Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1962-10-05 · 1980 (5.10.1962) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1980 (5.10.1962)
Date
1962-10-05
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/9616703-9612947-9613496--2382-9613504
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

* — Viernes, 5 de Octubre de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 1980 ISRAEL-WIRTSCHAFT Israels Wohnbau-Politik Landwirtschaftlicher Export von M ALK AH RAY MIST Bis vor etwa einem Jahri Ländern beliebt, die selbst zehnt waren Orangen der diese Zwiebeln zi-hen. Aullandwirtschaftliche träge kommen von so weit Exportartikel Israels. Obgleich diese und andere Zitrusfrüchte auch weiterhin die grösste Quote des landwirtschaftlichen Exports aufzuweisen haben, werden entfernten Orten wie Singapore. Junge Küken sind auch ein ständig wachsender Exportartikel und werden hauptsächlich von den neuen Ländern in Afrika gekauft. Eines der wichtigsten Erfordernisse der Neueinwanderer bei der Ankunft in Israel ist eine Unterkunft für sie und ihre Familie. Seit Beginn der Masseneinwanderung. die gleich nach der Staatsgründung einsetzte, ist die Unterbringung der Neuankömmlinge eine der Hauptaufgaben der Einwanderungs- und Absorptionsabteilung der Jewish Agency. Es war nicht immer möglich. das Tempo des Wohnhaus dem der Alija anzupassen. Zu Beginn der Masseneinwanderung mussten grosse Lager errichtet werden; später wurden die Neueinwanderer in Maabarot* unterbracht und erst in einem späteren Stadium wurden ständige Wohnungen bereitgestellt, sodass die Maabarot jetzt vor der Auflösung stehen. BESCHLEUNIGUNG DES WOHNBAUS von $. BAHARAV Umstände noch nicht fertig- , einwanderer bereitgestellt gestellt sein sollte. Dies ist ' werden, die übrigen für Beauf das grosse Missverhält-! wohner von Maabarot und nis zwischen derr. Tempo I Elendsvierteln. So sollten ab des Wohnhaus, das vor kur- } Anfang April 1961 innerhalb zem beträchtlich beschleu- | von fünf Jahre 85.000 Wohnigt wurde, und dem der nungen in den Entwicklungs- Tr;-Agebieten errichtet werden (55.000 hiervon für Neuein- Einwanderung zurückzuführen. Man hat inzwischen eingesehen, dass die Wohnbauwanderer), 108.000 Wohnungen in Haifa, Tel Aviv, den Politik nicht von ,,der Hand i älteren Siedlungen und kleiin den Mund" ¿eben kann und eine umfassende Planung auf lange Si"ht erforderlich ist. Eine solch; Politik muss auch die Notwendigkeit der Dezentralisierung der Bevölkerung, besonder! im Negew und in Galiläa, ir. Betracht ziehen. Verschiedene ander- Faktoren demographischer und wirtschaftlicher Art und Sicherheitsrücksichten beeinflussen ebenfalls die Wohnbautätigkeit. EINHEIT LICHE LANDESPLANUNG Das gegenwärtige System der Wohnbaupr.itik sieht vor. den Einwanderern so! jn Anbetracht dieser Tatweit wie möglich gleich bei | Sachen hat das Wohnbaumiihrer Ankunft eine ständige! nisterium einen Landesplan Wohnung z'izaw« isen. Wenn für me Errichtung von der Ankömmling das Schiff j 200.000 Wohnungen entwor- oder Flugzeug verlässt, wird ¡ fen, der im April 1961 in er sofort in seire Wohnung I Kraft trat. Der Plan sieht gebracht, selbst wenn sie invor, dass etwa die Hälfte folge unvorhergesehener 1 dieser Wohnungen für Neu- Dr. MAX FLESCH! Berater