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Jüdische Wochenschau · 1962-08-31 · 1975 (31.8.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1975 (31.8.1962)
Date
1962-08-31
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 31 de Agosto de WC ¡frf** SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 1975 — 5 Ereignisse der Woche Neue Verhaftungen Menschern Begin Eine besondere Note stellt immer der Besuch von Menachem Begin dar. Ohne Zweifel ist dieser ehemalige Führer des Irgun eine unge; wohnliche Persönlichkeit, ein Mann von besonderen geistigen und charakterlichen Eigenschaften, der es auf sich genommen hatte, seinen eigenen Kampf gegen die Macht des britischen Herzliche Worte persönlicher Freundschaft und Anerkennung fand der frühere Botschafter Argentiniens in Israel und jetzige Ehrenpräsident der Vereinigten Kampagne für Israel, Dr. Gregorio Topolewsky, die mit besonderem Beifall aufgenommen worden sind. Israel — ein Beispiel Vom starken Beifall cavi, — für den er Worte ausserordentlicher Anerkennung fand, — wie ein Sendbote Israels empfangen worden sei. Er habe dort mit Botschafter Arcavi zusammen einen Besuch beim Präsidenten des Parlaments abgestattet, der seine Bewunderung für Israel zum Ausdruck brachte, gerade weil der Botschafter ihn aufgesucht habe, um ihm den Führer der Opposition vorzustellen. Dann wandte sich Begin an den Botschaftsrat Anuk, be- Weltreiches auszutragen, j 2*!üsst> führte Begin zu- Seit der Gründung des Staaj nächst aus, dass seine Partie Israel ist Beein der un- I tei> heute die zweitgrosste in bestrittene Führer der Che-! Israel, in steigendem Umj der im Aufträge der lsraeli- St, di' den Kampf um ihre! fang mit dem Vertrauen wei- | sehen Botschaft in Argentieigene politische Note mit . Ier Beyolkerungskreise rechj men ihm die Grosse des Botder ihrem Chef eigenen I nen dürfe. Er zitierte das ■ ^haft^rs <>nH Energie führt. Begin ist! berühmte Herzl-Wort . Wir sind ein Volk, ein Volk “, um die auch heute bestehende Einheit des jüdischen Volkes zu unterstreichen. Es auch der Präsident der Revisionistischen Partei und des Betar, und damit auch in diesen Funktionen der Nachfolger Vladimir Seew Jabotinskys, einer jener, überragenden Persönlichkeiten in den schweren Auseinandersetzungen um die jüdische Renaissance und die Wieder - Sta’atwerdung Israels. Bei verschiedenen Gelegenheit und Ehrungen Begins, er wurde unter anderem auch von der AMIA schafters ausgesprochen und ehrende Worte für Begin gefunden hatte. Auch hierin könne er nur. so bemerkte Begin, die Reife des Staates Israel und seiner Exponensei nicht richtig, wenn man | ten in der Welt erkennen, häufig die Meinung hörte,! Bei dieser Gelegenheit muss es gäbe ein israelisches und : allerdings gesagt werden ein jüdisches Volk. Es gäbe; dass Botschaftsrat Anuk mit nur Juden in und ausserhalb i einer grossen Eleganz und Israels. Deswegen ist die! diplomatischem Geschick Freude der Juden in der Gaseine Begrüssung vorgetralut ebenso die Freude der gen hatte, die im übrigen Israelis, wie der Schmerz | von allen Anwesenden sehr beifällig aufgenommen worden war. — der Juden ausserhalb des Landes von den in Israel lebenden Juden als ihr eigeempfangen, ergriff er das n,er Schmerz empfunden wer- , zeichneten sich durch die hohe Intelligenz dieses Man- Die Ausführungen Begins nes und seine grosse Beredsamkeit aus, die jeden Zuhörer und auch den. der sei- Wrort. Seine grosse politische! de. Rede