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Jüdische Wochenschau · 1962-07-20 · 1969 (20.7.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1969 (20.7.1962)
Date
1962-07-20
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Vientes, 20 de Juli« de 1062 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 1060 — 3 Ben Gurion und sein Amt Eines der interessantesten ltegierungsämter Israels ist das Büro des Ministerpräsidenten. das in der Knesset anlässlich der Budgetdebatte wie alljährlich auch jetzt wieder im Kreuzfeuer der Kritik der Opposition stand. Statt sich, wie dies mancher Ministerpräsident anderer Staaten tut, darauf zu beschränken, die Arbeit der Ministerien und der Minister zu koordinieren, hat Ben Gurion. der .nebenbei“ auch Sicherheitsminister ist, eine grosse Anzahl von Aemtern errichtet und organisiert und gibt sie dann nach Jahren, wenn sie zufriedenstellend funktionieren, a . die anderen Ministerien weiter, zu denen sie fachlich und sachlich gehören. Die Opposition wirft ihm vor. dass er die Koordinationsarbeit in der Regierung vernachlässige. So unterstehen dem Ministerpräsidenten auch heute noch unmittelbar u. a. die Aufklärungs- und Propaganda-Zentrale, das Presseamt, das statistische Zentralamt, die Radio-Sendedientse. die Regierungs-Gesellschaft liir die Förderung des Fremdenverkehrs. die Gesellschaft zur Entwicklung der Touristik-Industrie, die Abteilung zur Landesverschönerung und Pflege der historischen Stätten, die Gesellschaft für Medaillen und Münzen, der Nationalrat für Forschung und Entwicklung. Ferner untersteht dem Ministerpräsidenten ein Büro zur Beratung über die Verschmelzung der Einwand-erer-Gruppen und das Unternehmen für wissenschaftliche Uebersetzungen. Folgende Aemter, die seit ihrer Gründung zur Kanzlei des Ministerpräsidenten gehört hatten, wurden im Lauvon MEIR EAERBER fe der Jahre an andere Ministerien abgetreten: das Negew-Comiie — an das Entwicklungs-Minis'.erium; die Abteilung für den Negew und die Arawa — an das Landwirtschafts - Ministerium; das Büro für Koordinierung und Wirtschaftsplanung an das Finanz-Ministerium und teils an die Staatsbank; die Planungsabteilung — an das Innenministerium; das Amt für das Regierungsviertel — an die Abteilung für öffentliche Arbeiten und die Abteilung für die staatlichen Liegenschaften; die Regierungsdruckerei — an das Finanzministerium; das Geologische Institut — an das Entwicklungs - Ministerium; das Staatsbeamten Kommissariat und die Zentrale für Büro-Mechanisierung — an das Finanzministerium, und das Büro für akademische Berufe — an das Arbeitsministerium. Die Aufklärungs- und Propaganda - Zentrale hat im Laufe des Jahres 12.000 Versammlungen und Ausflüge veranstaltet, an denen eine Million Leute teilnahmen. Stand im Zentrum der Aufklärungsaktionen im vergangenen Jahre der Eichmann- Prozess und die Information der Oeffentlichkeit, besonders der Jugend und der Neueinwanderer, über die Katastrophe der europäischen Judenheit während der Nazizeit, so liegt in diesem Jahr das Hauptgewicht wieder auf den traditionellzentralen Aufgaben, nämlich geistige und soziale Einordnung der Einwanderer, Entwicklung des Negew, Landwirtschaftsfragen, Sicherheitsprobleme. Arbeits- und Erziehungsfragen. Immer MALERARBEITEN Günter Stern, H. Rosenhain LEANDRO N. ALEM 2530 MUNRO T. E.; 795 8710 und 740 1925 Teppichhaus - M. Höchberg J UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKI’UPFTEN t TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN J FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM.! 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Der Schulfunk, der voriges Jahr eingefiihrt wurde, hat sich bewährt, aber in vielen Schulen fehlt es noch an Empfangsgeräten, und es wird notwendig sein, besonders den Schulen in den Entwicklungsorten. wo hauptsächlich Neueinwanderer angesiedelt sind, Radioapparate zur Verfügung zu stellen. Die Kritik der Oppositionellen in der Budgetdebatte wandten sich natürlich auch diesmal wieder dem Radio- Sendeprogramm zu; je nach Fraktion szugehörigk3it wurde beanstandet, dass das Programm dem religiösen Publikum zu wenig biete, dass die Nachrichten fbermittlung parteiisch und nicht objektiv sei usw. Das Presseamt hatte im Jahr des Eichmann-Prozesses besonders viel zu tun, da es 500 ausländische Journalisten aus 40 Ländern zu Gast hatte, denen bei dieser