Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1971 (4.8.1962)
- Date
- 1962-08-04
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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S — Sábado, 4 de Agosto de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 1971 Kennedy wurde informiert Washington. — Präsident John F. Kennedy wurde über die antisemitischen Ausschreitungen in Argentinien und Uruguay vom Kommandanten der jüdischen Kriegsveteranen in USA, Theodor Brooks, persönlich informiert. Dieser erklärte später, das Interesse des Präsidenten gebe ihm Anlass zu der Hoffnung, dass die USA - Regierung Massnahmen erwägen dürfte. Brooks berichtete Kennedy Einzelheiten über die kürzlichen antisemitischen Vorfälle in Argentinien und Uruguay und unterstrich, dass die lateinamerikanischen Länder, die Hilfe von dem Bündnis für den Fortschritt beanspruchen, sich auch den Prinzipien der Achtung vor den Menschenrechten anschliessen müssten. Bekanntlich gestattet das Weisse Haus nicht die Wiederholung der von dem Präsidenten bei solchen Unterhaltungen gemachten Aeusserungen, doch offensichtlich war Brooks nach dieser Audienz sehr befriedigt. Brooks wurde von Felix Putterman. dem Rechtsbeistand des Verbandes der jüdischen Kriegs vétéran en begleitet. EIN BERICT AUS BUENOS AIRES Washington. — Di; antisemitische Organisation ,.Tacuarä" in Argentinien wird als verantwortlich für den antijüdischen Terror in einem Bericht bezeichnet, den das State Department von der USA-Botschaft in Buenos Aires erhielt, wie hier verlautete. Aufgrund dieses Berichts informierte Dr. Theodore Moscoso, ein Beamter der Institution ,,Bündnis für den Fortschritt“, den repubiikakanischen Deputierten Seymour Halpern für New York, dass die argentinische Regierung der USA - Botschaft in Buenos Aires erklärt habe, sie beabsichtige .energisch? Massnahmen“ um dem antisemitischen Terror ein Ende zu setzen. Wie Moscoso ebenfalls äusserte. „scheint das Volk Argentiniens über die Zwischenfälle empört zu sein.“ In dem Bericht an das State Department bringt die bonaerenser USA-Botschaft zum Ausdruck, dass ,.die argentinische Präsident- | Schaft sich anscheinend Rej chenschaft von der Schwere I der verübten Attentate abj legt und die Regierung den \ Antisemitismus verurteilt.“ i Weiter heisst es: „Dieses Gefühl wird vom Innenminister geteilt, der für alle Po-; lizeibehörden des Landes j verantwortlich ist.“ Ueber! die Taeuarä bemerkt Mos- 1 coso, „die über diese Grup- Antisemitische Irrlehre Montevideo. — Mit sichtbarem Erfolg und starkem Widerhall in der Presse wurde der Vortragszyklus .Gegen die antisemitische Irrlehre“, deren Veranstalter das Hebräische Kulturinstitut ist. im Festsaal der Nationalbibliothek eröffnet. Uruguayische Universitäts-Professoren beteiligen sich an dan Vorlesungen, so die Doctores Carlos Rama. Mario Berta. Héctor Gross Espinelli, Justino Jiménez Arechaga und R. P. Georges Morell. Den ersten Vortrag hielt Prof. Oscar Secco Ellauri. (ITA» KÂyÈtn|T cátS^EC m j pe vorliegende Information j lässt vermuten, dass ihre! Mitglieder ausgesprochen i nationalistische jungen Arj gentinier sind, die vermutlich den Antisemitismus als I Ausdruck ihrer persönlichen | und sozialen Unzufriedenheit | gewählt haben“. Moscoso j versichert dem Deputierten Halpern, er werde ihn über die Massnahmen auf dem I laufenden halten, die die