Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1978 (21.9.1962)
- Date
- 1962-09-21
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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\ Vientes, 21 de Septiembre de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — N*. IW* — 3 NASSER AN ALLEN FRONTEN In seiner b-kannten Rede , Syrien, und vor einiger Zeit | nach Aegypten und beschaff vor den Mitgliedern des Geführten sie auf einer Presj Je dort für seh e Auttragge- ^t/«cbenden Rat s von Ga-! sikonferenz in Kairo vier j bcn die notwendigen Inforwar anscheinend ein neu-! ehemalige Beamte der syrimationen. Der atrikanischer Nas*er vor der W '.t auf-! sehen Television vor, die aus j asiatische Charakter dieses e"treten Der Präsident der i Damaskus geflüchtet waren, i Spionageringes wurde noch Vereinigten Arabi-chen Re! Diese politischen Flüchtlinge weiter dadurch .unterstützt1, miblik der bisher immer; warfen den Machthabern in j dass ein Mitaibeiter des zur Ablehnung mir Israel | Syrien Verrat vor und be-; Spionageringes sogar mit einiferritfen hatte, war auf richteten über blutige Zuj nem jemenitischen Pass auseinnal? ls der Realist er-! sammenstösse in Aleppo, i gestattet wurde. Dieser Spi- ‘ ' -- der wichtigsten Stadt Nord I on im Aufträge Israels beschienen und halte zur Vorsicht gemahnt. Er hatte seine Zuhörer darauf aufmerksam gemacht, dass das Palästina - Problem überaus kompliziert sei und dass er den Arabern noch keine Lösung bieten könne. Seine Konkurrenten im arabischen Lager, sowohl in Amman als auch in Damaskus hatten ihn wegen dieser riefaitistischen Rede heftig angegriffen. Demgegenüber hatten westliche Beobachter auf eine Schwenkung zu ei ner realistischen Aussenpolitik gehofft. Aber sie haben sich getäuscht, denn inzwischen hat Nasser seine innerarabische Agitation mit aller Kraft weiter betrieben und hat auch das Th.-ma Israel wieder zum Gegenstand seiner Propaganda gemacht. In Nordafrika vurde Nasser hef.ig kritisiert, weil man ihn für die Auflehnung Ben Bellas gegen die Regierung Ben Cheddas verantwortlich machte. Nasser er-; klärte sich wollt in rühmen-! den Worten zur Vermittlung bereit und liejs Ben Bella nach Kairo kommen „ber in; Tunis und Rabat sah man , diese Einmischung desägyp-; tischen Präsidenten in die Angelegenheiten des ..Ma- , ghreb“, des westlichen Nordafrika, sehr ungern. | Das war die eine Seite der! Nasserschen Agitation. Ue- , ber Nordafrika vergassen | seine Propagandisten nicht Syriens. Die syrische I egierung sah sieh inzwischen genötigt, diese Darstellungen zu bestätigen, und sie kündigte erneut scharfei. Kampf gegen aufrührerische Elemente an. Die Zwischenfälle in Aleppo zeigten jedenfalls dass von ein^r Stabilisierung in Syrien keine Recte sein kann und pronasserisehe Elemente immer wieder j versuchm. dem ..Verrat und I dem Isolationismus“ ein Ende zu machen. \ i NOCH EIN SPIONAGERING j Im K »mpf gegen Israel wurde inzwLcen wieder! einmal von Aegypten die be- . währte Platte der Spionage abgespielt. Der Set der von Kairo gab die Aufdeckung eines proisrcelischen Spiona | ge-Ringes bekannt. Aber dieses Mal handelte es sich um . eine originelle Spionage-Or- ' ganisation. Während früher meis.t Europäer oder in Aegypten ansässige Griechen ' als Opfer Prozessen ten verlagerte sich dieses Mal der Schauolatz des Rin ges nach Afrika. Der Hauptangeklagte im neuen Spionage Vorfahren ist der äthiopische Staatsangehörige Ali Ahmed, der angeblich von Aethiopien und Erythräg aus operierte. Er kam von dort einige Male j schaffte Informationen über I die Armee des Jemen und j die dortigen Häfen, ferner; hatte er Material über die , Tätigkeit der Russen im Je- | men. die von Geheimnissen 1 umwittert ist. zu liefern. Die I russische Infiltration nach I .Temen gilt als ,,top secret“. und Radio Kairo erwähnte j die Beobachtung der russi- ' sehen Tätigkeit, um auch gleich Moskau gegen Israel aufzubringen. Die Aegypter traten dann mit massiven Beschuldigungen gegen Aethiopien auf und behaupteten, dass in den Passämtern von Addis Abeba Beamte sitzen, die Spione für Israel anwerben. Aethiopien muss in dieser Wejse dafür ,,zahlen“, dass es gewagt hat, Israel de jure anzuerkennen und enge Verbindungen mit ihm aufzunehmen Darüber hinaus dienen die Angriffe gegen Aethiopien natürlich auch als Warnung für die neuen afrikanischen Staaten Diesen gegenüber soll Israel als Land erscheinen, das durch seine Spione nur Unfrieden stiftet und das die afrikanischen Gebiete in Gegensatz zu Nasser, dem grossen Führer der antiimperialistischen Bewegung bringen kann Die Schwenkung in der Politik der Aufdeckung von Spionage-Ringen ist unübersehbar. und der zu erwarende neue Prozess ist als Teil des Kampfes gegen das .,israelischj Eindringen“ nach Afrika zu betrachten. DAS INFLATIONSBUDGET Die westlichen Kreise, die auf eine Schwenkung der ägyptischen Pclitik gehofft hatten, wurden in einer weiteren . Beziehung enttäuscht. Die Weltbank (nachdem sie Aegypten eine Anleihe gewährt hatte), hatte in einer Verlautbarung erklärt, dass Kairo in Zukunf den Kredit LA SEM AM A ISRAELITA BISEMANARIO INDEPENDIENTE 8*. Aires - PUE Y KREDO >1 21M. 1* - T. E. 83-2*1« September 22. F.lul 5722 21. 1962 * MALERARBEITEN Í FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG. SAUBER, PREISWERT, SCHNELLSTENS ALFREDO STEHN Virrey del Pino 2639 T. E. 76-7281 y 76-9088 j AUTO t 9 r t Mehr als ein Drittel aller Deutschen waren einer Meinungsumfrage zufolge der in den Spionage-, Auffassung, dass Eichmann herhalten muss- . gehängt werden sollte. Der Frankfurter Professor Max Horkheimer, der im Auftrag des Amerikanischen Jüdischen Comités die Haltung des deutschen Volkes zum Eichmann - Prozess untersuchte. kam in seinem Belicht zu dem Schluss, dass der Prozess in Jerusalem den Antisemitismus in Deutschland nicht wiederbelebt hat, auf der anderen Seite aber auch die wenigen noch vorhandenen Antisemiten in Deutschland keines Besseren belehren konnte. Allgemein weist sein Bericht aus. dass der Antisemitismus in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen ist. Professor Horkheimer, der das Soziologische Institut in Frankfurt leitet, hat zwei Untersuchungen unternommen, die erste im April und Mai 1931 und die zweite im Januar und Februar 1962, nachdem Eichmann zum Tode verurteilt worden war. In beiden Untersuchungen ergab sich, dass 95 Prozent der Befragten ,,etwas von dem Prozess“ gehört hatten. ..Diese Zahl wird von Meinungsforschern für ausserordentlich hoch gehalten“, meint Horkheimer zu diesem Ergebnis. „Zweifellos hat der Eiclimann-Prozess einen furchtbaren Eindruck auf die deutsche Be völk»runs* gemacht, obwohl er die Ansichten der einzelnen kaum geändert haben dürfe.“ In der Umfrage von 1961 hatten 90 Przent angeben können, um was es bei dem Prozess ging. 1962 wussten rund 67 Prozent, dass ein Urteil gefallen war und was der Spruch besagte. 55 Prozent der Befragten waren bei der zweiten Umfrage der Meinung, dass das Veri 1 fahren ordnungsgemäss ge- ♦ | führt wurde. 