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Jüdische Wochenschau · 1962-10-05 · 1980 (5.10.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1980 (5.10.1962)
Date
1962-10-05
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 5 de Octubre de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 1980 Ereignisse der Woche DAI A Am Vormittag des Erew Rosch Haschana hatte die DAIA zu einer Presekonferenz eingeladen, um über aktuelle Probleme und die politische Lage in Argentinien Bericht zu erstatten. Präsident Dr. Goldemberg gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Neue Jahr ein besseres für die jüdische Gemeinschaft und für das Land sein möge. Die letzten Ereignisse haben gezeigt, so führte er aus. dass unserer Gemeinschaft. die in vielen Organi sationen so gut organisiert ist, diejenige Organisation fehlt, welche bei unerwartet auftretenden, anormalen Zuständen die Leitung und Vertretung in ihre Hand nimmt. Unter anormalen Zuständen sei nicht nur der Antisemitismus zu verstehen, sondern auch allgemeine politische Umstände. Eine Organisation dieser Art müsse alle Teile der jüdischen Gemeinschaft erfas sen und weitestgehend ausgebaut werden, denn der Wirkungskreis der DAIA erstreckt sich nur auf die Bundeshauptstadt, obwohl sie Filialen in einigen Städten im Landesinnern besitzt. Auch seien nicht alle Schich ten der Judenheit von der politischen Repräsentanz erfasst. Die DAIA protestiere zwar bei antisemitischen Vorfällen, doch dies sei nicht genug, um sich dem gemeinsamen Feind entgegenzustellen. Daher führte die DAIA Besprechungen mit lo kalen Vertretern in Córdoba Bahía Bianca und Resistencia, die sie auch mit den Vertretern in Mendoza und Entre Rios abzuhalten plant und sie wird sich auch mit Repräsentanten lateinamerikanischer jüdischer Gemeinden in Verbindung set zen. Kein Grund zur Sorglosigkeit Ueber die jüngsten antisemitischen Vorfälle äusstrte der Referent, die Gründe für diesen Ausbruch seien glücklicherweise nicht tiefgehend, doch bestehe kein Grund zur Sorglosigkeit. Er würdigte den Charakter und Mut, den die Juden in Bue nos Aires in den kritischen Tage bewiesen haben, und verwies auf die Notwendigkeit, alles zu tun, um neuen Exzessen vorzubeugen Hierbei betonte er. dass die DAIA es vorziehe, den Tatsachen ins Auge zu sehen und die Wahrheit offen aus zusprechen. An der Konferenz in Resistencia, so berichtete er. haben sich drei Exminister zusammen mit jüdischen Persönlichkeiten beteiligt, welche bisher nicht aktiv am jüdischen Leben teilnah. men, weil sie glaubten, die langsam durch die Umstän de zu uns getrieben werden. Aus diesem Grunde sei eine Umgruppierung vonnöten und man plant einen Kreis aktiver Mitarbeiter zu schaffen. die dafür Sorg; tragen sollen, dass keine einzige jüdische Gemeinschaft im Lande und auch keine einzige jüdische Familie abseits bleibt, sondern dass sich alle in die DAIA einreihen sol len, denn nur Einigkeit könne uns stark machen. Starke Beteiligung Zu der Konferenz in Resistencia. wo gerade ein Attentat in einer Mittelschule stattgefunden hatte, kamen 70 Vertreter aus dem Chaco, Die deutschen Enfschaedigungen Bonn. — Dr. Nachum Goldmann, der Präsident der Konferenz für jüdische materielle Ansprüche gegen Deutschland, verliess Bonn nach einer Reihe von Unterredungen mit westdeutschen Beamten. Goldmann verhandelte über die Verlängerung des Termins zur Abwicklung dr