Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1968 (13.7.1962)
- Date
- 1962-07-13
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/9616703-9612947-9613328--2210-9613332- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
4 — Viernes, 13 de Julio de 1962 SEMANA ISRAELITA Äße XXIII. No. 1968 le Geraubtes Kind aufgefunden MUSIK IN BUENOS AIRES Washington. — Der jüdische kleine Junge Jossele Schumacher, der sehr wahrscheinlich von Ultraorthodoxen vor drei Jahren aus Israel entführt wurde, befindet sich gegenwärtig in Nordamerika und steht unter dem Schutz der Einwanderungsbehörde, wie jetzt mitgeteilt wurde. Seine Mutter, die in Israel lebt, wurde verständigt und ist schon nach USA abgereist, um das Kind zu identifizieren. Wie man annimmt, dürfte man ihr gestatten, den Jungen mit nachhause zu nehmen. Jossele wurde im Jahre 3959 geraubt. Er ist heute 10 Jahre alt. Die israelischen Behörd?n haben ihn in drei Kontinenten gesucht. Sein in Israel lebender Grossvater wurde ins Gefängnis gesperrt, weil er sich weigerte, den Ort anzu- I Teatro Soleil \ m * S CORRIENTES 3150 5 S T. E. 86-2307 ¡ «DER GROSSE ERFOLG™ S ABSCHIEDS-PREMIERE* m Sonnabend um 22 Uhr * S Sonntag 18 und 22 Uhr £ 5* B S MAX PERLMAN 1 m £ m und 5 Í GITTA GAUNER ä 5 . M « m dem musikalischen 3 jjj Lustspiel ,i i DER PRAESTBEHT [ l VON CHELM : M £ jjj Musikalische Leitung:; S Kapellmeister E 5 HERRMANN LUDWIG S eben, an c-em sich sein Enkelkind befindet. Sein Onkel, Nachman Schtarkes, sitzt in England im Gefängnis und wartet auf Begehren von Israel auf das Urteil, ihn wegen Entführung des Kindes auszuweisen. Seit dem Verschwinden Josseles im Jahre 1959 behaupten die israelischen Behörden, der Junge sei von den Ultraorthodoxen entführt worden, weil sie fürchteten. dass seine Eltern ihn nicht in orthodoxem Sinne erziehen würden. Kürzlich nun stellten die israelischen Behörden fest, dass ein Israeli Briefe von einer Frau aus USA erhielt, die anscheinend Jossele unter ihrer Hut hatte. Die Beamten teilten die Adresse dieser Frau den nordamerikanischen Benörden mit. die den Jungen fanden. Wie es heisst, ist diese Frau mit Jossele durch verschiedene Länder gereist und hat verschiedene falsche Namen des Kindes besonders den Namen Jaakow Gertner, angegeben. Man weiss noch nicht, ob die nordamerikanischen Behörden gegen irgend jemanden wegen des illegalen Verbringens des Kindes in die Vereinigten Staaten Anklage erheben werden. Inzwischen ist der kleine Jossele schon wieder in Israel bei seinen Eltern. Die Sicherheitsbehörden sind mit der Untersuchung dieser „Affäre“ beschäftigt. Fonds für Krebsforschung Die kanadische WlZO-Organisation will in diesem' Jahre 150.000 Dollar für einen Krebs-Forschungsfonds für die Hebräische Universität in Jerusalem aufbringen. CLARA MENDOZA SINGT DEBUSSY-LIEDER Die hiermit bei uns debütierende uruguayische Sopranistin widmete ein ganzes Programm dem Vater des* Impressionismus in der Musik, das beide Hefte ,,Fetes Galantes“, die „Trois Chansons de Bilitis“ und die „Ariettes Oubliées“ enthielt. Die