Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1970 (27.7.1962)
- Date
- 1962-07-27
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes. 27 de Julio de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 1970 — i Nazi- Terror in Montevideo tmpoereníer Überfall in San Juan Anscheinend als Antwort | den Kommunismus hochleauf ein Communiqui des ben zu lassen, was der Ueuruguayischei. Innenminij berfallene sich zu tun weisters Dr. Nicolas Sotrace Arrosa. der versprochen hatte, dem verbrecherischen Treiben der Terroristen ein Ende zu setzen, wurden in Montevideo drei neue Attentate verübt. Die neue Ausschreitungen ähneln in ihrer Durchführung den vier früheren Ueberfäilen, die im gerte. Hierauf schnitten sie ihm Hammer und Sichel in das linke Bein. Während sofort Polizei eingesetzt wurde, um diese beiden Attentate aufzuklären, wurde schon der dritte Ueberfall gemeldet. Dieses Mal war das Opfer eine Frau. Als die 40jährige Uruguaye- Laufe weniger Tage gemel-! rin Erna Rivero Tejera über det wurden und die öffentli che Meinung, besonders aber die jüdische Gemeinschaft in Aufregung versetzt haben. Nach polizeilichen Mitteilungen wurden an der Ekke der Strassen 25 de Agosto und Bartolomé Mitre der 23jährige Uruguayer Miguel González von vier Männern angehalten, die ihn mit einem Revolver bedrohten, verprügelten und ihm in das rechte Bein ein Hakenkreuz einschnitten. González verteilte jüdische Zeitungen. Nachdem die Angreifer ihr Opfer auf einen unbebauten Platz geschleppt hatten, verschwanden sie. Kurze Zeit darauf wurde bekannt, dass an der Kreuzung der Strassen Joaquín Requena und Maldonado der 20jährige Uruguayer Luis Alberto Estallano von einigen Individuen angesprochen wurde, die ihn um Feuer baten. Als Estallano stehen blieb, schlugen sie auf ihn ein und zogen ihm ein Tuch über den Kopf, um nicht identifiziert zu werden. Sie brachten ihn in ein Auto und wollten ihn zwingen, die Strasse General Hornos ging, verstellten ihr mehrere Individuen den Weg und wollten von ihr Angaben über einen jüdischen Arzt haben, der vermutlich in der Nähe wohnte. Als Frau Tejera keine konkrete Auskunft geben konnte, gossen ihr die Strolche, unter de nen sich diesmal auch eine Frau befand, eine Säure über den Kopf und zwangen sie unter ordinären Beschimpfungen zum Weitergehen. Die Polizei von Montevideo setzte Streifen ein, um die Urheber dieser vandalischen Vorfälle ausfindig und dingfest zu machen. STRENGE MASSNAHMEN GEFORDERT New York. — Der Jüdische Weltkongress teilte mit, dass die uruguayische Botschaft versichert habe, es seien Massnahmen ergriffen worden, um die Verbrecher, die einem Arzt und einem jungen Mann in Montevideo Hakenkreuze eingeschnitten haben, ausfindig zu machen und zu bestrafen. Der JWK hatte der Bot- * * * * * * * * MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG, SAUBER, PREISWERT, SCHNELLSTENS ALFREDO STERN Virrey del Pino 2(139 T. E. 76-7281 y 76-9088 r***-****-x~î:-****-&*-x-*-x--î«-*****-***-:f**-*-ii-****-x-*. SAISON - AUSVERKAUFSPREISE IN FERTIGKLEIDUNG! 