Wi-edergutmachungsz.ahlungen an jüdische Opfer der Naziverfolgungsn, die Richtigstellung gewisser Fehler in der Handhabung des Bundesent Schädigungsgesetzes und die Abstellung von Ungerechtigkeiten in der Behandlung gewisser Gruppen von Naziopfern. Rund 800.000 Anträge auf Entschädigungen sind bisher noch nicht unter den Bestimmungen des Ge-, setzes entschieden worden, das ursprünglich die Auszahlungen für Ende des Jahres 1962 bestimmte. Zu den westdeutschen Persönlichkeiten, mit denen Dr. Goldmann konferierte, gehören Finanzminister Starke, Vizekanzler Ludwig Ehrhardt, Aussenminister Gerhard Sehroeder u. a. Die betreffenden Herren Vor sicherten Dr. Goldmann, dass die Angelegenheit in den nächsten Wochen geregelt werden würde. (ITA) dritte jüdische Generation im Lande würde sich diesen Problemen nicht mehr gegenüberseilen. In Bahia Bianca war nur die erste Generation, die den Antise mitismus kennt, anwesend, während die anderen es nicht für nötig hielten, Anteil zu nehmen'. Der Abwehrkampf müsse jedoch einen jeden erfassen, und unsere Hauptaufgabe ist es, alle und nicht nur di? zu mobilisieren,, die an der Arbeit teilnehmen, sondern auch Abseitsstehende, welche nur ttifi ~ :$ tt;;Denken Sie an Ihre Ferien, so denken Sie an das!: | HOTEL LAGO "rr I « H Hdas jetzt schon Ihre Anmeldung entgegennimm'. “ AUF WUNSCH DIAET!i 3 RIO CEBALL0S Casilla Correo 34 ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦•♦♦♦♦♦♦s* Pension Familiär *»*44^ S M Flamm ~ i unter Aufsicht der Herren Rabbiner Ï Dr. FINK und Dr. OPPENHEIMER 5 CHASCOMUS F. C. N G. R. Quader von der Laguna Sukkot 0,fen ÍYOID Zimmer mit priv. Bad CHASCOMUS CORDOBA 98 T. E. 2910 Í Inf. in Buenos Aires: T. E. 76-2312 5 JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN s 73-1148 ü=* - ¿ 2 £ S c ï 21 '12» * 2 BLANCO ENCALADA 1646 Formosa, Corrientes undMisiones. Dies waren zumeist Menschen, welche dort schon viele Jahrzehnte ansässig sind und sich für die Mitarbeit mit der DAIA lebhaft interessieren. Dort haben einflussreiche Juden zusammen mit nichtjüdischen Freunden und Kollegen ein Aufklärungs-Comite ins Leben gerufen. Bei der Zusammenkunft in Bahia Bianca waren Vertreter aus Carlos Casares bis Comodoro Rivadavia zugegen. Zwar leben, wie festge stellt wurde, di? Juden in den kleinen Städten im allgemeinen ruhig, und nur Mar del Plata und Bahia Bianca bilden unrühmliche Ausnahmen. Abschliessend wurden noch einige Ergebnisse von Umfragen sowie organisatorische Vorschläge bekannt gegeben . Monat des Jüdischen Buches In den Räumen der Kehilla findet täglich ausser Sonnabends abends die Ausstellung des Jüdischen Bu clves statt, die bisher ausgezeichnete Verkaufserfolge gebracht hat. An dieser Schau beteiligen sich auch verschiedene argentinische Verlage. Freunde des Bu- | dies findet dort Bücher in! spanischer, hebräischer, jidi discher, englischer und deut! scher Sprache, die zu stark! verbilligten Preisen im Rah-! men dieser von der Kehilla i patronisierten Veranstaltung! an die Kauflustigen abgegeben werden. Parallel zu dieser Ausstellung werden Vorträge ge halten, die in dem an die Besucher kostenlos verteilten Katalog verzeichnet sind. So spricht am Sonnabend abends um 22 Uhr im Festsaal der Kehilla Rabbiner Marshall Meyer in spa nischer Sprach? über „El Futuro del Judaiismo en la Argentina“, und am Dienstag. den 9. Oktober, um 22 Uhr Herr Samuel Rollanskv in jiddischer Sprache über