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Jüdische Wochenschau · 1962-08-04 · 1971 (4.8.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1971 (4.8.1962)
Date
1962-08-04
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Es gibt auch in Is" rael denselben Fundamenta iismus, gegen den das Stück in der Habima Sturm läuft; aber diese Kreise sind der Sphäre geistiger Auseinandersetzung so fern, dass sie auf die Provokation dieses Stuckes praktisch nicht reagieren. Sie halten den Geist überhaupt für einen unwesentlichen „Luxus“, den Glauben für einen „Gojim- Naches“ und das Theater für eine Art Purim-Spiel, wogegen es sich garnicht zu polemisieren lohnt. Ein Beispiel: Hätte Habima ein noch so bibelfrommes Stück, sagen wir „Jaakobs Traum“ von Richard Beer-Hofmann in Jerusalem an einem Freitag Abend aufgeführt, wäre Mea-Schea* rim zur Demonstration gegen das Edison-Theater ausgerückt. Aber wenn man am Wochentag ein so scharf antibiblizistischcs Stück wie dieses: „Mischpat hakophim“ aufführt, dann hat man weder Demonstration noch Polemik zu befürchten, obwohl in manchen Teilen des Dialogs hier die Axt an die Wurzeln des traditionellen Glaubens (auch des jüdischen) gelegt wird. Die israelischen Fundamentalisten sind also, was Denken und Lehren (nicht das Tun!) anlangt, seheinbar toleranter als die amerikanischen Fundamentalisten von 1925? Nicht immer. Vor wenigen Jahren hat sich ein Fall ereignet, der dem amerikanischen wesensmässig völlig entspricht: ein Jugend-Almanach des jüdischen Nationalfonds „Karnenu“ genannt, brachte einen populär - wissenschaftlichen Artikel über die Geologie des Landes. Dabei war von Gesteinschichten die Rede, die Jahrmiliioner alt, also eben „steinall“ sind. Darauf richtete das Oberrabbinat an die religiöse Abteilung des XKL ein Protestschreiben und verlangte die;H - (KALENDER) 4. August nt'Afili“ 5- B. M. I 1 — ra Yesetafahu 1,1 — 26 Schabat CHASON August August August August jieff&'A BE’AW August 1 August B. M. Ill 23 Yisch^ku XL 1 — 26 ¿baiNACHAMU August .ugu't August Auf[VAW U. .Aug®* Igust 4. Ill 22 Aw 5. Aw 6. Aw 7. Aw 8. Aw 9. Aw 10. Aw 11. Aw VII 11 12. Aw 13. Aw 14. Aw 15. Aw -August ptf 5. B- M 16. 17. 18. Aw Aw Aw VII 12 — XI 25 XLIX 14 — LI 3 gust pst J, Mig«t August 25. .(«F r££ ä 19. 20. 21. 22. Aw 23. Aw Aw Aw Aw 24. 25. jM. XI 26 — XVI 17 LIV 11 — LV 5 ■¿¡¡¿¡digung ELUL Aw Aw Entfernung dieses Artikels. In dem Stück der Habima sagt der Sprecher der Fundamentalisten, dass der ehrwürdige Bischof genau auf Tag und Stunde ausgerechnet habe, wie alt die Welt ist. (Er hätte sich diese Mühe sparen können, denn der jüdische Kalender hatte dieselbe Rechnung längs; für ihn besorgt.. ) Aber es kommt hier darauf an, ob man diese Zahl als einen symbolischen Ausdruck dafür nehmen will, dass wir Juden nicht von einem politischen oder religiösen Ereignis aus zählen, sondern sozusagen von „Bereschit“ an, vom absoluten Anfang her,-oder ob man dieses universale Symbol als exakte Berechnung des Weltanfangs auffassen will! Die Kreise der israelischen Fundamentalisten lassen sich auf Diskussion nicht ein. Sie habe:) auch an der Bibeltagung