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Jüdische Wochenschau · 1962-09-14 · 1977 (14.9.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1977 (14.9.1962)
Date
1962-09-14
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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& — Viernes, 14 de Septiembre de 1962 SEMANA ISRAELITA Dringliche Probleme Israels1 Año XXIII. — No. 1973 I LEVI ESHKOL IN PARIS Paris. — Finanzminister Levi Eshkol, der bis zu seiner Abreise aus Israel als Stellvertretender Ministerpräsident amtiert hatte, verweilte auf seinem Flug nach den Vereinigten Staaten einen Tag in Paris. Dort wurde er von dem französische.! Ministerpräsidenten Georges Pompidou empfangen. Botschafter Walter Eytan war bei der über eine halbe Stunde währenden Unterredung als Begleiter Eshkols zugegen. Aus israelischen Quellen verlautete nichts Näheres über diese Zusammenkunft. Man konnte jedoch erfahren, dass Eshkol Pompidou über die steigenden Schwierigkeiten unterrichtete, auf die Israel infolge der Schaffung des Gemeinsamen Europa- Marktes bei der Ausfuhr seiner Agrarprodukte stösst. Pompidou zeigte grosses Interesse und ersichcrte, w'e es heisst, dass Frankreich sich bei den kommenden Beratungen in Brüssel für eine zufriedenstellende Regelung einsetzen werde. Es ist kaum wahrscheinlich, dass Eshkol mehr als allgemeine Versprechungen erhalten konnte, deren praktischer Wert abzuwarten bleibt. Eshkol verhandelte ferner über die Frage der Handelsbeziehungen mit Frankreich, deren Gleichgewicht erschüttert worden ist, da Israels Käufe von Frankreich seine Ausfuhr in dieses Land um das Achtfache übersteigen. Auch in diesem Punkt beschränkte sich die Unterhaltung auf Allgemeinheiten. ANKUNFT IN NEW YORK j New York. — Gleich nach t seinem Eintreffen in New York trat der israelische Finanzminister Levi Eshkol als Redner in einer Versammlung von über 100 Führern der Vereinigten Kampagne für Israel aus allen Teilen des Landes auf. Er ersuchte seine Zuhörer, eine ausserordentliche Kampagne einzuleiten, um 70 Millionen Dollar in barem Gelde aufzubrir.gcn und mit wirksamen Mitteln den Zufluss der Fonds zu steigern. Die Veranstaltung war von Joseph Meyerltoff, dem Präsidenten der nordamsrikanischen Einheitskampagne, im Savoy Hotel in New York organisiert worden. Eshkol teilte mit, die Einwanderung dieses Jahres sei so stark gewesen, dass Israel am Jahresende die grösste Zahl von Einwanderern in einem Jahrzehnt aufgenommen haben dürfte. Israel sei bemüht, den Anforderungen der Stunde gerecht zu werden und baut heute 2.000 Wohneinheiten im Monat, so enthüllte der Finanzminister. „Doch der Druck war so stark, dass wir uns gezwungen sahen, in vielen Fällen diese Neueinwanderer in Häusern unterzubringen, in denen noch die sanitären Anlagen, das Wasser und manchmal sogar die Innenwände fehlten, um ihnen wenigstens ein Dach über dem Kopf zu geben“, fuhr er fort. „Dies taten wir nicht, weil wir es so wollten, sondern v'eil uns die Gelder fehlten und die Zeit uns nicht gestattete, den Problemen dieses Massenzustroms in einer so geordneten Form zu begegnen, wie wir es gewünscht hätten.“ Ereignisse der Woche T Nachfolger Martin Bubers I HOTEL DAPHNE IHR HOTEL IN HAIFA - Israel VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM 4, HAIFA. Hadar Hakarme!, Nordaustr. ♦ Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in Israt 1 — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art J TEL AVIV, Israel — (8, George Elliot Str. * t... I (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 5) i Redner aus. Ganze geschlossene Jischuwim befänden sich auf dem Wege nach Israel, auch aus Algier, das einmal blühende jüdische Gemeinden besass. Man | bringe die Menschen, sow’eit | wie möglich, direkt an Ar-! beitsplätze, die in der nächsten Zeit wegen der Nähe der Landesgrenzen und besonderer Aufgaben, die es dort zu erfüllen gäbe, von steigender Bedeutung sind. Dass die bestehenden Siedlungen lateinamerikanischer Juden sehr der Verstärkung bedürfen, sei klar. Der Vertrag zwischen dem KKL und der Regierung bewähren sich von Tag zu Tag mehr. Die 60jährige Tätigkeit des Keren Kajemet zeitige nunmehr Erfolge, an die man nie habe denken können. Die „Träumer“ von einst seien wunderbar gerechtfertigt. Unter