Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1981 (13.10.1962)
- Date
- 1962-10-13
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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\ Sábad», 13 «le Octobre de Ï9<*2 SEMANA ISRAELITA Año XXIÍI. No. 1981 — 5 Ereignisse der Woche Zwei Tagungen In diesem Monat werden von lateinamerikanischen Juden zwei wichtige Tagun gen abgehalten werden. Bereits am 22. Oktober tritt die lateinamerikanische Konferenz aller jüdischen Ge meinden in den lateinamerikanischen Ländern in der brasilianischen Stadt San Paolo zusammen, um über die vielfachen gemeinsamen Probleme der Situation und der Arbeit zu beraten. Im Mittelpunkt dieser grossen Konferenz, die für die Zukunft aller hiesigen Gemeinden von überragender Bedeutung sein kann, wird ein grosses Referat von Dr. Nachum Goldmann, dem Präsidenten der Zionistischen Organisation und des Jüdischen Weltkongresses, ste hen. Man rcthnet mit Delegationen aus allen Ländern sowie den höchsten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Brasilien. Nur eine Woche später tritt die CENTRA zu ihrer Vollversammlung in Santiago de Chile zusammen, die nach dem Statut alle zwei Jahre vor sich geht. Soweit wir unterrichtet sind, haben auch hier die meisten der angeschlossenen Vereinigun gen und Gemeinden ihre Anwesenheit durch Entsendung von Delegationen zugesagt. Man wird darüber streiten können, ob es nicht zweckmässiger gewesen wäre, we)in auch die CENTRA nach San Paolo gegangen wäre, zumal dann die Anwesenheit von Nachum Gold nann auch für die CENTRA lätte von Nutzen sein könten. Wahrscheinlich hatte die CENTRA - Leitung gewichtige Gründe, nicht Sau Paolo sondern Santiago als Tagungsort auszuwählen. San Paolo Die Tagung in San Paolo, schon seit Monaten von der Exekutive des Jüdischen Weltkongresses geplant, wird von zwei zentralen Organisa tionen unseres jüdischen organisationeilen Lebens getragen: von der Jewish Agency und d?m Weltkongress. Man darf hier sogar von einem Muster der ver nünftigen Kooperation sprechen, da beide Weltorganisationen sich mit dem Gedanken tragen, lateinamerikani sehe Konferenzen abzuhalten. Eine Fülle von Fragen werden im Rahmen eines koordinierten und geschickt aufgestellten Programms zur Erörterung und hoffentlich auch zur Entscheidung gelangen. Es stehen gemeindliche Fragen, Probleme der Erziehung, der Alijah. der wirtschaftlichen Orientierung sowie der politischen Situation auf der Tagesord nung, die von den Anwesenden und zu Rat gezogenen Experten beraten werden. Aus Argentinien wird eine starke und umfangreiche Delegation zu dieser Konferenz fahren. Die Organisationen unseres Sektors sind durch die zentrale Verbände, wie DAIA und Amia. zu denen sie gehören, vertreten. Man darf annehmen, dass mit Rücksicht auf die Bedeutung der Tagung für alle Gemeinden, Organisationen und Individuen auch die Repräsentanten unseres INDUSTRIAS YUVENA S. A fábrica de calzado y zapatillas DESCANSA. ANDONAEGCJl 1270 Buenos Aires T. E.: 51 - 4810 Sektors an den Beratungen in San Paolo teilnehmen werden. CENTRA-Tagung Die CENTRA, die Vereinigung der Organisationen und Gemeinden unseres Sek tors in Lateinamerika, wird nun bereits ihre 4. Kontinentale Versammlung abhalten, nachdem sie vor etwa 8 Jahren auf Anlegung und Initiative von Dr. Hardi Swarsensky unter der tatkräftigen Mitwirkung des inzwischen leider verstorbe nen'Georg