Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1974 (24.8.1962)
- Date
- 1962-08-24
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 21 de Agoste de 1962 ^SEMANA. ISRAEL ITA AS» XXIII. — No. 1974 — 3 Arabische Wirtschafts - Experimente Seit sich in den arabischen Ländern mit der politiscnen Unabhängigkeit auch da* Verlangen nach einer wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung eingestellt hat, suchen diese Staaten ihre Wirtschaft den modernen Erfordernissen ar.zupassen. Dabei hat sich herausge stellt, dass sich ein Aufbau mit eigenen Mitteln — ausser in den Erdölländern — nicht bewerkstelligen lässt. Von einem sehr grossen Teil der Bevölkerung ist zudem eine Aktivität in dem gewünschten Sinne nicht zu erwarten. Die Erziehung müsste eine andere sein. Es ist bei der verstärkten Bevölkerungszunahme schon schwierig genug, die heutige, äusserst niedrige Lebenshaltung auf ihrem Stand zu halten, von einer Besserung gar nicht zu reden. Unter diesen Umständen hält man es in diesen Ländern durchweg für nötig, dass der Staat selbst den wirtschaftlichen und sozialen Aufbau betreibt und dabei auch die private Initiative lenkt und unter Kontrolle hält. Viele der jungen nahöstlichen Planer sind der Auffassung, der Anschluss an die Entwicklung in weiter fortgeschrittenen Ländern lasse sich, wenn überhaupt, nur durch totale kol¬ Erstmalig! Direktilug nach Israel JEDEN MONTAG Viajes Globus ALSINA 1418 — Bs. Aires Tel. 38-5860 — 1447 und 37 2660 lektive Wirtschaftsplanung erreichen. Ueber den Ausgangspunkt und die Metttoden ist man sich j€(*och nach Jahren tastender Experimente auch heute noch nicht völlig schlüssig. Die Wege wechseln von Land zu Land. Im Libanon beschränkt der Staat seine Planung auf Vorhaben, die im öffentlichen Interesse dringlich sind, und lässt die Privatinitiative sich frei entfalten. In Irak, Iran, Syrien und der Türkei sind der Privatinitiative Grenzen gesetzt. In Aegypten herrscht reiner Staatskapitalismus. In jedem Fall ist es höchst zweifelhaft, ob in den Nahostländern — abgesehen vom Libanon, der eine Sonderstellung einnimmt — überhaupt eine Wirtschaft und eine Gesellschaft nach westlichem Vorbild angestrebt werden. Nicht, dass die westliche „Lebensart“ grundsätzlich abgelehnt wird. Aber in Jahrhunderten staatlicher Lenkung ist die Privatinitiative verkümmert. Der Westen muss die Konsequenzen hieraus ziehen, will er nicht unwiderruf.ich gegenüber den sowjetischen Planern ins Hintertreffen geraten. Man hat im Westen lange geglaubt, das nahöstliche Entwicklungsproblem mit finanzieller Hilfe lösen zu können. Nun sind hierfür sehr hohe Beträge erforderlich. Selbst die Regierungen der begünstigten Länder haben inzwischen erfahren müssen, dass es auf die Dauer nicht guttut, grosse Zuwendungen ohne Gegenleistungen zu erhalten. Auch ist vielfach der erwartete Effekt ausgeblieben. Einsichtigen Planern ist die Erkenntnis gekommen, dass Getreidelieferungen zwar den Hunger vorübergehend stillen, aber ein Land keinen Schritt weiterbringen, und dass Geld oft fehlgeleitet wird und Teuerungen verursacht, die die Lage noch verschlimmern. Es mehren sich auch die Anzeichen dafür, dass man in Nahost langsam von dem Gedanken an uferlose Industrieprojekte abrückt. Mehr und mehr setzt sich die Auffassung durch, dass allein wirtschaftliche Gesichtspunkte für alle Vorhaben von Rang massgeblich sein dürfen. Technische Hilfe in den verschiedensten Formen, Prüfung wichtiger Objekte auf ihre Zweckmässigkeit hin, verständnisvolle Planung durch ausländische Fachleute. Lieferung von zweckgebundenen