Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1973 (18.8.1962)
- Date
- 1962-08-18
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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8 — Sábado, 18 de Agosto de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 1973 In Wahrung der LIenschenrechte \ Washington. — Die grossen Gewerkschaften der Vereinigten Staaten haben ein von ihrem Präsidenten George M-any unterfertigtes Schreiben an den argentinischen Botschafter in Washington gerichtet, in dem sie ihrer „ernsten Besorgnis über die Verbreitung der Naziverbrechen und den antisemitischen Terror“' in Argentinien Ausdruck verleihen. In diesem Schreiben heisst es u. a.: ,,Es handelt sich hier noch um anderes als vereinzelte Verbrechen, die als Racheakte d:r nach Argentinien geflüchteten 1 azis bezeichnet werden könnten. Diese Gewaltausbrüche stellen ei nen bedrohlichen Angriff auf Freiheit und W'ohlfahrt des argentinischen Volkes dar. Die Erfahrung mit der Hitlerpartei und anderen totalitären Bewegungen in allen anderen Ländern hat gezeigt, dass die antisemitischen oder gegen sonstige Minderheiten gerichteten Attacken stets den Beginn der Agitation anlidemokratisrher Organisationen bilden, deren Ziel seit je die Zerstörung cer Rechte und Freiheiten des ganzen Volkes war.“ Der Präsident der nordamerikanischen Gewerkschaften wendet sich ,,an al- Das Gehalt des Presidenten Israels Jerusalem. — Der Präsident Israels scheint in dem Kampf mit dem Parlament, das ihm sein jetziges Gehalt von 4.500 IL auf das Dreifache erhöh n wlil, zu unterliegen. Der Chauffeur Een Zwis bezieht dasselbe Gehalt. Die Mitglieder des Finanzeemites waren sich einig, dass die Bezüge des Staatspräsidenten auf ein seiner Position *. ntsnreehendes Niveau erhoben werden müssen. Sie iiberh arten die energischen Einwäncle Ben Zwis, der 15.000 IL von seinem Gehalt für wohltätige Zwecke spendete. (ITA) le Gewerkschaften Argentiniens und andere demokratische Kreise im Lande“ mit der Aufforderung, „dem argentinischen Volk zu helfen, alle Spuren von Antisemitismus, der r.ur eine Form des Neonazismus bildet, mit der Wurzel auszulilgen.“ „Die Irrlehren des Neonazismus“, führt Meany an anderer Stelle aus, „widerrprechen dc-n Zielen und Interessen des argentinischen i Volkes. Sie sind im Gegenteil eine grosse Gefahr für 1 den Fortschritt des Landes, 1 denn nur eine gesunde und blühende Demokratie ist bei rufen, die Zusammenarbeit mit den übrigen Völkern, die Frieden. Freiheit und den; Wohlstand aller Ländei des Kontinents verteidigen, auf eine feste Grundlage zu stellen.“ ENTSCHIEDENER PROTEST New York. — Dr. Jose Maria Chaves, der Präsij dent des Israelisch - Iberoi amerikanischen Instituts, hat namens dieser Organisai tion dem Fräsidenten der Interamerikanischen Kommis- | sion für Menschenrechte, dem Präsidenten d:r gleich-; namigen UN - Kommission,! dem Generalsekretär der Vereinten Nationen U Thanl und dem Generalsekretär der OEA ein Memorandum zugehen lassen, in dem es heisst: ..Anlässlich der Zwischenfälle. die sich in letzter Zeit 'in Ländern Lateinamerikas | zugetragen haben und die , ein Wiederaufflammen der | verbrecherischen Tätigkeit j antisemitischer Organisationen beweisen, hat das Israelisch-Iberoamer kanisehe In- Istitut folgende Erklärung abgegeben: j 1. Das Insii ut verurteilt i aufs entschiedenste sämtlij che Atfenfale weich» in la- J teinamerikanischen Länden gegen Personen, heilige | Stätten. Eigen um und Or- : ganisaiIonen der Juden ver- I übt worden rind. I 2. D„s Institut wendet sich an alle demokratischen Kreise des Kontinents mit der Aufford: ung, sich zur Verteidigung d r von der Deklaration der Menschenrechte und anderen