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Jüdische Wochenschau · 1962-10-05 · 1980 (5.10.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1980 (5.10.1962)
Date
1962-10-05
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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Viernes, 5 de Octubre «¡e 1862 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Alio XXIII. r t No. lííSO Israel bahnt sich den z. I (Schluss von Seite 1) Staatssekretär Foster Dulles bestimmte Politik der Eisenhower-Regierung war in der Frage der Belieferung Isra eis mit amerikanischen Waffen fest, unbeweglich, man kann sagen stur. Welche Motive können die Amerikaner heute veranlasst haben, einen völligen Stellungswechsel in dieser wichtigen Frage vorzunehmen? Man spricht so häufig von der Notwendigkeit, das Gleichgewicht der Kräfte im Nahen Osten zu wahren. Es dürfte sehr schwer zu beur teilen sein, wenn man mit Recht von einem solchen Gleichgewicht der Kräfte sprechen darf, insbesondere dann, wenn man die Grössenverhältnisse zwischen Israel und den benachbarten arabischen Staaten in Betracht zieht. Dabei muss man immer damit rechnen, dass auch andere arabische Länder, die keine gemeinsa men Grenzen mit Israel besitzen, bereit sein dürften, zugunsten ihrer arabischen ,Brüder* zu intervenieren, auch dann, wenn sie sonst mit ihnen in bitterer Feindschaft leben. Schon einmal, vor garnicht sc langer Zeit, kam es zu einer Kraftprobe zwischen Ost und West, als Nasser sich anschickte. Transjorda nien zu besetzen, um den König in Amman 2u stürzen. Damals riefen Libanon und Transjordanien die westlichen Alliierten zu Hilfe. Die Engländer sandten Truppen nach Transjorda Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1’ izo. nachm. 16—19 Uhr T. E. 83 2613 nien und die Amerikaner erschienen in Libanon. Durch die Belieferung Israels mit Abwehr-Raketen wird sicherlich nicht allein an eine Verstärkung der israelischen Verteidigung gedacht, sondern gleichzeitig die westliche Position ausgebaut, die durch die steigende Aufrüstung Aegyptens gefährdet erscheint. Man soll sich aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Scheidelinie zwischen Ost und West keines falls so fein säuberlich verläuft, wie dies vielleicht nach den verschiedenen öffentlichen Poelmiken angenommen wird. Denn die Ae gypter haben bis heute nicht nur von der östlichen, sondern auch von der westlichen Welt diejenigen Waffen erhalten, um die sie ersucht haben. Ais sich die Engländer in die militärischen Ak tionen Israels beim Sinai- Feldzug einschalteten, wurden sie von den Aegyptern mit ihren eigenen englischen Waffen empfangen. Der amerikanische Entschluss über Waffenlieferungen an Israel hat in arabischen Kreisen selbstverständlich eine harte Kritik und von Seiten Aegyptens die üblichen Drohungen ausgelöst. Nasser liess mitteilen, dass die Amerikaner die Beziehungen zwischen den beiden Ländern gefährden. Man muss abwarten. wie Washington hierauf reagiert. Jedenfalls bedeutet der bekannt gegebene Beschluss der Amerikaner, an Israel Abwehrwaffen zu liefern, ei nen Stellungswechsel, der nicht allein zur Verstärkung der Sicherheit Israels entscheidend beitragen kann, sondern auch das israelische Prestige in der internatio- REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 56S T. E. 49-5550 Jaime Liebling i S. A. t > JUDITH?? SCHENKOLEWSKI i £ KULTUSSTICKEREIEN { c Scbahbosdecken Tallis- J J beutel - Käppchen - M.3zi / zot-Tascben Hand- und S i Maschinensticker«-, von / S Bett und Tischwäsche i Dr. P. I. RIVERA 2585; J (fr. Bebedero)? J T, E. 73-9153 > i 1 OPTICA t DIPL. OPTIKER SPERRHOELZER HOELZER* DIAZ VELEZ 5224 t Tel.: 89-9349, 33-9305! PROPIEDADES 5 FRANKENBERG j 5 berät Sie kostenlos und J { unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von I GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN Manuela Pedraza 2530 pl. b. Dp. B T. E. 70-7244 : Sarmiento 829 j I T. E. 35 - 7356 j nalen W?lt heben wird. Denn hier stehen wir einem Erfolg der israelischen Diplomatie gegenüber, der in seinen Auswirkungen im Augenblick noch garnicht übersehen weiden kann. III. Arabische Rebellionen Die letzten Begebenheiten im grossen arabischen La ger haben die Welt wieder einmal aufhorchen lassen. Rebellionen, Militärputsche, politische Morde markieren den Weg, den die arabische Politik vor allem innerhalb der eigenen arabischen Welt zurücklegt. Die letzte Tagung der Arabischen Liga spiegelte die tiefen Gegensätze wider, die zwischen den verschiedenen arabischen Ländern bestehen, ins besondere zwischen Syrien und Aegypten und zwischen dem Irak und Aegypten. Trotzdem wählte man den Aegypter Abdel Hassouna wieder zum Generalsekretär der Liga, worin ein über raschender Erfolg Nassers erblickt werden muss. Kaum waren die Wortgefechte mit unerhörten gegenseitigen Beleidigungen beendet, als Nasser zu scharfen Angriffen gegen den Imam von Yemen und den König von Saudi Arabien überging, die er in aller Oeffentlichkeit mit den schlimmsten Schimpfworten belegte. Man konnte diese Auslassungen nur als Kampfansage betrachten. Dann fiel der Imam von Yemen in der vergangenen Woche einer Erhebung seiner Armee zum Opfer. Er war nicht der er ste arabische Fürst, der durch Mord beseitigt wurde. Er wird auch nicht der letzte sein, denn schon wurden gegen andere, vor allem gegen den König von Saudi Arabien und den König von Transjordanien schwere Drohungen ausgestossen. Wahrscheinlich ist Hussein von Transjordanien überhaupt dasjenige Staatsoberhaupt, gegen das in un serer Zeit die meisten Atten täte begangen worden sind. Eine weitere Drohung galt den Machthabern Syriens, die sich bekanntlich gegen Nasser gestellt haben und ihr Land aus den Fesseln der VAR befreiten. In dieser gespannten Atmosphäre verwandelt sich der Mittlere Osten wieder in einen Unruheherd ersten Ranges, dessen Auswirkungen auf Isra el spürbar werden. Welch« Rolle gedenken die Russen in diesen Auseinandersetzungen zu spielen? Wahrscheinlich werden sie eine abwartende Haltung einnehmen und damit rechnen, dass diese dauernden Revolutionen, Militärerhebungen und Revolten das Feld für eine kommunistische Infiltration ebnen, ohne dass die Sowjets hierbei eine sonderlich aktive Aufgabe übernehmen müssten. Sicherlich erstreben die arabischen Massen, soweit sie überhaupt schon in der Lage sind, einen eigenen politischen Willen zu entfalten, die Beseitigung des alten Feudalsystems, das vor al lern in Saudi Arabien wie ein Anachronismus in unserer Zeit hineinragt. Dass sie aber unter einem kommunistischen Regime zu leben wünschen, darf man nicht ohne weiteres unterstellen, da der Uebergang von theokratischen Prinzipien, wie sie im Islam verankert sind, zur leninistischen Gesell’ Schaftsordnung zu krass ist. Die motorische Kraft in dieser Entwicklung wird von Nasser entfaltet, der sich immer deutlicher ins kommunistische Lager stellt und mit seinen zahlreichen Enteignungen sein Land zu ei nem mittelöstlichen Kuba zu machen gedenkt. Hierüber kann auch das Waffengeklirr Nassers nicht täuschen, zumal es mit kommunistischen Waffen angestimmt wird. IV. Perspektiven Auch die Annäherung Israels an die Europäische Wirt Schaftsgemeinschaft bedeutet einen Triumph der israelischen Politik und ihrer Bemühungen, aus der Umklammerung des arabischen Boykotts zu einer freien wirtschaftlichen Entfaltung zu gelangen. Während die amerikanische Zusicherung von Waffen zugleich ein Reflex der schwierigen politischen Lage ist, in der sich die ganze Welt befindet, darf man in der Kooperation \ MARTHA ¡CHATEAUX % - HUTSALON B E Jetzt in L G R A MOLDES 2561 T. E 73 9229 73-9155 \ Confitería NIZA í Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS 3296, esq. CONDE 73-1049 ECHEVERRIA 76-0286 M0HEL N. PLAKSIN 1 Superi 2719 T. E. 76-6784 a. 76-2312 mit der Europäischen