offiziell nicht nicht teilgenommen. Wie in jedem Jahr fehlte eine Begriissung durch das Oberrabbinat, das doch eigentlich an einer solch grossen Kundgebung des Thorastudiums interessiert sein müsste. Viele traditionelle und orthodoxe Referenten und Hörer nahmen an der Tagung teil, aber nicht um Darwin contra Moses zu diskutieren, sondern um immer tiefer und tiefer einzudringen in das Verständnis des ewigen Textes, der in Israel allen heilig ist. Seltsames Paradox: sogar den Atheisten. Auszeichnungen des Musikkritiker- ~ Verbandes Die alljährlich von der „Asociación de Críticos Musicales“ verliehenen „distinciones“ wurden für die Saison 1961 wie folgt verteilt, und zwar stets für die beste Leistung der entsprechenden Sparte: Werk eines argentinischen Komponisten: “Cantata para America Mágica“ (Alberto Ginastera); ausländischer Komponist: “Mystere de la Nativité“ (Frank Martin). Argentinische Vereinigung: Schlagzeuggruppe „Ritmus“, Dirigent Antonio Yepes; ausländische: Chigiano-Quintetta. Arg. Dirigent: Carlos F. Cillario; ausländischer: Jean Fourpet. Arg. Instrumentist: Ana Chumachenco; auslän* discher: Hans Richter-Haaser. Arg. Sänger: Hilde Mattauch; ausländischer: Régine Crespin. Musik-Gesellschaft: „Amigos dé la Música“. Im Testament bedacht Die Hadassa Medical Organisation erhielt aus dem Nachlass von Mirjam Chesney, die vor etwas über einem Jahr in Philadelphia im Alter von 78 Jahren gestorb-n ist. eine Zuwendung von 136.000 Dollar. Käthe Kollwitz- Sammîung Der Zahnarzt Dr. Henry I. Wachtel in Palo Alto, Kalifornien, spendete der Universitätsbibliothek in Jerusalem eine £jyjupiung von 81 wertvollen Zeichnungen, Holzschnitten und Lithographien Käthe Kollwitz*. Dr. Wachtel hat im Verlauf der vergangenen 30 Jahre der Universität 5.000 Bücher, grösstenteils aus dem Ge biet der Zahnhellkunde zugesandt. Musikleben in Israel ln Jerusalem konnte man vor kurzem die Uraufführung „Hagadda“ mitanhören. Kurz darauf wurde ein zweites Werk aufgeführt, das wie das erste mit unserem jüdischen Geschick eng verbunden ist. In Tel Aviv, im Hechal Hatarbut wurde das Oratorium „Eiin Knd unserer Zeit“ von dem englischen Komponisten Tippet zum ersten Mal zu Gehör gebracht. Diesem Werk sollte eine Komposition von Schonberg zur Erinnerung an den Kampf im Ghetto von Warschau folgen. Die Tragödie des Zweiten Weltkrieges hat nicht befruchtend auf das Musikschaffen der Komponisten gewirkt, anders als in der Literatur, wo er einen starken Widerhall fand. Dies gilt nicht nur für jüdische Komponisten, sondern ist auch in der internationalen Musikwelt zu beobachten. Wohl eine der wenigen Ausnahmen ist das Oratorium von Michael Trippet. Hier findet der Pogrom 1938 in Deutschland seinen erschütternden Widerhall. Vorwurf ist das Attentat Herschel Grünspans, der in seiner Verzweiflung — man hatte seine Eltern aus Berlin bei den Polentransporten am 28. Oktober 1938 verschleppt — den Legationsrat Rath in der Botschaft in Paris erschoss. Dieses Attentat löste die Vernichtung der Juden aus! — Der Komponist hat den Text selbst verfasst, selbst viel Leid erlitten, und so war der Eindruck dieses Werkes ein