Gelegenheit auch die Probleme Israels nabegebracht werden sollten. Der Eichmann- Prozess war schon deshalb historisch notwendig, weil in Nürnberg die Juden-Angelegenheiten vertuscht wurden. Daher musste vor aller Welt das Verbrechen des Massen- : SARMIENTO 1 PAMPA 4979 esq. Triunvirato — I 4 7 ■ T. E. 51-9561 Kinder besuchen Israel Rio de Janeiro. — Rund 570 Schulkinder aus Brasilien, Argentinien und Uruguay werden während der Sommerferien zwischen dem 15. Dezember und 1. März 1963 an Bord des Schiffes Theodor Herzl eine Reise nach Israel unternehmen, wie hier mitgeteilt wurde. (ITA) Oeffentliches Denkmal Wien. — Das Krematorium des ehemaligen KZs Melk in Niederösterreich, eines Nebenlagers des KZ Mauthausen, wurde von der österreichischen Regierung als öffentliches Denkmal erklärt. Von den Häftlingen des KZ Melk, das ständig mit 4.000 bis 6.000 Menschen belegt war, sind nur wenige am Leben geblieben. „Allein moeglfche Weltanschauung“ Trier. — Wegen Volksverhetzung, öffentlicher Billigung begangener Verbrechen, Beleidigung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener wurde kürzlich der 27 - jährige Elektriker Dieter Otto aus Trier vom Schöffengericht zu 6 Monaten Gefängnis ohne Bewährungsfrist verurteilt. (AWZ) AUTO - REPARATUR . WERKSTATT! „BENO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 T. E. 51 - 2205 ¿Ecke Monroe) I Ihr Inserat in der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU bringt immer Erfolg Auskunft: 83-2613 mordes an den Juden fixiert, gerichtsnotorisch gemacht und abgeurteilt werden. Die Touristik brachte seit Staatsgründung fast 800 000 Fremde ins Land, die dem Finanzamt 125 Millionen Dollar einbrachteh. Allein im Jahre 1961 wurden 160.000 Touristen gezählt (gegenüber 119.000 im Jahre vorher). Die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr im Jahre 1961 betrugen 30 Millionen Dollar, abgesehen von den Einnahmen der nationalen Schiffahrts-Gesellscnaft ZIM und der Fluggesellschaft EI Al. Im nächsten Jahr wird mit 185.000 Touristen gerechnet. denn allein Januar bis Mai 1962 kamen 75.000 Besucher aus dem Ausiand (gegenüber 63 000 im J^hre 1961). Bis 1965 sollen 20 000 Hotelbetten in 10.000 Zimmern für 350.000 Touristen zur Verfügung rtehen. Ein Sonderproblem bildet die Ausbildung des notwendigen Personals für die verschiedenen Fremdenverkehrs Betriebe, und hierfür werden Schulen und Kurse eingerichtet. Momentan legt Ben Gurion LA SEMANA ISRAELITA BlSEMANARiO INDEPENDIENTE 8*. Air*« - PUEYRREDOS 2190. 1* — T. E. 83-261 2«. Juli 19C2 18. Tamus 5722 das Hauptgewicht seines Interesses auf die wissenschaftliche Forscftung, die in erster Linie der Entwicklung des Negew dienen soll. Er betont, dass der Negew 60 Prozent des Staatsgebietes bildet und dass diese Landreserve so bald als möglich kultiviert und besiedelt werden muss. Der Nationalrat für Forschung und Entwicklung ist die Regierungs-Körperschaft, die die politische Linie für die wissenschaftliche Forschung festlegt, die entsprechenden Budget-Vorschläge macht, einige Forschungsinstitute unterhält, die Bemühungen und \ ersuche um Entsalzung von Meerwasser und Verwendung von salzhaltigem Wasser für landwirtschaftliche Zwecke, Ausnützung der Sonnenenergie und der Wasserkräfte usw. beaufsichtigt. Die israelische Industrie hat im vorigen Jahre 1,6 Mil- 1 onen Dollar für Ausnützung ausländischer Patente an andere Staaten zu bezahlen gehabt, und durch eigene Forschung sollen israelische Erfindungen und Patente entwickelt werden, um die Industrie vom Ausland möglichst unabhängig zu machen. Da die relativ kleinen israelischen Fabriken Kaum e+gene Forschungs-Laboratorien unterhalten können, stellt ihnen die Regierung sektorale Forschungsstätten zur Verfügung. So gibt es Institute für Silikate, Gummi-Forschung, PharmOKoIogie. Lebensmittel - Chemie, Farbenproduktion, plastische Produkte, Petrochemie u. a. Auch private Erfinder können sich um Hilfe an die Regierungs-Institute wenden. Der Abteilung für techhische UN-Hilfe stehen heute 26 israelische Experten zur Verfügung, die!r. mehreren afrikanischen und asiatischen Entwicklungsländern tätig sind und deren Zahl ständig zunimmt. Erweiterung und Neueroeffnung J Confitería Niza! * jetzt Echeverría 3296 esq. Conde! I EIGENE MODERNE RAEUME FUER ALLE FAMILIENFEIERN f COCKTAILS-EMPFAENGE-TEES-ESSEN Í T. 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