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Jetzt wurde das achte Attentat gemeldet, der Ueberfall auf einen betagten polnischen Juden, welcher in seiner Wohnung erschlagen aufgefunden wurde. Das Opfer, Samuel Zalcberg. erhielt vor kurzem eine Wiedergutmachung von der deutschen Regierung nach dem Tod seiner Frau und Kinder, die in Polen von den Nazis umgebracht worden sind, Schon einige Tage zuvor hatte er seinem Bruder erzählt, man habe versucht, ihm auf der Strasse Säure ins Gesicht zu schütten, doch sei es ihm gelungen, seinen Angreifern zu entgehen. Wie in allen früheren Fällen verfügt die Polizei über keine einzige Spur, um die Untersuchung einzuleiten. Die Montevideaner, und vor allem die Juden, fühlen sich dem Terror schutzlos ausgeliefert. Die meisten Frauen sind derart verängstigt, dass sie sich nach Anbruch der Dunkelheit kaum mehr allein auf die Strasse wagen. Die jüdische Gemeinschaft hat Patrouillen organisiert,, und Gruppen bewaffneter Juden durchstreifen in Autos die Stadt. Seit Tagen patrouillieren Jeeps und andere Heeresfahrzeuge ebenfalls die Strassen, nachdem sie von der Polizei um ihre Mitarbeit ersucht worden sind, womit diese ihre Unfähigkeit zugestanden hat. der nazistischen Auswüchse Herr zu werden. Im Sitz des Aerztesyndikats wurde eine Plenarversammlung der Leiter von 300 gewerkschaftlichen, akademischen und studentischen Verbänden einberufen. um darüber zu beraten, in welcher Form der Kampf gegen die Nazibanden aufgenommen werden soll. Das Aerztesyndikat hat die Initiative ergriffen, weil es sich besonders betroffen fühlt, da ein jüdischer Arzt zu den ersten Opfc: Nazifaschis'en gehört, Für heute wurde in allen Mittelschulen und höheren Lehranstalten ein allgemeiner Streik aus Protest gegen das Ueberhandnehmen des nazistischen Terrors in Uruguay angesagt. NEUER UEBERFALL Die 23jährige frühere Angestellte der jüdischen Familie Yusopof, Laura de Mello, wurde von einem Unbekannten angesprochen, der von ihr die Schlüssel zur Wohnung ihrer Arbeitgeber forderte. Er liess sich nicht von seiner Behauptung abbringen, dass die junge Frau noch dort arbeite, und zwang sie schliesslich, ein Auto zu besteigen, in dem seine Komplizen warteten. Diese schnitten ihr ein Zeichen in die rechle Wade, das jedoch keine bestimmte Form hat und den bei früheren Attentaten eingeritzten Emblemen nicht ähnlich ist. Die Frau erklärte, sie könan Einzelheiten Die Bevölkerung von San Juan wurde durch einen ungewöhnlichen Vorfall in Aufregung versetzt, der allerdings mit den Attentaten in Buenos Aires und Montevideo im Zusammenhang steht. Der 18 Jahre alte Humberto Mario Aráoz wurde von fünf Individuen mit Gewalt in ein Auto geschleppt und fürchterlich zusam mengeschlagen. Aráoz, der in einem Hospital interniert werden musste, gab an, seine Entführer hätten ihn mit brennenden Zigaretten an beiden Händen verletzt und ihm mit scharfen Instrumenten ein Hakenkreuz in die Brust geritzt. Der junge Mann wurde um 7 Uhr abends auf der Avenida Rawson in der Nähe der Strasse San Luis überfallen. Das von den Angreifern benutzte Auto war ein Chevrolet. Die Strolche setzten ihr Opfer spä ter an der Ecke 9 de Julio und Caseros ab. Die Polizei hat sofort die Suche nach den Attentätern aufgenommen. ser Drohungen, die in der Nacht vom vergangenen Sonntag zu Montag zwischen 2 und 3 Uhr ergingen, wurden auf Wunsch der Betroffenen von der Polizei geheim gehalten. „Clarín“ berichtet ferner, dass einer der telefonisch Bedrohten, durch die Nachrichten aus Argentinien und Montevideo beunruhigt, die Gendarmerie verständigte, die jetzt eine scharfe Ueberwachung