Staatsbesuch in Afrika - «v üïiiti Präsident Ben Zwi und seine Gattin Raci el Janait mit der Gattin des Präsidenten Tubman bei ihrem kürzlichen Besuch in Liberia. Wie man sieht, trägt Israels Staatspräsident auf unserem Bild die in diesem afrikanischen Land übliche Tracht das Thema „Di? Heimat und das Land von der russischen jüdischen Zeitschrift .HeimlanP Für Donnerstag, den 11. ds. Mts , ist ei ne hebräische Kulturveranstaltung angekündigt, aut der bekannte Redner das Wort ergreifen werden. Auch künstlerische Programm? werden geboten. Die Schlussfeier der Ausstellung ist für Donnerstag, den 18. Oktober, um 22 Uhr ang?sagt. Bei dieser Gelegenheit wird der Gast des argentinischen Judentums, der bekannte Schriftsteller Mordechai Strigler, in jiddi scher Sprache referieren. Aus der Arbei* der Kehilla Die Kehilla von Buenos Aires hat auch in diesem Jahr vor den hohen Feiertagen 300 Grabsteine für verlassene Gräber auf den Friedhöfen in Tablada. Ciudadela und Liniers gestellt. Trotz der augenblicklichen finanziellen Schwierigkeiten hat die Kehilla ausser ihrer riesigen sozialen und kulturellen Arbeit neben der Finanzierung des jüdischen Schulwesens diesen Brauch der Grabsteinsetzung auf verlassenen Gräbern durchgeführt. In Tablada wurden 145, in Ciudadela 70 und in Liniers 65 Steine enthüllt und den Verstorbenen nach uralter jüdischer Tradition diese letzte Ehre verwiesen. An den Feiern beteiligten sich der Präsident der Kehilla und Mitglieder des Vorstandes, sowie die Prä sidenten und Verwaltungsmitglieder der einzelnen Subcomites in den verschiedenen Stadtteilen. Handelskammer Wie schon früher berichtet findet unter den Auspi zien der argentinisch-israelischen Handelskammer eine Reis? von einer Gruppe ihrer Senden mit Familien nach Israel statt. Die Teilnehmer an dieser Reise, der sich über 100 Personen angeschlossen haben, haben den direkten Flug nach Israel vor einigen Tagen unternommen. Der Direktionsausschuss der Kammer hat seinen Direktions-Sekretär Ing. Wolf Blumenthal mit der Leitung dieser Gruppe betraut, da der Genannte Israel schon mehrmals besucht hat und somit das Land kennt und über Verbindungen verfügt, die die ersten Kontakte zur Förderung des Handelsaustauschs zwischen beiden Ländern erleichtern können. Die technische Organisa tion der Reise wurde von der Reiseagentur Viajcs Bittermann durchgeführt, deren geschäftsführenöo;- Direktor, Bernardo Bittermann, die Reisenden verabschiedete. J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MURE 430 V. Of. 550 T.E.: 30-1474 |E UR0PAE I S CHER FACHMANNf E übernimmt Reparaturen yon E | RADIOS — COMBINADOS f [ T. E.: 70.9931 von 14—16 und ab 20 Uhr | .imiiiiiimmmimiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimmimiiiiic H DIE ANMELDUNGEN FUER DIE TRADITIONELLE GROSSE j REISE nach ISRAEL1 j: | ¡zu Ehren von Pessach und Jom Haazmauti ♦♦ « jj beginnen schon jetzt. Beteiligen Sie sich auch an den Feierlichkeiten j!: im Jüdischen Staate und nehmen Sie an unseren Gemeinschaftsreisen! || teil, mit denen wir in früheren Jahren grossen Erfolg gehabt haben, j « Kommen Sie moeglichst rechtzeitig zu uns und informieren Sie sich I j! über die aussergewoehnlich vorteilhaften Bedingungen, I y die wir Ihnen bieten. : VIAJES LJ BITTERMANN CORRIENTES 2063 - PLANTA BAJA, OF. 9, 10, 14 y 16 T. E. 49-3491 /45-4957 / 49-0433 / 45-7607/49-1229

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