Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1981 (13.10.1962)
- Date
- 1962-10-13
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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*1 I oiiülste jüdische Fest CHaLOMbeN-CHORIN *n Jerusalems, gegen das sieb alle Volker verbünden und heiit; n 2,1 es zur Hälfte seiner Bewoh Srh Bi' ner berauben. Aber dann si,!Ld“des naht die göttliche Rettertat. «wu-kin die Feinde werden Gestraft 1Rlas Sa und das Reich Gottes bricht rdT• ‘ bie an, proklamiert mit jenem bih! .' gewaltigen Satz, mit dem tvöiiäii Wir jeden unserer Gottesnm dienste beschliessen: ..Und i|e ji?rr wjr(j König sein MjJsllt über alle Lande. An jenem ■n ntederzu- Tage wird der Herr einzig dem «ein und 'ein Name einzig.“ Ia"n(| M (Sach. 14, 9L Hutten 2u Wieso gerade das Laubwitd sein: hüttenfest das Friedensfest den Gejer bekehrten Feinde wird, pde nach und das Feiern gerade diez.eht, um ses Festes die Pflicht aller en vor dem Völker, das wissen wir l'‘gen der nicht: die Bibel sagt es uns lenen wird nicht. Wir sind hier auf Veründ wenn mutungen angewiesen, die tdecht Aeallerdings nahe liegen. »nauf zieht Der Gott Israels ist ein j3 Führer-Gott: er hat nicht "ird der mjr israe] aus Aegypten hcr- -’ ,5m ausgeführt, sondern auch ,K,. die anderen Völker in ähnmniütrteilieber Weise befreit: „Habe £t Ce.r "¡d- ICH nicht Israel aus Aegyp as "!rd ™ tenland geführt und die Phi-?,.*?in hster aus Kaphtor und die voiiicr, die Aramäer aus Kir?“ (Arnos en. das Fest 3.71 iern.“ r , . , Gott ist, wie Arnos hier . s.. bereits verkündet hatten.ernaUMa- Jlkht nur der Befreier Isra- ... “urs‘ eis aus Aegypten, sondern cnte:, eas auch der anderen Völker. 1 Za,r ,er”’ Sie aile haben ihre „Wü- Cu-it r stenwanderung“ hinter sich. ilut enfest Sie alle seilen aber jetzt im — ms zum Rejches Gottes zur Ruhe so wird gekommen und sollen wie IsiKgenaltene rael in Festhütten wohnen w iiir die mid jn Jerusalem anbeten: »■« ein endzeitlicher Völkerbund weltwall. M.jrd hier gesehen, die in ibhutteniest Gottvereinten Nationen, nicht an Für alle, alle sind die Pforten des Tempels weit jn cer Zen geöffnet, nur für Einen ist npeis trug dort ^ein Platz mehr, für 1 Rechnung den ..Knaani“, den Kanaaniag des Sukter oder Händler. Das ist temationadje Frage, dis die Uebersei-;n siebzig zer und Exegeten bewegt: izig Volker „Welo jihj« Kanaani od beacht. Heu bejth Adonaj Zevaoth.bajom ael ¿en inhahu“, schliesst unserer SaaraWeruncharja-Text. Dis Frage ist eder durch nun, ob dies heissen soll:;n ttelttrie- „Und wird kein Kanaaniter as auf dem mehr sein im Hause des ich rezitiert Herrn Zeboath zu der Zeit“. (Wie Luther z. B. übersetzt) iiel des Sa- oder: ..Kein Händler“ — wie as mit der andere hier übersetzen. Bun Friedens- ^r löst diese Frage sozusaledinnt mit £'-n synthetisch, indem er ichen Be übersetzt: .Kanaankramer“. Kriegsnot Dem Geist cer Vision ente Feieriafi im Jahre 5722 5723 13 Oktober 1. Tag Sukkot I Oktober 2- Tag Sukkot Oktober Hoschana Rabba 25 Oktober Sc-hemini Azeret ■ Oktober Simcbat Tora 07 Oktober -Schabbat Bereschit ' pezeniber Erew Chanukka m nezeinber 1. Tag Chanukka n Dezember 8- TaS Chanukka i miar 158 Fasten Assara be‘Tewet ’ q Februar Schabbat Schira — Cha- 1 s' mischa assar be Schwat Fasten Esther Purim Schuschan Purim Schabbat hagadol Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Gedenken des Aufstandes im Warschauer Ghetto Vom H-a'atzma’ut Lag Be'Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Erew