Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1978 (21.9.1962)
- Date
- 1962-09-21
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Viernes, 21 d* Septiembre de 1962 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Afie XXIII. — No. 1978 Die neue Generalversammlung f (Schluss von Seite 3) i‘ sind Mauern errichtet wor- ( »len. Dem Wesen einer Maui er entsprechend, die eine ’ Innen- und eine Aussenfront I hat, sollen damit zwei ver- . schiedene Ziele erreicht werden. Erstens wollte man verhindern, dass irgendwer 1 oder irgendetwas durch die Mauer in die freie Welt gelangt, wie man gleichzeitig die Ummauerten vor den Menschen oder Ereignissen ,,schützen“ wollte, die von aussen durch die Mauer dringen könnten. Die Mauer ist gleichermassen Symbol der Innenwie der Aussenpolitik und auch deren Inhalt. Man sollte sich aber davor bewahren, die Bedeutung der Berliner Mauer zu überschätzen. Die Deutschen sind zwar daran interessiert, die kommunistische Mauer in den Mittelpunkt einer internationalen Propaganda zu stellen, die heute noch an Tragweite zunimmt, weil angeblich auch Kuba sich mit dem Gedanken Irägt, Mauern zur Abriegelung gegen die Freiheit zu hauen. Aber bei dem Protest- und Wehgeschrei, das sich wegen der Mauer in deutschen Landen vernehmen lässt, wurden jene Mauern ganz vergessen, die einst die Deutschen selbst — und nur vor etwa 20 Jahren — errichtet haben. Das waren aber keine Mauern, die zwei feindliche Staaten oder Weltanschauungen voneinander trennen sollten, sondern Mauern, in denen Gefangene gehalten worden sind, die Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1* izq. j J nachm. 16—19 Uhr T. E. 83-2613 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 ♦ ♦ »-»-4 Jaime Liebling S. A. 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In jenen schwarzen Tagen der Naziherrschaft gab es aber auch in der freien Welt unsichtbare Mauern, die sich vor denen auftürmten, die in die Freiheit gelangen wollten, um dem sicheren Tode zu entfliehen. Einwanderungssperren, Arbeitsverbote, Aufenthaltserlaubnisse und zahlreiche andere Massnahmen waren die Mittel zu dem einen Zweck, eine jüdische Einwanderung zu unterbinden. Das auf den Meeren herumirrende Flüchtlingsschiff war ein trübes Symbol für die freien Länder, die diejenigen nicht aufnehmen wollten, die sich hätten retten können. Auf den Konferenzen von Evian und Bermudas vergoss die freie Welt Krokodilstränen; über die von ihr selbst ge- | scbaffenen Schranken, ob-! wohl es nur in ihrer Hand | lag, durch eine grosszügige j Planung zu helfen. Auch das sollen wir nicht vergessen, besonders dann nicht, wenn die Vereinten Nationen wieder einmal zusammen tre- { JUDITH $ SCHENKOLEWSK! 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Man tröstet sich mit der durch nichts bewiesenen Behauptung, die Russen seien geschicktere und durch ihre Unnachgiebigkeit bessere Diplomaten. Die Ursachen für das langsame, aber bisher nicht aufzuhaltende Vorschreiten des Kommunismus liegen auf ganz anderen Gebieten als auf intellektueller Ueberlegenheit. Dem Westen ist es noch nicht gelungen, eine auch nur mit weitesten Grenzen gezogene Demarkationslinie einer einheitlichen Aktion aufzustellen. Der Westen ist eine positiv kaum zu definierende Kraft. Man kann zwar sagen, dass diejenigen Völker und Menschen zum Westen gehören, die gegen den Kommunismus kämpfen. Zu sagen, die freiheitlichen Nationen seien im Westen im Kampf gegen die Unterdrükkung