sehr unmittelbarer. Das Oratorium besteht aus drei Teilen, vier Solisten, Chor und Orchester, die sich zu einem Aufruf der Menschlichkeit vereinen. Das Werk hat vorwiegend melodischen Charakter, wenn es auch streckenweise stark dissonant ist. Tippet hat in seine Komposition fünf Negerlieder eingeflochten, am Schluss und am Höhepunkt das Spiritual „Deep River“. Dies gross artige Opus wurde eindrucksvoll von dem Dirigenten Eytan Lustig und dem Kol Israel-Orchester mit 140 Sängern zu Gehör gebracht und ausgezeichnet wiedergegeben. Der Chor sang selten so eindrucksvoll, die Pianos klangen rein und lang ausgesponnen. Die vier Solisten bestanden aus der Sopranistin Norit Goren- Griin, die stimmlich wie technisch weit überragte. Die Altistin Zlot Glück hat eine sehr angenehme Stimme. Der Gastsänger Rothmiiller sang die Bass-Baritonpartie mit viel Verständnis und schöner Stimmgebung und Askenasi die Tenorpartie. Die Uebersetzung ins Iwrit stammt von Ada Brodsky. Nach Schluss des Konzerts traten tief erschüttert der alte Vater und der Bruder Herschel Grünspans an den Dirigenten heran und drückten ihm stillschweigend die Hand. Bei einem kurzen Besuch des Komponisten und Pianisten Rudolf Goehr in Tel Aviv erzählte dieser, sein Bruder, der vor zwei Jahren verstorbene Dirigent Walfer Goehr, habe dieses Oratorium von Tippet für die Oeffentlichkeit entdeckt und in London mit grossem Erfolg zur Uraufführung gebracht. Lotte Ball-Senger Neues Kulturzentrum Brüssel. — Ein nach dem bekannten Warschauer Ghetto-Historiker Emmanuel Ringelbaum benanntes neues jüdisches Kulturzentrum ist vor kurzem in Brüssel eröffnet worden. Das Zentrum ist in erster Linie der Förderung der jiddischen Kultur gewidmet. <1TA) Hebraeischer Unterricht nnsrn n 3 b n <X4 ^nira s9¡?tfa nro a a -psan :*7a-n9E>xn." ’tt 93s*7 rsn anx ni9 rrrr aiixa rnaxtf Eton 93iT37 tfiDToan "nös ** t - : “ t ttt?*? pnn 9d*7 :rn# .d93E? •qnosx x*7 ]irrnis7¡?tf3 trctf E?an ncuarro» d*7E?*7 •t *• t t t : “ - *• “ : *73 *)0i3 .ptrxnn nnn nvp 050 D*?tf*7 ♦rraarrnnm ttsh 137a t* s - t: - “ : n»j?n*7 ern-pn ans? //9W *?57Dan _ v t : - 3ÎD m *73" - V T Î V T TjX" ,nnxon ’tt a-iann crrmn *73 ay nfewn no * t; t T V - x9sin*7 *?ia9 *jrx 9nn?tj*?e; #ntn snoon nx *?xniz?9o t ~ - :- v t : nrx s|*?tf rrsöniörxn* - ,n^o 00 Taon x9sin*7 9*7 MEho pnn" o9rmn *73 nx •pxl?-,nn,7 /trnrp *73 9trotina nan pn 13*7 oxeo liras?' - n9a?r*7S7a man /'înx •- - : * tv n9çi3 a9*inV /»ran ]Dxa “*?i Vs?Dsn "n1? ninEfti. i T t - : "ñnn^asn T T t ** (rpçpj? n»“]?» n’I? r>R|lnf) noxi noix ^Vo no nx n9an^ xr oîDOi f nx *7X ynxo roiag Dipo *703 Y?e? 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Ich habe in vielen Ländern Unternehmungen und beschloss, auch in Israel zu investieren. Mit der Investitions-Behörde der Israel-Regierung stehe ich im Kontakt. Die Beamten (3) sagten mir, dass sie meine Pläne sehen wollten. Ich reichte einen detaillierten Plan ein, sie prüften ihn und gaben mir ihre Zustimmung und jetzt kann ieh ein .bestätigtes* Unternehmen bauen.“ „Mit anderen Worten, du bist ein .glücklicher* (4) Mensch!