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Jüdische Wochenschau · 1962-08-18 · 1973 (18.8.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1973 (18.8.1962)
Date
1962-08-18
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Arg aus alter Zeit äre" «k;- , 1 ersten iuda;sch<m 'oto-aolische Sa- '»zwei völliger. 1 sie bei norii- Königsbaaten [aeh aufgetaucht Seiten des Ho- 'on Gebäuden ,on denen zwei Vorratshaus werden k®ndie genenere dieses Burgteia Kieinfjoden, us demSdatt tab es mehrere Hüter Siegel i alfsemitischer lern aber 70 so- ■Königssiegel“, isric „Dem Ködazu oft ein )äus- oder Fiti- ’mbol und dariadtaamen zei- :ich aus andetnsischen Städ- :ind, beziehen einlich auf die iteuererhebung. lend für die reion in der Zeit jüdischen Proiie, Entdeckung itarte-Symbole >r als Kopf der Art der ägypti- auf einem of- ♦eemeMJ fensichilich zu ständigem Gebrauch bestimmten, quadratischen tönernen Ziegelstempel: Der Jahweglaube und die Polemik der berühmten Prediger hatten dieser ..Abgötterei“ nicht einmal im Btreich des Fürstenhofes Abbruch tun können. Ein anderer, noch einzigartigerer Fund bewies ebenfalls, dass man es mit dem Jahwegesetz, in diesem Fall mit dem Bildverböt des mosaischen Dekalogs, keineswegs genau nahm: Eine Tonscharbe trug in assyrischem Stil und freilich schon stark verblassten Farben die Darstellung eines thronenden Fürsten mit verziertem Gewand und steif nach vorn stehenden schwarzem Kinnhart, der in feierlicher Geste seine vorgestreckten Arme in leichtem Winkel bis in Kopfhöhe erhebt. Zum ersten Mal sehen wir hier das einheimische Porträt eines davidischen Fürsten: bisher gab es nur die eine Darstellung des sich zur Huldigung auf den Boden werfenden Jehu von Israel auf dem „Schwarzen Obelisken“ des Assyrerkönigs Salmanassar III. Wer der Bauherr und erste Bewohner dieser ländlichen Residenz gewesen sein mag, hat sich bisher aus den Funden noch nicht ergeben. Natürlich zog man die Nachrichten der Königsbücher und der Chronik heran, um festzusiellen, ob sich hier ein Hinweis auf die Burg von Ramat Rahcl finden Hesse. Es gab nur eine: Der energische, in Krieg und wirtschaftlichen Massnahmen erfolgreiche, von dem Assyrer Taglatpdeser III. als Haupt einer feindlichen Koalition syrisch palästinenseher Fürsten bezeichnete Ussia-Asarja (etwa ab 785) wurde auf der Höhe seines Lebens leprakrank und musste daraufhin nach dem Gesetz die Heilige Stadt verlassen, wo er sieh durch seinen Sohn Jotam vertreten liess. Er wohnte danach — der Text ist hier unsicher — in „einem abgeschlossenen Hause“, wie man die beireffende Stelle gedeutet hat (2. Kön. 15; 2. Chron. 26). Vielleicht — das ist der vorläufige, immerhfh naheliegende Vorschlag des Archäologen Dr. Aharoni — war es dieser unglückliche Mann, der sich auf der Höhe von Ramat Rahel seinen Schmerzenshof erbauen liess und ihn eines dunklen Tages mit kleinstem Gefolge bezog, um nun hier viele lange Jahre mehr oder weniger ergeben auf sein Ende zu harren. Später mag die kleine Burg als Sommerresidenz gedient haben; ihr schlug die Stunde der Vernichtung, als Anfang des 6. Jahrhunderts v.d.g.Z. Nebukadnezar II. von Babylon die festen Plätze Judas eroberte und zerstörte. MUSIK IN BUENOS AIRES „AIDA“ IM COLON Gegen Ende Dezember 1871 wurde anlässlich der Einweihung des Suez-Kanals die wohl populärste Oper von Giuseppe Verdi, „Aida“, uraufgeführt. Damals verherrlichte der Librettist Antonio Ghislanzoni die Liebe der äthoopischen Königstochter und Sklavin am Hofe der Pharaonen zu dem ägyptischen Siegesheld Radames, der um ihretwillen, und