Tischa Be'Aw Tischa Be'Aw t-1- «bei Erew Rosch Haschana 5524 „1 *•*" ) Mürz Mün '6. Apnl April I. April 10. AP™ . April ¡6. APrl1 Apnl I. AP1)' 2 jtfai 8. Mai. 23. n i .ruli sprechend darf man hier aber tatsächlich Krämer oder Händler lesen, denn der Prophet, der alle Völker im Hause Gottes versammelt sieht, ähnlich wie Deu tero Jesaja, der das „Haus des Gebetes für alle Völ ker“ (Jes. 56, 7) vsrheisst. wird kaum gerade die Ka naaniter aussehliessen wollen, denn im Reiche Gottes gibt es keine Rassen-Tron nung mehr. Alle Völker der Erde feiern das Friedensfest der Hütten zu Jerusalem und beten im Tempel Gottes, in welchem aber für die Händler kein Platz mehr sein wird, für die Geschäf temacher der Religion, die das Haus Gottes immer und immer wieder zur Börse degradieren. In diesen Zeiten, in welchen der Weltfrieden wiedeeinmal bedroht ist, und wir trotzcfem und gerade des halb so unerschütterlich vertrauend unsere, schlich ten Hütten im Lande bauen, sollen wir über diesem nationalen Brauch den gewaltigen internationalen Aspekt dieses Festes nicht vergessen, in dem ein grosser Trost und ein mächtiger ©p timistischer Impuls beschlossen liegen: der Sieg des Gottesreiches über die Mächte dieser AVelt. Ueber israelisches Recht Montevideo. — Dar in der Juristischen Fakultät der Universität Montevideo veranstaltete Zyklus über modernes israelisches Recht ist erfolgreich beendet worden. Zq den Referenten gehörten Dekan Dr. Juan C. Patrón, Israel - Botschafter Jizchak Arkawi, Dr. Carlos Sánchez Viamonte, Dr. Eduardo Jimenes de Arehaga, Dr. Antonio Grompone, Dr. Carlos Martínez Moreno und der Strafrechtler. Dr. Luis Jimenez de Asua. Die Vorlesungen wurden von zahlreichen Hörern besucht, und die Landespresse veröffentlichte Auszüge aus den Konferenzen. (ITA) Nach 17 Jahren wiedergefunden New York. — Eine ehemalige deutsche Insassin des Konzentrationslagers Dachau hat nach 17 Jahren erfahren, dass ihre vier totgeglaübten Kinder noch leben. Die 47jährige, seit 1947 als Frau eines ehemaligen amerikanischen Soldaten im Staat Washington lebende Berta Cooper (geborene Heuchcl) telefonierte dieser Tage mit ihrem 22jährigen Sohn Hans, der sis durch Karteien über vertriebene Ausländer und das Deutsche Rote Kreuz aufgespürt hat und aus Rotterdam anrief. Freudig bewegt vernahm sie aus 12.000 Kilometer Entfernung, dass auch ihre beiden Söhne Piet (26 Jahre) und Wim (24 Jahrei und ihre 22jährige Toch'er Adi noch leben und verheiratet sind. Frau Cooper hat eine wahre Odyssee hinter sich. Sie heiratete 1933 einen Holender. der während der deut sehen Besatzung für die Widerst andsbnwegung arbeitete. Berta Cooper, die damals Mak hiess.- hatte ihre Kinder in einem Heim un 1ergebracht -und als Krankenschwester gearbeitet. Als Neue BiieSier Geschichte der Juden in Wien. Dieses Werk wird paeh mehr als 5jähriger Vorarbeit, im Grossoktavformat, reich illustriert, in deutscher Sprache erscheinen. In deseen Buch wird zum ers’en Mal in zusammen'assencer und zusammenhängender Form über die wechseWullen Geschicke der Wiener Juden vom Beginn der urkundlich feststellbaren Ansiedlung bis zu ihrer letzten Vertreibung und Vernich tung in den Jahren 1938 bis 1945 berichtet. Der Herausgeber ist der bekannte Historiograph Hugo Gold, der von seinen früheren Werken über die Geschichte der Juden in Mäh ren, Böhmen, Pressburg, Prag und das zweibändige Werk über die Geschichte der Juden in der Bukowina, bestens bekannt ist. An diesem neuen Werk arbeiten