zusammengeschlossen, entspricht bereits nicht den Tatsachen. Denn im Westen befinden sich die wirklich demokratischen Kräfte in einem Widerstreit gegen den Faschismus, der nicht weniger ernst wie der Kampf gegen den Kommunismus genommen werden muss. Wenn man aber selbst hiervon absehen wollte, was man natürlich nicht kann, ist es bis heute noch nicht einmal gelungen, in einer so grundsätzlichen und schicksalsschweren Frage wie Kuba zu einer einheitlichen westlichen Politik zu gelangen. Während die Amerikaner gegen die Ueberschwemmuhg von Kuba mit russischen Waffen und „Experten“ protestieren, müssen sie sich im selben Augenblick an ihre eigenen Verbündeten wenden und sie auffordern, mit ihren Schiffen keine östlichen Waffen nach Kuba zu transportieren, wie das erst vor wenigen Tagen öffentlich, jedem hörbar, jedem sichtbar, geschehen ist. Welchen Wert können amerikanische An- M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 % JACOB LAPIDUS < j dipl. Mohel;; Í NEUE ADRESSE jj ¡¡ VIAMONTE 2037, 4j. B. ¡¡ 46 1716 und 48-2124 ¡. Vor der Rückkehr nach Israel Reykjavik. — Ben Gurion berichtete nach seiner Ankunft in Island von seinen Eindrücken in Skandinavien. Er erwähnte im besonderen die sozialen Errungenschaften dieser Länder und den hohen Standard des I^bens und der Erziehung. Ueberall habe er aufrichtig freundschaftliche Gefühle für Israel gefunden, sagt« er. In einer Pressekonferenz erklärte der israelische Ministerpräsident, er beneide Island, weil es kein Heer brauche. Zürich. — David Ben Gurion traf aus Island, der letzten Station seiner vierwöchigen Reise, auf der er fünf skandinavische Länder besucht hat, in der Schweiz ein. Ben Gurion wird mit seiner Gattin und Tochter eine Woche hier verbringen, bevor er nach Israel zurückkehrt. (ITA) klagen in den UN über eine russische Aggression gegen unseren Kontinent haben, wenn alle Welt weiss, dass die Voraussetzungen hierfür mit Hilfe alliierter Schiffe geschaffen werden? Der Hinweis auf die schweren Auseinandersetzungen innerhalb der kommunistischen Welt, insbesondere der Kampf um die Hegemonie zwischen Russen und Chinesen, kann diese Diskrepanzen in der westlichen Hemisphäre nicht ausbalancieren. Bisher sind auch keine Erfolge einer westlichen Politik sichtbar geworden, die erkennen Hessen, dass der Westen die schweren Differenzen im östlichen Lager zu seinen Gunsten ausgewertet habe. Der entscheidende Punkt bei diesen Diskussionen zwischen Moskau und Peking ist die Haltung gegenüber der nichtkommunistischen Welt, abgesehen von der wachsenden Rivalität zwischen den beiden kommunistischen Grossmächten. Unter diesen Umständen müsste es möglich sein, zumindest mit den Russen zu einer Annäherung zu kommen, die im Gegensatz zu den roten Chinesen vorgeben, die Koexistenz mit dem Westen zu suchen. In einer weiteren Frage, die bei der Generalversammlung der UN erneut Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76-0266 Privat 52-7734 Dr. : B.Schwara ZAHNARZT 3 ESTOMBA 2283 52-8214 j RAYOS X i PARADENTOSE 1 TELEF. J VORANMELDUNG I «♦♦♦*♦♦♦ »-T? NERVEN o. GEMÜTS- S i KRANKHEITEN? J Dr. M. J. KUHN $ 3 prov. i / RIVADAVIA 2625 UI > i Tel. 48-7524 > jMont.. Mittwoch, Freitags i 17—20 Uhr. Tel. Anmel- J J düng erbeten. i : H. ROSENZWEIG j t TAIL0R HENRY : : •TUCUMAN 563 piso 1 - T.E. 32-0913; l Groesste Auswahl in imp. u. hiesigen Stoffen BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 und immer wieder zur Debatte gelangen wird, zeigt sich die völlige