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Jüdische Wochenschau · 1962-08-18 · 1973 (18.8.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1973 (18.8.1962)
Date
1962-08-18
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German, Spanish
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Sábado, IS de Agoste de 1962 SEMANA ISRAELITA iña XXJ1?. — No. 197.1 — Gesicherte Grenzen... durch Doerferl „Die Lücke in der Mauer lockt den Dieb herbei", sagt ein altes hebräisches Sprichwort, An Israels Grenzen gibt es zwar kejne chinesische oder berliner Mauer, aber dafür viele Lücken. Das kleine Land, dessen Territorium nicht mehr, als 200.000 ha beträgt, hat Grenzen, die sich über 1.000 km erstrecken. Das wäre an sich noch kein Problem, wenn diese Grenzen Israel nicht von Nachbarn trennen würden, deren Feindschaft sich nicht nur in blutrünstigen Iieden erschöpft — Aegypten. Transjordanien und Libanon. De-r Kleinkrieg an den Grenzen hat im Laufe der Jahre verschiedene Formen angenommen. Seine harmlose Version sind Schmuggler oder Diebe, die Herden oder Früchte von den Feldern stehlen. Aber es gibt auch andere Formen des Grenzübertritts ,die weit gefährlicher sind, Spione, Saboteure, Marodeure, und mit Unbehagen denken die Israelis an die Zeit vor dem Sinai-Feldzug im Jahre 1956. als kleine Gruppen von Infiltranten tief in das Land eindrangen, auf den Land Strassen auf Autos schossen, oder Minen legten, Granaten in einzelstehende Häuser warfen oder Bauern auf den Feldern ermordeten. Die Frage ist deshalb in Israel immer wieder aufgeworfen worden, wie man die Grenzen sichern kann. Se.bst wenn es strategisch ratsam wäre — die Erfahrung hat das Gegenteil gelehrt —, könnte sich Israel aus Mangel an Menschen und Finanzen keine ..Maginotlinie“ leisten, d. h. Zehntausende von Truppen entlang der von HERBERT FREEDEJS (Jerusalem) Grenze in schwerbefestigten Bollwerken stationieren. Die Alternative ist, eine Art „lebendige" Maginotlinie zu errichtep, die nicht aus toten Steinen und Panzern besteht, sondern aus einer Kette von Dörfern, deren Bewohner ihr Land bearbeiten und, wenn notwendig, auch verteidigen. Der israelische Generalstabschef Zwi Zur sagte vor kurzem, dass eine Grenzgegend dann am besten verteidigt werden kann, wenn sie zur Heimat von Menschen geworden ist. Bedenkt man, dass die Grenze Israels durch menschenleeres unwirtliches, von Steinen besätes Bergland geht, auf dem meilenweit kein Baum und Strauch zu sehen ist, oder weiter im Süden sich durch die Wüste des Negew zieht, dann versteht man, dass die von den Strategen geforderte Besiedlung des Grenzgebietes agrarpolitisch und technisch keine leichte Sache ist. Auf der einen Seite gibt es nicht genügend Menschen. die bereit sind, in die Bergeinsamkeit oder die Isolierung der IVüste zu gehen, bei Tag zu arbeiten und nachts zu wachen; auf der anderen Seite müssen Dör fer bekanntlich Boden haben, um existieren zu können, und Bauern brauchen Felder, um zu säen und zu ernten. Der Errichtung von Grenzdörfern muss deshalb in jedem Fall der schwierige Prozess der Bodenurbarmachung vorausgehen, der im bergigen Gelände aus Entsteinung und Terrassierung besteht, während er in Vendo DEPARTAMENTO! « ::de categoría zona residencial (en terminación ):: “ * ♦♦ TEL A V I V y CARMEL jj T. E. 45-3094/49-2253 8 ♦♦ HOTEL DAPHNE IHR HOTEL IN HAIFA - Israel VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM A I F A . Hadar Hakarmel, Ncrdaustr. 