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Jüdische Wochenschau · 1962-07-13 · 1968 (13.7.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1968 (13.7.1962)
Date
1962-07-13
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 13 de Julio de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — N». 1968 — 3 Das innerarabische Ringen Seit Wochen war ein hartes Ringen in den arabischen Hauptstädten im Gan ge. Die Plenarsitzung des Rates der Arabischen Liga sollte in der sauditischen Wüsten-Hauptstadt Riad abgehalten werden. Der Gene ralsekretär der Liga, Abdel Halek Hassouna hatte zuerst versucht, eine arabische Spitzenkonferenz unter Beteiligung der Präsidenten und Könige einzuberufen, doch seine Bemühungen blieben ergebnislos. Daraufhin stimmte er der Idee zu, die von einigen arabischen Ländern kam, nämlich die Au ssenminister zu versammeln. Hassouna, der in diesem Jahr, sein Amt niec’erlegt, wollte sich einen guten Abgang sichern. Er setzte sich sogar zum ägyptischen Aussenministerium in Gegensatz, das nicht fiir eine Aussenminister - Konferenz zu haben war und auch wenig Sympathien fiir Abhaltung 6er Liga-Sitzung in der Hauptstadt von Saudi Ara bien zeigte. Aegyptens Beziehungen zu Saudi Arabien sind ausgesprochen schlecht. Je stärker die titoistisch-sozialisti sehen Tendenzen in Aegypten wurden, desto stärker griff die ägyptische Presse das „reaktionäre“ Saudi Arabien an. Die führende ägyptische Tageszeitung ,,A1 Ahram“ widmete der Amerikareise des Königs Saud einen langen Artikel, in dem Saud heftig kritisiert wurde. Der Verfasser des Artikels Hassanein Heikal rechnete dem König vor, er habe die Gelder seines Staates ver schwendet und nicht weniger als 100.000 Dollar täglich in den USA ausgegeben. Hassanein Heikal gilt als Vertrauter und Sprachrohr Nassers, und der Artikel wurde sicher nicht ohne höchste Billigung geschrieben. SAUD GREIFT EIN König Saud war über diesen Artikel und über die ge- Juden in der USA-Verwaltung Washington. — Nach einer von einer protestantischen Institution durchgeführten Erhebung sind fünf Prozent der von der Regierung Kennedy ernannten hohen Beamten Juden, achtzig Prozent Protestanten und fünfzehn Prozent Katholiken. Diese Ziffern zeigen, dass die Ernennungen vom Standpunkt der Religion gesehen im Verhältnis der Verteilung der religiösen Bekenntnisse unter der Bevölkerung vorgenommen wurden. Die Statistik ist aufgrund der Auswahl von tausend Beamten in den höchsten Aemtern durchgeführt worden. Sie umfasst auch die kürzlichen Ernennungen von Bundesrichtern, wo die gleiche Tendenz zu erkennen ist. Achtzig Prozent der Richter sind Protestanten, siebzehn Prozent Katholiken und drei Prozent Juden. Die eingangs erwähnte Institution stellt allerdings fest, dass gewisse Abweichungen auf dem Gebiet der Aussenpolitik und des Sicherheitsdienstes festgestellt werden können. (ITA) MALERARBEITEN \ Günter Stern, H. Rosenhain LEANDRO N. ALEM 2530 T. E.: 795 8710 und 740-1925 MUNRO | Teppichhaus - M. Höchberg i I J f UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKi'UPFTEN , * TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN * T «TIER JEDES GEMUETLICHE HEIM. \ ♦ I! Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorfiihrunq 5 Auf Wunsch Zahlungserleichterungen * MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND J GROESSEN AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus Calle ANDONAEGUI 2083 4 Quader vo- Station Urquiza Muebles Wcdetiïuuuv t MODERNE WOHN- UND SCHLAFZIMMER l EINRICHTUNGEN - SESSELGARNITUREN * í SARMIENTO 1147 * \ PAMPA 4979 esq. Triunvirato — T. E. 519581 * l AUTO - REPARATUR . WERKSTATT! „BENO” i BEÑO HUTSCHNECKER? Avda. CONSTITUYENTES 1902 T. E. 51 - 2205 (Ecke Monroe) NWPfffein MJ i l ».» » t u samten Angriffe der ägyptischen Presse als auch des Rundfunks von Kairo tief betroffen. Er verstand, dass diese Angriffe, angesichts der Popularität Nassers, in Saudi Arabien Wirkung haben könnten. Sofort nach seiner Rückkehr nahm er eine Umbildung der Regierung vor, und an Stelle seines Bruders Feisal trat er selbst an die Spitze des Kabinetts. Die ägyptische Zeitung „Al Gumhuria“ quittierte die Umbesetzung in Riad fhit einem Bericht über „Unruhen in der sauditischen Hauptstadt“. Diese Meldung erwies sich als unrichtig;, aber zweifellos blieb die Situation in Riad gespannt. Emir Feisal ist in Freiheit und hat die Möglichkeit politischer Betätigung, und er bestürmt seinen königlichen Bruder, den Weg zu einer Verständigung mit Nasser zu suchen. Feisai fürchtet, dass die ständige Agitation aus Kairo die sauditische Monarchie in ihren Grundfesten erschüttern kann. Nasser gilt in der arabischen Welt als der Mann der „neuen Zeit“, der gegen Kapitalisten und Feudalherren vorging, und seine Pa rolen finden auch in Saudi Arabien Gehör. Die in den Zentren der arabisch-amerikanischen Oelgesellschaft (ARAMCO) tätigen Arbeiter sind nicht mehr dis unwissenden, strenggläubigen Beduinen von einst. Sie sind unter dem Einfluss der an sie herangetretenen amerikanischen Zivilisation erwacht, und sie machen ihre ersten Schritte in der neuen Zeit. Nasser ist für sie der Vertreter der neuen Epoche, und Krsise am sauditischen Hof sind der Meinung, dass diese neue Zeit auch vor Riad nicht Halt machen wird. STAERKUNG NACH AUSSEN König Saud versuchte, dem Problem auf seine eigene Weise zu begegnen. Er gab ein Reform-Programm bekannt, das wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt verhiess. Es ist jedoch zweifelhaft, ob Saud mit den radikalen Massnah men Nassers irgendwie konkurrieren kann. Saud versuchte ferner, aussenpolitisch seine Stellung zu «tär ken, und ihm kam die Idee der Abhaltung einer Tagung der Arabischen Liga in Riad sehr gelegen. Er bestand jedoch darauf, dass die Aussenminister nach Riad kommen müssten. Würden nur die Botschafter teilnehmen, so würde e: eine Routine-Sitzung ohne jede Bedeutung sein. Saud liess den Liga-Sekretär Hassouna wissen, dass er nur an einer Tagung unter Beteiligung der Aussenminister interessiert sei. Hassouna intervenierte auch bei den arabischen Staaten, und das Ergebnis war: Die meisten Länder zeigten Bereitschaft, ihre Aussenminister nach Riad zu entsenden. Der Irak lehnte prinzipiell die Teilnahme ab, weil Kuweit nach Riad eingeladen wurde, und Aegypten wollte sich nur durch einen Beamten vertreten lassen. Damit war Saud sehr unzufrieden, denn er hatte die Anwesenheit des ägyptischen Aussenministers zu politischen Gesprächen ausnützen wollen. Aber Kairo wollte — natürlich auch aus politischen Gründen — der Forderung des Königs Saud nicht naehgeben. ANTIISRAELISCHE PUNKTE Die Arabische Liga liess eine vorläufige Tagesordnung für die inzwischen begonnene Sitzfing verbreiten, auf der die antiisraelischen Punkte eine wesentliche Rol le spielen. Die Liga soll über Israels Jordan - Plan verhandeln, dann sollen Israels Bemühungen um Zusamenarbeit mit der EWG bekämpft werden, und schliesslich soll der Boykott verstärkt werden. Wesentliche Differenzen dürften bei der Nominierung eines Nachfolgers für den ausscheidenden Generalsekretär der Liga Hassouna