Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1977 (14.9.1962)
- Date
- 1962-09-14
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
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BALSAMS l Di« Stad, hr die r. . ¡558? Ä'Sii ** Zentrum fs, tlon und ver i? ^at,el" W ,Wahrscbeifr s eit>« nur von “te Stadt, deren i"?* vor der ^ni8 Davids is,1,egt- £s ist .dass sie in det ■'Ss Josias ent s in die Jetaten 'stiB jüdischen i. 586 v.d.g.Zj ol°6«n fanden € Gebäude. di« :i» nach indue<*en dienten' «"falls Befestt >chutz der zaHerquellen. Im äuser entdeckreiche Anzahl Wd Kannen alaus denen der ar Existenz eiden Parfumineh hervorgeht, lohten Plateau inen Häuserkalkoolithir dort eindeuossen Wasserehützte. Der ' ausserdem eimauer zum tim ¡che Waldnen, ein Soa von Franz reizend ge- In-Sonate ¡d- Chopin etich erklang, PETOR Schutz gegen die Angriffe der Wüstenstämme umgeben. In der Mitte des Ortes befand ich ein Rundbau, wahrscheinlich ein heidnischer Altar. HEBRAELSCHE INSCHRIFTEN Von besonderem Interesse sind die Inschriften hebräischer Eigennamen auf den grossen Tonkrügen, ebenso die Siegel, die wahrscheinlich Firmennamen waren. Ein Siegel trägt die Buchstaben „Tvslm“, d. h. „Towschalom“, sowie den Bauplan eines Hauses. Es wurde festgestellt. dass er den Umrissen des Hauses, in dem er gefunden wurde, genau entsprach. In einem anderen Raum fand man einen winzigen Stempel mit der Aufschrift: „Uria Bén Asariahu”. Ein anderes Gefäss trug die Aufschrift: „Gehoert Putiyahu“. Auf einigen Krughenkeln fand man den Stempel „Jehud“ (dies war der offizielle Name der Provinz Judäa in der persischen Periode) und die ,.fliegende Rolle“ — damals das Königsembl-om jener Provinz. Im Hause des Towsehalom befand sich ein grosser Kochtopf mit einem Schatz stark zerstörter Silberbarren, die wahrscheinlich den Parfumarbeitern als Lohn ausbezahlt wurden. Ferner fand man Sleingewichte im Wert von 1, 4-und 8 Schekeln und Fragmente von Massstäben. Ih allen Häusern entdeckte man Ohrringe und Perlen, die entweder dort angefertigt wurden oder den Parfumarbeitei'innen als Schmuck dienten. Die Funde umfassen auch ein merkwürdiges Salbengefäss aus Alabaster und einen Skarabäus ägyptischen Ursprungs. Im allgemeinen beweisen uns diese Funde, dass Ein Gedi starke Beziehungen zur Landes - Hauptstadt Jerusalem, wie auch zu den Nachbarländern unterhielt. KRIEGSGEFAHR Es wurde eine grosse 4nzahl von eisernen Arbeitsgeräten in guter technischer Ausführung entdeckt, und die in den Häusermauern steckenden Lanzenspitzen berichten uns von feindlichen Angriffe und dem Ende dieser einst blühenden Stadt. Nach der Zerstörung des Landes durch die römischen Legionen (70 d. g. Z.) wurde eine neue Zivilisation hier ansässig, die das altgewohnte Gewerbe und die alten Lebensgewohnheiten aufnahm. Merkwürdigerweise wurden bei den vielen Probegrabungen keinerlei Spuren der herodianisehen und Bar Kochba-Epoche gefunden, noch entdeckte man bei den Siedlungsarbeiten des auf diesem Gelände errichteten Kibbuz derartige Anzeichen. Doch wissen wir, dass hier eine jüdische Gemeinde lange bis in die byzantinische Zeit hinein existierte. Die Grabungen von Ein Gedi werden von der Hebräischen Universität zusammen mit der israelischen Forschungs -< Gesellschaft und mit Unterstützung des Keren Kayemet, des Touristenamts der Regierung und einer Zuwendung von Herrn Silas Peri aus Südafrika unternommen. Schmerzliche Verluste hat e voBe n mit R«H :hea c» R) 15. Elul 16 Elul ÍX1X8 17 El«’* 18. E1“J 19. Ejuj 20. Elu 21 22.' Elul Elul (XXIS» RAW JEHUDA MAIMON Im hohen Alter von 87 Jahren starb in Israel der ehemalige Religionsminister Raw Jehuda Maimon (Fischmann), einer der