Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1976 (7.9.1962)
- Date
- 1962-09-07
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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8 — Viernes, 7 de Septiembre de 1982 SEMANA ISRAELITA Ano XXI«. — No. 1<U« Ereignisse der Woche Nazi Ueierfall aut ein neater Kulturveranstaltung in der Israel-Botschaft Der Israel-Botschafter General Awidar und seine Gattin veranstalteten in den Räumen der Botschaft einen Kulturabend für die Mitglieder des holländischen Kulturzirkels. Der Einladung waren zahlreiche Gäste aus der holländischen Kolonie und aus jüdischen Kreisen gefolgt. Die Gattin des Botschafters, Frau Jemina Awidar, eine bekannte Schriftstellerin, leitete die Veranstaltung mit einem Vortrag in fliessendei.i Spanisch über ,,Das kulturelle Leben in Israel“ ein. Als erstes dankte sie auch von dieser Stelle aus den Holländern für ihr solidarisches Verhalten zu den Juden während der Nazibesetzung ihres Landes und versicherte, Israel und die Juden würden diese Dankesschuld niemals vergessen. Sie verwies auf die gemeinsamen Züge beider Länder, Holland, ein Land, das dem Meer den Beden abgewint, um ihn fruchtbar zu machen, und Israel, ein Staat, der die Wüste zu neuem Leben erweckt. Um ein Volk zu verstehen, so fuhr sie fort, müsse man sein Kulturleben kennen. So hätten sie und ihr Gatte, als sie nach Argentinien kamen, sich zuerst bemüht, die Kulturwerte des argentinischen Volkes zu studieren, um die Mentalität des Volkes zu begreifen. Was die Kullur Israels anginge, so se. diese nicht leicht zu erklären, sie sei 3.000 Jahre alt, ihre Träger lebten im Exil und wurden von den Kulturen der Gastländer beeinflusst. Doch die jüdische Kultur aL solche blieb auf der Grundlage der Bücher der Juden rein bewahrt und erwies sich als so fest gegründet, dass kein Sturm an ihr rütteln konnte. Die Kultur des heutigen israelischen Volkes, das sich aus Menschen aus 74 Ländern zusammensetzt, darunter aus Ländern, wo die Bevölkerung noch heute wie im 15. Jahrhundert lebt, aus Ueberlebenden der Konzentrationslager und Emigranten aus Osteuropa, musste erst auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden. Israel gleicht heute einer grossen Schule, in der jeder vierte Bewohner, Kinder wie Erwachsene, studiert. Bei einer 2 Millionen zählenden Bevölkerung studieren 50.000 Erwachsene, jährlich erscheinen 1.500 Bücher. 40.000 Menschen haben die Hebräische Enzyklopädie bestellt, so dass man auch heute noch die Juden das Volk; des Buches nennen kann. Das Israelische Sinfonie Orchester nimmt den 3. Platz auf der Welt ein. Die Armee beteiligt sich an ar- , chäologischen Ausgrabungen j und lehrt das Volk auf die- 1 se Weise seine Vergangen- , heit kennen, an der besonders die Jugend ein grosses! Interesse bezeigt. Die junge | Generation der Schriftsteller bedient sich Themen aus der Vergangenheit, und die ■ Musikschaffenden fassen die i Folklore der vielen Juden-! heiten, die heute zu einem i Volk zusammengeschmolzen j sind, in moderne Formen. j Israelische Lisder und Taenze Das künstlerische Programm der Veranstaltung bestand aus Gesang und Tänzen. Norma Lerer brachte mit ihrer reinen, kultivierten Stimme Lieder in hebräischer und jiddischer Sprache und auf Ladino dem aitspanischen, mit hebräischen