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Jüdische Wochenschau · 1962-08-04 · 1971 (4.8.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1971 (4.8.1962)
Date
1962-08-04
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Sábado, 4 de Agosto de 1962 SEMANA ISRAELITA Añ* XXIII. — Na. 1971 Versuchter Betrug München. — Das hiesige Kriminalgericht hat einen Haftbefehl gegen Erika Heyde, die Ehefrau des nazistischen ,,Professors“ der Euthanasie, erlassen, die in Frankfurt auf ihre Aburteilung wartet. Frau Heyde wird sich vor dem münchener Gericht wegen versuchten Betruges zu verantworten haben, für den sie zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden ist. Unter der falschen Vorgabe. dass ihr Ehemann als .¡vermisst“ gemeldet sei, hat Frau Sawade eine Witwenpension beantragt, die ihr auch zugestanden wurde, obwohl sie mit ihrem Mann in Verbindung stand, der zu der Zeit in Flensburg unter dem Namen Sawade lebte. (ITA) Das internationale Dreieck Die Beobachter in Washington sind sich klar dass die Haltung der USA ^zum Mittelosten eine bei oberflächlicher Betrachtung kaum wahrnehmbare, jedoch in Wirklichkeit entscheidende Wandlung erfahren hat, über die Israel und seine Freunde recht besorgt sind. Auf den ersten Blick und nach den kategorischen Versicherungen des Stat3 Department sind die Beziehungen zwischen Amerika und Israel unverändert. In technischem Sinn ist dies wahr. Der Kulturaustausch zwischen den beiden Ländern ist intensiver geworden, und dasselbe trifft auch auf die technische USA Hilfe, den Handelsaustausch und alle anderen äusserlichen Aspekte einer beiderseitigen Verbundenheit zu. Aber ein neuer Faktor, den Kulturabkommen mit Guatemala Ueber das Kulurabkommen zwischen Israel und Guatemala referierte kürzlich die Botschafterin von Guatemala, Fräulein Francesca Fernández Hall, auf einer der wöchentlichen Veranstaltungen des telaviver Ingenieur-Klubs in Jerusalem. Die Botschafterin, die selbst Ingenieurin ist, hat in ihrer Heimat und in Argentinien grosse Konstruktionsarbeiten durchgeführt, wurde dann Kultur-Attache ihres Landes in Buenos Aires und gelangte auf diese Weise in die diplomatische Karriere. In Jerusalem hat sie den Vorsitz des Ehren-Ausschusses für den Bau eines Ingenieur-Hauses übernommen. Einleitend schilderte sie die Freundschaft, die Guatemala und Israel miteinander verbindet, seit José Garcia Granados soviel für die Schaffung des Staates Israel geleistet hat. Diese Bande der Freundschaft wurden von ihm dann weiter gestärkt, als er sein Land als erster Botschafter in Israel vertrat, und die Rednerin versprach, in seinem Sinne weiter zu wirken. Sie stellte allerdings fest, dass die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern bisher einseitig waren. Während Guatemala von Israel eine Reihe von Waren bezieht, gibt es fast keinen Import Israels aus Guatemala. Doch wird sich dies in Zukunft ändern, da Israel Kaffee aus Guatemala bestellt hat, der nach Angaben der Botschaf- MALER ARBEITEN Günter Stern, H, Rosenhain LEANDRO N. ALEM 2530 T. E,: 795 8710 und 740 1925 MUNRO $ Teppichhaus - M. Höchberg i > 4 ¡UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKTUPFTEN i TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN. 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Sodann schilderte sie die alte Kultur d3r Mayas und der Inkas, wobei sie besonderen Akzent auf die architektonischen Leistungen legte. Sie streifte den Konflikt, den Guat3mala mit England um Britisch Honduras hat und erwähnte auch die Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben, dass die Indianer ihres Landes in über 20 Stämme zerfallen, welche völlig verschiedene Sprachen sprechen. Ein drittes Problem, auf das sie hinwies, bildet die Tatsache, dass in den schönsten Gebieten, insbesondere an den Bergseen, immer mehr Grundstücke von nordamerikanischen Kapitalisten aufgekauft werden. Reicher Beifall dankte den interessanten Ausführungen der charmanten Rednerin. ♦ MODERNE WOHN- UND SCHLAFZIMMER 4 EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN t SARMIENTO 1147 l PAMPA 4979 esq. Triunvirato — T. E. 51-9561 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT! „BENO” | BEÑO HUTSCHNECKER \ Avda. CONSTITUYENTES 4902 j T. E. 51 - 2205 j (Ecke Monroe)! 