Gründer des ,,Misrachi“. der kürzlich sein 60jähriges Bestehen beging. Raw Maimon. der fünfzig Jahre in Erez Israel lebte, stammte aus Bessarabi-en und war ein grosser Gelehrter, aus dessen Feder viele Bücher und Aufsätze stammen, die sich zum grossen Teil mit überragenden Persönlichkeiten der Vergangenheit beschäftigen. In der Errichtung des jüdischen Staates sah er ein Geschehnis religiöser Natur und vielleicht, wenn sein Einfluss ausgereicht hätte, wäre eine Lösung mancher religionsgesetzlicher Probleme möglich gewesen, über die heute viel gestritten wird. Dennoch war seine rabbinische Autorität im Lande gross, und er wurde in allen Kreisen des Jischuw hoch geachtet. ANITA MUEIXER- COHEN s. A. In den zwanziger Jahren kam häufig eine damals junge Frau nach Deutschland, die in zionistischen Kundgebungen in hinreissender Weise sprach, und deren vorbildlicher Arbeit man mit grösster Hochachtung begegnete. Dies war Anita M:Iler-Cohen, die jetzt, 72jährig .in Israel dahingegangen ist. Diese Frau, ehemalige Studentin der Wiener Universität. im Jahre 1915 gerade verheiratet, organisierte ln Wien die ..Soziale Hilfsgemeinschaft“, durch die Tausende von bedürftigen jüdischen Flüchtlingen aus , Galizien und der Bukowina, ' welche vor den russischen Armeen geflohen waren, betreut werden konnten. Darüber hinaus schuf sie eine umfassende Wöchnerinnen- Kinder - Mittelstands- und Gefährdetenhilfe. die ihr die höchsten kaiserlichen Auszeichnungen eintrug. Doch Anita Müller-Cohen blieb hierbei nicht stehen, sondern wurde aktiv in der zionistischen Bewegung Oesterreichs und unterstützte den von ihr hochverehrten Oberrabbiner Prof. Chajes s. A. bei seinen zahlreichen humanitären Aufgaben und auch in der zionistischen Kulturarbeit. Unvergessen ist ferner ihr Wirken zugunsten der Pogromopfer in der Ukraine (1919—20). Später um 1931 siedelte Anita Müller-Cohen nach Luxemburg über, von wo sie rechtzeitig vor der feindlichen Besetzung endgültig nach Erez Israel gelangen konnte. Dort galt ihr« unermüdliche Hilfe vor allem den bedürftigen Olim aus Oesterreich. Wer Anita Müller-Cohen von ihrer grossartigen zionistischen Aktivität her kennt, wird dieser Kämpferin ein dankbares Andenken bewahren. C. W. JUEDISCHE BUCHHANDLUNG TALESSIM. MACHSO¬ RIM (span. Uebersetzg.) LUACH 5723, Neujahrs- Glück wunschkarten 6. KAPLANSKY T. E. 89.3431 Av. Pueyxredón 451 Neue Bücher Walther Hubatsch: Hitlers Weisungen für die Kriegführung 1939--1945. Bernard & Graefe Verlag für Wehrwesen, Frankfurt am Main, 1962. Die ..Führerweisungen“ sind ein besonder?s Produkt der eigenartigen Konstellation und Posüicn. die der .Führer“ .im Dritten Reich eingenommen hat. Diese Dokumente, deren -Kenntnis nicht nur für den Fachmann, sei er Historiker oder Generalstäbler von Interesse sind, zeigen die vielfachen Gesichtspunkte und Bestrebungen, politische Absichten in die Form militärischer Planungen zu kleiden und mit Hilfe einer gewaltigen Armee oft kleinliche Ziele zu verwirklichen. Immer wieder treten die hitleristischen Hassfeldzüge gegen gewisse Gruppen und Völker in den Vordergrund. Hitler teilt bereits die Welt auf, spricht von der zerschlagenen sowjetrussischen Wehrmacht, lässt grosszügig die iberische Halbinsel unberührt, jedenfalls vorläufig, wendet sich dann seinem „Erzfeind“ England zu, das er durch die Türkei von der .anderen Seite aus* im Suezkanal treffen will. Nach dem russischen Zusammenbruch werden Irak überrannt, der Westeingang des Mittelmeers wird geschlossen, kurzum es werden die letzten Säuberungs - Aktionen durch Führerweisungen festgelegt, deren Realisierung den einzelnen Militärstellen überlassen bleibt. Das von Hubatsch gesammelte und herausgegebene