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Manche der Grenzgegenden sind von israelischer Seite überhaupt nicht zugänglich, es sei denn für Patrouillen auf Maultieren: nicht selten slossen sie auf arabische Hirten, von jenseits der Grenzen, die ihre Herden auf israelischem Territorium weiden. Jetzt ist geplant. eine 700 km lange Gvenzchaussee vom Norden des Staates bis tief in den Süden zu bauen. Einige Abschnitte davon, in einer Gesamtlänge von fast 300 km. sind bereits fertig. Solche Strassen verändern das Gesicht einer Gegend mit einem Schlag. Ein Beispiel dafür ästeine halbe Autostunde von Jerusalem entfernt, das Adullamgebiet, in dem einstmals die berühmte Schlacht zwischen den Israeliten und den Philistern stattfand und der junge David den Riesen Goliath erschlug. Vor fünf Jahren traf sich eine Gruppe von Jeeps vor einer Polizeistation zu einer Inspektionsfahrt und unter dem Schutz von schwerbewaffneter Grenzpolzei ging es in einem Geleitzug los. Die erste Viertelstunde war Soldaten- und SS-Verbaende München. — Verlässlichen Informationen zufolge plant der „Stahlhelm“, in Passau eine Verbindungsstelle zu errichten, die insbesondere fiir Oesterreich zuständig sein soll. Der .Stahlhelm" hat in letzter Zeit in einer Reihe von Stfdtcn der Bundesrepublik Büros errichtet, die eine rege Tätigkeit entfalten. Auch die Organisation der SS-Verbände HIAG (Ililfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit) hat in Deutschland bereits 39 Gliederungen, entsprechend der ehemaligen SS-Divisions - Zugehörigkeit, wie zum Beispiel „Totenkopf“, “Das Reich“, “Wiking“. “Hitler - Jugend", "Horst Wessel“ usw. Diese SS - Organisationen haben engste Verbindung zu der ehemaligen SS in Oesterreich, die wiederum in der sogenannten ,,Kameradschaft vom Edelweiss“ organisiert ist. Die „Kameradschaft. vom Edelweiss“ hat eine zentrale Geschäftsstelle in Graz und sieben Landesbüros in den österreichischen Bundesländern. Sowohl die „Kameradschaft vom Edelweiss“ wie auch die SS-Verbände in Deutschland unterhalten enge Kontakte mit den Organisationen fremdsprachiger SS-Verbände. Diese gliedern sich wie folgt auf: „Kameradschaftsbund ungarischer Frontkämpfer“, „Verband estnischer Freiheitskämpfer“, „Lettische Division“, „XV. Kosakenkavalleriekorps". „Kroatische Felddivision“, „Verband rumänischer Frontkämpfer“, und „Sankt Martens - Fonds in Belgien". tlPN) noch wie eine gewöhnliche Spazierfahrt. Dann vetli?- ssen wir die Chaussee und damit die Zivilisation. Keine Strasse, kein Haus, keine Felder, kein Mensch, nur der Ueberfluss von Unkraut und Buschwerk war ein Zei eben dafür, dass unter den Steinen und Felsen guter Boden lag. Heute ist die Gegend nicht wieder zu erkennen. An Stelle des wilder, Gestrüpps und Steingeröils gibt es Felder mit schwerer, dunkler Erde oder griin mit Korn, und auf den Hügeln stehen Dörfer. Man braucht keinen Geleitzug der Grenzpolizei, um hinzukommen, man fährt auf herrlich asphaltierten Strassen, und was vor kurzem ein von Marodeuren und Schmugglern heimgesuchtes Grenzland war, ist jetzt eines der beliebtesten 'Picnic-Zieie der Jerusalemer. So wie in Adullam ist es in vielen Sektoren des israelischen Grenzlandes ergangen. Aber um die immer noch bestehenden gefährlichen Lücken zu schliessen, ist der Keren Kayemeth jetzt an die Verwirklichung eines Plans geschritten, der geeignet ist. das Prob’em des Menschenmangels zu lösen: die Errichtung von Grenzdörfern, deren Einwohner — wenigstens bis zur Schaffung solider Wirtschaftsgrundiagen — Jugendliche im Militärdienst sein werden. In der israelischen Armee gibt es eine Einheit „Nahal“ genannt, eine Pioniersiedlergruppe, die Militärdienst mit landwirtschaftlicher Arbeit verbindet. Diese Einheit hat schon viel für die Besiedlung des Grenzlandes getan und bereits 17 Grenzsiedlungen errichtet. von denen 12 inzwischen in reguläre Dörfer KüAEti tCfcy£tn<£V COMII E CEXTROECR0PEO Corrlenles?2fM — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48 5683 Unsere Feier fiter die Uebergabe von Diptemen Wir benachrichtigen unsere Freunde, dass wir am Donnerstag, der. 30. August, um 21 Uhr im Saal der Nueva Comunidad Israelita, Aicos 2319, der uns liebenswürdigerweise zur Verfügung gestellt wurde, eine FEIER FUER DIE UEBERGABE