Neuländer (Montevideo) gegründet worden ist. Seit dieser Zeit ist die Leitung, die mit Rücksicht auf ihre gute Arbeit immer wieder gewählt worden ist, im Amt, Rudolf Hirschfeld als Vorsitzender und Paul Leschnitzer als Sekretär, die auch zur bevorstehenden Tagung einlud-en. Der Sitz der CENTRA-Verwaltung ist bekanntlich Montevideo. Der Versammlung der Delegierten geht eine Konfe renz der Rabbiner voraus, die sich mit den speziellen Fragen des Rabbinats beschäftigen wird. Ein genaues Programm liegt uns nicht vor. Der Kongress selbst wird am Montag, den 29. Oktober, eröffnet. Auf der ersten Sitzung wird die Leitung einen ausführlichen Bericht erstatten, der dann sicherlich Gegenstand der Debatten sein wird. Dann soll, beginnend mit Dienstag, das Hauptthema der Tagung „Orientación de nuestro trabajo“, wie es in der Einladung heisst, behandelt werden, wobei Dr. Alfred Hirschberg das Hauptreferat halten wird. Im Anschluss hieran erfolgt die Generaldebatte, die sich längere Zeit hinzie hen wird. Der letzte Arbeitstag wird den Berichten gewidmet sein, die von «Jen einzelnen Kommissionen ge geben werden. Ein Bankett wird die hoffentlich erfolgreiche Versammlung abschliessen, über die wir un seren Lesern ebenso wie über die Tagung in San Paolo ausführlich berichten werden. — Aut der Arbeit der Kehilia Für den 30. ds. Mts. hat die Kehilia eine Ratssitzung anberaumt, um über ihre weite!-« Arbeit und die ihr gleichzeitig obliegende Leitung des Verbandes jüdischer Gemeinden in Argenti nien Beschlüsse zu fassen. Es soll ferner über das Pro jekt des Keren Kajemet be- DIE ANMELDUNGEN FUER DIE TRADITIONELLE GROSSE REISE nach ISRAEL zu Ehren von Pessach und Jom Haazmaut; beginnen sehen jetzt. Beteilige* Sie sich auch an den Feierlichkeiten j im Jüdischen Staat« nn< nehmen Si« an unseren Bemeintch altsreisen i . teil, mit denen wir in früheren Jahren {rossen Erlelf {«habt haben, j Kommen Si« meeglichtt rechtzeitig zu uns und informieren Sie sich I über die aussergewoehnlich vorteilhaften Bedingungen, I die wir Ihnen bieten. : i“*1 VIAJES BITTERMANN CORRIENTES 2063 - PLANTA BAJA, OF. 9, 10, 14 y 16 T. E. 49-3491 /65-4957 / 49-0433 / 45-7607/49-1229 tiittUUiütUU Hilfe für jüdische FluechHinge Grenoble. — Ein Bericht über die bisher zur Hilfeleistung an zehntausende jüdische Flüchtlinge aus Algerien durchgeführten Schritte wurde bei der Ausserordentliche Versammlung der Hilfsorganisationen der Juden Frankreichs vorgelegt. Ueber 50 jüdische Organisationen aus Paris und dom Landesinnern waren auf dieser Versammlung dfirc-h 160 Delegierte vertreten. Dies ist die erste Tagung von Bedeutung, die seit langer Zeit in Frank reich veranstaltet wurde. Ihre Aufgabe war es, über die Lage der algerischen Juden und die Massri/ähmen zu beraten, um ihnen bei der Uebervvindung ihrer heuligen schwierigen Probleme zu helfen. Der Repräsentant des Vereinigten Hilfsfonds für Nordafrika, E. Kaufmann, unterbreitete ein Memorandum über die schon erfüllten Aufgaben der Ansiedlung dieser Flüchtlinge und die hierzu in Zukunft durehzUtührenden Plän.e Der Zustrom jüdischer Flüchtlinge aus Algerien hat die jüdische Bevölkerung Frankreichs um 14 Prozent vermehrt. (ITA) raten Werden, der auf Veranlassung des KKL-Präsidenten in Jerusalem, Dr. Jakob Tsut-, die jüdischen argentinischen Gemeinden aufgefordert hat, sich an Re staurationsarbeiten in Modein und der Instandsetzung der Gräber