Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1975 (31.8.1962)
- Date
- 1962-08-31
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — V>r#fst 31 de Agosto de 2362 JÜDISCHE WOCHENSCHAU AK« XXIII. — No. 1975 Der umstrittene Kontinent | schoerher erhaelt ehrensold¡ LS (Schluss von Seite 1) nicht gefällt. Und es gefällt ihnen nicht. Die russische Propaganda hat die südamerikanischen Staaten längst erreicht. Der Kommunismus droht zur Schicksalsfrage dieses Kontinents zu werden. Das ist -cider keine leichtfertig dahingesprochene Phras-». sondern eine Realität.' Für diese Entwicklung sind viele Faktoren massgedie Vorhandenen staatlichen Organe und die amtierenden Regierungen diese Brücke zwischen der kleinen Oberschicht und den mittellosen Millionen-Massen zu schlagen, ist die Kardinalfrage, von deren En'scheidung und Lösung die Zukunft des Kontinents abhängig ist, ob uns dies gefällt oder nicht, i Ohne Zweifel haben die ■ grossen Machlfaktoren soj wohl innerhalb jedes einzelnen Landes wie in der interbend, innere, deren Wurzeln i nationalen Politik diese Anim südamerikanischen Leben ruhen, und äussere, die vonden anderen, vor allem von den Grossmächten bestimmt werden. Nicht immer kann man die Ursachen dieser Revolution der lateinamerikanischen Gegebenheiten so fein säuberlich einteilen. Es gibt viele Berührungs- und Schnittpunkte zwischen Innen- und Aussenpolitik. Die südamerikanischen Staaten ringen nicht um eine neue Rcchtsform, weil etwa das demokratische System gescheitert wäre. Sie kämpfen auch nicht um andere, neuartige politische Ideale oder Zielstellungen. Südamerika befindet sich im Aufruhr, weil die sozialpolitischen Bedingungen, di tithese erkannt. Weil die Russen gens.u wissen, welche Probleme zur Lösung gebracht werden müssen, welche Krlifte hier miteinander ringen, haben sic in den letzten Jahren ihre Propaganda und Wühlarbeit enorm verstärkt. Ihnen sind viele Umstände zugute gekommen, vor allem die nicht glückliche nordamerikanische Politik in Kuba. Man sollte nicht übersehen, dass Fidel Castro der Befreier seines Vaterlandes, nicht aber der Wegbereiter des Kommunismus für die amerikanischen Länder sein wollte. Es gibt viele nordamerikanische Stimmen, die zugeben, dass es die USA gej wesen sind, die Castro auf früher einmal vorherrschend j diesen Weg des Unheils gewaren, sich durch die eigene j drängt haben. Kennedy hat wie durch die Entwicklung die Massnahmen und das in der Welt draussen weitgehend geändert haben. Der in den meisten südamerikanischen Ländern herrschende schroffe Gegeni nächst in Castro den Mann, satz zwischen Reich und Arm sucht nach einem Ausgleich. Ob es gelingt, durch fehlende Verständnis der Regierung Eisenhower als Senator der Opposi'irn im Jah- | re 1959 kritisiert. Er sah zu F ABOGADO zwo der in der Tradition ven Simon Bolivar marschierte. Kernedy sagte: „Es ist keineswegs sicher, ob nicht Castro nach seinem Sieg einen vernünftigeren Kurs eingeschlagen haben würde, hätte die Regierung der USA nicht den Diktator Batista so lange und so un- PUEYRREDON 1’ izOnachm. 16—19 Uhl T. E. 83 2613 Í REAL PEN: I Füllhalter ♦ I REPARATUREN « i Spezialgeschäft « $ CORRIENTES 5S9 1 t T. E. 49-5850; |Jaime Liebling: i s. a.;; SPEBRHOELZER J i hoelzer; 1 DIAZ VELEZ 5224; t Tel.: 89-9349. 