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Jüdische Wochenschau · 1962-07-06 · 1967 (6.7.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1967 (6.7.1962)
Date
1962-07-06
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viern«s, I tie JwU* dte 1*82 SEMANA ISRAELITA A «o XXIII. — N®. 1*87 Israel im arabischen Spiegel Die grösste Feindschaft zu israel. den feindlichsten, unnachgiebigsten, extremsten Standpunkt zu den verschiedenen Aspekten des israelischen Problems bekunden, nach Ansicht eines westlichen Diplomaten, der letzthin eine Rundreise durch die arabischen Staaten machte, um die Stimmungen in den politischen Führungsschichten und in der Oeffentliehkeit zu untersuchen, die Regierungskreise von Damaskus. Der westliche Reisende berichtet, dass sowohl die Funktionäre der wiederaktivierten syrischen Parteien, als auch die Intelligenzler von glühendem Hass gegen Israel durchdrungen seien und von einer Verständigung zwischen dem Staat der Juden mit den arabischen Ländern nichts wissen wollen und schon ganz und gar nicht von einem Frieden zwischen Israel und Syrien. Andererseits geben die Syrer offen zu, sich machtlos gegenüber Israel zu fühlen. Sie wissen, dass sie nicht imstande sind allein etwas zu unternehmen ja auch nur die Durchführung des Jordanprojekts zu verhindern. Im Libanon — so behauptet der politische Beobachter — existiert das Problem Israel für die Menschen einfach nicht: es ist ihnen völlig gleichgültig. Die Libanesen haben eigene Sorgen genug, sind über beide Ohren mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt und streben nur danach, dass ihrem kleinen Land die wirtschaftliche Hilfe, die es bisher genoss, auch weiterhin zuteil wird. Spricht man mit ihnen über Israel, so leiern sie zwar die alte Melodie der arabischen Propam von einem Sonderkorrespondenten ganda automatisch her, doch fühlt man genau, dass ihnen die Worte nicht von Herzen kommen. Was sie sagen, ist reines Lippenbekenntnis, erzwungen von einem Gefühl, das ihnen eingibt, der arabische Patriotismus verlange nun mal, dass sie in diesem Ton sprechen. Haben sie mal diesen .verbalen patriotischen Beitrag“ geleistet, bestätigen sie in privaten Gesprächen ganz offen, sie glaubten nicht an die Gefahr einer israelischen Aggression und es bleibe für sie gleich, ob die Beziehungen zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn unverändert fortdauern oder ein Weg der Verständigung gefunden werde. Sie betrachten Israel als ein unabänderliches, historisches Faktum, eine Tatsache, an der sich nicht rütteln lasse, und glauben auch nicht, dass es in der Macht der arabischen Länder stünde, dieses Faktum aus der Welt zu schaffen Ihrer Ansicht nach täten die Araber am besten, wenn sie der realen Wirklichkeit mehr Rechnung tragen, ihre starre Haltung aufgeben, ihre Politik des absoluten Boykotts ändern und die Hetzpropaganda einstellen würden. Die Libanesen sind stärkstens an der Erhaltung des Friedens in der Mittelost- Zone interessiert und fürchten sich vor neuen Zusammenstössen zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn, da sich dies fatal auf den starken Touristenverkehr auswirken müsste, der dem Libanon grosse Profite MALERARBEITEN Rosenhain Günter Stern, H. LEANDRO N. ALEM 2530 T. E.i 795 8710 und 740-1925 MUNRO X i I Teppichhaus - M. Höchberg; X * ♦UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEXUlTPFTEN < f TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN j J K’UER JEDES GEMUETLICHE HEIM. < X Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorfiibrunq J * < Auf Wunsch Zahlungserleichternngen l MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN' UND « GROESSEN AUSLEGEN VON APPARTEMENTS * MIT REIN WOLLENEM VELOUR. « Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag £ von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus < I Calle ANDONAEGUI 2083! 