Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1969 (20.7.1962)
- Date
- 1962-07-20
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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8 — Viernes, 20 de Julio de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 1969 feignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 5) Nobeipreistraeger Prof. Chain C. W.: — Auf einer stark besuchten Zusammenkunft in den Räumen des Irdischen Weltkongresses unter dem Vorsitz von Dr. Moises Goldman unterhielt sich der hier zu Gast weilende hervorragende Wissenschaftler Frof. Dr. Boris Chain mit den Vertretern der jüdischen Presse, deren Fragen er in sehr liebenswürdigverbindlicher Form gern beantwortete. Nachdem Dr. Goldman den illustren Besuch, mit dem er an internationalen jüdischen und allgemein - wissenschaftlichen Tagungen in Genf, Rom und Neapel in früheren Jahren teilgenommen hatte, mit einigen Worten bekanntmachte und vor allem auf die enorme Bedeutung der Anwesenheit Prof. Chains für das ,,Weizmann - Institut“ hinwies, sprach dieser von der herzlichen Aufnahme, die er in hiesigen akademischen christlichen Kreisen gefunden habe. Nichtjüdische Wissenschaftler hätten ihm, so berichtete der Gast, ihren Abscheu vor dem Vandalismus ausgedrückt, Cer sich abgespielt habe, Durch eine Frage veranlasst, benutzte Prof. Chain diese Gelegenheit, um auszusprechen, dass man antisemitische Erscheinungen in Südamerika doch nicht vergleichsweise mit jener Entwicklung im einstigen Deutschland in Verbindung bringen dürfe, wo der Antisemitismus auf eine sehr lange traditionell-judenfeindliche Erziehung zurückblikken konnte. Die zusammengefasste wissenschaftliche Kraft Israels verfehle nicht ihren starken Eindruck auf die nich.jüdische gebildete Welt. Prof. Dr. Chain, dessen italienische und englische Ausführungen in die Landessprache übersetzt wurden, berichtete des weiteren von der engen Zusammenarbeit zwischen New York und Rechowot, über die sehr weitreichenden Studien auf dem Gebiet der Krebsforschung. Da könne man von gewissen Fortschritten sprechen, müsse aber gleichzeitig vor allzu frühen Hoffnungen warnen; alles befände sich im Stadium intensiver Forschung, die vielleicht e:nes Tages der Menscheit unendlichen Segen bringen werde. Vom eigenen Leben sprechend, erzählte der Gelehrte von seinem Vater und dessen enger Freundschaft mit Prof. Chaim Weizmann, die schonin Russland Begonnen und sich in Deutschland und in der Schweiz fortgesetzt habe, von seinem Kollegen Prof. Dr. David Ernst Bergmann, der gleich Ihm, einen Teil der Jugend in Berlin verlebt und dessen gelehrter Vater, Rabb. Dr. Juda Bergmann (1874—1954), ihm, Dr. Chain, einst in der Kindheit die jüdischen Wissensgrundlagen vermittelt habe. Noch kurz auf die Frage des jüdischen Lebens bzw. der jüdischen Lebensführung ausserhalb Israels eingehend, vertrat Prof. Chain die Meinung, dass eine starke Beziehungen zum jüdischen Glauben, zur Bibel, für die Diasporajudenneit eine Notwendigkeit sei, um nebeft- Israel bestehen zu können. Doch jede wissenschaftliche Isolierung, '■o bemerkte der Gelehrte zum Schluss, stelle eine ernste Gefahr dar, und jeder echte und freimütige Gedankenaustausch helfe der Forschung und diene damit dem Wohl der Menschheit. Die Aussprache mit diesem Mann, dessen Arbeit mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, weil sie der gesamten Welt nützlich gewesen ist, war auch schon deshalb erfreulich, weil dieser Gelehrte sich keineswegs auf sein eigentliches Fachgebiet zu beschränken pflegt, sondern mit ungewöhnlichem Interesse das jüdische Leben, wo immer es pulsiert, in seine Betrachtungen einbezieht und ein nationaler Jude im schönsten Sinn des Wortes ist, dessen besondere Liebe innerhalb seines Dienstes an der Menschheit seinem indischen Volk und dem Staat Israel gehört, dessen wissenschaftliche Bedeutung durch einen Mann wie Prof. Boris Chain gesteigert wird. Torneo de Football del K.K.L. El acto de clausura que tuvo lugar el último sábado en los salones de la Escuela Wolffsohn, no alcanzó el brillo esperado después de un torneo de tanto éx!to. Así lo destacó también el Sr. J. Meyer-Keyt quien en ISRAEL - BRIEFMARKEN : AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAÜSGA- J BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE 550, I/B — Bu*»©, Aire», Rap. Argentin« J JUEDISCHE WOCHENSCHAU in Mcnlevideo/Uruguay Einzelnummer 70 Centesimos Jahresabono 45.