Re-; gierung Argentiniens ergreij fen wird, um die antisemiti- | sehen Zwischenfälle aus der 1 Welt zu schaffen. COMITE CENTROEUROPEO Corrienlea 2294 — VI. Steck — T, E. 48-3635, 46-5683 Uns«r Telegrammdientt Glückwunsch- sowie Beileidstelegramme und Baumspenden bei jeder Gelegenheit, bitten wir, unter folgenden Telefon - Nummern aufzugeben: 76-5448 68-7404 64-2966 54-3209 48-3695 Sekretariat 48-5683 Unsere Feier fiier die Uebergabe ven Diplomen Wir benachrichtigen unsere Freunde, dass wir am Donnerstag, den 30. August, um 21 Uhr im Saal der Nneva Comunidad Israelita, Arcos 2319. der uns liebenswürdigerweise zur Verfügung gestellt wurde, eine FEIER FUER DIE UEBERGABE VON DIPLOMEN veranstalten werden. Festredner: Unser ehemaliger langjähriger Präsident: Herr Dr. JUAN KLEPETAR. Alle unsere Freunde sind zur Teilnahme an dieser schönen Feier herzliehst eingeladen. 160 Haine im Maeriyrer-Wald verewigen vernichtete Gemeinden Zehn neue Haine wurden | der „Gedenkgrotte“ in der; bei dem das Kaddisch-Todieses Jahr am Gedenktag! Mitte des Märtyrerwaldes! tengebet von allen Anweservfür das von den Nazis ausj stattfinden. Ungefähr 1.500 j den gesprochen wurde, gingerottete europäische Juden- I Vertreter der vernichteten | gen die Teilnehmer an das DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BUECHSE DES K K L SOZIALPROBLEME IN ISRAEL Die Paul-Baerwald-Schuie , für Sozialwissenschaft an j der Hebräischen Universität j wurde im Jahre 1958 eröff- | net. Die erste Gruppe von . Studenten, zu der 33 Frauen! und zwei Araber zählten, abi solvierte die Schule Ende j des Jahres 1961. Diese ha- , ben bereits ihren Platz in j der Gemeinschaft gefunden und arbeiten an der Einordj r ung der Masseneinwanderung nach Israel mit. | Die Baerwald-Schuie, die den Namen eines bekannten j jüdischen Philanthropen und Führers in den Vereinigten j Staaten trägt, der einer der Gründer des Joint Distribu- : tion Committee war, entstand durch den Zusammenj Schluss zweier bestehender j Schulen für Sozialwlssenschaft in Jerusalem und Tel Aviv, unter Mitwirkung der Hebräischen Universität, des Wohlfahrtsministeriums, der telaviver Stadtverwaltung und des Joint. Die Jerusalemer Schule wurde im Jahre 1934 eröffnet und nach der Staatsgründung vom Wohlfahrtsministerium übernommen. Die im Jahre 1951 ge gründete telaviver Schule wurde vom Wohlfahrtsamt der telaviver Stadtverwaltung unterhalten. Eine der Vorbedingungen für die Tätigkeit auf den verschiedenen Gebieten der Sozialarbeit ist, dass der Sozialfürsorger mit den wissenschaftlich?n Methoden der Analyse sozialer Proben BtZALEL BÄRSHAi bleme vertraut ist. Vielseitige Ansprüche werden an ihn gestellt und er muss umfassende Kenntnisse besitzen. Der Staat Israel, der eine so grosse Anzahl von Einwanderern aufnimmt, muss j eine ganze Reihe schwieriger mensc-hüeher und sozialer Probleme lösen, die soj wohl Einzelpersonen und Fa- ' milien, wie auch Gruppen ■ und Gemeinden betreffen, i Die die Oef.'entliehkeit beruh-! renden Probleme werden daj durch hervorgerufen dass | so viele Menschen entwur . I zeit wurden und sich in eij ner neuen Umgebung emj 1 ordnen müssen. Diese Men- |! sehen müssen oft materiell j; für längere oder kürzere | Zeit unterstützt werden. Die; I seelischen und sozia'en | Schwierigkeiten, die durch j ] den Einordnungsprozess enti | stehen, müssen durch Hilfe- . j leistungen verschiedener Ari j ■ beseitigt werden. Dies macht | | die Erweiterung des Um- | | fangs der sozialen Leistun- I gen und der Fürsorgetätig j 1 keit der Regierung und öf-; , fentlicher Instanzen notwen- 1 Yig. Unter den Neueinwanderern in Israel gibt es viele alte Mensch;«, die besondere Betreuung und Behandlung benötigen. Auch gibt es in vielen Familien Kinder die bei der Eingewöhnung in die neue Umgebung JUEDI5CHE WOCHENSCHAU in Montevideo/Uruguay Einzelnummer 70 Centésimas Jahresabono 45.