und türkischen Worten durchsetzten Idiom, dessen die Sefarden sich noch heute bedienen. Hierauf sang Baruch Grabovsky, der den gleichen warmen Beifall wie Frau Lerer erntete und sich auch zu einer Zugabe verstehen musste. Dann trat das Kinor-Quartett auf, das ebenfalls israelische und jüdische Lieder sang, als letztes das Aleluya von Levandowsky. Meister Jascha Galperin war den Sängern ein verständnisvoller Begleiter. Den Abschluss bildete ein Tänzerpaar, das Folkloretänze, darunter jemenitische, orientalische, polni, sehe, kaukasische und ebassidisehe zeigte, wie sie in Israel getanzt werden. Das Publikum spendete den Tänzern begeisterten Applaus und zeigte sich gleicherweise von dem Trio entzückt, das die Begleitung musizierte, und besoi-ders von dem munteren Vortrag des jungen Mädchens, das zu diesen Rhytmen reizend sang. Bevor sich die Anwesenden noch bei einem zwanglosen Cocktail zusammenfanden. batten die Gastgeber noch das Vergnügen, als Ehrengast die weltberühmte holländische Oper Sängerin Frau Gre Brouwenstijn zu begriissen. Foerderung des Tourismus Zur Förderung des israelischen Tourismus und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Israel haben sieh sechs Reisebüros in Buenos Aires zu einer Arbeits- und Interessengemeinschaft zusammengeschlossen, um im nächsten Jahr gemeinsam Gesellschaftsreisen nach Israel und anderen Ländern zu organisieren. Hierdurch hofft man, die Preise stark verbilligen und den Touristen viele Vorteile bieten zu können. Die neue Interessengemeinschaft arbeitet unter Leitung des israelischen Touristenbüros in Buenos Aires, der ZIM und EL AL, die Büros in Argentinien unterhalten, welche den Reisenden mit Vorschlägen zur Verfügung stehen und jene beraten, di« wirtschaftliche Beziehungen zu Israel anknüpfen oder das Land zu Studienzwecken besuchen wollen. Auf die Wichtigkeit dieses Zusammenschlusses verwies der Vertreter der ZIM; der berichtete, dass die Propagandabüros der Arabischen Liga an alle Reisebüros in der Welt Drohbriefe richten, darunter auch an jüdische Reiseagenturen. Das neu gegründete ,,Büro für Tourismus nach Israel“ ist bereit, noch weitere Reisebüros, die sich ihm anschliessen wollen, aufzunehmen. Bisher gehören ihm folgende Agenturen an: Jormar, Interlíneas, Aromar, Maris, Turistil und Central- Europea. Das neue Büro hat es sich zur A.ufg¿.be gemacht, den Touristenverkehr nach Israel zu fördern, da die Fremdeniadustrie eine der wichtigsten Einnah mequellen des jungen Staates ist. Rabbiner-Seminar Das lateinamerikanische Rabbiner-Seminar teilt mit, dass die Anmeldung von Schülern für das kommende Lehrjahr 1963 jetzt vor genommen werden kann. Interessenten können alle Informationen im Sekretariat, [ Libertad 769, erhalten, das von 14 bis 18 Uhr 30 geöffnet.ist. Das Bild zeigt die Einschlaege von Kugeln in der Eingangstuer des Teatro de los Inde pendientes, wo ,,Et Harntet del Barrio Judio“ aufgefuehrt wird. Die drei Taeter, die ausserdem auf ein Reisebuero schossen, konnten dingfest gemacht werden. n 0 t I C L 1J• ’ Einwanderung aus Bestrafung der ¡Schuldigen Lateinamerika S Gratulieren Sie Ihren Verwandten und 5 Freunden in Amerika, Israel und Europa zu S Rosch Haschonoh mit einer! ro 1» r\w | Glückwunsch - Anzeiae 5 in der 1 JUEDISCHEN I WOCHENSCHAU 5 LA SEMARA ISRAELITA m S Die SONDERNUMMER erscheint am FREI. S TAG, DEN 28. SEPTEMBER 1962. m m 5 Telsfonische Bestellungen unter! T. E. 83-2613 und 80-6930 \?