festlegung auf eine der beiden Block- Ideologien fern zu halten. Er ist der Führer der neu- Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hesp. Pirovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76 0266 Privat 52-7734 ‘ tralistischen „Dritten Posi Bon“, soweit sie de facto vorhanden ist. Indien liegt nicht nur geographisch von den grossen kommunistischen Mächten umschattet. Indien ist von inneren Kamp fen erfüllt, von denen man im fernen Westen wenig weiss, weil die Details des Fernen Ostens hier nicht sonderlich interessieren. Die se Einzelheiten sind aber bei weitem wichtiger als die verallgemeinernden Berichte über die politische Stellung Indiens. Die Spannungen. von denen Indien betroffen ist, werden durch die heftigen Angriffe gegen die Regierung Nehru erhöht, der bisher zwar erfolgreich zwischen der radikalen Rechten und den Kommunisten jonglieren konnte. Die indischen Nationali sten wollen Pakistan als selbständigen Staat vernichten, weil es sich nach ihrer Auffassung um indisches Gebiet handelt. Die indischen Militärs werden diese Bestrebungen unterstützen, um nach einem siegreichen Feldzug gegen Pakistan sich mit aller Kraft auf China zu stürzen. Nehru will weder das eine noch das andere. Die Absichten der Kommunisten sind klar. Die Situation wird ständig undurchsichtiger. Damit wird die Gefahr eines Krieges erhöht, den die Chinesen schon heute austragen möchten, um auch eine Erleichterung für ihre wirtschaftlichen Probleme zu erreichen. Jeder Machtzuwachs Pekings erhöht Chinas Unabhängigkeit von Moskau. Der chinesische Kommuj nismus trägt nationale Zü-! ge. Er hat die „Internatioj nale der arbeitenden Bevölkerung“ längst aufgegeben, j Wir stehen einem National- I Kommunismus gegenüber, einer neuen Form des Denkens, der Politik. der I Machtentfaltung. Stalin hat auch an nationale Gefühle der Russen im Angesicht der militärischen Stärke der nazistischen Armeen appel- ISRAELITA 1« SEMANA Bisemanario — aparece ,os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Virantwortlich: Dr. Hardi Swaisensky Paeyrredón 2190, 1? izq. T. E. 83-2613 80-6930 Abono-Preise: Argentinien: í 100,— pro Quartal Ausland » 600 — jährl liert, aber niemals den internationalen Charakter des Kommunismus angetastet. Die roten Chinesen haben sich bereits von der Linie des internationalen Kommunismus entfernt. Neue Abgründe tun sich auf, aber auch neue Hoffnungen sind erwachsen. Die breite kommunistische Front auf der Achse Russland-Chi na besteht nur noch unter Bedingungen; sie zeigt schwere Risse auf. Hierdurch könnte es zu einer Annäherung zwischen Moskau und Washington kommen. Es wäre nicht, die erste Union. die von den Sowjets mit dem Westen geschlossen würde, um einen lässigen Partner loszuwerden, der der russischen Macht gefährlich zu werden droht. Auch wenn im Augenblick die Tatsachen dagegen sprechen. Wir leben in stürmischen Zeiten, zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Krieg und Frieden, zwischen Fortschritt und Untergang. Ermittlungen in Erbschafts- und Entschaedigungs- Angeiegenheiten JAMES HIRSCH Berlin-Wilmersdorf Prarer Platz t, Telefon: 87 58 14 £Oi33iSOSIOI!I!13! IlllsISIilSI iiisisiiisikisfiiiiiisrisss3« AUHHHHHWVWuy, f tiAiare hi aa i#ai«i | i . > 1 Superi 2719 T. E. 76-6784 a. 76-2312 1; / »AWHWWiWitWiAW * M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 latmVWV^.VAV/.V í JACOB LAPIDUS j ¡ dipt. Möbel J Î NEUE ADRESSE Î { VIAMONTE 2637, 4j. B.5 46-1716 and 48-2134 } Dr. B. 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