— $ urug. LUFTPOST VERSAND DURCH „PLUNA" ANZEIGENANNAHME Librería Neulaender RIO BRANCO 1231 Tel. 83887 ABONOS — COBRANZA Sra. L. Loeblowifz PARAGUAY 1164. piso 2. opt. 9 Distribuidor: KIOSK TUREK CONSTITUYENTES 1757 Tel. 42 640 sus palabras alusivas lamento la ausencia de delegjdos y jugadores de algunas Instituciones, pues el espíritu deportivo hubiera requerido la presencia de todos oara que la entrega oficial’ de premios al final del campeonato auspiciado por el KKL constituye un verdadero broche de oro. En este aspecto la juventud de hoy tiene .nucho que aprender todavía, amén de que la meta común necesita un máximo de cohesión. Al entregar los banderines a los delegados presentes de cada Agrupación y los trofeos a los ganadores, el orador agradeció calurosamente a la “Semana Israelita“ por su gentil donación del “Wanderpokal“ que seguramente servirá como estímulo para futuros torneos así como por la cooperación prestada en todo momento. Digno es de señalar nuevamente el esfuerzo de la Comisión Organizadora que ha logrado reunir 12 equipos que disputaron con etusiasmo las copas en juego, ante la presencia de un púbñco cada vez más numeroso. Este hecho debe llamar a la reflecicn a nuestras insthuciones para que se aproveche la iniciativa de este torneo en bien del desarrollo de nuestra juventud deportiva. Dank- und Festgottesdieim C. W.: — Als würdigen Abschluss der Feierlichkeiten zur 100-Jahrfeier führte die „Congregación Israelita“ einen Dank- und Festgottesdienst durch, dem Vertreter der Staats- und Stadt-Behörden, u. a. ein hoher Offizier für das Verteidigungsministerium, die Repräsentanten des argentinischen Jischüw, sowie Botschaftsrat Cohen-Abarbanel im Namen des israelischen Botschafters beiwohnten. Nachdem Oberkantor Blecharovvicz mit dem Synagogenchor das „Ma Towu“ und den 82. Psalm vorgetragen hatte, hielt Raboiner Dr. Schlesinger die Festansprache, in der er zunächst des argentinischen Nationalfeiertages, des 9 de Julio, gedachte und daran erinnerte, dass dieses grosse Land, das sich im Jahre 1816 seine Konstitution geschaffen hat, allen Flüchtlingen vergangener Zeiten, die von der Tyrannei vertrieben worden waren, ein Heim bot. In Ar gentinien bestand die Möglichkeit, jüdischen Kultus und jüdische Erziehung frei auszuüben, und die „Congregación“ regte im Laufe der Jahrzehnte andere jüdische Gründungen an, so des „Consejo de Mujeres Israelitas“. In der Errichtung des Seminars für höhere jüdische Studien“ (1945) und des „Lateinamerikanischen Rabbinerseminars“ (1962) komme der Wille zu einem echten jüdischen Leben zum Ausdruck. Zwei grosse Erfahrungen habe unsere Generation gemacht; Sie überlebte das namenlose Unglück, das Millionen unserer Brüder und Schwestern in Europa zu Opfern der Nazigrausamkeiten werden liess, und sie erlebte die Schaffung von Medinat Jisrael. In diesem Zusammenhang erinnerte Dr. Schlesinger an die Aktivität seines Amtsvorgängers, Rabb. Dr. Haiphon s. A., in den Jahren 1917 und 1918, als er jüdische junge Menschen dazu anregte, sich der „Jüdischen Legion“ anzuschliessen und von hier nach dem damaligen Palästina zu gehen, um an der Befreiung Erez Israels von der Türkenherrschaft teilzunehmen. Heute berechtige die Tätigkeit der „Ramah-Jugend“ zu den schönsten Erwartungen, und gerade jetzt, im Kampf gegen antisemitische Angriffe, erweisen sieh die Synagoge und mit ihr Gemeinde und Lehrhaus