wirklich ausgezeichnete Sängerin besitzt eine klare, modulationsfähige und in allen Lagen gleich reine Stimme hat eine solide Schule hinter sich und besitzt den Vorzug, eine völlig fehler¬ und akzentlose französische Diktion ihr eigen?u nennen, die den debussyanischen Vortrag zu einem besonderen Genuss werden lässt. Die Künstlerin, welche am Klavier von Gioconda Fernandez zufriedenstellend begleitet wurde, begeisterte das Publikum zu Beifallssalven, sodass sie sich zu mehreren Zugaben verstehen musste. Es wäre inter essant, Clara Mendoza auch auf der Opern-Bühne begegnen zu können, denn ausser ihren musikalischen Vorzügen scheint sie uch äusserlich dazu prädestiniert. THEODOR FUCHS UND WITOLD MALCUZYNSKI MIT NAT. SYMPH. ORCHESTER Der polnische Pianist Witold Malcuzynski, der noch vor wenigen Jahren den Ruf eines Pianisten von Weltruhm bestätigen konnte und vor wenigen Tagen in zwei misslungenen Rezitalen gewisse Anzeichen künstlerischen Verfalls zeigte, bestätigte diese beim Spiel des 1. Brahms-Konzert d-moll opus 15. Er besteht nur noch aus Aeusserlichkeiten. im Bravourspiel ohne Inhalt und scheint den Hauptwert auf Jüdisches Lehrhaus Die naechsten Kurse finden statt, am MONTAG, DEN 16. JULI, UM 20 UHR 30 IM GEMEINDEHAUS GRAMER 2060 1. Kurs: BIBELKUNDE: Dr. Meir Rosenberg DAS BÜCH YIRMEYAHU (BEGINN 20 UHR 30 pktl.) Die Teilnehmer werden gebeten, VOR Beginn des Kurses zu kommen und eine Bibel mitzubringen. 2. Kurs: GEGENWARTSKUNDE: Dr. Swarsensky 5. ABEND: DIE WIEDERGEBURT DES VOLKES (Geistige Lage der Juden zwischen den Zeiten) (BEGINN 21 UHR 20) 3. HEBRAEISCHE KURSE: 1. Jahr: Montags: 18 Uhr 30 und Mittwochs: 19 Uhr 15 2. Jahr: Dienstags und Donnerstags: 17 Uhr 3. Jahr: Montags: 17 Uhr und Mittwochs: 17 Uhr 50 Der neue hebraeische Anfaengerkurs beginnt am Dienstag, den 17. Juli, um 18 Uhr Alle Kurse finden in der Cramer 2060 statt seine zweifellos imposante und gepflegte Erscheinung zu legen. Es gab nicht nur unzählige interpretative und geschmackliche, sondern auch direkte manuelle Entgleisungen, und es spricht wieder einmal für die hohe j Kunst von Theodor Fuchs I dass er diese nach Möglichj keit zu vermeiden oder zu verdecken wusste. Der jedesmal mehr an Erfolg ge- I winnende Dirigent und das \ ausgezeichnet klingende Na tionale Symphonie-Orchester waren die Faktoren, die ein Fracasso verhüteten. Grossartig gelang die Wiedergabe der Beethovenschen „Leonoren - Ouvertüre Nr 2“, die in unseren Konzertsälen nahezu ebenso unbekannt ist wie ihre Schwester Nr. 1, und die Suite „Pelleas et Melisande“ opus 80 von Gabriel Faurä atmete den poetischen Duft der Partitur in gleichem Masse wie das Debussysche Tongemälde . L’apres-midi d'un Faune“. Fuchs bewies hierbei die gleiche Autorität und Künstlerbewusstheit wie bei dem Scherzo von Dukas „L'Aprentt Sorcier“ (nach dem Goetheschen „Zauberlehrling“), der rasenden und ehrlichen Beifall hervorrief. c-n Abschieds-Premiere Max Perlmann verabschiedet sich von seinem bonaerenser Publikum mit der letzten Premiere seines Gastspiels „Der Präsident von Chelm“, der