für Investitionen und Finanzj geschaefte in Israi I — Lang- und kurz- ♦ fristige Anlagen — Auskünfte jeder Art t t ♦ TEL AVIV, Israel — 18, George Elliot Str. j HOTEL DAPHNE IHR HOTEL IN HAIFA - Israel VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM HAIFA. Hadar Hakarmel, Nordaustr. >♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦*♦ neren Städten, einschliesslich 38.000 Wohnungen für Neueinwanderer und 3.000 ■Wohnungen in landwirtschaftlichen Siedlungen. Dieser Plan wurde für die Wohnungsbeschaffung für die dritte Million der israelischen Bevölkerung aufgezogen und sieht den Bau von etwa 3 Millionen qm Baufläche für Wohnungen und 1 Million qm für Industrie, Handwerk und verschiedene Hilfsdienste vor. Das vergrösserte Wohnbaubudget xür das Jahr 1962/63 gibt — in Anbetracht der grossen Einwanderung — dem Wohnbau fiir -Neueinwanderer Vorrang. Das Wohnbaubudget für das Jahr 1962/63 sieht die Errichtung von 24.000 Wohnungen bei einem Kostenaufwand von 336,7 Millionen L vor, von denen 255 Millionen für den Wohnbau für Neueinwanderer, 17 9 Millionen für den Wohnbau für alteingesessene Siedler in den j Entwicklungsgebieten, 16.3 | Millionen für den Wohnbau ' in Arbeitersiedlungen, 26,5 I! Millionen für den Wohnbau I unter lern Wohnsparplan, U,4 Millionen für den Bau! von 1.200 Wohnungen für j Maabarotbewi hner und 11,7! Millionen für Wohnungen für die Bewohner von Elendsvierteln reserviert I sii d. Diese Summen n iissen innerhalb von zwei Finanzjahren aus de.i folgenden Quellen beschafft werden: 158,7 Millionen IL aus dem Entwicklungsbudget der Regierung, 150 Millionen von der Jewish Agency, 42 Millionen von verschiedenen Finanzinstituten. 25 Millionen von Bankdarlehen, 1,8 Millionen voraussichtliches Einkommen von den Mietern und 4.3 Millionen aus anderen Quellen. Seit der Gründung des Staates bis Ende des Jahres 1961 wurden 436.000 Wohnun- ' - - ... . ... - . -, . > ■. __ . . INDUSTRIAL & | NCOBA' COMMERCIAL BANK INVESTMENT & ¡1 . (ISRAEL . LATIN AMERICA) LTD. TRUST. Co. L<ri. i asociado con BANK HAPOALIM TEL AVIV — ISRAEL } 1 .V CO B A INVESTMENT & TRUST Cia. ¡ 1 (GALERIA DEL OBELISCO) J Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-8585 g-en, einschliesslich 380 000' ständiger Wohnungen in Isj rael gebaut. Diese Wohnungen gaben 1,3 Millionen Menschen Unterkunft, d. h. 1 dem gesamten Bevölkerungszuwachs durch Ein-1 Wanderung wie durch natür liehe Vermehrung. 42 Proj zent der Bevölkerung woh- : nen jetzt in ständigen Woh- , nungen, die durch offentlii che Bauvorhaben errichtet . wurden, d. h. durch die Regierung oder die Jewish Agency, Die Tendenz der j Wohnbaupolitik, die Bevölkerung zu dezentralisieren, j ist aus dem schnellen An- ' wachsen der Entwicklungsstädte und der Einwohnerj zahl der ehemals spärlich bewohnten Gebiete ersieht- : lieh. Auch der Bevölke i rungszuwachs von 2,4 Pro zent im Jahr 1948, auf 8 Proj zent irr. Jahr 1961 im Süden und .im Negew bestätigt die- | se Tendenz. Gleichzeitig fiej len die Bevölkerungsziffern , in den übrigen Teilen des : Landes, mit Ausnahme von Tel Aviv, von 57 4 auf 32,1 j Prozent. Es ist bemerkenswert, j dass in der Zeit von 1948 bis ' 1961 in Beer Schewa, der Bezirkshauptstadt des Nej gew, 10.102 Wohnungen errichtet wurden, während in I