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Jüdische Wochenschau · 1962-08-04 · 1971 (4.8.1962) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1971 (4.8.1962)
Date
1962-08-04
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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< — Sábado, 4 de Agesto de 19(2 SEMANA ISRAELITA Añe XXIII. — No. 1971 MUSIK IN BUENOS AIRES ,,A M1DSUMMER NIGHT'S DREAM" SUEDAMER1KA- NISCHE PREMIERE Britten schreibt für .Briten“ Als erste im Teatro Colon jn englischer — und nicht immer verständlich gesungener — Sprache ging die vor zwei Jahren bsi den Aldcburgher Festspielen uroufgefiihrte Oper von Benjamin Britten in Szene. Die Premiere sowie die kurz darauf erfolgte Wiederholung anlässlich der holländischen Festivals hatten nur Achtungserfolge. Cove.itgarden nahm die vertonte Shakespeare - Komödie als nationale Angelegenheit in sein Repertoire auf. und an dieser heimischen Stätte, wie auch auf grossen und anspruchsvollen europäischen und nordamerikanischen Bühnen beginnt sich das Werk allmählich durchzusetzen. Wiederholt hatten sich Komponisten an diese einmalige Synthese zwischen Märchenspiel und Komödie herangewagt: Henry Purcell (The Fairy Queen) Weber (Oberon) sind die bekanntesten. So manche andere Tonsetzer glaubten, dass der Stoff nicht für die lyrische Bühne geeignet sei. denn Shakespeare bedürfe Brand auf israelischem Frachter London. — Starke Beschädigungen richtete ein Brand an, der kürzlich im Londoner Hafen an Bord des 2373 Tonnen grossen israelischen Frachters ..Rimon“ ausbrach. Den Bemühungen «1er Hafenfeuerwehr gelang es erst nach Stunden, das Feuer zu löschen. (ITA) keiner Oper, sondern eher Untermalung szenischer und begleitender Musik. Es waren viele, die seit der Epoche des unsterblichen Dichters aus Stratford on Avon bis in unsere Tage hinein I daran scheiterten oder zui mindest niemals Resonnanz ■ fanden. j Nur eine Ausnahme gibt j es, und wir kennen sie, und,; wenn wir an den Sommeri nachtstraum denken, so ha-! ben wir sofort die Assozia- I tion zu Felix von Mendels- : sohn-Bartold.v. Das Experi-! ment dos jüdischen Tonset- ■ zers ist das einzig geglück-! te und lacht allen anderen ' Hohn. Niemals vor oder ¡nach ihm konnte jemand 'das Pentagramm mit jenem Zauber, Märchenhauch. Poej sie und Spott bedecken wie ¡jener 17-Jährige, dessen Oujvertiire unsterblich wurde 'wie die Komödie ihres Na-; mens und wie die von ihm' ¡'nachträglich im Alter von 34 ¡Jahren komponierte szenij sehe Musik. Benjamin Britten geht völlig andere Wege. Offenbar ivar es ihm aus National- ' stolz Herzenssache, sich mit i dem ebenso dankbaren wie I auch schwierigem Stoff ausi einanderzusetzen, und man 1 muss ihm zugestehen, dass , er mit seinem Opus wirkj lieh ein Zwischending von l Oper — als solche bezeich-! net er sie — und Bühnen- I rnusik geschaffen hat. Eine I gefällige, völlig unkompli- | zierte und die Moderne verschmähende Tonmalerei verj setzt uns in den Märchen-! wald, der Elfenchor — a propos: man hätte vielleicht i doch etwas elfenähnlichere! Choristinnen bemühen sollen! | — besingt die Aktion in ge-! fälligen Tönen, die Hauptdar- | steiler haben angenehme, mit keinen musikalischen Problemen zu kämpfenden Arien, Puck singt teils, und oft rezitiert er, und auch das Orchester nimmt die Züge] niemals in die Hand, sondern beschränkt sich auf Kommentare und Deskription. Brittens Stärke — so können wir aus seinem bisher hier erklungenen Oeuvre feststellen, liegt in der Bearbeitung — siehe die grossartigen Variationen über ein Thema von Purcell — und in der Persiflage, wie wir