internationalen Abkommen festgeleglen Prinzipien zusammenj zuschlicsse.i, die für die : Welt des Westens bindend I sind. | 3. Das Israellsch-Ibero- I amerikanische Institut von New York, das aus Angehö- , rigen der verschiedenen Re-! ligionen gebildet ist richtet ] einen Aufruf an die hohe; Geistlichkeit in den Ländern | Lateinamerikas, in Ueberj einstimmung mit den ethischen und religiösen Grund-; sätzen, deren Hüter sie ist, diese kriminellen Akte eneri gisch zu verurteilen und er- ■' neut kiarzustellen, dass die- | se Verbrechen zu ihren Bekenntnissen l'nd Lehren im Widerspruch steh;n. I 4. Das Institut erklärt er- 1 neut, dass es unverrückbar für die Freiheit des Glauj lens eintritt und es sich ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. ERKLAE8UNG DIPLOMATEN ZWEIER! Bar Kocbba Wie uns mitgetcilt wurde, fanden bei der kürziiehen Generalversammlung Wah- Washingtou. — Zwei Führer der nordamerikanischen Organisation jüdischer Naziopfer in New York erklärten, sie hätten die Versicherung von lateinamerikanischen Diplomaten erhalten, dass ihre Regierungen über die kürziiehen antisemitischen Ausschreitungen „tief besorgt“ seien. Die beiden Gewährsmänner teilten mit, der argentinische Botschafter Roberto T. Alemann und der uruguayische Geschäftsträger Bautista Ochotecohätien an den Präsidenten der Organisation Moisés I. Socachevsky und den Sekretär Felix Lasky Briefe gerichtet, in denen sie die Vorfälle bedauerten. Dr. Alemann habe versichert, dass seine Regierung energische Massnahmen verfügen und I mit allen Mittein, die ihr Menachem Begin in Buenes Aires Der bekannte israelische Í tion, Menachem Begin, ist len für eiten neuen Vor-; Politiker uad Leiter der re* stand statt, der sich aus folj Visionistischen Y eltcrga ui jagenden Herren zusammentetzt: Präsident: K.lman Herzberg. Vizepräsident: Enrique Zimmerspitz. Sekretär: Mauricio Itzcovich. Prosekretär: Roberto Artz Tesorero: Felix Gelbaum Pro-Tesorero: Miguel Rosenfeld. Beisitzer: Jacobo Raismann, Jaime Segalis, Ernesto Knakker, Teodoro Mamber, Roberto Plat. Salvador Karp, Kurt Zimmer, spitz, Sigfriedo Reck. Kassenrevisoren: Abraham Liberman, L. Grundstein. Pablo Plat. zur Aufgabe macht, die En-!zur 'Verfügung stehen, die! gergestaltung der herzlichen i antisemitischen Unruhen un-; Beziehungen zu fördern, die! Verbinden wird. Der argentij traditiensgemüss zwischen; msche Botschafter fügte binden verschiedenen religiösen - zu: ”*ch bedauere die er- Am 12. August verstarb rach kurzer Krankheit im Alter von 57 Jahren mein innigslgeliebrer Mann, treusorgender Vater, Grossvater, Onkel, Schwager, Herr HERMANN LAUS In tiefer Trauer: ROSA LAUS geh. PFENNIG PAULA PFENNIG, Schwiegermutter JAIME LAUS PESSY LAUS, geh. REICH MARTIN PFENNIG u. Famiiie RUBY und IRENE HERSHKOWTTZ I1ANNT REICH MARIO und GABRIEL, Eekeik nier Die Beerdigung hat bereits siatigefundpn. Buenos Aires Alvarez Thomas 1394. j und ethnischen Gruppen fce- ■ stehen, welche die Völker : des Kon'inents formen. : 5. Das Institut wendet sich mit dem grössten Respekt und drhigiiehst an die betreffenden Behörden und erj sucht sie, alle die notwendii gen Massnahmen zu ergrei-; i'en, um die für diese Delikte verantwortlichen Perso- I : nen vor die kompetenten Ge- | : richte zu stellen, damit sich! derartige Attentate in Zui 1 kur-ft rieht wi~d'rholen.“ ORTHODOXE APPELLIEi REN AN KENNEDY Washlr.gior. — Der Ver-; band orthodoxer Rabbiner richtete ein Telegramm an Kennedy, in dem der Präsident ersucht wird, in der; Angelegen hei* der kürzlichea anti emPiscbeij Ausschreitungen in Argentinien und Uruguay bei den Regierungen dies'r beiden Länder zu irterveni'-ren um diese zu einem energischen Eingreifen regen die nazistischen Elemente aufzufordern und auf diese Weise | wähnten Vorkommnisse zutiefst und teile völlig ihre! Besorgnis, die diese unwürj digen Attacken in meinem I Land und bei allen Meni sehen erregen müssen, die | die Freiheit lieben i^nd an j die Toleranz als Grundlage I für das menschliche Zusam- | menleben in einer zivilisier- I len Gesellschaft glauben.