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Jüdische Wochenschau · 1962-06-29 · 1966 (29.6.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1966 (29.6.1962)
Date
1962-06-29
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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[Ht und KUNST ^Preise 1962 Neue Bücher Hebraeischer Unterricht tu« riv;«i fxf ï.'îf'hmann w *-w y‘" B. WRSHAI ®Dschaflen foj der^v“^' i , C VChÖneB , der oben» < VerteiJr, so. 1 Gebiet der Jahre verlie- "wden prei. c}e Wissej. denz und Soeu. Erziessenschaften ‘■““st Verlier t jüdische lrde Hanoch 1 Lebensar- “üiet der ht- Jlogie zuer- 886 in einem im östlichen n. erhielt eixioxe Erzieierte später chen an den on Lemberg Jahre 1920 alästina, um hrerseminar r einander), iefste. histo- : Schwierigische Juden-;r Kollektiv den für alle macht es n Juden so zu sein. Es rille: es ist iner Weltanauch die anhre humanichauung.;t nicht zu muss ausge- £s kommt dass er mit gesetzlichen wendung von agen wird, zu wirken. Dort begann er sich mit hebräischer Sprachforschung zu befassen, besonders mit den verschiedenen Arten der Aussprache, die sich in mehreren Gemeinschaften dieses Landes erhalten hatten. Er hat auch an Hand von alten Manuskripten, viele Jahre der Erforschung und dem Studium der Sprache der jüdischen Gelehrten, wie sie in der Mischna, dem Talmud und den Midraschim überliefert ist, gewidmet und konnte in den gedruckten Ausgaben dieser klassischen Schriften beträchtliche Abweichungen von der ursprünglichen Sprache nachweisen. Sein Hauptwerk ist die punktierte Ausgabe der Mischna aufgrund mündlicher und handschriftlicher Ueberlieferung. Auch erkannte er als erster die ausserordentliche Wichtigkeit der Toten-Meer-Rollen für die hebräische Sprachforschung. Den Preis für Sozialwissenschaft erhielt Jizchak Kanev Er wurde im Jahre 1896 in der Krim geboren und kam 1919 zusammen mit Trumpeldor und seinen Kameraden nach Palästina, nachdem er an der Universität Simperiopol Nationalökonomie und Naturwissenschaften studiert hatte. Bei dem Kampf um Tel Chai wurde er schwer verwundet. Er arbeitete als Landarbeiter bis zum Jahre 1923, als er in den Verwaltungsrat der Kupat Cholim (Krankenkasse) gewählt wurde. Vierzig Jahre lang widmete er sich der soziologischen Forschung, besonders dem Gebiet der Sozialversicherung Er entwarf den Plan für die staatliche Sozialversicherung Israels. Kanev ist Mitglied mehrerer internationaler Körperschaften für Sozialversicherung und hat zahlreiche Bücher über dieses Thema veröffentlicht. ERZIEHUNG Der Preis für Erziehung wurde Joseph Bentwich für sein Buch ,,Erziehung im Staat Israel“ zuerkannt, in dem er die jüdische Erziehungsarbeit und ihre Entwicklung in Israel bis zur Staatsgründung behandelt. Er wurde im Jahre 1902 in London geboren, in Cambridge erzogen und kam 1924 nach Erez Israel. Er hat zahlreiche pädagogische Stellen bekleidet, u. a. die eines Unterrichtsinspektors in der Mandatsregierung, Direktor der Reali Schule in Haifa ur.d Dozenten an der pädagogischen Fakultät der Hebräischen Universität. Das Buch befasst sich mit Erziehungsproblemen des Landes aufgrund langjähriger Forschungsarbeiten des Verfassers und anderen Materials. PHYSIK Professor William Low von der Hebräischen Universität erhielt den Preis für exakte Wissenschaften für sein Buch „Paramagnetische Resonanz fester Körper“, das im Jahre 1960 von der Académie Press, New York und London, herausgegeben wurde. Das Buch handelt von der Physik fester Körper und hat die Bewunderung von Wissenschaftlern in der ganzen Welt erregt. Professor Low wurde 1922 in Wien geboren, religiös erzogen, lernte in einer Jeschiwa in England und studierte Physik an der Columbia-Universität in New York, wo er im Jahre 1940 zum Assistenten ernannt wurde. 1950 kam er an die Hebräische Universität in Jerusalem und hatte eine glänzende akademische Laufbahn. 