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Gewiss — jeder Taxichauffeur, jeder kleine und höhere Beamte, jeder erste beste Privatmann fühlt sich verpflichtet, den Fremden mit den üblichen antiisraelischen Propagandaformeln zu füttern. Ist dies jedoch getan und nimmt das Gespräch den Charakter eines objektiven, freundschaftlichen Gedankenaustausches an, dann erklärt der Transjordanier, Israel sei nun einmal eine unabänderliche Tatsache, es gälte sich endlich mit der Wirklichkeit abzufinden. die Beziehungen mehr oder weniger zu normalisieren und konkrete Schritte zur Lösung des so schmerzlichen Flüchtlingsproblems zu unternehmen. Die Flüchtlinge selber, die sich in Transjordanien als vollberechtigte Staatsbürger fühlen, glauben an die Bereitschaft Israels, ihnen Entschädigungen für das verlorene Eigentum zu bezahlen, und sind auch überzeugt, schliesslich werde auch Israel einen Teil von ihnen wieder aufnehmen. Zwar sträubt sich ihr nationales Gefühl gegen die Zumutung unter israelischer Herrschaft zu leben, doch gibt es palästinensische Araber. bei denen das materielle Interesse überwiegt und die eben aus materiellen Gründen nach Israel reemigrieren würden. Der diplomatische Reisende stellte ein weiteres Novum in den Flüchtlingskreisen fest U. zw. einen starken Drang nach Beschäftigung, ein reges Bemühen sich ins normale wirtschaftliche Leben einzuschalten und sich eine Existenzbasis zu schaffen. Zahlreiche Flüchtlinge er greifen neue Berufe, Berufe, mit der-en sie nie etwas zu tun hatten, um zu verdienen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Bei alledem fürchten sich die Transjordanier sehr vor einer israelischen Aggression. Sie hegen den Verdacht. Israel woHe sein Territorium auf ihre Kosten erweitern und haben es insbesondere auf die Gebiete westlich des Jordan abgesehen. die ihrem Lande 1943 zufielen. Ihrer Ansicht nach könne nur eine gemeinsame arabische antiisraeliscbe Front und £in starker Druck vonseiten der Grossmächte Israel von einer Expansion nach Transjordanien abhalten. Von Nasser versprechen sich die Transiordanier indes nicht viel. War sein Prestige bei ihnen schon ohnehin lädiert, so hat es nach dem Zerfall der VAR den Neuer Bürgermeister Akko. — Zum Bürgermeister von Akko wurde der 41jährige Mapai - Stadtverordnete Schmuei Efrat gewählt, der bisher die Schulabteilung der Stadt Akko leitete. (AWZ> letzten Rest seines Glanzes verloren. Auch in Kairo macht sich ein deutliches Abflauen des Interesses am israelischen Problem bemerkbar, und wenn auch kein irgendwie sichtbarer Umschwung in der Haltung der Regierung gegenüber Israel zu notieren sei, so merke man doch ganz genau, dass diese Frage in den Köpfen der Aegypter, sei es an der Spitze oder unten auf der breiten Basis, viel weniger Raum einnimmt als vor etlichen Jahren. Die Autorität Nassers ist unter der Intelligenz und sogar bei einem bedeutenden Teil der städtischen Einwohnerschaft gesunken. Die breiten Massen hingegen vor allem die Fellachen, sehen aber in ihm immer noch einen Abgott. In Regierungskreisen und in dem ihnen nahestehenden Milieu fühlt man eine Atmosphäre der Enttäuschung, die in einer gewissen Apathie, ja einer unverkennbaren Niedergeschlagenheit ihren Ausdruck findet. Seien es nun internationale oder Fragen des Mittleren Ostens LA SEMANA ISRAELITA BISEMANARIO INDEPENDIENTE a». Air** - PUEYRREDON 2196. 1* i«|. — T. E. *3-26M 6. Juli 1962 4. Ta mus 5722 die man behandelt — der Ton, in dem man über sie spricht, ist kälter, zynischer geworden. Ueber den neuen ägyptischen Sozialismus, in den Nasser nach seiner schweren syrischen Schlappe wie ein geharnischter Ritter von der traurigen Gestalt hineingaloppierte, hat man selbst in der Führungsschicht bislang kein klares Urteil. Nasser allein hat noch hier die eindeutige Linie nicht gefunden. Israel machte auf den westlichen Beobachter den Eindruck als das stabilste und dynamischste Land im Mittleren Osten. Zwar behauptet er, auch hier über die Massen mit Propagandafabeln über die Gefahren, die Israel vonseiten seiner Nachbarn drohten, überreich regaliert worden zu sein, gelangte aber nichtsdestoweniger zur Ueberzeugung. der israelische Bürger habe eine viel klarere Vorstellung von den innen- und aussenpolitischen Tendenzen und Entwicklungen in seinem Land und rings um sein Land als jeder durchschnittliche Araber in der gesamten Zone. DIREKT PER SCHIFF nach ihaxl ilKlljfi REISEDAUER: 20 T AGE NAEHERE DETAILS: Viajes Globus ALSINA 1418 — Bs. Air?s Tel. 38-5860 — 1447 und 37-2060 ¡ Erweiterung und Neuerceffnung \ t g jConfitería Niza« S 1 jetzt Echeverría 3296 esq. Conde 3 i I i EIGENE RAEUME FUER ALLE FAMILIENFEIERN | \ COCKTAILS-EMPFAENGE -TEES-ESSEN l T. 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