bei dem Handwerker-Theater des 3. Aktes (Bühne auf der Bühne) feststellen durften. Hier lässt der Komponist ein ganzes Feuerwerk! grossartiger Verspottung i der italienischen Oper ab- ¡ brennen. Die .,Lucia“ muss I herhalten, und der toten Giljda, die plötzlich noch ein- I mal singt, ergeht es nicht ¡besser. Und dennoch: cete-! rum censeo. Mendelssohn j esse sonandum. I Ein komplettes, für uns neues Ensemble debütierte. Der Dirigent Meredith Davies hatte das gut spielende Colón-Orchester (laut Partitur auf Kammerdimensionen reduziert) fest in der Hand, und die Regie von Basil Coleman war schlechthin meisterhaft. Der mit ihm zusammenarbeitende Bühnenbildner Ralph Koltay hatte einen modernen, hervorragend ausgeleuchteten Märchenwald auf die sehr aktive Drehbühne gestellt, und Coleman synchronisierte das Huschen, Verstekken, Fliehen und Verfolgen grossartig. Die schwedische Sopranistin Stina Britta-Melander war eine ebenso hervorragende Titania wie ihre englische Kollegin Monica Sinclair als Herminia und' die Australierin Marie Collier in der Rolle der Helena. Nöemi Souza hatte gegen die Tücke der ihr nicht liegenden Partie des Oberon Jüdisches Lehrhaus Die naechsten Kurse finden statt, am MONTAG, DEN 14. AUGUST, UM 20 UHR 30 IM GEMEINDEHAUS CRAMER 2060 1. Kars: BIEELKUNDE: Dr. Meir Rosenberg DAS BUCH YIRMEYAHU (BEGINN 20 UHR 30 pktl.) Die Teilnehmer werden gebeten, VOR Beginn des Kurses zu kommen und eine Bibel mitzubringen. 2. Kurs: GEGENWARTSKUNDE: Dr. Swarsensky 7. ABEND: ZWISCHEN DEN WELTKRIEGEN (Die Katastrophe wird vorbereitet) (BEGINN 21 UHR 20) 3. HEBRÄEISCHE KURSE: 1. Jahr: Montags: 18 Uhr 30 und Mittwochs: 19 Uhr 15 2. Jahr: Dienstags und Donnerstags: 17 Uhr 3. Jahr: Montags: 17 Uhr und Mittwochs: 17 Uhr 50 Der neue hebraeische Anfaengerkurs haf am Dienstag, den 17. Juli begonnen und wird DIENSTAGS und DONNERSTAGS von 18 bis 19 Uhr 30 stattfinden. Alle Kurse finden in der Cramer 2060 statt Einspruch gegen „Mein Kampf“ Rio de Janeiro. — Die Deutsche Bundesrepublik hat ihre Botschaft in Brasilien beauftragt, vor dem Zivil- und Strafgericht gegen einen Verleger aus Sao Paulo zu klagen, der eine portugiesische Uebersetzung von Hitlers „Mein Kampf“ herausgegeben hat. Die Ausgabe wurde vor fünf Monaten . om Verlag Me stre Jou herausgebracht. Die Deutschs Botschaft stützt ihre Klage auf das Argument, dass die Verlagsanstalt nicht zu dieser Veröffentlichung autorisiert wurde; die Verlagsrechte gehören dem bayerischen Staat. Wie nunmehr verlautet, werden alle in Brasilien vorhandenen Exemplare von Hitlers .Mein Kampf“ auf Anordnung des Justizministers konfisziert. (ITA) wiederholt anzukämpfen. Ihre Intelligenz liess sie die Probe positiv bestehen. Die zentrale Rolle des Puck war eine neue Glanzleistung von Olga Chalavine, die die Szene hüpfend und springend und sich vergnügt sielend durchgeisterte und sich stimmlich in bester Form zeigte. Raquel Zipris, Carmen Burello, Susana Rouco, Diamela Molina und Eugenia Castro vervollständigten! gut das weibliche Ensemble.; Die Männerstimmen zeig-; ten sich von gleicher Quali-! tät. Carlos Feiler machte j sein come back als vollen- ' deter Theseus, André Turp war ein ebensolcher Lysander. und das gleiche ist von Giulio Viamonte (Demetrius) zu melden. Die berühmte Sechser-Gruppe war homogen und perfekt; Forbes Robinson (Bottom), Joseph Rouleau (Quinee). Eugenio Valori (Kabinettsleistung als Flute), Victor de Narké (Flute), Nino Falzetti (Snout) und Eduardo Ferraeani (Starveling) teilten sieh darin. Als Chordirigent fungierte korrekt Valdo Sciamarella. Es gab keine Nieten und freundlichen