“ | Ochoteco schrieb ebenfalls, | dass die uruguayischen Behörden. „alles ihnen Mögliche tun. um die Urheber diei eer Verbrechen zu bestrafen i und gab ferner die Versichei rung ab, dass „Uruguay den | Nazis ebensowenig wie an- ' deren ideologischen Grup- I pen, deren Devise der Antij semitismus ist, als Zuflucht die-an wird. ‘ PRESSEKONFERENZ IN MONTEVIDEO j Montevideo. — „In LiU- I guav gibt es keine Rassen- -- unterschiede, wir haben niedas mals jemanden wegen politi-! für scher, religiöser oder rassischer Fragen verfolgt und werden es auch nicht tun“, ier m erklärte der Präsident der Nationalregierung, Faustina Harrison, den Korrespondenten ausländischer Zeitungen, die er in Anwesenheit des uruguayischen Innenministers Homero Martínez und des Staatssekretärs Sánchez Morales empfing. Harrison erüffnete den Journalisten. er habe sie zu sieh gebeten, um zu den Kommentaren Stellung zu nehmen, die über die kürziiehen“ antisemitischen Vorfälle in Uruguay in der Auslandspresse erschienen sind. Er versicherte, die Polizei habe alle Vorsichtsmassregeln getroffen, um die Wiederholung derartiger „barbarischer Attentate“ zu verhindern, wobei er darauf verwies, dass dies im Augenblick gelungen sei. Der Präsident unterstrich, dass die nazistischen Ueberfälle ein „neues Delikt“ in Uruguay darstellen, weshalb die Regierung die Revision verschiedener Artikel des Strafgesetzbuches in Aussicht genommen habe. Am Schluss seiner Ausführungen brachte er seine Sympathie für Israel und israelische Volk sowie die jüdische Bevölke-! rung Uruguays zum Ausj druck. Er versprach, die Poi iizei werde ihre Ermittjun- | gen bis zur Aufklärung der j Verbrechen und Bestrafung : der Attentäter fortsetzen, und erklärte energisch: „Wir ponen ein jedes Extrem, mag es sich nun Faschismus oder Kommunismus nennen.“ in Argentinien eingetroffen und wird im Cine Opera in der Corrientes 860 am Sonntag, den 23. August, über die Probleme des jüdisch»« Staates und der Juden in der Galut sprechen. Am Freitag, den 24. August, findet ein Oaeg Schsbbat im Restaurant Odeon statt. Kareen sind im Sekretariat in der Corrientes 2791 im zweiten Stock nachmittags erhältlich. Unser guter Freund HERMANN LAUS hat uns ploetzlich fu.r immsr verlassen. Wh werden seiner in Verehrung und Liebe gedenken. ADOLF ELTER u. Frau HARRY KEMPLER u. Frau JUSTO KUNTZ u. F.au MAURICIO RISFLER u. Fcmiiie New Yoi'k. — Die “Weige-;len.“ In seinem an Kennedy rung des State Department, 1 gerichteten Schreiben führt seiner Missbilligung des ofi Senator Dodd aus, dass „das j - fiziellen Antisemitismus in; amerikanische Volk die j — . der Sowjetunion Ausdruck! v. achsende Verfolgung der j «©älfO Inlire zu ver.eiben, wird in einer I Juden in Russland mit eij Das Jüdische Theater Mi- Eikiärung energisch kriti- | nem aus Schrecken und Un- , Ire wiederholt in dieser Wosiert, die vom „Arbeiterj vermögen gemischten Ge- > che die Operette ,Oh ist das kreis“, einer nationalen jüj fühl beobachtet hat.