Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1981 (13.10.1962)
- Date
- 1962-10-13
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Sábado, 13 de Oolnbrr de 1962 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Der richtungslose Westen Año XXIII. — No. 1981 (Schluss von Seite J) einer antiwestlichen Stel lungnahme ermuntert, denen die westlichen Grossmächte allzu willig und schnell Konzessionen zu machen bereit sind. Da ist der Fall Ben Bella, des heutigen Führers der algerischen Freiheitsbewegung, dessen Position durch die uneinheitliche Politik der entscheidenden Westmächte überhaupt erst ermöglicht und gestärkt worden ist. Man kann die französische Algier-Politik kritisieren. Gewiss ist es unmöglich, mit allen Einzelhei ten der von der französischen Regierung in Algier getroffenen Massnahmen einverstanden zu sein. Sicherlich haben die verschiedenen französischen Kabi nette viel zu spät erkannt, auf welchem Wege eine Be friedung und vielleicht sogar ein allgemeiner Ausgleich der sich in Algerien überschneidenden Interessen möglich gewesen wäre. Andrerseits kann man jetzt nicht mehr daran zwei fein, dass insbesondere die Haltung der angelsächsischen Mächte die Rebellen gefördert und einen Kurs ermöglicht bat, der sich im Endergebnis nicht allein gegen Frankreich, sondern überhaupt gegen den Westen trotz der gewährten Hilfe und der materiell-fin anziel len Zusagen richten muss. Als Ben Bella seine wüsten Drohungen gegen Israel anlässlich seines Besuches in Kairo ausstiess, schwieg die westliche W'elt, obwohl doch Dr. FREY ABOGADO PUEFRREDON 2190 1* izq. nachm. 16—19 Uhr T. E. 83 2613 REAL PENj Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 % I Jaime Liebling S. A. Z SPERRHOELZER t HOELZERj DIAZ VELEZ 5224 Tel.: 89-9349. 33-9305 PROPIEDADES FRANKENBERG JUDITH SCHENKOLEWSKI \ KULTUSSTICKEREIEN ¡5 Schabbosdecken - Taiiis- J. beutel - Käppchen - Mazzot-Taschen Hand- und Maschinensticker« von Bett und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. 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Immerhin bleibt die Pro vokatiön bestehen. Man bedenke, dass gerade jetzt die amerikanischen Länder unter der Führung Nordamerikas zu einer Beratung ihrer Aussenminister zusammen getreten waren, um Massnahmen gegen Kuba und die verstärkten Verbindungen dieses amerikanischen Insel- Staates mit der Sowjetunion zu beraten. Man hat sogar Beschlüsse gefasst, die eine Art von Repressalien oder Druckmittel gegen die kubanischen Schachzüge bedeuten, hinter denen die Russen stehen. Jeder politische Schritt, der zugunsten Kubas in diesem Augenblick unternommen wird, muss, das kubanische Prestige stärken. Es mag unwichtig sein, was die Algerier in diesem Augenblick unterneh men. da Sie ohne Einfluss und Kraft sind. Aber auf OPTICA £ DIPL. OPTIKER l i Sarmiento 829;! T. E. 35 - 7356 i WWWJVWVWr, MARTHA í CHAPEA UX\ dem weiten Feld internationaler politischer Manipulationen ist eine solche Demonstration dpeh nicht ohne Interesse. Es ist zwar bekannt, dass die Lage in Algerien auch heute noch nicht gefestigt ist. Morgen kann ein anderer kommen, und der Spuk Ben Bella ist vorbei, auch wenn er sich bisher durchzusetzen vermochte. In die sei- Situation ist es umso bedenklicher, dass ein durch jahrelangen Bürgerkrieg geschwächtes Land, dessen augenblickliche Lage noch im Zeichen weiterer schwerer Auseinandersetzungen steht, Schritte zu beginnen imstan de ist, die einen klaren Affront gegen die grösste Macht der Erde darstellen. Auch