als das geistige und religiöse Arsenal, dessen wir bedürfen. Der Redner schloss seine eindrucksvollen Abführungen mit der Hoffnung, dass die „Congregación“ weiterhin an der Zusammenfassung aller jüdischen Kräfte für die Zukunft mitarbeiten werde. Nach dem Gebet für das Algerische Juden in Frankreich Paris. — Ein Beamter des zentralen jüdischen Wohlfahrts-Büros in Frankreich gab bekannt, dass zwischen 40.000 bis 45.000 Juden aus Algerien in den letzten Wochen in Frankreich angekommen sind. Julien Samuel, der amtierende Direktor des Vereinten Jüdischen Sozialfonds erstattete diesen Bericht auf der Schluss-Sitzung der europäischen Konferenz für Gemeindedienste. Auf der gleichen Sitzung teilte Dr. Astorre Mayer aus Mailand mit, dass die jüdischen Gemeinden von sieben europäischen Ländern 150.000 Dollar für einen gemeinsamen, von der Konferenz verwalteten Fonds beigesteuert haben, um den Juden aus Algerien und anderen nordafrikanischen Ländern zu helfen. Ferner wurde den Delegierten mitgefceilt, dass die Föderation der schweizer Juden und die Jüdische Gemeinde von Kopenhagen sich erboten haben, algerische jüdische Kinder in Sommerlagern und Privathäusern unterzubringen. Charles Jordan, der Generaldirektor des Joint, berichtete seinerseits über die Bemühungen zugunsten der Flüchtlinge, die zu Tausenden in Frankreich eintreffen. Jordan enthüllte, dass ein Vertreter des Joint nach Algerien geschickt wurde, um den Juden zu helfen, die noch dort verbleiben, ihre Gemeindedienste weiterzuführen. Als erstes habe dieser Repräsentant die Evakuierung von 175 Kindern unternommen, deren Eltern sie aus der Gefahrenzone zu entfernen wünschten. Weiterhin sei es notwendig gewesen, für die Juden zu sorgen, die mittellos geblieben sind. Das französische Oberrabbinat kündigte die Schaffung eines religiöesn Sonderfonds an, der die Sorge für die religiösen Bedürfnisse der Flüchtlinge übernehmen soll. Diese Bekanntgabe erfolgte auf einer Konferenz des französischen und algerischen Konsistoriums und Vertretern der traditionellen jüdischen Organisationen. Julien Samuel wies darauf hin, dass die jüdischen Flüchtlinge aus Algerien zwar von dem neuen französischen Flüchtlings-Gesetz begünstigt werden, doch hätten einige Flüchtlings-Gruppen besondere und dringende Bedürfnisse, die von der französischen Judenheit befriedigt werden müssten. So seien die Probleme, welche durch die Ueberführung einer solchen Menge von Menschen verursacht werden, im Fall der jüdischen Algerien- Flüchtlinge besonders brennend, „denn diese haben seit je ein traditionelles und religiöses Leben geführt.“ Die Hauptprobleme liegen somit auf kulturellem und religiösem Gebiet, wie er feststellte, und so sei seiner Meinung nach die Schaffung von Synagogen und Religionsschulen geboten, um eine Auflösung zu verhüten und die Eingliederung dieser Juden in das französische jüdische Leben zu erleichtern. (ITA) Antwort des Innenministers Anlässlich der Botschaft, die Innenminister Dr. Carlos A. Adrogue am 3. Juli über Rundfunk und Television an ganz Argentinien richtete, übermittelte ihm die DAIA in Vertretung der jüdischen Gemeinschaft des Landes ein Schreiben, in dem sie die grosse Befriedigung zum Ausdruck brachte, die seine Worte bei den Juden hervorriefen. Hierauf hat Dr. Adrogue mit Schreiben vom 11. Juli der DAIA geantwortet. Seine Ausführungen sind klar und energisch, so dass es die DAIA für angezeigt betrachtet, den Inhalt dieses Schreibens der Öffentlichkeit bekanntzugeben. Der Brief des Innenministers, der an den Präsidenten der DAIA, Dr. D. Isaac Goldenberg gerichtet ist, lautet folgendermassen: „Ich gestatte mir, mich an Sie und durch Ihre Vermittlung an die Mitglieder der DAIA zu wenden, um Ihnen den Empfang des Schreibens zu bestätigen, das Sie mir anlässlich der Ansprache über Rundfunk und Television am 3. Juli übersandt haben. Ich danke Ihnen für das Vertrauen, das ich in Ihnen erweckt habe, und wiederhole Ihnen bei dieser Gelegenheit, dass ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln Angriffe verhüten werde, die die Argentinier degradieren und unser Vaterland herabwürdigen. Dies habe ich im Namen der Regierung, der ichangehöre, gesagt, und Sie dürfen versichert sein, dass dies unbeugsam sein wird. Ich danke Ihnen nochmals und wiederhole den Ausdruck meiner besonderen Hochachtung.