Kiriat Schmone in Galiläa <12.000 Einwohner) 3.715 Wohnungen gebaut wurden.! In der gleichen Zeit wurden in Tel Aviv (390.000 Einwohner) nur 12.530 Wohnungen unter öffentlicher. Bauvorhaben errichtet, während in Jerusalem (164.000 Einwohner) 11.936 Wohnungen erstellt wurden. Dies beweist, dass die Wohnbaupolitik Israels auch die allgemeine Besiedlung und Entwicklung des Landes berücksichtigt. So wurde die Industrialisierung der Entwicklungsgebiete und die Errichtung von Industrieunternehmen in den Entwick lungsstädten, die scaon heute etw; 15.000 Arbeiter beschäftigen. beschleunigt. Die Entwicklungsstädte iiben auch auf die eingesessene Bevölkerung eine Anziehungskraf1 aus. Vor kurzem wurde ein Plan für den Bau von Wohnungen für Jungverheiratete entworfen und der Bausparplan auch auf die Entwicklungsgebiefe ausgedehnt. Seit der Gründung des Staates bis Ende des Jahres I960 hat sich die Bevöl kerung der drei grossen Städte im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung des Landes um 20 Prozent verkleinert. da viele Einwohner in die Entwicklungsstädte über gesiedelt sind. Das Jahr 1961. das einen Höhepunkt der Einwanderung brachte, hat noch weiter zur Dezentralisierung d~r Bevölkerung beicetragen. jetzt auch viele andere I Die landwirtschaftliche Agrarprodukte exportiert,! Ausfuhr ist nicht nur das unter denen Baumwolle und j Ergebnis eines Exportpro- Erdnüsse an. zweiter und | gran.ms. Wie auch 'n andedritter Stelle stehen.! ren Ländern verläuft die! Agrar-Produktion nicht im- ZWEI ERNTEN JAEHRLICH Israel hat ein subtropisches Klima, es fällt wenig Regen und in einigen Gegenden gar keiner. Manche Produkte, wie gewisse Getreide- und Gemüsearten, werden zwei Mal jährlich geerntet. Der landwirtschaftliche Export im Jahre 1961 belief siel, auf 77,2 Millionen Dollar, verglichen mit 76,9 Millionen Dollar im Jahre I960. Diese Zahl schlosst Fertigprodukte und halbfertige Erzeugnisse aus Wolle und Baumwolle ein, deren Ausfuhr in starkem Ansteigen begriffen ist. Für Israels langfaserige Baumwolle besteht gross; Nach frage. Die übrigen Erzeugnisse sind Ost (einschliesslich Dörrobst,, Gemüse, Eier, Gefrierhühner und Samen. Tropische Früchte wie Guyava, Avocado und Pecannüsse erfreuen sich in Europa wachsender Beliebtheit, und dementsprechend steigt ihr Export. .jAFFA-KARIOFFELN” Israel ist ein kleines Land, das aber sehr verschiedenartiges Klima aufweist. Es 1 -.lin daher zu allin Jahresmer planmässig. In man. chen Fällen ist die Planung ein Sicherheitsventil gegen Ueberschuss, der in Israel durch Ueberproduktion entsteht, die den Lebensstandard heben soll In diesem Fall wird der Ueberschuss mit Verlust verkauft oder im günstigsten Fall ohne Ge. winn. Dieses Sicherheitsventil gibt es noch bei der Eier-, Bananen- und gelegentlich bei der Tomatenproduktion. Bei Milchprodukten entsteht selten ein Verlust, da die einen *. rch den Verkauf anderer einträglicherer Milchprodukte wie Butter, Käse und Sahne subventioniert werden. Obstzüchter, die ihren Ertrag an Saft- und Konservenfabriken verkaufen, haben selten Verluste aufzuweisen. Da sowohl Wasserpreise wie Löhne in Israel sehr hoc’ sind, stellen sich auch die Produktionskesten dementsprechend hoch, und Israel kann daher nicht mit Ländern ähnlichen Klimas