Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1980 (5.10.1962)
- Date
- 1962-10-05
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Vien**'*. 5 d* 0<»nbr* d* ¡W2 S E M A N A ISRAELITA AS« XXIII. _ N«. Viertes m. 0« Glueckwuensche zu Rosch Haschana) BEN ZIVI AN DAS JUEDISCHE VOLK Jerusalem. — Präsident Jizchak Ben Zwi entbot seine Griisse ,,allen Kindern Israels überall in der Welt mit seinen besten Wünschen iür ein glückliches Neues Jahr, ein Jahr der Erlösung und der Rettung.“ Der Neujahrsgruss des Präsidenten unterstreicht, dass „das erste und dringendste Gebot die Eingliederung der Einwanderer“ darstellt. Er verwies darauf, dass das vergangene Jahr sich durch einen gro ssen Zustrom von Immigranten auszeichnete. ..deren Zahl doppelt so hoch wie im Vorjahr ist.“ Ben Zwi ruft zur Mitarbeit aller Judeii auf. um „unse ren Brüdern zu helfen, die aus West- und Osteuropa, aus Afrika. Asien und anderen Gegenden zu uns kom men. Wir müssen ihnen und ihren Kindern die nötige Erziehung angedeihen lassen, sie die hebräische Sprache lehren und sic mit jiidi schem Bewusstsein erfüllen.“ Er fugt hinzu, trotz der beeindruckenden Errungenschaften des verflossenen Jahres hatte sieh ,,der Rhythmus der Entwicklung nicht auf der Höhe der Erf-order..isse der Einwande rung und Integrierung.“ Hier weist er darauf hin. dass ..unsere Feinde ihre Versuche zur Zerstörung unserer Existenz nicht einstellen, doch ihre Intrigen wurden ebenso wie in der Vergangenheit immer wieder zunichte gemacht, denn das auf historischem Boden wiedererstandene Volk von Israel wird niemals wieder von ihm vertrieben wer den.“ NEUJAHRSWUENSCHE KENNEDYS Washington. — Präsident John F. Kennedy übermit telte den Juden durch die Jewish Telegraphie Agency folgende Botschaft: . Anlässlich des jüdischen Neuen Jahres und der Zeit der hohen jüdischen Feiertage spreche ich allen unseren Mitbürgern jüdischen Glaubens meine aufrichtigen Glückwünsche aus. In diesen Feierstunden für die Juden seid Ihr aufgerufen, Euch erneut in den Glauben, die Werte, Ideale und Lehren zu versenken, die den harten Prüfungen, welche Euer Erbteil sind, widerstanden haben. Es ist eine Zeit zur persönlichen und geistigen Bstandaufnah- ,me und der Betrachtung der erstrebten und erreichten Ziele. Sie erfordert neue Entschlossenheit zu Opferbereitschalt. damit Gerechtigkeit für alle Menschen tierische. Niemals war der Wunsch cach einer wahren Verständigung unter den Völkern der Welt stärker als heute Die Gefahr einer Katastrophe erhöht die Dringlichkeit und Notwendigkeit eines Zusammenschlusses für die Sache des Friedens. Unser Volk muss den WTeg zur Befreiung von Unterdrückung. Hunger und Verzweiflung weisen, damit alle Menschen die Wohltaten des tausendjährigen Traumes von Wohl fahrt und Gerechtigkeit auf Erden geniessen können Ich weiss, dass alle Bürger meines Landes si“h die ser Botschaft des guten Willens anschliessen.“ AN DIE JUDEN BRASILIENS Rio äe Janeiro. — Brasiliens Präsident, Joao Gouiart, und der Gouverneur des Staates Guanabara, Car los Lacerda. sandten den jüdischen Gemeinden ihre Glückwünsche zum Neuen Jahr. In der Botschaft des Präsidenten Goulart heisst es: ,,Ich begrüsse die produktive jüdische Gemeinde Brasi liens anlässlich des Neuen jüdischen Jahres und spreche ihr in meinem eigenen und im Namen der Regierung meine wärmsten Glückwünsche aus.