“ Land Argentinien und -.eine verantwortlichen Staatsmänner folgten liturgische Vorträge, die mit dem „Adon 01am“-Gebet endeten. Bei einem Ehrenwein blieben die Gäste dieser Feierstunde noch beisammen. Bei dieser Gelegenheit hielt der Leiter des Erziehungswesens der Gemeinde. Dr. Etlis, eine bemerkenswerte Ansprache, die heftige Kritik an der Indifferenz des allergrössten Teils unserer Gemeinschaft gegenüber jüdischen Dingen übte. Dr. Roberto Bravo, Dezernent des Kultusministeriums für Niehtkatholische Angelegenheiten, hob die Leistung der argentinischen Juden im Dienste der Nation hervor und dankte vor allem zwei Männern für ihre treuen Dienste im Interesse der jüdischen Allgemeinheit: Adolphe Weil, dem gegenwärtigen Präsidenten der „Conregaeiön“ und Max Mazar- Barnett, dem früheren Vorsitzenden. Schliesslich richtete noch Botschaftsrat Cohen Abarbanel herzliche Worte an die Anwesenden und erwähnte die Bedeutung der kürzlichen Erklärung des Innenministers für die weitere Entwicklung. Synagogenkonzert der Nueva Comunidad Israelita B. S.: — Am vergangenen Montag veranstaltete die NCI im Chaim Weizmann- Tempel ihr 2. Synagogenkonzert. Herr Alfredo Katz, der Präsident der Gemeinde, der das überaus zahlreich erschienene Publikum begrüsste, konnte seiner Genugtuung Ausdruck geben, dass dieses Konzert durch die Zusammenarbeit sämtlicher Gemeinden unseres Sektors, die alle ihre Kantoren zur Verfügung gestellt hatten, eine besondere Bedeutung erlangt hat. Als Erster sang Herr Alfred Baruch, vom „Bet Israel“, das Mi'adir, und dann ein von Herrn Stein vertontes Lied; „Wir waren nicht immer ein Volk der Tränen...“, vom Komponisten selbst am Klavier begleitet. Darauf sang Herr Heinz Gaebler, vom „Lamroth Hakol“, zwei liturgische Gesänge mit Chor, von Levandowsky wobei Herr J. Danti aus dem NCI-Chor mit einem Tenorsolo hervortrat. Den ersten Teil des Abends beschloss Herr Ernst Vogel, von der ACIBA, der zusammen mit dem Chor ebenfalls zwei religiöse Melodien von Levandowsky vortrug. Der zweite Teil begann mit dem „Ad mo'odom“, vorgetragen vom Chor, wobei der junge Geiger Tomás Tichauer das dazugehörige Violinsolo spielte. Hierauf sang Herr Kantor Walter Bluhm, von der NCI, der auch die künstlerische Gesamtleitung des Konzerts innehatte, ein israelisches Lied: „Yeruschalayim“ und darauf „Uw‘ nujau yaumar“ von Levandowsky, begleitet vom Chor, dessen Mitglied Herr Leo Kalwariski das Bass-Solo sang. Herr Erwin Goldberg, vom „Culto Israelita de Belgrano“, sang ein Kiddusch (in Bearbeitung von Borenstein) und das Ygdal in der Vertonung von Levandowsky, begleitet von Chor. Zum Abschluss sang der von Herrn Walter Bluhm geleitete ausgezeichnete Chor der NCI drei Festtagsgesänge: „B'tzess yisroel“, „Mo oschiw“ und „Halelu“. Am Harmonium begleiteten abwechselnd die Herren Hugo Paradies und Erico Wolff. Alle Mitwirkenden gaben ihr Bestes, um den Abend würdig und genussreich zu gestalten. — Ihrer lieben Mutter und Grossmutter, Frau JOHANNA MAINZER gratulieren zu ihrem 75. GEBURTSTAG IHRE KINDER UND ENKEL Empfang am 28. Juli von 17—19 Uhr, Callao 2049 Wie liegen die Feiertage im Jahre 5722/5723 Donnerstag, den 19. Juli Mittwoch, den 8. August Donnerstag, den 9. August Freitag, den 28. September Sonnabend, d. 29. September Sonntag, den 30. September Montag, den 1. Oktober Montag, den 8. Oktober Fasten Schiwa assar be Tamus Erew Tischa be Aw Tischa be Aw Erew Rosch Haschana 1. Tag Rosch Haschana 5723 2. Tag Rosch Haschana 5723 Zorn Gedalia Jom Hakipur (