die hervorragendsten und anerkanntesten jüdischen und nichtjüdischen Historiker, Gelehrte, Archivare und Bibliothekare mit. Die Hauptredaktion liegt in den Händen der Historiker Dr. Y. L. Bato und Dr. N. M. Gelber. Dem Redaktions Comité und dem Mitarbeiterstab gehören u. a. an- Prof. Dr. Siegfried Alimann (New York), Artur Baar (Ramat Gan), Dr. A. Bein (Jerusalem), Dr. Anna Bella, Staatsarchivar (Wien), Werner I. Cahnman (New York), Dr. Paul Diamant 'Jerusalem), Meir Faerber (Tel Aviv), M. Fleischmann (London), Dr. Otto Guglia (Wien), Dr. Hanns Jäger- Sünstenau, Stadt - Archivar (Wien), Dr. J. Z. Kanner (Tel Aviv), Dr. Oscar Karbach (New York). Dr Isidor Klaber (Tel Aviv), Dr. Arie Menczer (Haifa). Dr. Siegfried Plaschkes (Tel Aviv), Dr. O. K. Rabinowic-z (New York), Prof. Dr. Kurt Schubert (Wien(, Chanan Trau (Tel Aviv), Prof. Dr. H. N. Tur Sinai (Jerusalem). Dr. J. H. Zimmels (London), Prof. Dr. Harry Zohn (Newt.nviile). Besonders ausführlich sind die Berichte über die unendlichen Leiden der Wi:ner Juden in der Zeit der Verbreitung und vollständigen Vernichtung (1938—1945). Ein spezielles Kapitel ist dem Andenken verdienter _ Persönlichkeiten gewidmet, die in dieser Zeit zugrunde gegangen sind. Den Abschluss bildet ein bio-bibliographisches Lexikon ..Wiener Juden in der Welt“, an dessen Fertigstellung seit Jahren gearbeitet wird. Das Werk ist dem Andenken des unvergesslichen Ofcerrabbiners von Wien Dr. Zwi Perez Chajes s. A. gewdimet. Alle Wiener Juden in der Welt,. die uns für dieses einmalige Werk interessante Mitteilungen machen kön nen und uns für diesen Zweck Dokumente und Fetos zur Verfügung stellen wollen, bitten wir um frdi. leihweise Ueberlassung. Ein cchtseitiger illustrierter Prospekt wird allen Interessenten kostenlos zugeschickt. Alle Zuschriften und alles Material sind ausschliesslich zu richten an: Publishing House „Olamenu“. (Dr. Hu go Gold) Tel Aviv, POB 3002, (Israel). sie eines Tages ihre Lebensmittelkarten abhol‘e wurde sie verhaftet und nach Deutschland gebracht. Drei Monate wurde sie im Konzentrationslager Dachau testgehalten, bis die Gestapo erfuhr, dass sie gebürti ge Deutsche ist. Nach dem Kriege wurde ihr gesagt, dass ihre Kinder tot seien. Sie liess sich von dem Holländer scheiden und heiratete den in Frankfurt statiorierten Amerikaner Cooper. Der unverheiratete Sohn Hans hefft. zu ihr nach Ame rilrr, kommen zu können. — (AWZ) :s.r n rn - "iiins mp" - rn ¡ om D.TT3 B'jrTna | rn ennü rm jof j n-y-cj? rn# snr Q’’1? | nr»?n vfry -sht ni-räaa | T . T V ’ - T T '3 ,-naiptfn ira nina T»yn *?3a niüJ rrn rran T T * “ T TT - T 3 "pan •n1? nraspa “ña vn nTpn# ,n3#an -#a rnnän as*? 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La extracción del agua para el cumplimiento del mandamiento ds vertirla, era acompañada de una gran alegría, con cantos, bailes y antorchas. Por éso llamaron esta fiesta Simjat Bet Hashoeiva (alegría del manantial) a causa de la extracción del agua, como dice el versículo (Yeschayahu XII. 3): . Usheavtem mavim besason .. ” y extraeréis agua con alegría). Nuestros sabios describen estos festejos en todos sus detalles. Los jóvenes sacerdotes (3) (Columna izquierda) sostenían en sus manos vasijas de aceite y lo echaban a recipientes de oro que estaban insertos en candelabros de oro. Y no había patio en Yerushalayim que no estuviese iluminado de la luz de Bet Hashoeiva. porque la colina del templo estaba más elevada que el resto de la ciudad. Y' nos cuentan los