9 Prozent mein- * ten, dass es unfair abgewickelt worden sei. während 36 Prozent entweder die : Antwort verweigerten oder REPARATUR - WERKSTATT! keine Meinung hatten 1 4 t Teppichhaus - M. Höchberg j? * Z UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKUUPFTEN » ♦ TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN < l njER JEDES GEMUETLICHE HEIM. 4!i Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorfiihrund 4 Auf Wunsch Zahlungserleichter’ingen ♦ Dit DEUTSCHEN UND EICHMANN Jahre Gefängnis — sieben Prozent; Freispruch mangels Beweises — zwei Prozent; unschuldig — weniger als ein Prozent; „ich weiss nicht“ — 28 Prozent. Die Meinungsumfragen beweisen laut Horkheimer dass der Antisemitismus stetig zurückgeht. Diese Ten denz hätten auch die Umfragen von 1961 und 1962 bestätigt. Der Eichmann-Prozess hat nach Ansicht von Horkheimer diese Entwicklung weder nach der einen noch nach der anderen Seite beeinflussen können. Zwischen den Leuten, die anti semitische Tendenzen zeigten, und jenen, die ein kritisches Verhalten gegenüber dem Eichmann-Prozess an den Tag legten, bestehe ein ..auffallender Zusammenhang“. begrenzen und eine antiin flationistische Politik be-; . treiben werde. Die Regie- I! rung Aegyptens hielt ihre Versprechungen schon nicht I! ein, als sie von einer echten 1 Abwertung des Ptundes abj sah und nur eine ..Kursver- 1 : einheitlichnng“ ankündigte. 1 um sich im Lande selbst j ■ keinem Prestigeverlust aus- I zusetzen. Die Weltbank i nahm dieses Vorgehjn noch | hin, weil es ihr auf die Form i der Ankündigung nicht so | sehr ankam, war sie doch ' mehr an der Befolgung ei-; ner antiinfiationistischen Poi litik interessiert. 1 Aber von dieser kann kei- \ , ne Rede sein. Die ägypti- , sehe Regierung veröffent- | lichte kürzlich ihren neuen Etat, und dieser kann nur; als ausgesprochenes Infla- | tions-Budget bezeichnet iv.r den. Die Ausgaben sollen j um 40 Prozent höher sein Î als im Vorjahr, und die Buc’ | getsumme ist zehn Mal so; ' hoch wie 1952, dem Jahr der; Revolution. Für Wohnungen j und öffentlich^ Dienste soi- ' len 60 Millioner. Pfund statt 23 Millionen ausgegeben ■ werden, die schon genügend , kostspiedige Verteidigung 1 wird von 118 Millionen! Pfund auf 138 Millioren ge-! steigert, d. h. die Aufrüstung geht in vollem Umfang weiter. Gegenüber den Reklamcposten Bauten und Armee bleibt die Erziehung weit zurück. Es f-’hlen Klasssnräume für 1.5 Millionen Schüler und ferner fehlen 60.000 Lehrer —. und diese Anga- , be erklärt leicht, warum; Aegvpten trotz all seiner Be-; mühungen in der Entwicklung Zurückbleiben muss. In Washington, das Nasser Mainii 484 I in letzter Zeit so generös unterstiitzte, hat dieser Etat jedenfalls sehr enttäuschend gewirkt. Die Weltbank hatte ihre Kredite als wirtschaftlich bedingt hinstellen wolisrael und Europamarkt Brüssel. — Der Rat des Gemeinsamen Europamarktes wird ir. seiner nächsten Sitzung am MonaLende über Israels Ersuchen beraten, sich diesem Markt aut irgendeine Weise anzuschliessen. 'IT.,1 , ien, das neue Budget deckte in vollem Umfang ihren politischen Charakter auf — und in der amerikanischen Hauptstadt ist man angesichts der erneuerten Agitation Nassers und angesichts des Wei'e-gehens der inflationistischen Politik mehr als besorgt. 'jaaNMMMMk h Deshalb soll?n Sie, wenn Sie r.n HERRENKLEIDÜNG j denken, zu CARLTON kommen. Dort werden Sie gut und persönlich bedient, und dort sagt man Ihnen mit gutem Gewissen. ..Auf Wiedersehen. das Kleidungsstück wird Thnen jahrelange Freude bereiten. Ernst Koppel Herrenbekleidung TE. 31-7845 Herrenausstattung 1 Maipú 982 TE. 31-0357 risHirj MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus CaIJe ANDONAEGUI 2083 4 Quader vo- Station Urquiza Mu£8US WcdeAnuuuü; MODERNE WOHN- UND SCHLAFZIMMER EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN i SARMIENTO 1147 ► PAMPA 4979 esq. Triunvirato — T. 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