hielt er auf einer Mas- ' Ein Fein$ Israels pflegt senversammlung, die am! häufig davon zu sprechen, letzten Sonntag im Cine dass er zwar ein erbitterter . Opera stattfand, und bei der Gegner Israels sei, aber! ne Meinungen nicht immer cine überaus grosse Anzahl j nicht ein Feind der Juden. | teil, in seinen Bann zieht, von Juden, die gekommen Diese künstliche, ad hoc gei Hier spricht ein Mann aus schaffene politische Schei-! einem Guss, ein Mensch mit düng dürfen wir keinesfalls I lauterem Charakter und eiakzeptieren. denn hierdurch r.er einwandfreien Haltung, wurden wir selbst eine Tren-!ein Mann ohne Kompromisnungslinie ziehen, die von j se, der trotzdem in seinem unseren Gegner zur Schwä-! politischen Kamof beachtlichung des jüdischen Volkes ' beabsichtigt sei. | Dortmund. — Neun Beschuldigte sind bisher während der Ermittlungen über Verbrechen, denen in Stanislau (Galizien) vor fast 20 Jahren 70.000 Juden zum Opfer fielen, festgenommen worden. Die Ermittlungen werden von österreichischen Behörden und der Zentralstelle der Statsanwaltschaften zur Aufklärung von NS- Verbrecheu in Donmund geführt. Hauptangeschuldigter ist der ehemalige SS Obersturmführer Krüger aus Lüdinghausen. Ausser ihm wurden der ehemalige SS-Oberscbarführer Heinrich Schott in Hof (Bayern), der frühere SS-Scharführer Franz Mause in Castrop-Rauxel und vier Männer, deren Namen noch nicht genannt worden sind, in Norddeutschland festgenommen. Die österreichische Polizei verhaftete in Salzburg die Brüder Johann und Wilhelm Maurer. Da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien, könnten keine weiteren Einzelheiten bekantgegeben werden, erklärte die Dortmunder Staatsanwaltschaft. Das Verfahren sei ausserordentlich schwierig. Anklage werde voraussichtlich vor dem Schwurgericht Münster erhoben, (AWZ) Antisemitischer Geistlicher waren, um den grossen Volksredner Begin zu hören, keinen Einlass mehr finden konnten. In Wahrheit ist die Ver- In versoehnlicher Stimmung Die revisionistische Partei hatte zu einer Kabbalat; letzung der Würde Israels Schabbat ihre Mitglieder und ein Anschlag gegen das gan- Freunde sowie die Reprä- , ze jüdische Volk, wie Israel sentanten der israelischen die Verletzungen der Ehre Botschaft und der Spitzer.orj und Würde der Juden, z. B. ganisationen des argentini-! durch antisemitische Exzesschen Judentums eingelai se, als seine eigene Beleididen. In einem schönen groj gung aufgefasst habe. — ssen Saal, der sich jedoch j j)je innenpolitischen Ausa.s, kj6*1* erwies, hatten einandersetzungen in Israel wer<jen mj(. Schäj-fe geführt. sich Hunderte in feierlichfestlicher Stimmung eingefunden. Die Gesetze des Schabbat wurden beachtet, che Erfolge aufweisen kann. Begin hatte seine Rede damit begonnen, dass er das bekannte Herzl-Wort zitierte. Er hat die Einheit des jüdischen Volkes durch seine Ausführungen unterstrichen, ohne es besonders hervorzuheben: Israel bildet eine untrennbare Einheit, mögen seine Söhne auch auf verschiedenen Wegen an der Zukunft arbeiten und für seine Entwicklung auftreten. Begin hat durch seine Rede bewiesen, dass Regierung Aber die Reife des Volkes und der wahre Sinn für Frei-i , ... - heit hätten ihren Ausdruck , , j T* ,n der Kantor der Libertad darin Pfunden dass Israel i?epras.e tanten daf.ir sind, sang den Kiddusch, a!le ats einzfies | daSs e n biIdsn- “ Volk, das seine Freiheit; durchsetzte, nicht in lioff-; nungslose Streitereien vermals Mut. Wir verlassen uns nicht auf die ,,internationale proletarische Solidarität“; das Kommunistische Manifest von 1948 ist veraltet; wir Juden haben da unsere eigenen Erfahru-gen. Jetzt rufen wir: „Freie Menschen aller Nationen ~ vereinigt euch.