— $ urug. LUFTPOST VERSAND DURCH „PLUNt ANZEIGENANNAHME Librería Neulaender RIO BRANCO 1231 Tel. 83887 ABONOS — COBRANZA Sra. L. Loeblowitz PARAGUAY 1164, piso 2, ap». 9 Distribuidor: KtOSK TUREK CONSTITUYENTES 1757 Tel. 42 64t Schwierigkeiten haben. Vor allem muss auch den Menschen aus verschiedenem kulturellen Milieu geholfen werden, sich in ihrer neuen Heimat zur-eehtzufinden. Die Sozialfürsorger in Israel haben daher eine festumrissene. schwierige Aufgabe. Sehr oft entstehen persönliche oder soziale Probleme, wenn Kinder. Jugendliche oder Erwachsene mit dem Gesetz in Konflikt kommen. In solchen Fällen hilft ihnen der Sozialfürsorger, ihre Probleme zu verstehen und sich den Forderungen der Gesellschaft anzupassen. WEITES , TAETIGKEITSFELD | Die Sozialfürsorge in Isj rael wird von der Regierung j und anderen öffentlichen In- - stanzen geleistet. Die Viel- | fältigkeit der Sozialarbeit: gibt den Menschen, die auf diesem Gebiet tätig sind, die Müglifchkeit, sich ein bestimmtes Gebiet auszusuchen. Der Sozialfürsorger i kann zwischen Arbeit bei 1 Kindern, Jugendlichen und! Erwachsenen wählen. Er : kann sich nur mit persönli- I eben oder mit Familienpro-! hlemen befassen, die im allj gemeinen durch Entwurze- | lung oder durch soziale und j wirtschaftliche Sehwierig- : keiten entstehen, oder er j kann sich der produktiven | Einordnung körperlich Bej hinderter oder geistig Ge i störter widmen. Er kann mit Gruppen von Kindern oder Erwachsenen arbeiten, um ihre soziale Lage zu heben, oder sich mit verschiedenen Entwicklungsprojekten von Gemeinden befassen, um die Gemeindedienste zu verbessern. Der Bedarf an ausgebildeten Sozialarbeitern in Israel steigt ständig, sowob! an weiblichen wie an männli-! chen. Di; Baerwald Schule ■ hat einen grossen Teil der I Menschen gestellt, die diese | Lücke füllen sollen. Die I Grundlagen der Schule wur- | den von Frau Dr, Ei.een i Blaekie, einer bekannten i nordamerikanischen Sozialarbeiterin gelegt, die 1957 nach Israel kam und der Schule bis vor kurzem vor stand. Seitdem liegt die L;i tung in den Händen von Dr. Israel Katz. der, ebenso wie Frau Dr. Blaekie. aus Cleveland im Staat Ohio stammt. tum im Märtyrerwald des Keren Kayemeth im Bergland von Judäa angepflanzt. Diese Pflanzungen wurden im Rahmen der traditionellen Gedächtnisfeiern abgehalten, die alljährlich bei Aus unserer Arbeit j Flie. Markus David Rottenberg spendete den Betrag von S 10.000.— zum Pflanzen eines Haines (Gan) von 100 Bäumen zum Andenken an: Frau Karoline Königstein s. A. aus Wien. Herr Fe.lerico Sommer spendete den Betrag von * 3.000.