“ Gouverneur Lacerda gab in seinen Glückwünschen „OLAMENU" TEL AVIV POB 3002 ISRAELÍ NEUERSCHEINUNGEN DES VERLAGES ♦ * Prof. Dr. H. Sternberg: | * Zur Geschichte der Juden in Czernowitz j Reich illustriert Kart. 3—■ Prof. Kamilo Landmonn: Israel und die Juden der Welt Kart. 2— 1 SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG: J GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN | ♦ Herausgegeben von HUGO GOLD Gewidmet dem Andenken von Prof. Dr. Zwi Perez Chajes Unter Mitarbeit der hervorragendsten Kenner der Geschichte der Wiener Juden. ERMAESS1GTER SUBSKRIPTIONSPREIS: l VOR Erscheinen.$ 15- Nach Erscheinen. $ 20. Alle Zuschriften u. Anfragen sind ausschliesslich-an den Verlag, Tel Aviv. P.O.B. 3002 (Israel) zu richten. d-er Hoffnung Ausdruck, ..dass die in Brasilien lebenden Juden weiterhin zur Entwicklung einen ebenso bedeutsamen Beitrag in der Zukunft liefern weiden, wie sie dies in der Vergangenheit getan haben.“ ERSTE BOTSCHAFT AUS MOSKAU Werte des Papstes Jerusalem. — Oberrabbiner Jizchak Nissim enthüllte, dass er zum ersten Mal Rosch Haschana Griisse von dem moskauer Oberrabbiner Jehuda Leib Lewin erhalten habe. Des weiteren trafen Botschaften des tschechischen Oberrabbiners Elia hu Katz. der Föderation jugoslawischer jüdischer Gemeinden und der jüdischen Gemeinde von Nowosibirsk Die Preise sind in USA'DoDnr angegeben. In früheren Jahren übermittelte der Oberrabbiner von Moskau seine Neujahrs wünsche an Rabbiner Reuben Katz, den Oberrabbiner von Petach Tikwa, dem er als persönlichem Freund gratulierte mit der Bitte, seine Wünsche dem Volk in Israel zu übermitteln, doch bisher hatte er sich niemals direkt an den Oberrabbiner von Israel gewandt. GLUECKWUENSCHE DES ISRAEL-BOTSCHAFTERS General Joseph Awidar, Israels Botschafter in Argentinien, hat an die jüdi sehe Gemeinschaft im Lande folgende Glückwunsch- Botschaft gerichtet: „Meine herzlichen Griisse gelten am Beginn des Neuen Jahres 5723 der jüdi sehen Gemeinschaft in Argentinien. Möge das Jahr, welches beginnt ein Jahr des Friedens, der Ruhe und der Wohlfahrt sein, ein Jahr der Entwicklung des jüdischen Lebens auf allen Gebieten, der Vertiefung seines geistigen Inhalts, der Stärkung der jüdischen Institutionen, des sichtbaren Fortschritts in der erzieherischen Aufgabe, ein Jahr der bedeutenden Initiativen und der aus ihnen resultierenden Erfolge. „Der Staat Israel, sein Volk und seine Regierung, die sich auf den Empfang des Neuen Jahres mit erneuter Kraft vorbereiten, um die gigantischen Aufgaben zu meistern, die sie auf dem Gebiet der Alija. der Absorption, dem Schmelztiegel der Diaspora vorbereitet. verfolgt mit aufrichti gern Interesse die Entwicklung dieser Gemeinschaft und würdigt verständnisvoll ihre Loyalität und ihr Verständnis für die historische Mission, die unser Staat zu erfüllen hat. Mögen sich alle Hoffnungen und alle Wünsche Israels, der jüdischen Gemeinschaft Argentiniens und des ganzen jüdischen Volkes zur Gänze erfüllen.“ TEATRO COLON Rom. — Papst Johannes XXIII. fand in einer Ansprache im Vatikan, die sieh an die italienische Bibel - Gesellschaft richtete, Worte höchsten Lobes für die religiösen W’erte des Alten Testaments. ..Der Mensch lauscht dem Worte Gottes“. so führte er aus, „mit der gleichen Demut,, mit dem das jüdische Volk dis heilige Schrift von Esra nach der unglückseligen Rückkehr aus dem babylonischen Exil empfing. Geliebte Kinder. Ihr werdet in diesem Buche alles finden, was sich auf die Lehre und Anbetung des heiligen Wortes bezieht.