Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1979 (28.9.1962)
- Date
- 1962-09-28
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Viernes, 28 de Septiembre de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 1979 Ein neues jüdisches Jahr i (Schluss von Seite I) | neuer Verpflichtungen auf.! Israel blieb einem seiner | fundamentalsten Gesetze! treu, jeden Juden, der ins ] Land kommen will, als neuen Burger zu empfangen. Grosse Staaten haben sich selten imstande gezeigt, eine Masseneinwanderung aufj zunehmen und zu absorbiej ren. Die heutigen Schwierigj keiten in Frankreich sind bekannt, die durch die Flucht der französischen Bürger aus Algier entstanden sind. Dass Israel in der Proportion mehr Menschen aufnehmen und in seine Wirtschaft einordnen konnte, war nur eine Wiederholung früherer Vorgänge. Aber hierzu waren und sind ausserordentliche Anstrengungen notwendig. Zehntausende von Einwanderern, die heute noch die Möglichkeit haben, aus ihren bisherigen Wohnländern auszuwandern, mussten sofort und bedingungslos nach Israel gebracht werden. Denn niemand kann sagen, ob diesen Juden auch morgen noch die Auswanderung gestattet sein werde. Bei diesem gewaltigen W?rk der Rettung der Gefangenen und Verfolgten ist Israel selbstverständlich auf die Hilfe und weitgehende Mitwirkung aller Juden in der Welt angewiesen. Es wäre auch unverantwortlich, die gesamte Last auf die Wenig mehr als zwei Millionen Israelis abzuwälzen. Niemand wir daber mit gutem Gewissen behaupten FREY ABOGADO PUEYRREDON 219« 1* izQ. nachm. 16—19 Uhr T. E. 83 2613 wollen, dass die Juden in der Welt sich auf der Höhe ihrer eigenen Verantwortlichkeit gezeigt hätten. Der Ruf ..Pidyon Schevuim“. der Rettung der Gefangenen unseres Volkes, hat nicht das erforderliche Echo gefunden, auch nicht bei uns. Das ist umso betrüblicher, als die Auswanderungsbereitschaft der lateinamerikanischen Juden in einem steten Wachsen begriffen ist. Aber unsere Juden haben noch nicht verstanden, dass sie durch diese Hilfeleistung, die heute noch anderen zugute kommt, sich letz- : tenendes nur selbst helfen. | Jede neue Einwanderung> macht das kleine Israel grösser, erweitert die Aktionsj fähigkeit seiner Wirtschaft,: erhöht die Bedürfnisse des! Arbeitsmarktes und stärkt das Land, dessen grösstes und wertvollstes Kapital die menschliche Arbeitskraft in geistiger wie materieller Hinsicht war und bleibt — Die Lage der Juden in der Welt hat im letzten Jahr manche Erschütterung erfahren. Die alten Gesetze der Galut, dass die Juden immer die, Prügelknaben sind, wenn die Dinge nicht den erhofften oder erwünschten Verlauf nehmen, haben ihre Gültigkeit behalten. Wir selbst haben dies in unmittelbarer Nähe auf dem lateinamerikanischen Kontinent erlebt. Ob es sich um politische Schwierigkeiten, ob um Wirtschaftskrisen handelt, wieder hat man die Juden als die Schuldigen angeprangert, indem man den alten und eigentlich schon verbrauchten Rezepten der antisemitischen Giftküche folgte. Eine Welle antisemitischer Terror-Akte ergoss sich über die südamerikani- REAL Füllhalter REPARATUREN 4 Spezialgeschält X CORRIENTES 569 I T. E. 49-5850 Jaime Liebling! S. A.; SPERRHOELZER i H O E L Z E Ri DIAZ VELEZ 5224 Tel.: 89-9349. 33-9305 J % PROPIEDADES \ Í FRANKENBERG »* ■ ,« berät Sie kostenlos und ‘ inverbindlich beim Kauf | J oder Verkauf von ■' GESCHAEFTEN | *. WOHNUNGEN * / haeusern; % Manuela Pedraza 2530 1? pl. b. Dp. B | % T. E. 70-7244 . JUDITH :• SCHENKOLEWSKI < KULTUSSTICKEREIEN!; Schabbosdecken - Tallis-J beutel - Käppchen - Mazij zot-Taschen ■ Hand- und Maschinenstickerw von £ Bett und Tischwäsche «j Dr. P. I, RIVERA 2585 (fr. Bebedero) \ T. E. 73-9155!' rAWiVWAV.NV/AVr ♦ 4 ♦ *; OPTICA DIPL. 