uns heute, der greise Jizchak Kaplan, bilde einen Beweis mehr für Treue und Glauben, für eine 60jähriga zionistische Arbeit in Argentinien. Man stellte sich aber vor, dass das gesamte jüdische Volk ausserhalb Israels nur 10 Prozent jener gewaltigen Mittel aufbringe, die der Staat für die Durchführung eines einzigartigen Aufbauwerkes benötige. Der KKL, so bemerkte Dr. Tsur W'eiter, trage eine enorme Verantwortung dadurch, dass er sieh der „vergessenen Böden“ annehme, in Gebiete eindringe, in denen noch sehr wenig oder nichts kolonisiert worden sei. Hier eröffneten sich noch heute unübersehbare Perspektiven. Im Lauf seiner fesselnden Rede gedachte Dr. Tsur das kürzlich erfolgten Besuches des Präsidenten der Republik der Elfenbeinküste in Israel, der von selbst den Wunsch geäussert habe, die ersten Bäume für einen' Wald auf den Namen dieses jungen Landes zu pflanzen. Dieser Nichtjude sei der erste Präsident eines anderen Staates gewesen, der Bäume in Israel gepflanzt hat und sich der Tragweite der Aufforstung voll bewusst ist. Der Referent schloss mit einem Aufruf an den argentinischen Jischuw zum vollen Einsatz aller verfügbaren Krä fte. Der Präsident der Zionistischen Organisation von Argentinien, Don Emilie Gutkin, schloss sich diesen Worten an, wies auf die neuen Wege und Möglichkeiten hin und brachte der Führung des KKL mit Dr. Jacob Tsur an der Spitze, Dank und Vertrauen entgegen. Bedauerlich bleibt, fest¬ II - ~ - - ■ Industrial & — — -|J Comercial Bank (ISRAEL - LATIN AMERICA) Ltd. TEL AVIV 65, Alienby Read! NEUE BUEROS IN BUENOS AIRES Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-3463 (GALEPIA DEL OBELI SCO) INC OB A INVESTMENT & TRUST Cia. Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-3586 stellen zu müssen, dass nur sehr wenige Juden aus dem zentraleuropäischen Sektor dieser Kundgebung beiwohn ten, obwohl man angesichts dieses Redners ein besonderes Interesse hätte erwarten dürfen. Unter den ganz Wenigen unseres Kreises befand sich der Rabbiner der Gemeinde „Culto Israelita de ] Belgrano“, Dr. Nath„n I Blum. Tourismus und Ali ja Die Mapai in Buenos Aires hat in ihrem Parteihaus 1 ein Büro :ur Förderung von I Tourismus und Alija nach i Israel eingerichtet, das allen | Interessenten mit Rat und j T^t kostenlos zur Verfü-; gung steht. Die argentinit sehe Mapai hat zu diesem j Zweck Herrn Tamir-Mirsky | aus Israel eingeladen, der! die nötigen organisatorij sehen Vorarbeiten bereits in j Angriff genommen hat. Die Leitung der Mapai be- | rief eine Pressekonferenz, [ an der Vertreter der Jewish Agency, der Zionisti- I sehen Organisation Argenti- | niens, der ZIM und EL AL j sowie des Reisebüros Bitter- I mann teilnahmen. 1 Generalsekretär Faingersch betonte die Wichtigkeit der , Förderung des Tourismus | nach Israel, der eine der | grössten Einnahmequellen | des jungen Staates bildet, j und erklärte, dass eine Stei- I gerung des Tourismus und der Alija in den letzten Monaten zu verzeichnen war, den Touristen jedoch bislang die nötigen Informationen fehlten. Daher plant man, •“in besonderes Informationsbüro für lateinamerikanische Touristen einzurichten, das alle Touristen und auch Einwanderer beraten soll. Herr Tamir-Mirsky. der Argentinien schon zum dritten Mal besucht, gab statistische Angaben Uber den Tourismus aus Lateinamerika, der allerdings bis jetzt nicht sehr bedeutend ist. Das Interesse an Israel unter den argentinischen Juden ist letzthin besonders gestiegen, aber man muss die Form des Tourismus und der Alüa besser organisieren. da di“ Tr-uristen nur einen oberflächlichen Eindruck vom Land“ bekamen imd nur sehr kurze Zeit dort blieben. Es fehlen auch in Israel spanisch sprechen'’“ Führer, weil bisher nur die englisch snrech'nden Besucher, die das Hauptkonjjn- »ent der Touristen stellen, den Ausschlag gaben. Ebenso will man den Neueinwanderern. öi“ meistens ohre jeelich“ VorkenntnNse und nicht g°nügend vorbereitet “infreffen, schon hier den Weg ebnen. Im letzten Jahr kamen ca. 13.000 TounVen aus Lateinamerika nach Israri. Die Hauptaufgabe des neuen Büros wird es sein. d:ese minimale Zahl zu steigern und den Touristenstrom nach dem jüdischen Staat zu lenken, der den Besuchern viele Attraktionen und auch Möglichkeiten zur Kapitalsanlage bietet. Tamir-Mirsky ist