jüdischen „Narrenstadt“ in der ■mm r 'V/ MAX PERLMANN zusammen mit seiner Partnerin Gitta Gallina die Uebertritte zum Islam Casablanca. — „Die Stimme der Gemeinden“, das Organ der jüdischen Gemeinschaft in Marokko, beklagt sich in einem Leitartikel, dass viele junge Juden gezwungen worden seien, zum Islam überzutreten.. David Amar, einer der bekanntesten Gemeindeführer ersucht in diesem Artikel das Rabbinat, in dieser Frage eine energische Haltung zu beziehen und auf die Regierung einzuwirken, damit diese die erzwungene Bekehrung jüdischer Jugendlicher zum Islam verbieten soll. (ITA) Hauptrolle übernommen hat. Die musikalische Einstudierung liegt wieder in Händen von Herrmann Ludwig. Die Theaterkasse ist den ganzen Tag geöffnet. Näheres siehe Anzeige. TEATRO COLON Viernes 13 a las 21 horas: función extraordinaria: Tosca, de Puccini. Sábado 14 a las 17.30 hs.: 2a. función del abono a 2: Recital del pianista André Tsehaikowsky. A las 21 horas: Velada de Gala. Fiesta Patria Francesa: “Penelope“ de Fauré Domingo 15 a las 17 horas: 7a. función del abono de domingos vespertinos: “Moriana“, cantata de R. García Morillo. “Marianita Lime¬ ña“, ópera de Valdo Seiamarella y “El Niño Brujo“, ballet de Eduardo Salzedo. Lunes 16 a las 21.30 hs.: 9a. función del abono a 20: Concierto de la “Orquesta Sinfónica Nacional“. Director: Juan José Castro. Martes 17 a las 21 horas: 6a. función del abono popular. Espectáculo lírico-coreográfico con el mismo programa del día 15. Ocupas Theater IN BUENOS AIRES CURT GOETZ „INGEBORG” KOMOEDIE IN 3 AKTEN REGIE: KLAUS JAEGEL Mitwirkende: Lily Rapp Wolf Schlamminger Emily Schiller Helge Schupp Karl Ewald Premiere: Montag. 16. Juli 21 Uhr Wiederholungsvorstellungen: Mittwoch. 18. Juli 19.30 Uhr . Donnerstag. 19. Juli 19.30 Uhr Freitag. 20. Juli 19.30 Uhr Sonntag. 22. Juli 15.15 Uhr „TEATRO ODEON", Esmeralda 367, TE 45 3591 Kartenverkauf werktäglich (ausser Samstag) von 10—12 und 14—19 Uhr sowie an den Aufführungstagen an der Abendkasse. Vorverkauf für Nordstrecke: „Cucare“, Av. Libertador General San Martin 15.335, Acassuso, T. E. 743-7663. Es wird um pünktliches Erscheinen gebeten. Kalkulieren Sie Zugverspätimgen und Parkschwierigkeiten ein! Nach Beginn der Vorstellung kann mit Rücksicht auf das übrige Publikum bis zur Beendigung des 1. Aufzuges kein Einlass mehr gewährt werden. ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL ► ♦ ♦ ♦ 4 i Dr. Hardi Swarsensky 1 ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE I * 1 RÜCKERSTATTUNG I jetzt auch für Juden aus Polen. M m I * Ü ANMELDUNGSMOEGLICHKEITEN für alle, dis nach dem L 10. 1953 5 aus Laendern hinter dem eisernen Vorhang auswandern konnten. 5 SPRECHSTUNDEN: ¡ S m : Dienstag, Mittwoch und Freitag von 15 bis (8 Uhr E ¡5 m 5 w ] Dr. Günter Frey \ I ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS | Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. | Uh * | i PUEYRRED0N 2190 esq Av. LAS HERAS — T. E. 83-2613 s I ■ Bl JKa»IHIMI«SlEKSÍÍif:S!5ÍHí:4ISU«HnillS¡SKHiaSISISíStMÍSBIIB>5í««HWBB,':El’ ,5 9 Aie- 1 .1