der argentinischen Nazis durchführt, die im Movimiento Revolutionario Nacional Sindicalista zusam- | mengeschlossen und dieselj ben sind, die vor einiger! Zeit mehrere Bomben in die Zentrale der chilenischen da sie j Kommunisten Partei legten. ne sich nicht gut erinnern einen Schlag versetzt erhielt! ■yvvwWiV.wwwvwww.,\Avj,^jw.w^vA[ Paris weist Annaeherung zurück Paris. — Aegypten hat Frankreich inoffiziell vorgeschlagen, die seit der Suezkrise abgebrochenen diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen. Wie aus diplomatischen Kreisen in Paris verlautete, hat Staatspräsident de Gaulle den Vorschlag mit der Begründung zurückgewiesen, Kairo solle zuerst seine antifranzösische Politik ändern. Die Diplomaten wiegen energisch ägyptische Zeitungsberichte zurück, die behauptet hatten. Frankreich habe offiziell um Aufnahme diplomatischer Beziehungen gebeten. (AWZ) und die Besinnung verlor. IJ An Stirn und Kinn des Op ¡5 Für Turisten in USA fers konnten auch Verbrennungen und Schrammen festgestellt werden. V BEUNRUHIGUNG AUCH IN CHILE Santiago de Chile. — Wie „Clarín“ berichtet wurden in Santiago 23 jüdische Industrielle und Kaufleute telefonisch mit dem Tode bedroht. Eine als düster beschriebene Stimme kündigte ungefähr folgendes an: „Bereite dich auf den Tod Vor. Mit deinem Blut werden wir den Tod Adolf Eichmanns in Tel Aviv rächen. Heil Hitler!“ Bisher wurden, wie „Clarín“ mitteilt, sechs Personen im Zusammenhang mit diesen Anrufen verhaftet. Die Namen der Opfer die- FEINE PELZMAENTEL — GROSSE AUSWAHL — STOLAS — NERZE EN GROS-PREISE KING OTTER 360 SEVENTH AVENUE — NEW YORK, USA TEL. LAKAWANNA 4 1996 ISRAEL - BRIEFMARKEN Ai* WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUSGA- BEH ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica cficial del Estado de Israel, VIAMONTE 550, l/B — Bucao« Aires, Rap Argentina I JUAN JULI US BURG f MALERARBEITEN 73-1(48 BLANCO ENCALADA 1646 UliiililllHiiiHHHIIIUMHilllliSIIUIMIHSIUHlUilin]! Unerwünschter Einwanderer Jerusalem. — Die Polizeibehörden ordneten die sofortige Deportierung des 44jährigen Berl Leib Farkash an, der als blinder Passagier an Bord der „Jerusal- Iem“ aus Marseille kommend hier eintraf. Farkash wird von der Interpol wegen verschiedener Verbrechen gesucht, die er unter falschen Namen in mehreren Ländern begangen hat. Farkash stellte sich bei seiner Ankunft in Israel dem Kapitän des Schiffes, dem er erzählte, er heisse Bernard Vidar, sei aus Ungarn nach Frankreich geflüchtet und wolle jetzt in Israel um Asyl bitten. Farkash wurde in Polen geboren und wird wegen Diebstahls in der Schweiz, Mexiko, New York, Antwerpen, London, Johannesburg gesucht. Wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. wurde Farkash sofort , wegen illegalen Betreten* i des Landes verhaftet. (ITAt i „Ehrung“ Toynbees i London. — Die irakische j Akademie der Wissenschaf-! ten hat den englischen Hi-! storiker Toynbee wegen sei- I r.er pro-arabischen Haltung! in der Palästina-Frage zum! Ehrenmitglied ernannt. — 1 (AWZ) j NO SOLO DESDE LA PLATEAU! Los lugares que desde la pantalla le emocionan, le maravillan, Je "transportan", VEA¬ LOS, CONOZCALOS, VIVALOS... USTED MISMO. EXCURSIONES "EXODO" DE B VIAJES v BITTERMANN CORRIENTES 2063 - PLANTA BAJA, OF. 9, 10,14 y 16 T. E. 49-3491 /45-4957/49-0433/45-7607/49-1229