33-9305; 4 PROPIEDADES FRANKENBERG berät Sie Kostenlos und [ inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von il GESCHAEFTEN \ WOHNUNGEN > HAEUSERN 5 Manuela Pedraza 2530 / pl. b. Dp. ß í T. 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Weltkrieg 1957 vom Münchner Schwurgericht zu vier Jahren und sechs Monaten Gefängnis; kritisch unterstützt und hätte sie dem begeisterten jungen Rebellen in der Stunde seines Triumphes ein wärmeres Willkommen bereitet, besonders bei seinem Besuch in diesem Lande.“ W7enn Castro wirklich von Anbeginn seiner politischen Aktionen ein Kommunist oder ein Sympathisant Moskaus gewesen wäre, er hätte sich in Moskau und nicht in New York feiern lassen wollen. Aber man verstand nicht, dass die restlichen kolonialen oder imperialistischen Interessen beseitigt werden müssen, wem die südamerikanischen Staaten wirklich ihre Souveränität und soziale Ruhe finden sollen. Wie wäre es sonst möglich, dass noch immer die Zahl der Analphabeten in Lateinamerika so erschrekkend hoch ist, dass noch im-! diese Antithese zum Zusami durch die Schaffung starker verurteilt worden sei. Sein „ehrenrühriges Verhallen“ rechtfertige die Ablehnung des Ehrensoldes. Das berliner Verwaltungsgericht war der Ansicht, j dass Sehörner als Träger : des Pour le Mérite nach dem Ordensgesetz vom 1. Oktober 1956 einen Anspruch auf Zahlung eines Ehrensoldes habe, da der Bundespräsident Sehörner die Auszeichnung nicht entzogen hat. Das berliner Versorgungsamt könne daher I nicht an Stelle des Bundesi Präsidenten handeln und das 'Ab:ehnen des Ehrenscldes von einer Ordensentziehung trennen. Das Versorgungsamt will gegen diese Entscheidung Berufung beim Oberverwaltungsgericht einlegen. (AWZ) ISRAELITA B:semsaario — aparece .os Martes y Vkrnes. Editado per Estrellas Editorial Lîda. V -rantwortlich: Dr. Hardi Swa.sensky Pueyrredóo 2190 Io izq T. E. 83 26i3 80 6930 Abono-Pretse; Argentinien: Í 190 — pro tíuarta) Ausland $ 600 — jährl mer Menschen in diesen Ländern hungern, die bei vernünftiger Bewirtschaftung noch Millionen Einwanderern Brot und Arbeit gewähren könnten. Durch eine kurzsichtige Politik hat man den Russen Vorschub geleistet. Die wirksamste IVaffe in. Kampf gegen den 1 'ömmunismus ist nicht in polizeilichen Massnahmen zu suchen. Man kann die Betätigung von Gruppierungen und Parteien verbieten, aber Ideen lassen sich nicht unterjochen. Auch der Glauben oder der Irrglauben kann nicht mit Gewalt unterdrückt werden. Wer mit Aussicht auf Erfolg ein Vordringen des Kommunismus bekämpfen will, muss die Lebensbedingungen für die breiten Massen schaffen, um sie gegen die kommunistischen Irrlehren und Doktrinen zu immunisieren. Wer erfolgreich gegen den Kommunismus opponieren will, muss die Bedingungen beseitigen, die das Wachsen kommunistischer Strömungen begünstigen, muss gegen Not und Armut, gegen Rückschritt und Unkultur durch tatkräftige Aktionen zur Bildung einer neuen freien Gesellschaft beitragen. Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass der Gegenpol zum Kommunismus der Nationalismus, die Stärkung des Nationalgefühls sei. In allen Gesellschaften und und staatlichen Organismen, wo das Vordringen des Kommunismus durch die Schaffung nationaler oder gar' chauvinistischer Parteibildungen bekämpft werden sollte, hat menbrueh Ordnung der staatlichen geführt. Man nationaler Bewegungen oder Parteien den Vormarsch des braucht nur an das Dritte i Kommunismus aufzuhalten B HUTSALON Jetzt in ELGRA N 0 MOLDES 256 T. E. 73 9229 73-9155 Confitería NIZA I Reich zu denken, das die I rechte Vorbereitung für den | Sieg des Kommunismus in Europa war. Dafür aber, dass der Kommunismus keinen Gegensatz zum Nationalismus bildet, sind die kommunistischen Länder als das klarste Beispiel anzuführen. Die alten zaristischen, nationalistischen Parolen wurden von Stalin benutzt, um den russischen Kommunismus zu verteidigen. Der nationale Gedanke ist in keinem kommunistischen Land irgendwie in den Hintergrund geschoben worden. Selbst in der russisch-chinesischen Auseinandersetzung in der es für die grosse Oeffentlichkeit nur um die Diskussion verschiedener kommunistischer Anschauungen geht, wird um nationale Prinzipien und Hegemonien gestritten. Ueberall dort, wo man der Meinung ist, durch Stärkung des nationalen Bewusstseins und des nationalen Gefühls, PRAKTISCHER ARZT Dr. J. P. Kroll Bieber 3 DE FEBRERO 2030 Mo., Mitt. Freit. 15—20 Uhr. — T. E. 76 0266 PRIVAT 52-7734 verfällt man in den gleichen Fehler. Man wendet sich gegen gewisse Aeusserliehkeiten, vermeidet aber die Lösung der Kernfragen, die heute in Südamerika auf eine Entscheidung warten. Man übersieht, dass wir es allerorts mit einem nationalen Kommunismus zu tun haben, während der alte internationalt Kommunismus eines Marx, Engels oder Lenin längst der Vergangenheit angehört. In Südamerika sollte man sich davor hüten, neue Mauern zu errichten, die Völker trennt, die aufgrund ihrer Geschichte, ihrer Entwicklung, ihrer Sprache und Kultur sowie aufgrund ihrer gemeinschaftlichen Interessen zusammen gehören. Die destruktiven Wirkungen solcher Mauern kann man in Berlin beobachten, weil man es dort versäumte, anstelle „Den Preis bezahlen“ Bonn. — Der nordrheinwestfälisehe Innenminister Duefhus erklärte kürzlich vor dem Verein der Auslandspresse in Bonn, J’ne der wesentlichen innenpolitischen Aufgaben sei es, dem deutschen Volk klarzumachen, dass noch immer ein Preis für den verlorenen zweiten Weltkrieg bezahlt werden müsse. (AWZ) des Trennenden das Gemein-, same zu süchen. Südamerika kann und wird sich vor der Gefahr eines Bruderkrieges retten, wenn es die Lebensbedingungen für alle seine Menschen vorbereitet und dadurch die Mauern zwischen den Menschen einreisst anstatt sie zu errichten. Ermittlungen in Erbschafts- und Entschaadigungs- Angelegenheiten JAMES HIRSCH Berlin-tVümersdorf Prager Platz 6, Teiefor: 87 59 14 .:Si*SSS»8SS*e3*i*äSSMM*S lSí*S£í*iíiiIíi*£iRSsSSííí3SíSS:¡¡ MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 E. 76-6784 u. 76-2312 JACOB LAPIDUS Í dipl. Mohel í NEUE ADRESSE Í Í VIAMONTE 2037. 4,. ß. ¡¡ 46-1716 und 48-21..4 Á-.%V.VWVAW.WV.V1 Dr. B. Schwartz ZAHNARZT ♦ ESTOMBA 2283 52 S214 ' RAYOS X PARADENTOSE TELEF VORANMELDUNG NERVEN n. GEMÜTS- KRANKHEITEN Dr. M. J. KUHN f prov. f, RIVADAV1A 2625 111 J Tel. 48-7524 .• Mont.. Mittwoch, Freitag ■I17—20 Uhr. Tel. Amuel- [• düng erbeten. Ww : H, ROSENZWEIG * TAILOR HENRY ITCUMAN 563 piso 1 - T.E. 32-09^3; l Grossste Auswahl in imp. u. hiesigen Stoffen >••••••«•••••••••••••••••* Servicios de SALON ECHEVERRIA 76-0286 categoria lunch de DE FIESTAS 3296, esq. CONDE 73-1049 j BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. 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