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Reichhaltiges Lager englischer nnd hiesiger Spit- - zer.fabrikate Meinung, mit der Israel einig geht. j Die Anzeichen dieses Umschwungs treten schon in 1 Erscheinung. Radio Kairo! hat seine antiisraelische j Kampagne verstärkt, und es : fällt nicht schwer, sich vorzustellen, wozu ein von den USA umworbener Nasser fä hig sein wird, um die arabische Welt, die niemals einer Aufmunterung bedurfte, noch weiter gegen Israel aufzuhetzen. Hiermit soll nicht behauptet werden, dass Washington antiisraelisch geworden ist, aber die neue Tendenz der „Freundlichkeit gegen die Araber“ hat Nasser, den „Führer der Araber“ von eigenen Gnaden, zu neuen „Taten“ angespornt. Nasser kann sich verstärkter USA-Hilfe als Beweis für die stillschweigende Zustimmung des State Department zu allen arabischen Angriffen gegen Israel rühmen. Dies mag zwar nicht tatsächlich stimmen, aber die Haltung der USA wird und kann so ausgelegt werden. Hier muss eingefügt werden, dass sieh Nasser mit der Unterstützung Washingtons zu brüsten begann, nachdem Israel in den UN zwei schwere Schläge erlitt, als die Generalversammlung im vergangenen Dezember gegen die von 16 Nationen vorgeschlagene Resolution für direkte arabisch-israelische Friedens- Verhandlungen stimmte und dann im folgenden April der Sicherheitsrat Israel eine Rüge erteilte. In beiden Fällen spielten die USA zum Entzücken der Araber und zur Verblüffung Israels eine aktive Rolle LA SEMANA ISRAELITA BISEMANaRIO INDEPENDIENTE St. A ir et — PUEYRREDON 2190, 1» *q. — T. E. 83-261 4. August 1962 4. Aw 5722 Prof. Chain in Chile Juden in Ungarn London. — Heute leben noch 80.000 Juden in Ungarn, wie aus Ziffern er sichtlich ist. welche auf der Jahreskonfersnz des Kultur- und Sozialverbandes ungari- Santiago de Chile. — Der Nobelpreisträger Prof. Ernest Boris Chain begab ■■ich aus Argentinien auf Einladung der chilenischen Universität nach Santiago, wo; Juden bekanntgegeben er eine Woche lang Vorle- , ni» f,nH sungen hält. Bei seiner Ankunft verwies er darauf was auch alle Zeitungen betonen, dass Israel heute ein Zentrum der modernen Wis- | Wunsch nach weiteren Krediten I wurden. Die Konferenz fand in Budapest statt, und an ihr nahmen 120 Deleg:? en den teil. (ITA) te senschaft ist. (ITA) Dabsi übersieht das State Department jedoch einige wichtige Faktoren. Auf der einen Seite setzt Aegypten seine Angriffe gegen die USA im Rundfunk fort, an dererseits ersteht Kairo wei ter von blocks. während es zur gleichen Zeit behauptet, seine Wirtschaft im Innern sanieren zu wollen. Am betrübendsten bei dieser ganzen Angelegenheit ist vielleicht die Bereitschaft des State Department, alle gegenteiligen Beweise wegdiskutieren zu wollen. Es ist geneigt, oder scheint es wenigstens, Aegyptens Versicherungen hinzunehmen, dass die Waffenkäufe nur für Verteidigungszwecke bestimmt sind. Aber es weiss keine Antwort auf die Frage, wie Langstreckenbomber, die Nasser besonders gern kauft, als „Verteidigung“ angesehen werden Wie aus Kreisen des State können. W'as die antiameri- New York. — Eine ägyptische Delegation hat sich unter Leitung von Wirtschaftsminister Kaissuny zu Finanzbespreehungen nach i den USA begeben. Wie von grosse Waffenmengen | unterrichteter Seite verlau- Ländern des Sowjettet, soll mit dem Internationalen Währungsfonds (IIVF) über die Einräumung eines neuen Beziehungsrechtes zugunsten Aegyptens verhandelt werden. Die Quote Aegyptens beim IWF beträgt 90 Millionen Dollar. Die Delegation wird auch mit Beamten der Weltbank Besprechungen führen. (AWZ) Department versichert wird, zielt die neue Politik darauf hin, den harten Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Man gibt zwar allgemein zu dass die Loyalität der Araber, einschliesslich Aegyptens, nicht durch die USA- Hilfe gewonnen werden kann, aber man glaubt, diese könne dazu dienen, die feindseligen Gefühle gegen Amerika zu neutralisieren. kanische Propaganda und die wilden Hasstiraden gegen Israel angeht, so sind diese nach Aeusserung der Beamten des State Department nichts als „arabisches Geschwätz“, aber sie wissen keine Antwort auf die Kernfrage, nämlich warum Nasser diesen Wortkrieg weiterführt, wenn er so emsig mit häuslichen Wirtschaftsfrag?n beschäftigt ist. Europa-Reisen MIT EURAIL PASS Wählen Sie selbst Ihre Reiseroute in Express- Zügen mit Aussichtswagen. NEUESTE KURS BUECHER und von uns ausgearbei tete leichtverständliche aktuellste FAHRPLAENE stehen zu Ihrer Verfügung. Viajes Globus Abina 1418 — Bf. Aires Tel. 33-58-1 1447 und 372660 . 11=^ ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky I ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE * A : ★ I RÜCKERSTATTUNG m 5 jetzt auch für Juden aus Polen. w ■ m A : * : ANMELDUNGSMOEGLICHKEITEN für alle, die nach dem f. 10. 1953 * aus Laendern hinter dem eisernen Vorhang auswandern konnten. \ ★ R j SPRECHSTUNDEN:; Dienstag, Mittwoch und Freitag van 15 bis 18 Uhr 1 -*_ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS ¿ Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltun f gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. \ -★- PUEYRREDON 2190 ese A v. LAS HER AS — T. E. 83-2613 ■&fíl « ^£tegiifiusiEiY¥?ra

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