Gütern auf Kredit gewinnen an Bedeutung. Bei Industrieprojekten wird mehr darauf Bedacht genommen, dass sie dem grossen Angebot an Arbeitskräften Rechnung tragen. Grösseres Gewicht als dem akademischen Studium wird allmählich auch der Ausbildung von Facharbeitern und Meistern an Berufsschulen beigemessen, die von befreundeten Regierungen errichtet werden. Der Gedanke beginnt sich durchzusetzen, dass von unten her aufgebaut werden muss und das Ziel nicht ein hochtechnisierter Staat, sondern das Wohl der Bevölkerung ist. Das schliesst nicht aus, dass manche arabische Neuerer ehrgeizige Ziele aus propagandistischen Gründen weiter verfolgen. Aber im ganzen genommen hat die früher stark gefühlsbetonte Einstellung doch einer nüchternen Beurteilung Platz gemacht. Damit wird den westlichen Vorstellungen von Rentabilität und Sicherheit von Krediten eher ent sprochen und die Unsicherheit verringert, die die Beziehungen zwischen dem Westen und dem Nahen Osten so sehr belastet. Andererseits sollten die vielleicht nicht ganz unberechtigten Wünsche der nahöstlichen Ländern nach einer gewissen Stabilität der Preise und des Absatzes ihrer Agrarerzeugnisse die gegenwärtig praktisch das ein- Wer etwas aui sich haelt, traegt CARLTOK - KLEIDUNG Sie ist di9 Kleidung guten Stils, meisterhaft gear. beitet und nicht teurer als gewöhnliche Kleidung! Fertig.Kleidung in Stabi. loform.Verarbeitung. Feinste Masskleidung Annahme mitgebrachter Stoffe. Ständiger Kundendienst und Passformkontrolle. Auch Junioren kaufen g:rne bei CARLTON €f*\££c*t Ernst Koppel Herrenbekleidung Mai du 484 1. TE. 31-7845 Herrenausstattung Maipü 982 TE. 31-0357 MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG. SAUBER, PREISWERT, SCHNELLSTENS ALFREDO STERN Virrey del Pino 2639 T, E. 76-7281 y 76-9088 Eigen* Fabrikation — Unverbindliche Vorführung * * * * * * * * ^**»-i:-»**********4c-»*»»»-»»-?:-»**»-K-****«-^*-x».' aeeeeeeeeeeeeeeeeeeeve«•♦♦♦«veeeeeeee >► * * Teppichhaus - M. 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Im Flughafen wurde er von Staatspräsident Ban Zwi und dessen Gattin verabschiedet, die einige Tage vorher von ihrer Afrikareise zurückgekehrt waren. Ben Gurions erstes Reiseziel war Stockholm. Er wird fünf Länder besuchen. Als Zweck seiner Reise bezeichnete er vor Besteigen des Flugzeugs die Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen zu diesen Völkern. Er bemerkte hierzu, dass sein Besuch in Schweden, Dänemark und Norwegen eine Gegenvisite sei, da die Ministerpräsidenten dieser Länder Israel besucht haben, wobei er darauf hinwies, dass die Besuche in Finnland und Island die ersten dieser Art darstellen. In Begleitung Ben Gurions befinden sich seine Frau Paula, seine Tochter Dr. Renana Leshem, sein Privalsekretär und sein Militäradjutant. Auf dem Flughafen von Lud hatte eine Ehrenlcompagnie Aufstellung genommen, und Mitglieder des diplomatischen Korps und des Parlaments, sowie hohe Offiziere wohnten dem Abflug bei. Vier Jet-Flugzeuge stiegen zugleich mit dem Apparat des Premierministers auf und begleiteten ihn bis zur Grenze. (ITA) zige Aktivum ihrer noch sehr gebrechlichen Wirtschaft darsteUen, verständnisvoll erörtert werden. Gerade an der Lösung dieses Problems, von der sich diese Länder eine spürbare Erleichterung erhoffen, liegt ihnen viel. Allerdings wäre es sinnlos, sie durch zu hoch angesetzte „Garantiepreise“ zur Erzeugung von Agrarprodukten zu ermuntern, die auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig sind. Vielmehr muss ihnen ein Anreiz zur Umstellung auf solche Erzeugnisse geboten werden, für die sich auch Abnehmer finden. LA SEMANA ISRAELITA BISZMANARIO INDEPENDIENTE 6*. Aire* - PUEYRREDON 2190. 