“ Juden und Deutsche Man versuche heute, so meinte Begin, die Tatsache zu vertuschen, dass das ganze deutsche Volk, 97prozentig, das Naziregime unterstützt hatte. Gewiss, es gab einige rühmliche Ausnahmen, die an der Kollektivschuld nichts zu ändern vermögen. Selbst ein Mann wie Pfarrer Niemöller bekannte sich noch 1933 zu Hitler. An Hend von dokumentarisch belegten Beispielen aus dem berühmten Buch von Shirer New York. — Ein römisch- . - katholischer Geistlicher aus Argentinien, der von jiidii sehen Führer bescnuldigt | worden ist, der treibende | Geist der nazistischen Orga- | nisatien Tacuarä zu sein, er- | klärte dem bonaerenser Kor- : respondenten der New York I Times, dass man nicht die j antisemitischen Terroristen j sondern die Juden selbst für |; die antijüdischen Ausschrei-i tungen verantwortlich machen müsse. Die scharf antisemitische Erklärung des P. Julio Meinvielle, die vor einigen Tagen von der New York Times veröffentlicht wurde, enthält lächerliche Angiiffe auf die -Juden. So heisst es darin z. B., die Juden hätten ,,die Attentate provoziert, weil sie erreichen wollten, dass Gesetze gegen die argentinischen Nationalisten erlassen werden sollten.“ Ferner wird die Behauptung aufgestellt, die Juden ständen hinter der kommunistischen Bewegung unter den Studenten der Universität Buenos Aires. Der Paier stritt jede Verbindung mit der Tacuarä ab und behauptete, es sei unwahr, dass deren Mitglieder in katholischen Zentren militärische Ausbildung, ideologischen Drill und Unterweisung in ,.Kampftaktiken“ erhalten. Dagegen versicherte er, allein in der Provinz Entre Rios gäbe es 28 bewaffnete jüdische Gruppen. Die kürzlich? Welle antisemitischer Attentate, die von der Presse progandistisch ausgenutzt worden sei, wäre nicht so ernst gewesen, wie die Juden sie darste'lten. So habe die polizeiliche Untersuchung bewiesen, dass es sich in einem Fall, in dem man angezeigt habe, einer jüdisch?n Studentin sei ein Hakenkreuz in die Brust geschnitten worden, um ,,eine andere jüdische Provokation“ gehandelt habe Bei diesem Interview bezog sich der Pater verschiedentlich auf Stellen aus seinem Buch über die Juden. Er zitierte einen Abschnitt, in dem er ausführt, dass die Juden die Reichlümer aller Völker in ihren Besitz zu bringen versuchen, um die Andersgläubigen zu korrumpieren und zu versklaven. Das Buch berichtet darüber, dass Christen und Juden seit je und noch heute in ständigem Kampf liegen, weil die Juden entschlossen seien, die Welt durch den Kapitalismus und Kommunismus zu beherrschen. Meinvielle nennt darin die Juden die „verfluchte Rasse“ und „Handlanger und Kinder des Teufels“. Der Korrespondent betont, dass Meinvielle gelegentlich mit den Kirchenbehörden in Konflikt geraten und verwarnt worden ist, trotzdem aber kürzlich in einem katholischen Saal eine Rede halten konnte. Wie der Korrespondent bemerkt. hat die bonserenser Prensa den Pater Meinvielle jungt als einen unverantwortlichen Menschen bezeichnet. der rieht d'-e Kirche repräsentiert sondern auf eigene Initiative handelt. (ITA) ,,-The Rise And Fall Of The Third Reich“ aus dem Jahre ¡ 1943 wies der Redner die Beteiligung deutscher Industrie an den Massenvernichtungswaffen für die Juden hin, auf die