— anlässlich der Vermählung seiner Tochter; auf den Namen der Neuvermählten werden Bäume gepflanzt. Anlässlich der Barmizwahj jüdischen Gemeinden, und | mit ihnen Herr Abraham | Harzfeld vom KKL-Direktoirium, und Herr J. L. Bialer 1 von der Jad-Waschem-Instii tution, nahmen an den Zerej monien teil. Nach dem Gottesdienst, [des Keren Kayemeth. Auspflanzen von Setzlingen in den zehn neuen Hainen sowie von zusätzlichen Bäumen in den schon während der Vorjahre angelegten 150 Hainen im Märtyrerwald feier von Saul Wasserlauf führten seine Freunde: Hilda Wolff und Alberto Karchenboim eine Sammlung durch, welche die Summe von i 4.260.— ergab; Saül wird im „Sefer Barmizwah“ eingetragen. Bei der Feier des 76. Geburtstages tob Frau Valerie Klinger wurden $ 2.100.— ge- $ 1.000.— gesammelt, wofür Bäume zum Andenken an seinen Vater, Herrn Abraham Siricman s.A. gepflanzt werden. AUS UNSEREN KOLONIEN Unsere Mitarbeiterin in Avigdor, Frau Juana M. de Pfeiffer, überwies uns den Betrag von 3 7.490.—, der EINE KUNDGEBUNG IN MONTEVIDEO Gewerkschaftliche, kulturelle und volkstümliche Organisationen in Montevideo hatten schon vor einigen Tagen für den gestrigen Freitag zu einer Protestkundge sammelt, wofür auf den Na- ¡sich folgendermassenzusammen der Jubilarin Bäume mensetzt: Aus Büchsenleegepflanzt werden. | rungen 3 1.970.—; Anlässlich Anlässlich der Vermäh- «*er Barmizwah von Julio Jung von Herrn Jutn Siric- May wurden durch die Mitsnan wurde der Betrag von arbeit von Frl. May und __! Herrn Mauricio Schuster - j mann 3 2.600.— gesammelt; i anlässlich der Verlobung 1 von Frl. Beatriz Selig und Herrn Roberto Ni ns sammelten Frl. Amalia Perl- Herr Manuel anlässlich muniqu« bringt er „seine ganz energische Verurteilung der Welle von terrori- . mutter und : stischen Anschlägen“ zum . Appel S 1.800. Ausdruck, „deren Urheber in keinem der Fälle von der der Silbernen Hochzeit der _ Ehepaare: Salii Rosenthal bung gegen die nazifaschisti-! Polizei identifiziert wurden“, und Frau und Herman Rosenthal und Frau, wurden durch die Mitarbeit von Frl. Esther Rosenthal $ 1.120.— gesammelt, wofür Bäume gepflanzt werden. Die besten Blauen Büchsen waren bei: Elsa Kaufmann, Elena May, die Ergreifung energischer Bürger, sowie die demokra-1 Juana Pfeiffer, Rosa Pfeif- Massnahmen zur Verhütung tische Tradition erschüttern, j fer, M sehen Ausschreitungen aufgerufen, di? sich in letzter Zeit in Uruguay ereignet haben. Gleichzeitig beschloss das Plenum dieser Verbände, den Innnenminister aufzusuchen um von ihm und verweist auf den Ernst; der zunehmenden Störun-1 gen, die einen über ein halbes Jahrhundert währenden inneren Frieden und die Achtung ver der persönlichen Unverletzlichkeit der Minze Preissler, Ester Wie liegen die Feiertage im Jiahre 5722 5723 der antisemitischen Attenta- : auf die das uruguayische Strauss. te zu fordern die sich in un-; Volk nicht zu verzichten ge- Wir danken allen unseren unterbrochener Folge zutra- ( willt sei. ' Spendern und Mitarbeitern, gen, und gleichzeitig um den; Rücktritt des Polizeichefs von Montevideo, Coronel . Aguerrondo, und des Direktors der Fahndungsstelle zu ersuchen. Schliesslich wurde ein ständiges „Movimien- , to naeional antifascista“ ins Lehen gerufen, da» das gan- , ze Land erfassen soll. Der Verband der uruguayischen Presse verurteilte die neonazistischen Attentate. Tn einem ausführlichen Com- Mittwoch, den 8. August Donnerstag, den 9 August Freitag, den 28. September Sonnabend, d. 29. September Sonntag, den 30. September Montag, den 1. Oktober Sonntag, den 7. Oktober Erew Tischa be Aw Tiseha be Aw Erew Rosch Haschana 1. Tag Rosch Haschana 5723 2. Tag Rosch Haschana 5723 7,om Gedalia Kol Nidrei