1* i*q. - 7. E. 83-26) 24. Aw 5722 24. August 1962 Antisemitismus in Argentinien Washington.—Un -rslaatssekretür Freuerick C. Dutton setzte den republikanischen Senator für New York Jacob Javits davon in Kenntnis, dass die USA-Botschaf len in Argentinien und Uruguay die antijüdischen Aktivitäten in diesen Ländern aufmerksam beobachten. Dutton teilte Javits in einem Schreiben mit, das State Department habe den Eindruck gewonnen, dass die argentinischen Behörden sich „vollauf der Notwendigkeit bewusst seien, unter den obwaltenden Umständen energische Massnahmen zu treffen“. Er versicherte, dass „die nordamerik-.nischen Funktionäre in Buenos Aires weiterhin die argentinische Regierung auf die Besorgnis aller anständigen Menschen Verweisen, sobald eine Minderheitsgruppe einem ungesetzlichen Druck ausgesetzt wird.“ Die USA-Botschaft in Montevideo berichtete über die Verhaftung im Euthanasie-Verfahren i Frankfurt a. M. — Der Chefarzt der inneren Abteilung des Städtischen Kiankenhauses Uetersen (Kreis Pinneberg), Medizinalrat Dr. Borm, ist auf Veranlassung des hessischen Generalstaatsanwaltes verhaftet und ins frankfurter Untersuchungsgefängnis verbracht worden. Staatsanwalt Zinnall bestätigte die Verhaftung. Nach seinen Angaben erfolgte die Verhaftung im Zusammenhang mit dem seit Jahren schwebenden Verfahren wegen Euthanasie-Verbrechen gegen den 58jährigen Professor Dr. Heyde. (AWZ) von den uruguayischen Behörden ergriffenen Massnahmen, zu denen die Einsetzung von Patrouillen der Polizei und Soldaten in Montevideo und auf den Landstrassen gehören, sowie Haussuchungen im Sitz der Organisationen, die der Verwicklung in die antijüdischen Vorfälle verdächtig sind. „Das Publikum und die Presse Uruguays“, so heisst es in diesem Bericht, „waren über diese unglückseligen Zwischenfälle,'' die man einigen Mitgliedern einer extremen Organisation zuschreibt, aufs höchste beunruhigt. Anscheinend hat diese Besorgnis ihren Ausdruck in einem energischen Bemühen der Regierung gefunden, einer Reihe von verbrecherischen Ausschreitungen ein Ende zu setzen.“ EINTRACHT UNERLAESSLICH Sao Paulo. — Rabbiner Morris N. Kertzer vom Larchmont-Tempel in New York sprach hier vor dem Verband für christlich-jüdische Brüderlichkeit. Er äusserte, die Zusammenarbeit zwischen den religiösen Bekenntnissen sei eine „unerlässlich» Vorbedingung“ für den Weltfrieden. Dr. Kertzer, der frühere Direktor für interreligiöse Fragen des American Jewish Committee, teilte seinen Hörern mit, er befinde sich auf der Reise nach Argeniinien, um dort die kürzlichen Ausbrüche von Antisemitismus zu studieren. Der Verband für christlich-jüdische Brüderlichkeit, vor dem Dr. Kertzer sein Referat hielt, ist am vergangenen 14. Mörz mit Zustimmung des Erzbischofs Kardinal Carlos Carmelle Vasconcellos Mctta ins Leben gerufen worden. itmiilt:- iinintfnrc,.' ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE! ★ RÜCKERSTATTUNG jetzt auch für Juden aus Polen. ★ § ANMELDUNGSMOEGLICHKEITEN für alle, die nach dem L (0. 1901 ¡ aus Laendern hinter dem eisernen Vorhang auswandern konnten. 9 m 3 ★ i SPRECHSTUNDEN: ■n | Dienstag, Mittwoch und Freitag van I5 bis I8 Uhr Dr. Günter Frey \ ASUNTOS ARGEM IN OS Y SUDAMERK ANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaliun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. \ -*- ■ 1 PUEYRRED0N 2190 esq Av. LAS HERAS — T. E. 83-2GI3 JMM*l«IMM*tMBt*MB***5ii**JtEa*äazaS'ii.«iIS*SiaieSSJ5*:Si£5aSZ6«i5JjS5SiiilHi?*Siä*gääi»?--3