Applaus. c-n Kunstmuseum in Tel Avio «»ft* mm Bilderaussteliung im neuen das von der weltbekannten Kunstmuseum in Tel Aviv, Kosmetikerin, Frau Helena Rubinslein, dem Staat Israel geschenkt wurde. Abschiedsvorstellungen Max Perlman In dieser Woche finden die drei letzten Vorstellungen der Spielzeit von Max Perlman und seiner Frau und Partnerin Gitta Galliner im Jüdischen Kiinstlertheater Soleil statt. Am Donnerstag, den 9. August, findet der traditionelle Ehrenaberd von mm .UriA TEATRO COLON Viernes 3 a las 21 horas; 9a. función de Gran Abono: “Aida“ de Verdi. Sábado 4 a las 17.30 hs.: Recital extraordinario del guitarrista Narciso Yepes. Domingo 5 a las 17 horas; 9a. función del abono de Domingos Vespertinos: “Aida“ de Verdi. Lunes 6 a las 21.30 hs.: Concierto de la Orquesta Filarmónica de Bs. Aires. Director: André Vandernoot. Solista: Cari Seemann (piano). Martes 7 a las 21 hs. Función extraordinaria “Aida“ de Verdi. mit der einmaligen Aufführung des jüdischen Lustspiels “Der Verliebte aus Israel“ mit Gitta Galliner und dem gesamten Künstlerensemble des Soleil statt. Max Perlman verabschiedet sich von uns, um ein Gastspiel in den Vereinigten Staaten zu beginnen. Die Direktoren des Soleil haben den bekannten Künstler Herrmann Jablowka aus New York engagiert, der noch in diesem Monat sein Gastspiel beginnen wird. Weitere Nachrichten folgen. Zwei Jüdische Minister Paris. — Zwei Minister des neuen französischen Kabinetts unter Ministei'präsident Georges Pompidou sind Juden. Es sind dies Industrieminister Marcel Maurice Bokanowsky und Aussen- I handeis - Minister Gilbert ¡Granval. In der Regierung , Debré bekleidete Bokanowsky das Amt des Postministers. Granval war bisher Generalsekretär der französischen Handelsmarine. Politische Kreise in der französischen Hauptstadt erwarten von der neuen Regierung eine weitere Verbesserung der Beziehungen zu Israel, besonders auf wirtschaftlichem Gebiet. (ITA) 10,000 Schilling Ergreiferpraemie Wien. — Der Vorstand der Wiener Kultusgemeinde beschloss in einer Plenarsitzung die Aussetzung einer Prämie von 10.000 Schilling für die Ergreifung der Friedhofsehänder, die Ende Juni — nunmehr schon zum vierten Mal! — den jüdischen Friedhof in Horn total verwüstet haben. Das Präsidium der Kultusgemeinde beschloss, beim Innenminister, Unterrichtsminister sowie beim Landeshauptmann von Niederösterreich vorzusprechen und mit allem Nachdruck geeignete Massnahmen der Behörden gegen die Friedhofschänder von Horn zu fordern. CPN) > fi! Teatro Soleil \ CORRIENTES 3150 Ï T. E. 86-2307 " ■ Letzte Vorstellungen * | \ Sonnabend um 22 Uhr Z j! Sonntag 18 und 22 Uhr ■ \ : MAX PERLMAN \ 5 GITTA GALINER ~ s ** ■ ln dem musikalischen £ S Lustspiel | E DER PRAESIDENT i s VON CHELM Z Oonnerstag, d. 9. August,; E einmalige Vorstellung 2 s DER VERLIEBTE | i AUS ISRAEL 2 m m Duutfte TMcr JUST SCHEU — ERNST NÉBHUT „DER MANN MIT DEM ZYLINDER" Musikalische Komödie in 3 Akten Regie: MAX WAECHTER Musikalische Leitung: PAUL LUKAS Mitwirkende: Emely Schiller — Lilly Wiehert — Klaus Jaegel Wolf Schlamminger — Max Wächter Premiere: MtmUtg, 6. August., 21 l hr WIEDERHOLUNGSVORSTELLUNGEN: Mittwoch. 8. August — Donnerstag, 9. August Freitag, 10 August, jeweils um 19 Uhr 30. Sonntag. 12. August, um 15 Uhr 15. ..TEATRO ODEON". Esmeralda 367. TE. 45 3591 Kartenverkauf werktäglich (ausser Sanvstag) von 10—12 und 14—19 Uhr sowie an den Auffübrungstagen an der Abendkasse. Vorverkauf für Nordstrecke: „Cucaré“, Av. Libertador General San Martin 15.335, Acassuso, T. E. 743-7663.

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