die Liebe der Pharaonentochter Amneris verschmähend, den Freitod vorzog. Tempora mutantur. Ob sich wohl in unserer Aera ein Italiener finden würde, der die Liebe einer Negersklavin besänge? Es spricht für den guten Gesschmack des Colon, dass es anlässlich der Neueinstudierung des unsterblichen Werkes die Titelrolle der jungen dunkelhäutigen nordamerikanischen Theresa Colemann anvertraute. Die mehr lyrische als dramatische Sopranistin wusste sich sofort durch ihre Sanges- Kunst und ihr inniges, aller Routine abgewandtes Spiel in die Herzen der verwöhnten Bonaerenser zu singen, die mit Applaus nicht spar- LUACH - (KALENDER) Sonnabend, den 18. August 1 18. Aw Parschat EKEW 5. B. M. VII 12 — XI 25 Haftara Yischayahu XLIX 14 — LI 3 Sonntag, den 19. August 19. Aw Montag, den 20. August 20. Aw Dienstag, den 21. August 21. Aw Mittwoch, den 22. August 22. Aw Donnerstag, den 23. August 23. Aw Freitag, den 24. August 24. Aw Sonnabend, dei^ 25. August 25. Aw Parschat RE E 5. B M. XI 26 — XVI 17 Miañara Yischayahu L1V 11 — LV 5 Neumondankündigung ELUL Sonntag, den 26. August 26. Aw Montag, den 27. August 27. Aw Dienstag, den 28. August 28. Aw Mittwoch, den 29. August 29. Aw Donnerstag, den 30. August 3$. Aw 1. Tag Rosch Chodesh ELUL Freitag, den 31. August 1. Elul 2. Tag Rosch Chodesch ELUL Sonnabend, den 1. September 2. Elul Parschat SCKOFTIM 5. B. M. XVI 18 — XXI 9 Jlaftara Yischayahu LI 12 — LII 12 Sonntag, den 2. September 3. Fdul Montag, den 3. September 4. Elul D:et»siag, den 4, September 5. Eiul Mit’woch. den 5. September 6. Elul Donnerstag, den 6. September 7. Elul Fi.Ür-.g, den 7. September ■■ 8. Elul Seunabond, den 8. September 9. Elul Pavrchat KI TETZE 5. B. M. XXI 10 — XXV 19 Hafiara Yischayahu LIV 1 — 10 Sonntag, den 9. September 10. Elul Montd:n 10. Siplnnber 31. Elul Dienstag, den 11. Scj.-Lmber 32, Elul Neue Bücher Die Friedensidee und ihre Verwirklichung. Festausgabe für Adolf Leschnitzer. Verlag Lambert Schneider, Heideiberg. Der bekannte Gelehrte, Professor ’ Dr. Adolf Leschnitzer hat vor einiger Zeit seinen 60. Geburtstag gefeiert. Professor Leschnitzer wirkt als Professor für Geschichte des deutschen Judentums an der freien Universität Berlin und ist ausserdem Dozent für Germanistik am City College in New York. Professor Leschnitzer hat es immer als seine Lebensaufgabe betrachtet, für Versöhnung und Frieden zwischen verschiedenen menschlichen Gemeinschaften zu wirken. Diesem Ziel dient sein bekanntes Werk Saud und David, das der Problematik der deutsehjiidisehen Lebensgemeinschaft gewidmet ist. Zu seinem 60. Geburtstag haben daher seine Freunde, Juden und Christen, ein Buch herausgegeben, das sich mit der Frisdensidee und ihrer Verwirklichung beschäftigt'In dem umfangreichen Sammelwerk finden wir eine Arbeit des bekannten Theologen H. Gollwitzer über Israel und wir Deutschen, die Versöhnung und Verständigung zwischen Juden und Deutschen fordert. Ueber die Friedensidee im - Judentum schreiben Erich Fromm, H. Goldschmidt und N. Glatzer. Interessant sind die Abhandlungen von Kurt Grossmann über Carl von Ossietzky und von E. Gumbei über die geheimen Rüstungen und politischen Morde in der Weimarer Republik. Zum Schluss sei noch auf die interessante Abhandlung von Guido Kirsch über 'Zunz hingewiesen. Der Verlag Lambert Schneider hat sich ein grosses Verdienst durch die Herausgabe dieses wertvollen Werkes erworben. Dr. C. Vogel ten. Die grossartige, ebenfalls aus USA stammende Altistin Regina Resnik hatte nach anfänglicher Einsingens-Miihe das Auditorium auf ihrer Seite. Sie verstand ihre durch