VON DIPLOMEN veranstalten werden. Festredner: Unser ehemaliger langjähriger Präsident: Herr Dr. JUAN KLEPETAR. KUENSTLERISCHES PROGRAMM Alle unsere Freunde sind zur Teilnahme an dieser schönen Feier herzlichst eingeladen. RÍESENEXPL0SI0N BRINGT DAS TOTE MEER NAEHER AN TEL AVIV HERAN Mit einer ungeheuren Explosion von anderthalb Tonnen Dynamit eröffnete dor Keren Kayemeth Leisrael, in Gegenwart von Vertretern der Presse, den Bau des letzten und schwierigsten Abschnitts der von ihm jetzt angelegten Strasse, welche Sedom am Südende des Toten Meeres mit Arad und dem zentralen Israel verbinden soll. Dieser Strassenabschnitt. der über 800 Meter bis zum tiefsten Punkt an der Erdoberfläche absteigt, verläuft über ein Gelände enormer Felshänge und jäher Abgründe. An verschiedenen Steilen mus-slen ganze Hügel durchschnitten lind Schluchten . ausgefüllt weiden. Die neue, breite Strasse, die Fahrzeuge bis zu 80 t Ladegewicht tragen soll, ¡wird die Fahrtlänge zwi-! sehen Sedom und Tel Aviv j um 20 Prozent und zwischen (Sedom und dem jetzt im , Bau befindlichen Grosshafen Asehdod gar um 40 Proumgewandeit werden kennj zent abkiirzen. Der Bau der ten. Man hofft, dass v;ele der Jugendlichen, die als Soldaten in diesen Grenzsiediungen dienen, nach Ablauf ihrer Militärzeit sich an den Ort gebunden fühlen und den Wunsch haben werden, zu bleiben. Auf der anderen Seite dürften ältere Menschen, die sonst die Gefahr und die Isolierung des Grenzlebens scheuen, eher dazu bereit sein, wenn diej jungen Leute ihnen die Stra- I pazen und Sorgen der Sij cherheit abnehmen. Das ' trifft besonders auf Neuein-! Wanderer zu. die noch nicht j an die Verhältnisse in Isra-! el gewöhnt sind. Der neue Plan sieht die Gründung von 18 derartigen Grenzsiedlungen vor. von denen zwei bereits errichtet worden sind — die erste im Norden des Tiberiassees und die zweite auf dem historischen Berg Gilboa. Strasse ist heute zu einer unumgänglichen Notwendigkeit geworden, wo man mit der Entwicklung des neuen Aradgebiets und der Erweiterung der Werke von Seele m begonnen hat. die eine Vervierfachung der Kali- und Bromfabrikation verspricht. Bei dem Bau dieser Stra sse hat der KKL erstmalig in Israel enorme automatische Kompressoren cingeführt, die die Bohrung von Israelische Weine Paris. — Israelische Weine werden gegenwärtig im „Wein-Museum“ im Süden Frankreichs ausgestellt.Dort sind jetzt ausser den 58 verschiedenen Weinen aus über 50 Ländern auch 20 Flaschen Israel-Wein zu s3ben. (ITA) 20 Meter tiefen Sprenglöchern in den harten Fels gestatten. Aus unserer Arbeit Anlässlich ¿¡er Brüh Milah d°s Sohnes des Ehepaares Elias Bresler und Frau Ruth, geh. Sternberg ergab eie Sammlung zu Gunsten des KKL durch die Mitarbeit der Damen: Frau Cilly Sternberg und Frau Sarita Sternberg, die Summe von $ 3.000.—; das Kind. Pablo Dani?l, wird im „Sefer Hajeied“ eingetragen und ausserdem werden Bäume auf den Namen der Eltern gepflanzt. Bei der Feier der .Goldenen Hochzeit“ des Ehepaares Wiih'Im Schutz und Frau wurde durch die Mitarbeit von Herrn Jacotao Steiner der Betrag $ von 500.— gespendet. Frau Ana Jacobson überwies uns für die Anfertigung einer Jahrzeittafel nach ihrem Gatten s. A. S 2.000.—. Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern. Unser Telegrammdienst Glückwunsch- sowie Beileidstelegramme und Baumspsnden bei jeder Gelegenheit, bitten wir, unter folgenden Telefon - Nummern aufzugehen: 76-5448 68-7404 64-2966 54-3209 48-3695 Sekretariat 48-5683 DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BEECHSE DES KKL Industrial & Comercial Bank (ISRAEL - LATIN AMERICA) Ltd. TEL AVIV 65, Ailenby Road NEUE BUEROS IN BUENOS AIRES Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-3463 (GALERIA DEL OBELISCO) I J\CO B A INVESTMENT & TRUST Cia. A«. CORRIENTES II4S T. E. 35-3463

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