<isiasaMM*a**MtuuttaK«***a«Mesa*i*ü*sMus_ Mahnmal enthüllt Athen. — Ein Mahnmal zur Erinnerung an die 50.000 griechischen Juden, die in der nationalsozialistischen Zeit ums Leben kamen, wurde vor kurzem in Saloniki -enthüllt. Hohe griechische Persönlichkeiten sowie Vertreter der jüdischen Gemeinden und der Leiter der Internationalen Abteilung des Jüdischen Weltkongresses in Europa, A. L. East er - man. wohnten der Feierlichkeit bei. Der Präsident des Weltkongresses, Dr. Nachum Goldmann, betonte in einer Grussbotsehaft, dass die griechischen Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung von ihre r jüdischen Glaubensbrüdern in aller Welt nie vergessen werden würden. Das Mahnmal steht auf dem jüdischen Friedhof in Saloniki. (AWZ) Franzosen koenticn wieder ein reisen Paris. — Das Einreiseverbot für französische Staatsbürger nach Aegypten ist aufgehoben worden. Das Verbot war nach der Verhaftung von vier französischen Diplomaten wegen angeblicher 'pionage im Dezember 1961 ausgesprochen worden. <AWZ) limit ZIMMER \ zu vermieten \ halber oder ganzer S J Pension, koscher, i / nur an Dame? i 701 - 9344? iv.V\.Vl.W'JW/WV^A Washington. — Eine Delegation des nordamerikanischen Jüdischen Weltkongresses wurde von Unterstaatssekretär Edwin Martin empfangen, um mit diesem über die antisemitischen Anj griffe gegen die jüdische Ge-! meinschaft ,n Argentinien zu i sprechen. Phil Baum, der j Sprecher der Delegation und ' Direktor der Kommission I für internationale Fragen ' des JWK, gab seiner Besorgj nis über die allgemein bej kannten Vorfälle Ausdruck. I „Wir sind der argentlnij sehen Regierung“, erklärte! Baum, „für ihre öffentlich j bekanntgegebene Entschlos-, senheit dankbar, den antijüdischen Attentaten ein Ende j zu setzen. Wir fühlen uns ' auch durch die Wachsam- - keit ermutigt, mit dem unj ser State Department die Gefahren verfolgt, die nicht nur der argentinischen Juj denheit sondern der Ent-, Wicklung einer demokrati- | sehen Gemeinschaft in den Staaten Amerikas drohen. j Wenn auch vielleicht ein 1 zeitweiliges Aufhalten in der . Zahl und Häufigkeit der an-! tisemitischen Ausscbreitungen in Argentinien zu beobj achten ist, so können jedoch diese Angriffe nur dann endi gültig aufhören, wenn eine grössere soziale und ökonomische Stabilität erreicht wird und die Regierung ihre mündlichen Versprechungen erfüllt, d. h. wenn die Verantwortlichen an den antisemitischen Gewalttaten bestraft werden.“ ALLE DEMOKRATEN BESORGT New York. — Max Nussbaum, der Präsident der Zionistischen Organisation in Nordamerika erklärte in der ersten Sitzung', der Nationalexekutive der ZOA, dass die „heutige Welle antisemitischer Ausbrüche in Argentinien in der ganzen demokratischen Welt tiefe Besorgnis ausgelöst hat.