Material beleuchtet die ungeheuren Gefahren, die der ganzen Menschheit drohten. Der Verlag hat mit der Herausgabe dieses Werkes zweifellos eine wichtig« Aufgabe geleistet. — (h. s.) —:o: Olga Hesky: Jezabel, la Reina Pintada. — Editorial Candelabro, 1962. — Dieser historische Roman führt in die aufgeregten Zeiten nach dem Tode des Königs Salomon zurück; er gehört' zu den besten, die in letzter Zeit erschienen sind, und ist «in „best seller“ was man nach der Lektüre versteht. Candelabro hat die Bibliothek der jüdischen Literatur in spanischer Sprache um ein Meisterwerk bereichert. Walter Wind schuf den geschmackvollen Buchumschlag. — (A.) Jacob Jacobson: Die Judenbücher der Stadt Berlin, Veröffenlichungen der Berliner Historischen Kommission, Band 4. Qucllenwerke Band 1, Walter de Gruyter & Co., Berlin 1962. — Um es vorwegzunehmen: es handelt sich um eine besonders wertvolle und für jeden interessante Publikation, eine Fundgrube von Namen, Menschen, Beziehungen, ein Leitfaden in die Vergangenheit, der zu unserer Gegenwart führt, eine Brücke zwischen einem längst versunkenen Gestern und einem Heute, das angeblich sehr realistisch ist, jedoch weitgehende Züge von Sentimentalität und Romantik aufweist. — Die Judenbücher der Stadt Berlin gehen nicht nur die Wissenschaftler und die Berliner an, sondern alle, die sich mit der Geschichte der Juden, vor allem auch in Deutschland, verbunden fühlen. Die meisten Leser überschlagen das Vorwort. Ich lese es immer mit der grössten Aufmerksamkeit, weil es uns die Persönlichkeit des Autors oder Herausgebers näherbringt. Das Vorwort Jacobsons ist bewegend. Es spiegelt unsere Zeit, unsere Not, unsere Schicksale wider. Noch unter Trümmern haben wir die Arbeit fortgesetzt, die einen im Ghetto, die anderen in Lagern, die Dritten wieder unter anderen Gefahren. Nirgends und niemals Hebraeischer Unterricht pn,1-’. (.r r?3“,n3 nVtf trbton "vson .in« fr2??? *?» 79“Q ixa nn 450,000 .rvtöaTi *?3ö nimx 280,000 ,nsiT« rrönxp p^a »an ,rrox rrcnxp *]*7« a*n#» ™ nj?*Hö«a .rPiDöixi npnox nisnxa -#n rriirrn nVian ns» ,nny?i3 ,}a^pi ,j?T» .nn?n -irr nV?n¡?a nia$. ]rx na# nnirrn ra nr“ -an asna i1?» n*?x nimxa T- T \ : T V- T-: - .pi«*? *?n .nnantfn ^xiizr nsa na *• t : " - niTX *?aa isp n,l7i» •’ató’ .trj?1rnm nraripn ,fixn pap T*?;™ nnsn n^sroia cPi» .nr^an * * \ T - p^a1? cbso uxi snn1? .-a#n (rraVto ima» ma nircim) T « * “ T l EL MILLONESIMO INMIGRANTE 1 (Columna derecha) La primera ley que fué aprobada por el Estado de Israel en el día de la declaración de independencia, fué la ley que anulaba las del “Libro Blanco“ del gobierno mandatario británico, que limitaban la inmigración a Eretz Israel. El día del establecimiento del estado, es el día de la abertura de los portones del país a los inmigrantes. Cuando trece años desde entonces habían pasado, llegó a nuestros oídos la noticia de que el millonésimo inmigrante llegó al país. Este número cuenta de un millón de seres humanos, un millón le historias de vidas, un millón de esperanzas. Durante los treinta años de mandato británico, llegaron a Israel 500.000 judíos, mientras en los trece años de la existencia del Estado de Israel independiente, llegó al país un millón de inmigrantes, y si se permitiese a todos los judíos que desean venir, salir de sus países, sería (Columna izquierda) el número de inmgrantes muy superior a un millón. ¡Un millón de inmigrantes! Ellos vinieron de 79 países de todos los continentes. 450.000 de Europa. 