“ „Das wird die Zukunft weisen,“ sagte er und lächelte. „Wie kommt praktisch die Hilfe (der Behörde) zum Ausdruck?“ fragte ich. (Linke Spalte) „Vor allem: Das grosse Gebäude, das ich im Industrie-Viertel baue, wird von städtischer Besitz-Steuer fünf Jahre frei sein. Zweitens: Aufgrund des Gesetzes zur Ermutigung von Kapitalsanlagen brauche ich fünf Jahre lang — vom Tag des ersten Gewinns — keine Einkommens-Steuer zu zahlen. Ausserdem brauche ich keinen Zoll auf die (Maschinen-) Anlage und Baumaterialien zu zahlen, die notwendig für die Errichtung meines Unternehmens sind.“ „Das ist alles schön und gut“, mischte sieh mein Freund, der Gastgeber ein, „aber was machst Du mit all deinen Gewinnen? Du kannst doch aus Israel keine Devisen herausbringen?” „Deine Information ist ungenau“, erklärte mir Herr Müller, „das Gesetz erlaubt mir die Ausfuhr (5) aller Gewinne :n Dollars ohne irgendwelche Schwierigkeiten. „Jetzt bleibt uns nur noch eines“, rief der Hausherr feierlich. ..das Glas zu erheben und auf das Wohl des Unternehmens und auf sein Gelingen zu trinken!“ (1) wörtlich: Bitte Herrn Müller kennen zu lernen J2) „ der von Land zu Land reist SESfOR MILLER INVIERTE EN ISRAEL (Columna dex-echa) Cierto día, un amigo me pi-esentó un visitante extranjero y dijo: “Sírvase conocer al señor Miller que viaja de país a país y distribuye su dinero en todo lugar que le es posible.” Rió el visitante y dijo: “Si bien mi nombre e; Miler, si bien xne gusta viajar por el mundo, mas no para dispersar mi dinero, sino para invertirlo. — “Tengo empresas en muchos países y he decidido probar invertir también en Israel. Estoy en contacto con el In.-tituto de Inversiones del Gobierno de Israel. La gente del Instituto me dijeron que quieren ver mis planes. Les presenté un plan detallado, lo revisaron y me dieron su conformidad, y ahora tengo el permiso para construir una empre a autorizada.” “En otras palabras, serás un hombre feliz”, le dije. “El futuro lo dirá“, contestó y sonrió. “¿Cómo se exterioriza la ayuda en forma práctica?” pregunté. (Columna izquierda) “Ante todo: la gran construcción que construiré en la zona industi-ial, será libre del impuesto a la contribución inmobiliaria por el término de cinco año’. — En segundo término, según la ley de incremento para la inversión de capitales, no deberé pagar el impuesto a los réditos por el término de cinco años a partir del día de la ganancia primera. — Además no necesito pagar impuesto por las maquinarias y los materiales para ln construcción, que son indispensables para levantar mi empresa.” “Todo esto está bien y es lindo”, dijo mi anfitrión, “pero ¿qué harás con todas tus ganancias, si no puedes sacar del país la moneda extranjera?” „ "T11 información no es exacta,” explico el Sr. Miller, “la ley me autoriza a retirar al exterior todas mis ganancias en dolares, sin inconveniente alguno.” ‘‘Ahora nos queda solamente una cosa , declaró el dueño en forma festiva; "levantar la copa y brindar por la vida de al empre a y por su éxito.“ (3) ,, die Leute der Behörde (4) „ Bestätigt und glücklich ist in Ivrit dasselbe Wort me'uschar t5) „ auszuführen.

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