“ leine Susi“ mit den Stars disehen Organisation für ] Vor zwei Monaten hatte aus Israel Shifrele Lerer der Arbeiterkreis die Initia-! und Ino Topper in den live bei der Veranstaltung einer „Woche der Empölung“ im ganzen Land ergriffen, um gegen den Antisemitismus in Russland zu protestieren. Janin Generalversammlung der UN Jeruslasm. — Das Kabinett beschloss, Aussenminister Golda Meiy die Führung der israelischen Delegation bei der Generalversammlung der UN im kommenden September zu übertragen. Der ständige israelische Repräsentant Michael Comay wird an ihre Stelle treten, wenn Frau Meir abwesend ist oder abreisen sollte. Die übrigen Delegier ten sind: Gideon Rafael, Abraham Darom, Schabetäi Rosenne und Ehud Avriel. Zu stellvertretenden Delegierten wurden Jaccb Herzog Livran, Chava Hareli, Chanan Inon, Schulamit Nardi und zu Beiräten J. Merz, Y. Anug und Oberst Y. Mombaz ernannt. (ITA) Brüderlichkeit und Kultur kürzlich veröffentlicht worden ist. Na tan Janih, der General- ' sekreter d:r Institution, j nannte den Standpunkt des! Sta e DepartmeiT , elnetrauj rige Erinnerung an die Haii cheN-e jfiizt, der Protest I tung, die während d.r Hitj würde „auf unbes'immte | lerzeit zu beobachten war. Zelt und in verschiedenen Anscheinend glaubt man.! Formen“ fortgesetzt werdass die Juden auf dem AIj den. Er fügte hinzu, gegentar der Staatsdiplomatie gewärtig beschäftige sieh der opfert werden müssen. Es 1 Arbeiterkreis mit der Vorscheint, als hätten wir nicht j bereilung von Gedenkfeiern gelernt, dass die Verfolgung .für die vor zehn Jahren in ein Krebs ist, der die gan- Russland hing:richteten 24 ze Gesellschaft unterhöhlt,! bekannten Hauptrollen an der Spitze des Künstlerensembles des Milro. Die Vorstellungen finden täglich um 22 Uhr statt. Am versi- Sonntag zwei Vorstellungen, nachmittags um 18 Uhr und abends um 22 Uhr. Die Theaterkasse ist den ganzen Tag offen. Näheres siehe Anzeige. wenn wir ihn nicht rechlzeij Journalisten, deren Ermortig ausschreiden.“ | c’ung er als „eines der; Aus den Familien I Die Jüdische Wochenschau I gratuliert hierdurch ihrer ... -treuen Leserin Frau Rebeca- Scnnfsteller und , Lindenheim zu ihrem 95. Ge- Der Familie unseres langjaehrigen treum Mitgliedes und ehemaligen Vize-Prassidenten, Herrn HERMANN LAUS sprechen wir unser aufrichtiges Beileid aus. Comisión Directiva u. Mitglieder des BAR KOCHBA Die Politik des Stale Be j pariment, dieses Problem j „nicht zu berühren“, trat | zutage, als ein Vorschlag | des demokratischen Sena-! tors für Connecticut, Thomas J. Dodd, abschlägig beschieden wurde. Dodd hatte verlangt, Kennedy solle den USA Botschafter in Moskau schamlosesten und brutal-; steil antisemitischen Yerbrei eben ausscrkalb Hitler- , deutschlands in der Jetzt-! zeit“ bezeichnet?. Janin unterstrich in die I sem Zusammenhang, dass ' viele der kommunistischen I Opfer des Stalinregimes uniter Krutschew „rehahiU-! burtstag und wünscht alles Tute. „Wehrmachfsgefolgs“ Wien. — Bestseller auf dem polnischen Büchermarkt dieses Frühjahrs ist das Buch „Wehrmachtsgefolge“ des Breslauer Tierarztes Josef Makowski. Der jüdische Autor berichtet darin von ungewöhnlichen Abenteuern, di? er während der deutschen Besatzung erlebt habe. Makowski gibt an, er sei im Kriege in das Konzentrationslager Treblinka bei Lublin eingeliefert worden, auä dem er jedoch 1943 habe fliehen können. Wie -er in dem Buch beschreibt, habe er sich die Uniform eines deutschen Soldaten und eine Reihe yon gefälschten Papieren beschafft, mit deren Hilfe er in deutschen Wehrmachtseinheiten habe untesrtauehen können. (AWZ) für zwei Wochen nach Wa-; ti-ert“ und die gegen s.e geshington zu dem „öffentlich (fällten Urteile als ungerecht erklärten Zweck“ berufen, erkannt wurden. Während „den Präsidenten über die „kein einziger der jüdischen Judenverfolgungen in Sow- \ Schriftsteller auf diese Weijetrussland zu unterrieh- I se rehabilitiert worden ist.“ ENRIQUE WOLF ANNIE KLEINFELD VERMAEHLTE Moldes 2376 Santa Fe 291-8 Dis Trauung findet s.G.w. am 25. August 1962 im Tempel Moldes 2449 um 21 Uhr statt. .rtîfT' ''.fr?;:-