der Hasmonäer finanziell zu beteiligen. Der Präsident der Kehiüa, Dr. Kamenszain. wird auf einer der Sitzungen des Landes verbandes der jüdischen Gemeinden hierzu Stellung neh men. und hofft, positive Vor schlage unterbreiten zu können. Die finanziellen Sorgen der Kehilia wachsen täglich, und man muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vesuehen, dieser Schwierig keiten Herr zu werden. Im Zeitraum vom 1. Januar ds Js. bis zum 30. September hat die Kehilia für soziale Hilfe die beachtliche Summ? von 3 Millionen Pesos verausgabt, darunter fast eine halbe Million für die Ausstattung von Bräuten, ein uralter jüdischer Brauch, der auch hier weitergefiihrt wird. Die Anforderungen die an die Kehilia gestellt werden, übersteigen bei weitem die Möglichkeiten der Institution, aber man will helfen, soweit jes irgend möglich ist. Die Not unter Menschen unserer Gemein schalt ist recht gross, und es fehlt an Wohltätern und den nötigen Beitragszahlungen um die Summen für soziale Hilfe vergrössem zu können. Jetzt erst hat die Ke- .hilla die Zuschüsse für die Jüdischen Schulen tür den Monat Mai begleichen kön nen, und schon werden immer neue Anträge auf Steigerung dieser Subsic’ien gestellt. Die Instandhaltung der Friedhöfe kostet viel? Millionen. und auch die Unterhaltung des Wagenparks der Chewra Keduscha erfordert riesige Beträge. Trotz all dem kann man die finanzielle Lage der Kehilia als normal betrachten. Aber die jüdische Gemeinschaft ist verpflichtet ihre Beiträge weiter zu erhöhen, wenn sie will, dass die Kehilia ihren Verpflichtungen nachk-om men kann. Auch die politische Lage bringt viele neue Verpflichtungen m:l sich, «die finanziert werden müssen, und die Krise im Lande stellt die Kehilia vor neue Problems. Ausstellung israelischer Fotos Nach einer offiziellen Statistik der United Artists hatten schon vom 16. bis 27. September 15.000 Menschen die Ausstellung von Israel- Fotos besucht, welche im Cine Opsra gezeigt W'ird- Diese Ausstellung von 83 Fotografier. wurde von dem staatlichen israelischen Reisebüro organisiert. Wegen des grossen Interesses, das die Schau beim Publikum erweckt hat, beschloss das Unternehmen Loeoco c;es Cine Opera die Ausstellung auch noch in dieser Woche zu zeigen. U. a. ist der erste Preis bei der Vorauswahl zu sehen, den der Fotograf Julio Pinco gewann und der aus einer Reise im Wert von 140.000 Pesos besteht. Ferner werden drei weitere Preise gezeigt, die sämtlich dem bekannten Fotografen Sir Alexander Wolik zufielen. Wollk war im letzlen Weltkrieg Pressefotograf der Zeitschrift Life und erhielt eine Auszeichnung von der britischen Regierung, seine Arbeiten wurden auf zahlreichen internationalen Anssteilungen präm.iert. ¡H3 5¡n¡n önpDn ml j ISRAEL DISCOUNT BANK LIMITE! $ Zentrale.1 27-29 Yehuda Halevy St., TEL AVIV $ Filiale: i 511 Fifth Avenue - NEW YORK Asaz. Bank: 4 * $ 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 DISCOUNT BANK (Overseas) Limited! J 5, Quai de LTle - GINEBRÄ 5 I 0 * Filialen: j| P ,g 0 Londres — Zürich — Laussana — Montevideo j 0 g g Angeschlagene Banken und Vertretungen in den bedeutendsten £ g Finanzzentren der Welt. " Die Aktiven der Gruppe imfassen tausend Milirenen Israel Pfunde Büros in Buenas Aires: 0 CERRITO 836 T. E. 44-9282 - 44-9356! wünscht allen Kunden und Freunden und der jüdischen Gemeinschaft in Argentinien ein Jahr des Friedens und Wohlergehens