auftreten. Die Aegypter hatten drei Kandidaten als Nachfolger empfohlen, Marokko und .Saudi Arabien hatten sich gegen Wahl eines Aegypters gewandt, und die Regierung Saudi Arabiens hatte Ahmed Schukairi, den bekannten „Vorkämpfer“ gegen Israel vorgeschlagen. Saud wird sicher auf der Konferenz in Riad Druck ausüben, um die Wahl von Schukairi durchzusetzen. Inzwischen wurde jedoch ein .Vermittlungs-Kandidat* aufgestellt — in der Person von Fuad /\mun, Generalsekretär des libanesischen Aussen - Ministeriums. Fuad Amun hat gewisse Chancen, und der Libanon hatte noch mit der alten syrischen Regierung Vorbesprechungen abgehalten, um die Wahl von Amun zu sichern. Entwicklung Elats Tel Aviv. — In Elat wurde das siebte Hotel der Stadt, Midian, das 20 Gästezimmer hat, und die erste Druckerei eröffnet. (AWZ) LA SEMANA ISRAELITA B IS EM AN ARIO INDEPENDIENTE fl*. Aire* — PUEYRREDON 2190. 1* i*q. - T. E. 83-26i ‘ 13. Juli 1962 11, Tamus 5T22 Ein alter Zicnist gestorben New York. — Im Alter von 79 Jahren verschied in einem Hospital in Brooklyn der aus Russland gebürtige Journalist Arnold K. Israeli, der über vierzig Jahre aktiv in der zionistischen Bewegung tätig war. Nach Absolvierung des Rechtsstudiums an der Universität von Sankt Petersburg hatte sich Israeli im Jahre 1912 in USA niedergelassen. Seit 1940 war er Di- 1 rektor des Nachrichten- Dienstes des Amerikanischen Zionistenrates. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der Jüdischen Legion. (ITA) Zusammenarbeit mit Moskau London. — Syrien hat Moskau gegenüber seinen Standpunkt .völliger Neutralität“ betont. Vor kurzem berichtete der syrische Verteidigungs- und Unterrichtsminister Barmada vor dem Kabinett in Damaskus über j den Verlauf seiner dreiwöchigen Verhandlungen in Moskau und Prag (AWZ) I Wissenschaftler aus dem Ausland Tel Aviv — Am Weizmanr.- Institut in Rechowot beenden sich zur Zeit 40 ausländische Wissenschaftler, die hier zum Teil ausgedehnte Forschungsarbeiten betreiben. Zu diesen aus 12 verschiedenen Ländern stammenden Wissenschaf lern sind kürzlich zehn weitere hinzugek-ommen. (AWZ) Moskau verlangt Auslieferung London. — Die Sowjetunion hat gegen einen ehemaligen Major der litauischer, Armee, der heute in Philadelphia in USA lebt. Ankla ge wegen Erschessung Tausender von Juden im zweiten Weltkrieg erhoben und seine Auslieferung verlangt. wie die Nachrichtenagentur Tass mitteilte. Das Begehren auf Auslieferung wurde der USA- Botschaft in Moskau übergeben. Darin wird fest gestellt, dass Antanas L. Impulavichus von 1941—43 in der Festung Launus Mordkommandes befehligte, die russische Bürger darunter auch Juden, füsilierten. (ITA) r™ PUEDE AHORA VIAJAR en el THEODOR HERZL de BS. AIRES a ISRAEL Itinerario de los nuevos dos viajes directos de ida y vuelta entre Buenos Aires y Haifa: IDA 1er. VIAJE VUELTA HAIFA 25/11 ÑAPOLES 21/11 MARSELLA 29/11 JARCEL0NA 30/11 -AS PALMAS 3/12 RIO OE JANEIRO 11/12 SANTOS 12/12 MONTEVIDEO 14-15/12 IS AIRES IS/12 ■S. AIRES 17/12 MONTEVIDEO 19/12 SANTOS 20/12 RIO DE JANEIRO 21/12 LAS PALMAS 30/17 BARCELONA 2/l/SJ MARSELLA 3/1 ÑAPOLES 4/1 HAIFA 7/1 IDA HAIFA 7/2 ÑAPOLES 11/2 MARSELLA 11/2 BARCELONA 12/2 LAS PALMAS 15/2 RIO OE JANEIRO 23/2 SANTOS 24/2 MONTEVIDEO 25/2 IS. AIRES 27/2 2do. VIAJE VUELTA 1$. AIRES 20/2 MONTEVIDEO 1/] SANTOS 3/3 RIO DE JANEIRO 4/3 LAS PALMAS 13/3 ÑAPOLES 17/3 ‘ HAIFA 20/3 Solicite informes a su agente de viajes o a a \flaflflvS ISRAEL NAVIGATION CO. LTD VIAM0NTE 1301 * T.E. 42-6321 - BütdOS AIRES

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