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Noch immer werden die Verfehlungen einzelner der Gesamtheit zur Last gelegt und geben einen bequemen Prätext für eine in Stil und Inhalt gleichbl eiben de antisemitische Propaganda, di« nur das Mittel zum Kampf um die Macht darstellt, mit dem die Juden weder als einzelne noch als Kollektiv etwas zu tun haben. Diese Vorkommnisse sind umso erstaunlicher, nachdem niemand mehr irgendwelche Zweifel an der Grausamkeit antisemitischer Aktionen und an der Barbarei der nazistischen Epoche hegen kann. Beinahe täglich berichten die grossen Zeitungen über die Schreckenstaten der Nazis mit ihren Massenmorden und der Ausrottung von Millionen Juden wie Niclitjpden. Durch den Eichmann-Prozess wollte die israelische Regierung noch einmal das Gewissen der Welt wecken, um vor der K iederholung derartiger \ erbrechen zu warnen. Vielleicht ist es noch zu früh uns die Frage vorzulegen, ob der Zweck dieses grössten Prozesses des Jahrhunderts wirklich erfüllt wurde. Aber ernste Bedenken und Zweifel steigen auf, wenn wir jetzt die Reaktion befrachten. die das Urteil und seine Vollstreckung ausgelost haben, trotzdem die undesdeutsch<A Regierung nut aller Deutlichkeit hervorhob, dass das Verfahren und das Urteil gerecht gewesen sind. Man braucht sich vielleicht nicht lange mit denen mjfzuhalten, die in einem ‘ ichmann ihr Idol sahen, >e sieh dazu hinreissen Ile '_'en, Eichmann zu verteilen oder ihn gar rächen ■i wollen. Die eigenen Nazi- MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 Antinazi-Broschüre verboten Mainz. — Die Verbreitung einer antinazistischen Broschüre wurde durch Verfügung des Er Ziehungsministeriums in den rheinischen Mittelschulen verboten. Der ..Die Wurzeln des Faschismus und Nazismus“ betitelte Bericht ist von einem westdeutschen Jugendverband herausgegeben worden. (ITA) Kumpanen sind von Eichmann abgerückt. Er selbst hat seine Taten nicht bestritten, sondern nur sich selbst zu entschuldigen versucht, weil er höheren Befehlen gefolgt sei. Dennoch sollte man die Frage zu analysieren versuchen, wie es denn möglich ist, dass Menschen noch heute in voller Kenntnis des Geschehens picht nur die Rechtfertigung eines einzelnen Menschen suchen, sondern eine neue Jugend veranlassen wollen, die alten Hassgesänge zu erneuern und den alten Verbrechen neue hinzuzufügen. Irgendwo muss doch die Erziehung versagt haben, irgendwo müssen unverständliche Mängel in der Gedanken- und Gefühlswelt mancher Kreise einer neuen Generation vorhanden sein, die zu solchen Anormalitäten führen. Aber nicht nur die Unbelehrbaren und die Berufsantisemiten geben Rätsel auf, weil ihre Handlung und Haltung unverständlich sind. Wir müssen uns ebenso fragen, ob die grosse demokratische, die christliche Welt in der Weise reagiert hat, wie. man es hätte annehmen müssen. Die Frage aufzuwerfen, heisst sie zu verneinen. Die Stimmen des deutschen Propstes Gröber und einiger protestantischer JACOB LAPIDUS Í dipl. Mohel;! NEUE ADRESSE ÿ VIAMONTE 2037, L. fi. *j 46-1716 und 48-2L4 :• Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76 0266 Privat 52-7734 Dr. B. Schwanz ZAHNARZT f ESTOMBA 2283 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE TELE F. VORANMELDUNG ■fVAWi-AlWVWVJW/ S NERVEN n. GEMÜTS- 5 f KRANKHEITEN;j Dr. M. J. KUHN % 5 prov. \ RIVADAVIA 2625 III 5 i Tel. 48-7524 > ¡«Mont., Mittwoch, Freitags f 17—20 Uhr. Tel. Anmel-1» 5 düng erbeten. «J Geistlicher sind vereinzelt gewesen und beinahe ungehört verhallt. Keine Regierung