Richtungslosigkeit des Westens, in ei ner Frage, die uns besonders angeht und interessiert: beim sogenannten Palästina-Problem. Seit den ersten UN-Jahren erscheint dieser Punkt regelmässig auf der Tagesordnung. Die arabischen Staaten benutzen die palästinensischen Flüchtlinge als Vorwand in einer üblen Weise gegen Israel zu polemisieren und Stimmung zu machen, um dann für sich Vorteile politischer und vor allem materieller Art zu ergattern. Plötzlich wird dann die Tribüne der UN, geschaffen dem Frieden unter den Nationen zu dienen, für Hasspropaganda und antijüdische wie antiisraelisehe Attacken missbraucht, ohne dass irgendeine Stimme sich erhebt, diesem durchsichtigen Treiben Einhalt zu gebieten. Obwohl Israel eindeutig zum Westen gehört, bleiben die Amerikaner meist in der Reserve, um sich nicht die Sympathien der Araber endgültig zu verscherzen. Dass diese Politik den USA keine sonderlichen Vorteile gebracht hat, wird zwar nicht bestritten. Man will aber nichts riskieren, jedenfalls nicht für Israel. Die politi- U SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece .os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. V^rantwortlich: Dr. Hardi Swaisensky Paeyrredóo 2190, P izq. T. E. 83-2613 80-6930 Abono-Preise: Argentinien: $ 100.— pro Quartal Ausland 5 600 — jährl. sehen Wege und Beziehungen sind heute verworrener und verschlungener als jemals zuvor. Dennoch erkennen vor allem die jungen Nationen, die erst vor kurzem in Afrika oder Asien entstanden sind, am Beispiel Israels, wie schnell und wie leicht die Grossmächte einen Verbündeten seinem eigenen Schicksal überlassen, wenn sie ihre spezifischen Interessen auf anderen Wegen besser zu wahren meinen. Gerade an diesem Beispiel könnte man lernen, dass endlich eine klare Definition der westlichen Haltung erforderlich ist. Die vorbereitenden Arbeiten für diese Generalversammlung lassen jedoch nicht erkennen, dass die führende westliche Macht gewillt sei, ihre bisherige Politik der ad hoc- Entscheidungen und des Jonglierens von einer Krise zur nächsten zu ändern. Ermittlungen in Erbschafts- und Entschaedigungs- Angelegenheiten JAMES HIRSCH Berlin-Wilmersdorf Prager Platz 6, Telefor: 87 59 14 ^ISifSSII*lSMBiSS«SSairiIiiHSSISeE«SISiS56SIsSISSiääSil:gISiJ f Dr. BERNARDO GOLDSTEIN f S MEDICO S s Cardiologia — Hospital Fernandez § J5 gi g Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme 3 IM 2 s CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 3 3 Ccnsultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr 3 3 Sonnabend: 14—16 Uhr 3 i« 3 FislBIiSIilKEIIISäSIISIiäiSiKSiEIIIiltlSSISiiSKSaESIEIällläi'1! •SÏÏEÎSEÎïâSîïSÏÎSïlifS iSâ¥ieSIÏïSSS5gSSÏSÎSS*S5»riîï*SI3I33ïS i VARICES-ULCERAS | I DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS ¡ I Dr. SAUL UMANSKY ¡ s Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 s ■ PT '' sDr. BENJAMIN LIPNIZKYg § ZAHNARZT 3 3 ROENTGENSTR AHLEN — ZAHNZIEHEN — BE- 3 B HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU- 3 LIF.RUNG DER ZAHNSTELLUNG 3 jjjj Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend 8 B nach vorheriger Vereinbarung. 3 § JOSE HERNANDEZ 2518 T. E. 76-8673 und 73-0500 s ¡¡Si£IiIiSUEII8SMISäiE!5H«!iESiiE£*EEEIESäII!EiS5£*i*iBS3SSfC Dr. L. KLEIN Medico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr i: Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anaumeiden. SANTA FE 1391 ♦ ♦ ♦ ♦ ♦♦ ♦♦♦♦♦-» T. E. 44-9493 u. 44-1542 ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ •1 i