Wirt-, Schaftsgemeinschaft einen! beachtlichen Schritt zur friedlichen Zusammenarbeit und zum Aufbau gesunder ökonomischer Verhältnisse sehen. Die Vorteile einer solchen Entwicklung, die sich für Israel ergeben, sind ohne weiteres klar. Die Sicherung des Absatzes der israeli sehen Produkte, die zum Export bestimmt sind, gibt die Möglichkeit, neue Planungen fiir Landwirtschaft und Industrie aufzustellen und die vielen Einwanderer, die im letzten Jahr nach Israel gekommen sind, in geordne. ter Weise in den Wirtschafts Organismus des Landes einzugliedern. Gleichzeitig wird Israel hierdurch in die Lage versetzt, seinen grossen Auf gaben gerecht zu werden, die es sich selbst gestellt hat: das Land zu entwikkeln, die Wüsten zu erschlie ssen, neuen Boden für neue Menschen zu schaffen. Die Grenzen des Landes werden — bildlich gesprochen — grösser, die Wirkungsmöglichkeiten reichhaltiger, die natürlichen Lebensbedingungen verbessert. Man muss unterstreichen, dass alle diese Ziele erreicht werden, ohne dass hierfür andere als friedliche Kraftanstrengungen erforderlich sind. Diese Entwicklung ist vielversprechend, natürlich wird man auch hierbei mit einem arabischen Protest zu rechnen haben. Aber wie lange werden und wollen sie protestieren? Wann werden auch diese Herrschaften er kennen, dass der Weg aller Völker nur ein gemeinsamer sein kann, und dass an die Stelle der trennenden die alle Völker verbindenden Kräfte zu treten haben. Dass der Obcrrabbiner von Moskau dem Oberrabbiner Israels zum Neuen Jahr Glückwünsche übermittelt hat, wollen wir mit echtem jüdischen Optimismus als U SEMAKA ISRAELITA Bisemanario — aparece .os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda Verantwortlich: Dr, Hardi Swarsensky Paeyrredóo 2190, 1* izq T. E. 83-26i3 80-6930 Abono-Preise: Argentinien: * 100,— pro Quartal Ausland 5 600 — jährl ein gutes Zeichen werten. Es ist das erste Mal, dass die Juden aus Russland die Möglichkeit haben, durch ihren Rabbiner den Juden Israels und der Welt ihre Verbundenheit mit ihrem Volk ausdrücken zu können. Vielleicht wird sich auch dieses grosse politische Ziel unserer Galut-Politik realisieren, die Einheit des Volkes durch die Wiedereinbeziehung der russischen Juden und der Judenheiten in allen Ländern hinter dem Eisernen Vorhang durchzuführen, und auf diesem Wege die bereits Jahrzehnte dauernde Trennung zwischen Brüdern und Schwestern zu überwinden. So eröffnet das Neue Jahr Perspektiven, die uns aufgrund von Tatsachen und nicht allein aufgrund unseres ungebrochenen Glaubens an die Ewigkeit und die Kraft Israels mit Mut und Zuversicht erfüllen. — Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76-0266 Privat 52-7734 Dr. B. Schwanz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214* RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG Ermittlungen in Erbschafts- und Entschaedigungs- Angelegenheiten JAMES HIRSCH Berlin-Wilmersdorf Prager Platz 6, Telefon: 87 59 14 »K3*aSi**SMM*3SMSlS*äS!MS3S*SSHB5SS! i Dr. BERNARDO GOLDSTEIN \ 3 MEDICO 1 s Cardiología — Hospital Fernández 3 S M S Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiograma!« S ¡ CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 \ i 3 5 Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr ■» S Sonnabend: 14—16 Uhr ¡ m S ne S Í5IIIsiíSSIlfSSSinSiiIii5SSI*IItSmillI^Hl*57i!IlI*IS8ll^ WA»? JACOB LAPIDUS Í dipt. Möbel 3¡ NEUE ADRESSE Í VIAMONTE 2037, 4j. B.Í 46-1716 und 48-2124 £ yWaVLWVVWVWVWVJV f NERVEN u. GEMÜTS- 5 £ KRANKHEITEN { 5 Dr. M. J. KUHN j 5 prov. \ i RIVADAV1A 2625 UI 5 - Tel. 48-7524 / Mont., Mittwoch, Freitag { 17—20 Uhr. Tel. Anmel düng erbeten, H. ROSENZWEIG TAIL0R HENRY STUCUMAN 563 piso 1 - T.E. 32-0913« I Groesste Auswahl in imp. n. hiesigen Stoffen BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicber MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. 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