auch als Journalist und Verleger von Zeitschriften tätig. So gibt er seit einiger Zeit eine Zeitschrift im Stil von Reader's Digest auf Hebräisch und Englisch heraus, die das Leben und die Probleme Israels behandelt und jetzt auch in einer spanischen Ausgabe erscheinen wird. Praesident der ICA in Argentinien Der Präsident der Jewish Colonization Association (ICA), Sir Henry D’Avigdor Goldsmid. und der' Generaldirektor der Zentralverwaltung dieser Institution. Herr Victor Girmounsky. sind in Argentinien eingetroffen, um die Entwicklung des Kolonisationsw^rks der ICA an Ort und Stelle zu studieren. Zu diesem Zweck werden sie mit Behörden und verschiedenen Persönlichkeiten den Kontakt aufnehmen und die ICA-Kolonien im Landesinnern besichtigen. Sir Henry und sein Begleiter werden voraussichtlich zwei Wochen in Argentinien bleiben. Jüdische Buchausstellung Am Sonnabend, den 15. ds. Mts., beginnt die traditionelle Ausstellung jüdischer Bücher im Rahmen des Monats des jüdischen Buches, die von der Kehilla im Foyer und Saal der Kehilla in der Pasteur 633 veranstaltet wird. Wie immer werden hier jüdische Bücher in hebräischer, spanischer und jiddischer Sprache ausgestellt und zu verbilligten Preisen an das Publikum abgegeben werden. Während des Monats des jüdischen Buches werden eine Reihe künstlerischer Veranstaltungen stattfinden, um dem Leserpublikum das jüdische Buch nahezubringen. Auch Schallplatten auf Hebräisch und Jiddisch werden an besonderen Kiosken ausgestellt und verkauft werden. Die Kehilla hat zur Einweihung dieser Schau den bekannten Schriftsteller Mordeehai Strigler eingeladen, der in Argentinien Vorträge halten und auch den Monat des jüdischen Buches im Cine Opera eröffnen wird. Jerusalem. — Prof. Aharon Katzir (Katchalsky) wurde zum Präsidenten der Nationalen Akademie der Wissenschaften gewählt. ..Catzir ist 49 Jahre alt und Chemiker von Beruf. Er ist der Nachfolger des ersten Präsidenten der Akademie, des Philosophen Martin Buber, der sich vor einigen Monaten aus Gesundheits-Gründen zurückzog. Die Akademie repräsentiert Israel im internationalen Verband wissenschaftlicher Organisationen. Der Zeremonie wohnte Staatspräsident Ben Zwi, Erziehungs-Minister Abba Eban und der Rektor der Hebräischen Universität, Dr. Joel Racach, bei. Prof. Katzir diente als Oberstleutnant im israelischen Befreiungskrieg. (ITA) Lieferanten Israels Tel Aviv. — Im ersten Quartal dieses Jahres standen die USA wie bisher an erster Stelle unter den Warenlieferanten Israels. -Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres lieferten sie für rund 12,6 Millionen Dollar mehr Waren. Auf Platz 2 und 3 folgten Grossbritannien (+ 3,5) und die Deutsche Bundesrepublik (— 14,2). Insgesamt betrug der Anteil dieser drei Staaten am Gesamtimport Israels-in diesem Zeitraum 62 Prozent. (AWZ) TEATRO COLON Viernes 14, a las 21 hs.: 12a de gran abono: “El Oro del Rin“ (Prólogo de la Tetralogía) de R. Wagner. — Dir. de orquesta Heinz Wallberg. Regí? Ernst Poettgen. Escenografía y vestuario: P. Walter. Sábado 15, a las 17.30 hs.: Extr. No. 30: Recital del violinista Riccardo Brengola y Sergio Lorenzi al piano. Sábado 15 a las 21 horas: Extr. No. 31: “Don Carlos“ con igual elenco. Lunes 17, a las 21.30 hs.: Concierto Sinfónico, Orquesta Sinfónica Nacional. Director; Jonathan Sternberg. Eine Ausstellung! i Gestern wurde im Foyer , des Teatro San Telmo eine i Ausstellung von Bildern und Sklupturen des „Grupo del : Sur“ eröffnet, in der Schöp- [ fungen von Cañás, Carreño, Linares, Loza und Vinci ge- | zeigt werden. Die Ausstel- ¡ lung ist zu der gleichen Zeit geöffnet, in der die Auffühi rungen von „El décimo ¡ Hombre" von Paddy Chaj yefsky stattfinden, und wird j bis zum 27. September zu se- hen sein. 1 Gratulieren Sie zu nwn allen Verwandten, Freunden und Kun, den in Argentinien, Südamerika und Israel mit einer Glückwunsch- Anzeige in der JUED1SCHEN WOCHENSCHAU Bestellungen unter T. E. 82 - 2613 80 6930 Pueyrredon 2190 l9 j hotel ARMON | l ISRAELS SCHOENES TOURISTENHOTEL tDie beste Küche | i Angenehmer Aufenthalt t Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 2371 1 (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt erforderlich) >-» ♦ ♦ »-♦-» * *-v .

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