systematische wissenschaftliche und technische Vorbereitung der Gaskammern durch Industrielle. Das ganze Volk habe direkt oder indirekt die Massenmord - Organisation des Dritten Reiches gefördert oder gutgeheissen. Weshalb nun eine Fraternisierung Männer behielten während des ganzen Abends die Kopfbedeckung auf, es wurde nicht geraucht das Essen fiel am¿ k.?in „zwenes Konentspi ach selbstverständlich I g0“ geworden ist. In Israel den rituellen \orschriffen. ¡entscheidet nur der Stimm- Hierdurch wurde eine eigene j «ttel. Deswegen nähme festlich? Note der Voranstal- 1 auch die Opposition in Isra- ,unf auf der ein.eiej besonderen veranttend die Vertreter einiger worllichen und ver-ntwor- Zentralorgamsationen zu tungsbewuss.eil P!atz ein. Wort kamen. Leider zog sich hierdurch Ct«]llin<r Jav die Veranstaltung lange hin, ¡ , “ sodass es bereits erheblich , Opposition nach Mitternacht war, als I Begin das Wort zu seiner j Die Opposition in Israel ist Ansprache nehmen konnte. | ein legaler und legitimer , Alle Vorredner hatten seine Faktor. Sie ist in einer wahr-! Persönlichkeit gewürdigt j halt demokratischen Gesell- und auf die Schönheit einer schaft eine Notwendigkeit nach der Tradition durchge-! Begin berichtete, dass er in führten schabbatlichen Ver-j Uruguay vom israelischen anstaltung hingewiesen. * Botschafter, Den Jizchak Ar- . | K 4 E L *-* BRIEF M A R K E N * | A-1 WIEDEFVERKAEUFEH - ALLE NEUAOSGA- J1 BEN ZUM OFFIZIELLEN -PREIS c ♦ Agencia Filatélica oficial; ♦ del Estado de Israel, ♦ VIAMONTE 550. I/B — Bu*io, Aire«, Nep Argentina * Massenmeeting mit Begin I JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 Im überfürten Cine „Opera“ sprach Me>naehem Begin, stürmisch applaudiert. Das ganz’ jüdische Vrlk. so sagte Begin etwa, leide darunter. dass es heute, 1962, möglich sei, in manchen Ländern frei und ungestraft das blutbefleckte Hakenkreuz zeigen zu können, Sinnbild des grauenvollen Mordes an 6 Millionen unserer Brüder und Schwestern. Mit dem antijüdischen Kamnf beginn? man. um mit dem Kampf gegen eile freien Menschen und Völker zu schli’iwen. wie wir cs erlebten. Wie in früheren Zeiten die Pest von einem einzigen infizierten Menschen in ferne Länder getragen werden konnte, wie ein winziges Feuer in einem ausgetrockneten Wald den schrecklichsten Brand entfachen könne, so übertrage sich die Schande des Judsn- und Menscheoha:ses von Land zu Land. Das ist keine „innere | Angelegenh.il“ mehr. Auf : „Völkermord“ in Friedens-! oder Kriegszeiten antworte die internationale Konven-! tion von 1959 mit der Hilfe j aller Nationen, denn schon die Konspiration hierzu gel-; te nach dem Völkerrecht eis Verbrechen. Habe man ein- , rnai gesagt, dass zum Krieg-; führen Geld. Geld und nochi mals Geld gehöre, so fordern wir heute vom jüdischen j Volke Mut, Mut und abermit der Bundesrepublik? Weshalb liefert Israel Waffen an. die neue deutsche Armee, welcher die gleichen Generäle angehören, die Hitlers Ausrottungspläne durchführten? Für die osteuropäischen Staaten, und in diesem Falle glauben wir Russland und seinen Verbündeten, .bedeiüet die deutsche Wiederaufrüstung eine konkrete Gefahr, denn man hat dort (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 8) NO SOLO DESDE LA PLATEA!!!] Los lugares que desde la pantalla le emocionani, le maravillan, le "transportan", VEA-1 LOS, CONOZCALOS, VIVALOS..? USTED MISMO. EXCURSIONES ''EXODO" DE

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