konkurrieren, in denen diese beiden Preiskomponenten niedrig sind. Doch besitzt es andere Vorteil;: zwei Ern ten jährlich von gewissen Produkten, die Erzeugung _ _ __ _ __ _ n hochwertigem Gemüse zeiten Gemüse und Früchte! un<l Obst, das in gemässig ziehen, die im Ausland guten Absatz finden. Die Hauptabnehmer für Israels landwirtschaftliche Produkte sind England, die Vereinigtem Klima nur zu bestimmten Jahreszeiten wächst, und seine verhältnismässige Nähe zu Europa. Israels Bemühungen,, sich ten Staaten, ' Belgien, Hol- I an die Europäische Wirt- Schaftsgemeinschaft anzuschliessen, bezwecken nicht nur, den industriellen Export zu vergrössern und vorteilhafte Importbedingungen zu erhaltet., sondern auch, seine landwirtschaftlichen Erzeugnisse ~a grösserem Umfang und zu billigeren Pre'sen absetzen zu können. Sollte ein solches \bkomen getroffen werden, so wird Israel — um nur einige Artikel zu nennen — seine Produktion an Eiern, Bananen, Erdnüssen und Baumwolle, für die ein ständiger Eedarf im Ausland besteht, vergrössern können. Israels Nachbar Zypern ist ein wichtiger Abnehmer von Eiern ur.c. Gefrierhühnern. Die Vermarktung der letzteren erlitt durch Ueberproduktion einen schweren Rückschlag. Es gab einen Preissturz, und die Bauern mussten den Geflügelbestand reduzieren, um die Prei” aufrecht halten z.u können. Aber nachdem vor kurzem ein Abkommen zwischen der Regierung und , , den Hühnerzüchtern getrof-! linien, werden unter d:m j fen wurde. is* dieser Zweig : Firmennamen „Carmel“ verr wieder in aufstsigender Li- I kauft. Die Schwertlilien s:nd I nie begriffen, und die Preii sogar in den europäischen ge wur(jen stabilisiert. land, Deutschland, die Tür kei, die Schweiz, Italien und Hongkong. Auch der Export nach Skandinavien steigt ständig. Die Kartoffeln Israels sind in Schweden so beliebt, dass man sie dort ..Jaffa - Kartoffeln“ nennt. Ein wichtiger Ausfuhrartikel ’r,d Eier, die hauptsächlich nach Mittelmeerländern geliefert werden, und deren Ausfuhrziffer 350.000.000 im Jahre 1961 betrug. Auch Bananen sind ein rentabler Exportartikel, unterliegen aber | S rhwankungen, da die Bananenpflanzungen sehr empj findlich gegen Kälte sind ' und die Frucht leicht veri derblich ist. Melonen, Toma-! ten, grüner Pfeffer, Eier- . fruchte und griir- Zwiebeln, i die das ganze Jahr in dem fast tropischen Klima der : Toten-Meer- und der Tibe- riasgegend gedeihen werden; den ganzen Winter hindurch!!-n verschiedene europäische Län er geliefert, i AU a.c'.e Artikel, einschliesslich Eier. Geflügel i und Zwiebeln von Schwert- Einwanderer für | Wohnvorslaedte New York. — In den USA j ist die Organisierung von i Einwanderer - Gruppen im Gange, die sieh in Israel in besonderen Wohnstätten (Krajot) ni;derlassen sollen. Solche Gruppen werden zur Zeit von der nordamenkanischen zionistischen Organisation. der Poale Zion und Hapoel Hamisrachi gebildet. Die Wohnvorstädte sollen bei Rischon Lezicn erbaut werden. Jede wird zunächst 300 Wohneinheiten umfassen. HOTEL ARMON; ISRAELS SCHOENES TOURISTENHOTEL ♦ »Die beste Küche t Angenehmer Aufenthalt t Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 231H (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt erforderlich) ♦ ♦ ♦ <

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.