Eifersucht herassgeforderte Rache menschlich verständlich zu machen, und in der grossen Szene des vorletzten Bildes zeigte sie ihre gesangliche und schauspielerisch vollkommene Kunst uneingeschränkt. Ein neuer Radames; der auch aus dem Norden unseres Kontinents kommende dunkeltimbrierte Heidentenor James McCrakken, der sich zwar etwas steif bewegte, sich aber nach ein wenig simpler ,,celeste Aida“ frsisang und mit durchdringendem Organ die Riesenensembles zu übertönen vermochte. Es gibt schwerlich einen besseren Amonasro als den des uns * bekannten . Italieners Aldo Protti. der mitten im zweiten Akt leider unpässlich wurde und dennoch mit Intelligenz. um die Aufführung nicht zu unterbrechen, die Nilszene durchstand und durchsang. Und ein vierter Debütant — auch er kommt aus Nordamerika (Met) — war William Wildermann, der seinen vollen, sonoren Bass dem Priester Eamphis lieh. Die Vcrs'ellur.g wurde von Fernando Previiali — man überschüttete ihn mit einem nicht alltäglich?n come back-Applaus — schwungvoll und mitunter ein wenig zu volltönend geleitet. Die Regie des uns aus früheren Spielzeiten als originell und erfindungsreich bekannten Ricardo Moreseo entbehrte jeglicher Originalität, sie bewegte sich im Konventionalismus. und die Triumphszene liess nicht nur in der Gruppierung der Chor und Hebraeischer Unterricht mam nisn * I T 1 nitf a^ynix na# i2“3 .an^n jtdx1? avisai a^nxa niiann : * T; : : ,}iaa 'nnb 0231*7 13$ iy -sna inx xin *7*712 aro - tv t D^TEton a^ini anaitf . . j y » : “ - 'xv,nenian nnfen .fixa ■•anai ptfan “’an? /nsi bv /rniioiai iD3i ö-srssa *7*712 'tm .yo$ ayas ••s ,nayi *?y 11x23 - : * t : \ t - t-:~ : ,soiai *7$ aan lin as *73 laiyiz? i*?x ,rx 200-3 amy nx.ntfi? ,*7*712 nx t * -î v : »T T /uiioa Tj?öna ix mx*7¡7i3 -ann aleñan aa iit$3 : - t - •* : : r v : nx tudí ’Tp ^.*? d,¡? aa noy ,Diznni a^iyn ...;T .t_._ T .*?yaan tfxia *7*712 t; - : t (rraViS? mr.s ms rmina) •T .• t ♦: “T 1 40 AÑOS DE NA ALAI, *7y ùyti ,*7*7ni as1? *7xyir posa anoix ipsnoi x1? ,12# a^yaix oasy 1X3 nrr .pttfa m-ra -in nan iT2r*7 an^s T~: t; v - .... .itf T in ,i3sn apT ni Din -••ptfatf ,]ii27xin ansíen onaa n.i ^y onaya an . .onnsai n‘iix lyans? açian no^a nan^a as*? hbítx ni¡a?p nans xV*7 ranxin a^im t :; t ♦ t t t niaix ^y ftv ,aona t : - t t * : .nixaa nija niaix ix vnitf v v; - t; “ T T v bv an^y1? mitfxin man TT*-:- T T TTn^pi^axa 60% i1?! ypipn m in an .nnVaa - y «• t : : t —s ^xt^1? ippn nnx x'^i pni nap bü ns insna 40 JAIIRE NAHALAL (Columna derecha) (Rechte Spalte) Los pobladores de Na’alal que fueren a su tierra en el valle de Izre el hace 40 años, no se conformaron con la creación de una granja. Ellos se vieron como delegados para la creación de una nueva sociedad. Hoy pueden los ancianos de la aldea, ia primera generaeiún de pobladores, ver que sus granjas son trabajadas por sus hijos y nietos. Los fundadores de la población que llegaron a Israel de Europa oriental antes de la primera guerra mundial sin una moneda en su bolsillo, fueron a las tierras de Na'alal que eran entonces tiérras de pantanos contagiosos. En el primer año de su llegada a la tierra, se enfermó el 60 por ciento de la población de Na'alal de malaria. Ellos vivieron una vida de penuria y no una vez se vieron obligados a pedir uno del otro una lata de harina (Columna izquierda) para hornear el pan. Como 12 años vivieron en carpas y ranchos hasta que pudieron entrar en edificios de cemento. Hoy día Na'alal es una de las poblaciones agrícolas más ricas del país. Los campos verdes, árboles frutales, las diversas'ramas de la