hat den Anlass wahrgenommen, um vor neuen i antisemitischen Exzessen zu I warnen, um der ganzen j Menschheit vor Augen zu j führen, wohin Völker- und j Rassenhass führen muss.! Nur mit Bedauern müssen I wir zu der Feststellung kom-! men, dass hier eine Gelegen-! heit versäumt worden ist, j die eine heilsame Lehre für ’ die neuen Generationen hat te sein können, eine Richtschnur für eine Haltung der \ Brüderlichkeit, der gegenseitigen Toleranz, des Ausgleichs zwischen Menschen und Nationen. Die Reaktion der Welt war schwächlich, nicht weil das Urteil Israels einer Bestätigung durch andere bedurft haben würde, sondern weil das Bekenntnis zur Gerechtigkeit, zur Gleichheit aller Menschen und zum Lebensrecht aller Völker nicht abgelegt worden ist, das in dieser Zeit der Wirren und Irrungen doppelt wichtig gewesen wäre. — Mit Genugtuung können wir beobachten, dass die Haltung der Katholischen Kirche gegenüber den Juden einer — möglicherweise — entscheidenden Revision unterzogen worden ist. Hier kann sich eine Entwicklung anbahnen, deren positive Folgen im Augenblick noch kaum abzuschätzen sind. Es war die Kirche, die den Juden das Stigma des Gottesmordes“ auf die Stirn gebrannt und damit Jahrhunderts und Generationen hindurch die Juden ausserhalb der Gesellschaft gestellt hat. Der Papst Johannes XXIII. hat bereits einige wichtige Anordnungen gegeben, um diese These aus der kirchlichen Lehre zu beseitigen. Auf dem bevorstehenden Konzil sollen weitere Massnahmen folgen, um zu einem besseren Zusammenleben aller religiösen Auffassungen zu gelangen. Welche äusseren Ursachen LA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece .os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. V^rantwortlich: Dr. Ilardi Swarsensky Pueyrredóa 2190, izq. T. E. 83-26x3 80-6930 A bono-Preise: Argentinien: $ 100.— pro Quartal Ausland $ 600 — jährl Kupferne Waffen Haifa. — Ein fünftausend Jahre altes Lager mit kupfernen Waffen wurde südlich von Haifa in Kfor Monasch entdeckt. Ein Bauer war zufällig beim Pflügen seines Ackers auf einen harten Gegenstand gestossen. auch diesen Stellungswechsel der Kriche herbeigeführt haben mögen, — unter ihnen der Generalangriff der komkunistischen Welt gegen alle Glaubensbekenntnisse, — die Tatsache allein ist für die künftige Entwicklung der jüdischen Gemeinschaften in der grossen christlichen Welt von einer transzendentalen Bedeutung. Das werden wir umso besser verstehen, wenn wir uns bewusst machen, dass der Antisemitismus in seiner religiösen, politischen und rassischen Präsentation beinahe ausschliesslich in ' christlichen Landern aufgetreten ist. — Die vor uns stehenden Aufgaben sind grosse und schwere; sie verlangen die Einheit der Aktion und die Bereitschaft jedes Juden, an den Pflichten Anteil zu nehmen, die uns das grosse jüdische Erbe auferlegt. Sie verlangen Einsicht und Tatkraft, um in einem Kampf zu bestehen, der um die Freiheit aller Menschen und um unser Recht ausgetragen wird. KlääsSSSSSSilS ssiïgiisiiiiiîifïS'ïssssiïiHiiiïaiïïïiïïi- I Dr. BERNARDO GOLDSTEIN I s MEDICO a ■ a : Cardiología — Hospital Fernández » s s a Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme g a mí s CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 § Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr 3 Sonnabend: 14—16 Uhr S fc> SISSï*I£l*SSSSïSI*IIIIISIâirïïlB5SïS*SIïSIïiâlïIâïIIIIiIî? *iS8E3iiïESâIÏ*âiS*ISIEâï3 | Confitería NIZA \ | Servicios de lunch de categoría j* f SALON DE FIESTAS J í ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE | í 76-0286 73-1049 j; H. 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