“ Mit dem Hinweis darauf, dass die „Terrorakte, die in Argentinien von verbrecherischen Elementen gegen Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft verübt worden sind, an die ersten Tage des Nazismus erinnern und von diesem Blickwinkel aus als Anzeichen für einen bevorstehenden Zusammenbruch der Demokratie in diesem Land betrachtet werden könnten, führte Nussbaum aus, die ungestrafte und unkontrollierte Fortsetzung dieser Delikte müsse der Stärkung der totalitären Ideologien dienen, die die völlige Zerstörung der freien Demokratie zu bewerkstelligen suchen. Die ansteckende Ausbreitung dieser Ausbrüche auf andere südamerikanische Länder bestätige die Berichte, dass die antisemitische Hetze von einer Zentrale betrieben wird, die das Ziel verfolgt, nach dem Beispiel Hitlers die bestehende demokratische Ordnung zu erschüttern. Nach Ansicht Nussbaums handelt es sich hier um ein erprobtes Kampfmittel, das seit jeher angewandt wurde, um sich der-Juden als bequeme Prügelknaben zu bedienen. Der Redner nannte es bezeichnend, dass trotz der zahlreichen antisemitischen Ausschreitungen, kein einziger der Terroristen bisher festgenommen worden ist. Er wandte sich an die Regierung Argentiniens mit der Aufforderung, „die Verbindung zwischen den heutigen antisemitischen Exzessen und der grossen Zahl ehemaliger Nazis, die im Lande Zuflucht gefunden haben, aufzudecken, denn „der gute Name Argentiniens als freie Demokratie erheischt die Ausräucherung des Haufens von Nazis, die die Luft dieses grossen Landes verpesten.“ Tel Aviv. — Die Pläne der : Jewish Agency, zumindest 1.000 junge jüdische Einwan- | derer aus Lateinamerika I und „notfalls“ eine noch grössere Zahl aufzunehmen, I wurden von Mosche Kol, dem Leiter der Abteilung; für Jugendalija, bekanntge-! geben. Die jungen Leute sol- , leo auf die einzelnen religiö- , sen und Berufsschulen in Israel verteilt werden, die von; den verschiedenen Strömun- > gen im Judentum unterhalten werden, und auch in öfi fentlichen Schulen Aufnahme finden. Ein Sondereomitp. das sieh aus Vertretern aller lateinamerikanischen Jugendbei wegungen zusammensetzt, wurde gegründet, um die , Durchführung dieses Ab-! sorptionsplans zu überwa- | chen. (ITA)! Geld für arabische I Flüchtlinge Genf. — Das Hilfswerk ’ der Vereinten Nationen für! die arabischen Palästina- Cüchtlinge hat vom Emir j von Kuwait eine Spende in! Höhe von 100.000 Dollar er- , halten. Das Geld soll für die j Ausbildung junger Flüchtlin-; ge in technischen Berufsl schulen verwendet werden. Die BARMIZWAH unseres Sohnes CARLOS RUBER findet s. G. w. am Sonnabend, den 15. September, um 9 Uhr in der Chaim Weizmann-Synagoge, Arcos 2319, statt. WERNER HERZ u. Frau ANITA geh. GREINITZ Ftnpfang am Sonntag, den 16 September, von 17—19 Uhr in Moldes 2376, 3. St. Wie liegen die Feiertage im Jahre 5722/5723 Freitag, den 28. September Sonnabend, d. 29. September Sonntag, den 30. September Montag, den 1. Oktober Sonntag, den 7. Oktober Montag, den 8. Oktober Freitag, den 12. Oktober Sonnabend, den 13. Oktober Sonntag, den 14. Oktober Freitag, den 19. Oktober Sonnabend, den 20. Oktober Sonntag, den 21. Oktober Sonnabend, den 27. Oktober Freitag, den 21. Dezember Sonnabend, d. 22. Dezember Sonnabend, d. 29. Dezember Sonntag, den 6. Januar 1963 Sonnabend, den 9. Februar Donnerstag, den 7. März Sonntag, den 10. März Erew Rosch Hasehana 1. Tag Rosch Hasehana 5723 2. Tag Rosch Hasehana 5723 Zorn Gedalla Kol Nidrei Jom Hakipurlm Erew Sukkot 1. Tag Sukkot 2. Tag Sukkot Hoschana Rabba Schemini Azeret Simebat Tora Schabbat Bereschit Erew Chanukka 1. Tag Chanukka 8. Tag Chanukka Fasten Assara be'Tewet Schabbat Schira — Chamischa assar be Schwat Fasten Esther Purim