280.000 de Asia, 250.000 de Africa, y otros 20.000 de América y Australia. El mapa de la Golá cambió. Irak. Yemen. Bulgaria, no existen más como grandes comunidades judías, porque los judíos que vivían en estos países, emigraron en su gran mayoría a Israel. También el mapa de Israel cambió. Aldeas de inmigrantes se levantaron en todas las regiones del país, cercanas y lejanas. Y ahora continúa el proceso de fusión de los dispersos. Los inmigrantes continúan llegando, y nosotros esperamos llegar al segundo millón. jvnajjri nj?n V T bapra# ptf>nn pnn nron ara bmfr nna st - t : - : t : * - : **: 'penan ¡?nn n'n ,nixaxs/n npsrr "¡?n m »imnan tnnn nrnan nann nv .binto* T . . - - 1T-: - t : n?? P.??# nrrns or «in T ,!K3 na» mtí nnfr» tibtí T : T T t - : V : mifean uaw1? nsnn nm T : “ •: t : t.: “K?,l7 n*p» rPan n'ptontí ... T T » i - V TV *7» nsoa nr nsoa .*7xn - . v t; * •* T nisp ipa ,anx"'23 fpa .niipn ,Dwn “3n on?an nií# onptñ rsn ^«nfern«1? 1X3 'pn Wxi jDHirp it1?;? '“izpnrna nr¡? nii# rn#» nmx i1?» rrxaxsn ^xn T; - t t; “ T "T *73^7 n;n jm t>) ,d^1» fPa nmx x3*7 D^inn omrrn t : - t * t : “ n^n ,Dn'ni^“ixa pxs*7 t t v ** : - - r Der 1.000.0C«. OLEH (Rechte Spalte) Das erste Gesetz, das durch Mcdinat Israel am Tage der Selbständigkeits-Erklärung angenommen wurde, war ein Gesetz, das die Bestimmungen des Weissbuchs der britischen Mandatsregierung aufhob, welche die Einwanderung nach Erez Israel beschränkten. Der Tag deÄ Staatsgründung ist der Tag der Oeffnung aller Tore für die Olim (Einwanderer). Als drei Jahrzehnte seit damals vergangen waren, erreichte uns die Nachricht, dass der millionste Oleh nach Israel gekommen sei. Diese Zahl spricht von 1.000.000 Menschen, 1.000.000 Lebensgeschichten, 1.000.000 Hoffnungen. W'ährend 30 Jahren britischen Mandats kamen 500.000 Juden nach Erez Israel, während in 13 Jahren Existenz einer unabhängigen Medinat Israel 1.000.000 Oiim einwanderten. Und wenn man allen Juden, die ins Land kommen wollen, gestattet hätte, aus ihren Ländern wegzuziehen, würde (Linke Spalte) die Zahl der Einwanderer auf weif mehr als eine Million gestiegen sein. Eine Million Olim! Sie kamen aus 79 Ländern von allen Kontinenten. 450.000 aus Europa, 280.000 aus Asien. 250.000 aus Afrika und 20.000 aus Amerika und Australien. Die Landkarte der Juden in der Gola hat sich gewandelt. Irak. Yemen, Bulgarien bestehen nicht mehr als grosse jüdische Gemeinden, denn die Juden, die dort wohnten, sind zumeist nach Erez Israel gew'andert. Auch die Landkarte von Israel hat sich gewandelt. Olim-Niederlassungen erstanden in allen Teilen des Landes, in zentralen (nahen) und entlegenen (’fernen). Und jetzt nimmt der Prozess der Einsammlung der Zerstreuten seinen Fortgang. Immer mehr Olim kommen an. und wir sehen der zweiten Million der Einwanderer entgegen. erlosch dieser Wille zum Weiterleben, zum Weilerschaffen und Weiterbauen. Hiervon legen auch die vielen Namen und Daten Zeugnis ab, die in den Judenbüchern mit einem ungeheuren Fleiss, mit einer grossen Geduld und umsichtigen Sachkenntnis aufgeführt werden. Es sind nicht nur Namen, es sind Schicksale. Absichten, Ideale und Hoffnungen. es sind positive und negative Erscheinungen, von denen hier Statistiken und Namenszusammenstellungen berichten. — Dass dieses Werk in die offiziellen Publikationen der Berliner Historischen Kommission aufgenommen W'orden ist, stellt keinesfalls nur eine Auszeichnung für den Verfasser dar, sondern entspricht einer absoluten Notwendigkeit. Schliesslich war das „gute alte Berlin“ ohne seine Juden undenkbar. Und ich glaube, sie haben einen recht entscheidenden Bei trag dazu geleistet, dass diese Stadt einst eine Metropole der Kunst, der Wissenschaft. des Theaters, aber auch des gesamten jüdischen Lebens gewesen ist. — <Dr. XV ) IHR INSERAT in der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU bringt immer Erfolg Auskunft: 83-2613