hier erkennt man die ..Meisterhand“ der internationalen Unruhestifter. Man muss sich fragen, wo die Fehlspekulation der westlichen Politik liegt, um die begangenen Irrtümer zu erkennen und in der Zukunft vernünftiger und erfolgreicher zu planen. Soit Wochen melden die grossen Tageszeitungen der westlichen Welt umfangreiche Waffenlieferungen der Oststaaten nach Kuba. Diesa Waffen, die eindeutig ge gen Amerika und den Westen gerichtet sind, wurden auf Schiffen transportiert, die westlichen Mächten gehören. Hier handelt es sich nicht allein darum, dass Amerikas Verbündete im vollen Bewusstsein der Be deutung ihrer Haltung in ei ner so lebenswichtigen Frage für die westliche Welt hemmungs- und bedenkenlos den Feinden des westlichen Friedens Vorschub geleistet und geholfen haben. Schon dieser Umstand allein würde genügen, um die Ernst haftigkeit eines einheitlichen „westlichen Willens“ zu bezweifeln. ,, . Durch diese Waffentransporte nach Kuba wird aber keineswegs nur Nordamerika geschädigt, das stets in der Lage sein dürfte, sieh gegen jede kubanische Invasion oder feindliche Massnahme aus eigener Kraft zu schützen. Eine grossere Gefahr wird gegen die Volkersrurme heraufbeschworen, die wir als „den Westen“ bezeichnen. Trotzdem auch die Mächte, die unbedenk lieh östliche Waffen nach Kuba bringen, diesen Sachverhalt in seiner ganzen Tragweite und Schwere kennen und verstehen, haben I M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 i« j: <> HUTSALON r Jetzt in l B E L G R A N Í MOLDES 2561$ > T. E. 73 9229!- ¡j 73-9155 £ *Vjv“.iw■--.■w.t.'vw.-.pu-V JACOB LAPIDUS dipt. Mohel NEUE ADRESSE î VIAMONTE 2037. 4j. ß. ¡. 46-1716 und 48-2134? „Flüchtlinge“ Bio de Janeiro. — Eine Delegation von drei arabischen „Flüchtlingen“ kam nach Rio de Janeiro und führt eine Hass kampagne gegen Israel. Die sog. Flüchtlinge wur den vom Büro der Arabischen Liga nach Brasilien gebracht. In einer Pressekonferenz erklärten sie, dass Israel unter den palästinensischen Flüchtlingen ein „Blutbad“ veranstaltet habe, weshalb diese während des israelischen Unabhängigkeitskrieges das Land verlassen mussten. Bisher hat die brasilianische Presse die arabischen Besucher im allgemeinen ignoriert. (ITA) sie nicht gezögert, die sich auf diesem Wege bietenden Transportgeschäfte zu bewerkstelligen. Die Bundesre publik hat sofort dem amerikanischen Verlangen nachgegeben, offensichtlich weil sie in ihren Dispositionen gewisse Rücksichten auf die Amerikaner nehmen muss. Von dieser Seite erging ein Verbot, weiterhin Waffen traUsporte auf deutschen Schiffen durchzuführen. Dagegen hat Grossbritannen den Amerikanern zu verstehen gegeben, dass es im Augenblick keine Möglichkeit erblicke, dem amerikanischen Ersuchen nach zukommen und sich an dieser Massnahme gegen Kuba zu beteiligen. Es gäbe an geblich keinen Weg, der britischen Schiffahrt irgendwelche Beschränkungen nahe zulegen. Man habe die russische Konkurrenz auf den Meeren zu befürchten. Man wolle mit den Amerikanern verhandeln, ob es nicht andere Möglichkeiten gäbe, um die aufgetauchte Frage der Waffenlieferungen nach Kuba zu lösen. Selbst wenn die Engländer in diesem Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS v Arzt am Hosp. Pirovano Mo.. Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76-0266 Privat 52-7734 Dr. B. Schwartz ZAHNARZT t ESTOMBA 2283 - 52-8214 RAYOS X . PARADENTOSE TELEF. f VORANMELDUNG } NERVEN n. GEMÜTSi KRANKHEITEN > Dr. M. J. KUHN $ prov. RIVADAVIA 2625 ID Tel. 48-7524 J Mont., Mittwoch, Freitag ' 20 Uhr. Tel. Anmeldung erbeten. Punkt nachgeben würden, ist der bereits dem Westen durch diese Diskussion zugefügte Schaden ausserordentlich. Denn einmal mehr zeigt es sich, dass noch nicht einmal die beiden anglosächsischen Haupt machte imstande sind, sich in einer lebenswichtigen Frage zu verständigen. Das hat sich auch bei der Frage der Waffenlieferungen an Israel durch die Amerikaner gezeigt. Die Englän der erklärten sofort, dass sie unter diesen Umständen keine Bedenken hätten, den Aegyptern die erbetenen Waffen zur Verfügung zu stellen. Die westliche Politik ist bereits in eine Art Konkur-1 renzkampf und Wirtschafts ' krieg zwischen den westlichen Hauptmächten ausge-1 artet. Nutzniesser dieser Situationen kann nur der Kom j munismus sein, der es bis her immer verstanden hat, durch ruhiges Abwarten die sich ihm durch solche Konflikte sowie durch die Uneinigkeit und Unentschlossen! heit des Westens eröffnenj den Chancen geschickt aus-! zuwerten. Nur mit einem Wort sei darauf verwiesen, dass auch der Osten nicht die ge-1 sehlossene Einheitlichkeit bietet, wie dies Jahre hin durch der Fall zu sein schien. Wenn man es in den löblichen Begriffen ausdrükken will, gibt es einen rechten Kommunismus, repräsentiert durch Jugoslawien, eine breite Mitte (Russland und seine europäischen Satelliten) und eine Linke, die heute von China gebildet wird. Die Gegensätze zwischen der Sowjetunion und dem Roten China haben an Schärfe zugenommen und bereits zu offenen Spannungen geführt. Hier würde sich dem Westen eine grosse Chance bieten, diese Dif ferenzen. geschickt für die eigene grosse Linie seiner internationalen Politik auszuwerten. Aber es fehlt an der Möglichkeit, aus dieser La ge die erforderlichen Konse- LA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece ios Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Vcrantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Paeyrredón 2190, l9 izq. T. E. 83-2613 80-6930 Abono-Preise: Argentinien: $ 100,— pro Quartal Ausland # 600 — jährl Hakenkreuz- Schmierereien Münster. — Mit einem Kugelschreiber wurden Hakenkreuze und die Worte „Juden raus“ auf das Aluminiumschild vor dem Institut Judaicum Delitzschianum der Universität Münster ge^ehmiert. Das teilte der Direktor des Instituts, Professor D. Karl Heinrich Rengstof, auf einer Pressekonferenz zum 75jährigen Bestehen dieses Instituts mit. Das beschmierte Schild wurde dem Archiv des Instituts übergeben, für die Tür wird ein neues Schild angefertigt. (AWZ) quenzen zu ziehen, einfach deshalb, weil der Westen rächtungslos ist und nieht die Energien zu entfalten vermag, eine konstruktive Gesamtpolitik aufzubauen. Ermittlungen in Erbschafts- und Entschaedigungs- Angelegenheiten JAMES HIRSCH Berlin-Wilmersdorf Prager Platz 6, Telefop : 87 59 14 «■SSäSSSISIlMIiaBBfliMSi.i â*»M»SïlEi»*jïa I Dr. BERNARDO GOLDSTEIN 5 MEDICO m m H Cardiología — Hospital Fernandez N ■ Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme I CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 m es M 5 Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr 5 Sonnabend: 14—16 Ubr liaîssïïaBïâSîâH3Ssissii!ïBi*SFrsr^ss«E*** ESSîSSlï 3*«MIS3*aâ38ïa**ï*ÎÎE*îâ3a3ïgiï3ï#ÏSH3B3ïlâHIÎiâF': — " VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL U M A N S K Y § Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 M MO Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS í ECHEVERRIA 3296, escj. 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