“ (ITA) JUDEN FEIERN ROSCH HASCHANA Paris. — Die französische Judenheit, deren Zahl sich heute mit den Flüchtlingen aus Algier, Marokko, Tunis und Aegypten auf 200.000 Seelen beläuft, feierte Rosch Haschana im vollen Bewusstsein der ernsten Probleme, deren Lösung ihr im kommenden Jahr obliegt. Hunderte von Gebetsälen wurden eingerichtet, um den Neueinwanderern die Möglichkeit zum Beten zu ge ben. Das berühmte Vel‘d‘Hi ver in Paris wurde für Tau sende von Gläubigen zu ei ner Synagoge umgewandelt Diese Flüchtlinge begingen das Neujahrsfest, das traditionsgemäss geistiger Sammlung geweiht ist, unter dem Druck materieller Schwierigkeiten und persönlicher Tragödien. Tausende Einwanderer besitzen kein Heim und sind von der öf fentlichen und privaten Wohlfahrt abhängi. Besonders traurig ist das Los der algerischen Kinder, die aus ihren Familien gerissen wurden und in Paris und anderen Städten in Notunterkünften leben. New Delhi. — Die indischen Juden feierten Rosch Haschana mit Gottesdiensten, in denen sie um die Brüderlichkeit der Menschen und die Wohlergehen der jüdischen Gemeinden in der Diaspora beteten. Die kleine Gemeinde von New Delhin versammelte sieh in einem Saal des Hauses des Präsidenten der Zionistischen Vereinigung von Bombay, der in seiner Rosch Haschana - Botschaft dem /Wunsch nach Reinerhaltung der Ideale, der Erhebung der Geister und dem Ende der Galut im Neuen Jahr Ausdruck verlieh. Viernes 5 a las 20.30 hs.: 2a. Fuñe, del abono espec. alemán noct.: “La Walkyria“ de Richard Wagner con el reparto anterior. Dir. de Orq.: Heinz Wallberg. Regisseur: Ernst Poettgen. Sábado 6 a las 21.30 hs.: Conc. Sinf. extraord. a cargo de la Orq. Filarmónica de Bs. Aires. Dir.: Isaac J. Weinstein. Domingo 7 a las 17 horas: 2a. Fuñe, del ab. esp. alem. vespsrt.: “La Walkyria“ con el reparto anterior. Lunes 8 a las 21.30 horas: 17a. Fuñe, del abono a 20: Conc. Sinf. a cargo de la Orquesta Sinfónica Nacional. El recital del barítono Hans Hotter, que debía reali zarse el día 22 de setiembre, tendrá lugar el sábado 20 a las 18.30 hs. (Al piano: Leo Schwarz). An unsere Leser Hierdurch machen wir unsere Leser darauf aufmerksam, dass die nach ste Ausgabe der Jüdi sehen Wochenschau we gen des Nationalfeiertags am 12. Oktober erst jm Sonnabend, den 13. Oktober, in ihren Besitz gelangen wird. ALITALIA MUSIK IN BUENOS AIRES WAGNERS ..DIE WALKUERE“ IM COLON Die ernsthaften Bemühun-! gen einer kontinuierlichen Arbeit hat wiederum die Colön-Leitung gezeigt, indem sie die hier sehr selten gebotene Gesamt - Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ auf den Spielplan gesetzt hat und nicht nur ein oder zwei Fragmente, wie fast immer und überall üblich. Dem selten gehörten „Rheingold“ folgte nun die in Buenos Aires oft gesehene „Wal küre“, das populärste Opus dieses Zyklus. Heinz Wallberg dirigierte das kompliizierte und dankbare Musikdrama mit bemerkenswertem Schwung und unter offensichtlicher Umgehung schleppender Tempi, die allzuoft dem Wagner - Gesamt - Oeuvre Konzentration und Spannung entgehen lassen. Sein Orchester klang sauber und hielt sich gut. Glücklicherweise birgt auch diese Neuinszenierung die im „Rheingold“ kritisierte Grundidee, dem Werk alles Bombastische, Aufgeblasene und Pathetische zu nehmen und zu versuchen, dem Hörer das Unmittelba re, das Menschliche näherzubringen. Der Hunding, von Ernst Poettgen gesehen, ist nicht mehr der bärtige Rekke und Verfechter der Sippenrache. sondern ein eifer süchtiger Gatte, der Siegmund zur Strecke bringt, nachdem ihn dieser mit seiner eigenen Schwester Sieglinde, Hundings Frau, be trog. (Aus dieser Verbindung geht Siegfried, der Held der deutschen Sage und Produkt der Blutschande, hervor). Und nicht mehr ist nach Poettgens Aussage Wotan der Göttervater, der zu seiner Lieblingswalküre spricht, sondern es ist ein Vater in seelischen Nöten, welcher der Lieblingstochter seine Probleme beichtet und das Ende voraussieht. Etwa Zeitloses und gleich zeitig Archaisches haftet der Idee dieses grossartigen Regisseurs