sabios de la Misch na que los piadosos habitantes de Yorushalayim danzaban ante los sacerdotes llevando en sus manos antorchas y en sus bocas cantos y júbilo. También en nuestros días en que ya no tenemos el templo de Y'erusha’ayim y no se ef?c*úan sacrificios, festejamos Simjat Bet Hashoeiva como recuerdo de aquella festividad que festejaban nuestros antepasados. En muchos lugares de Israel se realizan durante los días de Jol Hamoed (días hábiles durante la fiesta) de la festividad de las Cabañas, festejos populares, se bendice la cosecha, se ora por la llegada de las lluvias y hay alegría te la festividad. ‘J) literalmente^ de la extracción del agua <2) ,, permanente, la ofrenda de cada d:a (30 „ la flor de sr.eu docio UNTERRICHT jvn?j;n nasn ■rra nnot? ronppo “ns^r.n rra nnp# nx*i x'1?# "3 ^a* nn^iz? nx“i x3? - naxfön 7 : TT T ,rxi nnatenrrn na .-ra*?? Dtfa nxnpi x*n smai?"nnxitPn_rv’3 rnaiv t ■* “ " “ : * rra npx? ,rrbpn ina »tr^töTa D*p n^n cnpan niaa dj ni :na ronii nn^n ,apa *?aa - D^an ]a*7j? nx D^n^npa rn n#xa (D"apiC7) D’opij rn ,n'ann nisa .na^an ‘,aa *?y D’a Ti* - rroon mb» rnn^a nn^n nxi •% - -; v : t; t ,D^a#jn nry ap1? *7n n#x *7y ^xn#^ aa apnana iai .n#an na ,c:an na*x# n'pyp nri^n »•niöin msa nx uyb ,nTB?a ,n*7ina nnatra n^a .ninix np^nnai anipna -a#" it nna#3? wij? ]? ns? Vy maxien n^a nn “ T ** “ ** ” jpiosn nana ,Dnan na^xu ."ptrea an anaxan" nxt nnato nnxna man t:* * “; t; t —; i —yx aanä .srmn nnnan . * . * “ T V 1 . ' DAS WASSERSCHOEPr FEST 'Rechte Spalte.1 Die Weisen des Talmuds erzählen: „Wer nicht die Freude des Wasscrschöpf- Festes (1) gesehen hat. der hat sein lebenlang nicht Freude erfahren.“ Was für eine Fi-eude war das, und warum wird sie die des Wasserschöpfens genannt'’ Am Sukkot-Fest. als der Tempel zu Y'eruschalayim noch bestand, war das Gebot des Wassergiessens noch üblich. An jedem Morgen, als man das TAM1D Opfer (2) darbrachte, goss man Wasser über den Altar. Dieses Gebot galt besonders für das Sukkot-Fest, das vor die Regenperiode fiel und an dom die Kinder Israel um Regen beteten. Das Wasserschöpfen — urc das Gebot des Wassergiessens zu erfüllen — war von grosser Freude begleitet, von Gesang, Tänzen und Feuerwerken. Darum nannte man diese Freude das Wasserschöpf- Fest, wegen des Wasserschöpfens, das der Vers tYeschayahu XII. 3) anordnet: „Und ihr sollt in Freuden Wasser schöpfen.“ Unsere Weisen schildern dieses Fest in allen (3) seinen Einzelheiten. Junge Priester (Linke Spalte) — ..die Blüte des Priestertums“ — hielten in ihren Händen Oelkriige und gossen es in Gold Kelche, die auf goldenen Leuchtern aufmontiert wurden. „Und es gab keinen Hof in Yeruschalayim. der nicht vom Schein des Wasserschopfens erleuchtet wurde.“ Denn der Tempelberg lag höher als die ganze Stadt Y'eruschalayim. Ferner erzählen uns die Weisen der Mischna, dass die Frommen von Yeruschalayim vor den Priestern tanzten, während sie in ihren Händen Feuerfakkein hielten und ihr Mund voll des Jubelgesangs war. Auch heutzutage — ohne Tempel und Opfer — feiern wir das Wasscrschöpf- Fest zur Erinnerung an die Freude unserer Väter zur Zeit des Bestehens des Tempels. An vielen Plätzen in Israel veranstaltet man an den Halbfciertagen von Sukkot volkstümliche Feiern, segnet die Ernte, betet um Regen und freut sich am Fest. <1) wörtlich: Nach der Mischna für d-rn „ Ausgang des ersten Sukkot Tages festgesetzt. <2) „ das ständige Opfer, da es jeden Tag dargebracht wurde. •3) „ in seinen verschiedenen Einzelheiten.