granja, las edificaciones de la aldea y sus instituciones atestigüen de la prosperidad. Los hombres de Na’alal señalan con orgullo el hecho de que casi todos los integrantes de la 2a. generación de la población, como 200 personas, y también aquellas que dejaron Na'alal, ligaron su futuro con la agricultura o con la defensa de la patria. Cuando fueron <2) los pobladores (3) de las viejas poblaciones al Neguev para guiar (4) a los nuevos olim, se distinguía <5) la juventud de Na'alal. Die Ansiedler Nahalals, die auf ihren Bcdbn im Emek Yisre'el (1) vor 40 Jahren zogen, begnügten sich nicht, eine Gutswirtschaft zu gründen (21, (sondern) sahen sich als Sendboten zur Schaffung einer* neuen Gesellschaft. Heute dürfen die Alien des Dorfes, die erste Siedler-Generation, sehen, dass ihre Wirtschaften von ihren Söhnen und Enkeln bearbeitet werden. Die Gründer der Siedlung, die aus Osteuropa vor dem 1. Weltkriege ohne einen Pfennig in ihrer Tasche ins Land kamen, besetzten den Boden von Nahalal. der damals verpesteter Sumpf war. Im ersten Jahr ihrer Ansiedlung auf dem Boden erkrankten 60 Prozent der Bewohner von Nahalal an Malaria. Sie lebten in Not (3) und nicht (nur) eip Mal mussie einer vom anderen ein Maas Mehl (Linke Spalte) zum Brotbacken leihen. Fast 12 Jahre wohnten sie in Zelten und ^Hütten, bis dass sie in Steinhäuser ziehen konnten. Jetzt ist Nahalal eine der blühenden landwirtschaftlichen Siedlungen. Die grünen Felder, die Fruch'bäume, die diversen Wirtschaftszweigs, die Anlagen und dis Institutionen des Dorfes bezeugen seinen -Wohlstand. Die Bewohner Nahalals weisen mit Stolz auf das Faktum hin, dass fast die ganze zweite Generation der Siedlung — gegen 200 Seelen — und selbst die, die Nahalal verlassen haben, ihre Zukunft mit der Landwirtschaft oder mit der Landesverteidigung verbunden haben. Als die Söhne der ältesten Koloni-ten nach dem Negew zogen, um die neuen Olim anzu’.ernen, stand die Jugend von Nahalal an der Spitze dieses Unternehmens. <1) literalmente: ‘2) '3) '4) (5) hijos bajaron hijos instruir estaban en la cabeza de la empresa. (1) Das Emek Yisre'el zieht sich nördlich vom Carmel von Haifa südöstlich bis zum Jorden. (2) wörtlich: mit der Schöpfung einer „ Wirtschaft (3) ein Leben der Enge. Statislenmassen, sondern auch in vielen anderen Details zu wünschen übrig. Ueberragend gut bewältigte Tullio Bonis Chor die ihm in ..Aida“ gestellten zahlreichen Aufgaben. Die beiden Balletts Hessen noch entfernt ihren Ursprung der Kreierung von Margerita Wallmann erkennen, waren aber verändert, entstellt und abgenutzt. Das „Corps de Ballet“ entledigte sich der ihm gestellten Aufgaben korrekt, und gut tanzten die Solisten Mercedes Serrano und Carlos Sehiafino. Der Rahmen zu der schönen, wenn auch nicht überwältigenden Aufführung wurde von dem Bühnenbildner Nicolas Benois geschaffen, der im allgemeinen eine glückliche Hand hatte; jedoch hätten die Kostüme nicht aus dem alt.*n Thea- ‘terfunöus zujam-mengescharrt werden dürfen, und es wäre eine der Gesamtli nie adäquate Einkleidung am Platz gewesen. Der anfangs zögernde Beifall steigerte sich nach und nach ein wenig. e-n Gemeinsame Ausgrabungen Tel Aviv. — Eine gemeinsame israelisch-amerikanische Arcbäologengruppe hat jetzt Ausgrabungen bei Tel Aschdod, einer der fünf Philisters iädte der Bibel, au.'garem men. Sie will eine Akropolis clev Philister auf .dem Gipfel des Trümmerhügels ausgraben. In Ckesarea an der Mittelmeerküste Israels vurd vor kurzem eine Festun der Kreuzfahrer entdeckt. 0.) W

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