an. Er ist das eigentliche „Leitmotiv“ des neuen Wagner - Realismus, den Buenos Aires kennenlernt. Seit einem Jahr ist im Flughafen von Fiumicino in Italien eine Schule der Alitalia für Piloten und Techniker von Handelsflugzeugen in Betrieb. Viele Fluggesellschaften haben in die ser Zeit ihre Piloten zur Ausbildung in der Bedienung von DC8-Jet- und Ca ravelle-Flugzeugen dorthin geschickt, darunter Aeroli neas Argentinas, Panair do Brasil, Cruzeiro do Sul. Gegenwärtig nimmt eine aus 16 Personen bestehende Gruppe von Piloten und Technikern der Central Afri can Airways an den Kursen teil. Die runde Schräge birgt auch am zweiten „Ring“ Abend wieder das szenische Geschehen, und der Spielleiter, im Einvernehmen mit den Bühnenbildern Paul Walters, hält seine wissende Hand behutsam und unaufdringlich, und dennoch stets spürbar, über dieser nur unbedeutend gekürzten und einzigartig ausgeleueh teten Walküren-Aufführung. die uns neuerlich beweist, wieviel man mit wenig sagen kann. Das weltbekannte Ensem ble bedarf kaum besonde rer Würdigung: Hans Hotter, der „Wotan“ der Gegenwart, Fritz Uhl, der eine überraschende Verwand lungsfähigkeit vom ,,Buffo“ Loges zum lyrisch-heldischen Siegmund zur Diskussion stellte, Arnold Van Mill, ein geradezu aufregen der Hunding. Gre Brouwenstijn, die fragend-liebende Siegiinde — die drei Letztgenannten fanden sich be sonders im ersten Akt, laut Bruno Walter der schönste Opernakt der gesamten lyrischen Literatur überhaupt zu denkwürdiger Zusammenarbeit. Ihr Rentree machte Birgii Niison in der Titelrolle. Sie wiederholte sofort den Beweis (den sie in Buenos Ai res schon vor sechs Jahren antrat), dass sie zur Zeit als die wohl bedeutendste „Hoehdramatische“ gilt. Ursula Boese war eine herrlich-herrschende, eifersüch tige Fricka und figurierte gleichzeitig als eine der acht Walküren, deren übrige, hier ansässigen Darstellerinnen sich dank der ge diegenen Vorbereitung durch Roberto Kinsky vollwertig in die Reihe ihrer Kollegen aus Uebersee einfügten. Es gab spontanen und langanhaltenden Beifall. Unser DANIEL hat ein Brüderchen GABRIEL EDUAR00 bekommen. Dies zeigen hocherfreut an: ABNER HAKAMOFF und Frau INES, geb. NADELREICH z. Zt. Cünica Modelo (Ex - Sanatorio Böscht Dr. Luis Agote 2479 Die BAR MIZWAH usseres Sohnes PEDRO RUBEN findet s. G. w. am Schabbos Sukkaus, den 13. Oktober, um 9 Uhr in der Leo Baeck-Synagoge, Vidal 2049, statt. OTTO und ANNE LEHMANN, geb. SICHEL Empfang: Sonntag, den 14. Oktober, von 17—20 Uhr Lafinur 3190 (Las Heras 4000) Ich gratuliere auch auf diesem Wege meinen lieben Eltern MORITZ KAUFMANN und Frau HEDI geb. HAHN herzlichst zu ihrer SILRERNEN HOCHZEIT. J A C O B O Bs. Aires, den 30. September 1962 Congreso 3255 »••••••••••••••••••••••••••••••••••••«I; ISRAEL - BRIEFMARKEN : t A.4 WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUSGA- J BE» ZUM OFFIZIELLEN PREIS; Agencia Filatélica oficial t del Estado de Israel, ♦ VIAMONTE 550. I/B — Bu«»o, Airee, B«P Arfeníi* D A1A Am Rosch daia renz ein aktuelle politisch! nien Ber Präsiden «ab se druck, ein bes«« Cemeinst Lands« Die I< ben ge! aus. ds schaft. sationen ist. di;' fehlt. »' auftretend Ständen i Vertretun nimmt, ln ständen Antisemit! ben, sonde ne politisc ne 0r«a: müsse sehen Ge sen und gebaut Wirkungs streckt sic deshaupt Filialen ’ im Lan Auch seit ten der politischen fasst. Die zwar bei Vorfällen, genug, uir meinsamc zusteilen. DAIA Bes; kalen Verti Bahia Blai eia. die Vertretern Entre Rios und sie u Repräsent rikanisehe meinden zen. Kein Gr Sorglos Ueber semitische te der Ref für diesen «Denken Hdc,s jetzt S RIO C J chasc < F c. N Su CH-tSCC A*,.