1961 wurde er zum ordentlichen Professor für Experimentalphysik ernannt. Er ist Mitglied verschiedener internationaler wissenschaftlicher Körperschaften, hat als Gastprofessor an mehrei’en Universitäten gelesen und zahlreiche Forschungsarbeiten in wissenschaftlichen Zeitschriften in der ganzen Welt veröffentlicht. Der Preis für Medizin wurde Dr. Zwi Saliternik für seine lebenslängliche Arbeit auf dem Gebiet der Malariabekämpfung und für seine Forschungsarbeit über die Biologie des Anopheles-Moskitos verliehen. Die Erfolge auf diesem Gebiet werden durch die folgenden Zableu belegt. Im Jahr 1920 waren in den meisten Gegenden des Landes 50 Prozent der Bevölkerung von Malaria infiziert. 1948 wurden 1.172 neue Malariafälle registriert 1961 dagegen waren es nur noch 5. 1949 starben 79 Personen an Malaria, in den Jahren 1959—61 wurde nicht ein einziger Todesfall gemeldet. Dr. Saliternik begann die Malariabekämpfung schon im Jahre 1921 als Malariainspektor des Gesundheitsamtes. Nach der Staatsgründung wurde-er vom Gesundheitsministerium mit der Einrichtung der Malariabekämpfungs - Abteilung betraut, deren Direktor er bis 1962 blieb. Er wurde im Jahre 1897 in Proskorow in der Die BAR MIZWA unseres Sohnes ROBERTO FEDERICO findet s.G.w. am Sonnabend, den 30. Juni, um 9 Uhr in der Synagoge Lamroth Hakol, Caseros 1450, Vicente López, statt. SIEGFRIED HESS und Frau FRIEDA geb. WINTER Empfang im Hause. Acassuso 1861. Olivos, von 17—20 Uhr (Tel.: 791 3429) jcD dillwberger : „illenberger bl tm»to VERMAEHLTE HELMUT WEIHER REGINA WEINER geb. TARANTO findet am Donnerstag, den 5. Juli 1962, um 18 Uhr in lana-Synagoge, Arcos 2319, statt. Pola 1236 ficiuun? „Wei1®“ 600 reire - . Rio de Janeiro 58, 6° Piso The Trial of Eichmann von D. Linze. — Holloway House Publishing Co., Los Angeles 1961. — Das Buch von D Linze gibt die wichtigsten Zeugenaussagen im Eichmann-Prozess ausführlich wider. Die Zeitungen brachten seinerzeit nur Auszüge. Wer sich einen genauen Ueberblick über die Verbrechen Eichmanns verschaffen will, greife zu diesem geschickt redigierten Prozessbericht. Survey — Eine Zeitschrift für russische und osteuropäische Studien. London. — Die Zeitschrift Survey (Ueberblick) hat sich die Aufgabe gestellt, ihren Lesern die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Probleme Russlands nahe zu bringen. Das geschieht im strengen Rahmen der Wissenschaft. Die vorliegende Nummer gibt Eindrücke und Vorstellungen wider, die der Westen sich von Russland in den Jahi-en von 1917 bis 1962 gemacht hat. Besonders interessant ist die Arbeit über den Historiker Isaac Deutscher, der wegen seiner das Sowjetsystem verteidigenden Bücher sehr scharf kritisiert wird. English von B. Händler. Barnes * Noble, N. York 1961. — Die Kenntnis der englischen Sprache wird immer unerlässlicher. doch hat nicht jeder Zeit, ausführliche Lehrbücher zu studieren. Die Verfasserin des Buches: English. the American Way, hat es sich zur Aufgabe gestellt, Deutschsprechenden eine Einführung in die amerikanische Umgangssprache zu geben. Für eine Reise nach USA ist dieses Buch besonders nützlich. Darüber hinaus gibt «'s in leicht verständlicher Form einen Ueberblick über die Verfassung und das Regierungssystem der Vereinigten Staaten. Dr. C. Vogel Ukraine geboren, studierte Medizin und kam 1920 nach Palästina. Hier studierte er an der Hebräischen Universität, wo er 1936 den Master of Science und 1945 seine Doktorprüfung ablegte. Er hat eine grosse Anzahl wis senschaftlicher Abhandlungen und Artikel über die Biologie und Ekologie der krankheitverbreitenden Moskitos veröffentlicht. ARCHITEKTUR Den Architektur Preis erhielt Arie Sharon für seine Planung öffentlicher Krankenhäuser, besonders des Krankenhauses in Beer Sehewa, bei dessen Entwurf schwierige Bauprobleme gelöst wurden, besonders das der natürlichen Lüftung, das bei dem Wüstenklima Beer Schewas von grosser Wichtigkeit ist. Im Jahre 1900 in Jaroslaw in Galizien geboren. studierte er in Brünn Architektur und kam 1920 nach Erez Israel, wo er als landwirtschaftlicher Arbeiter lebte. Später setzte er seine Studien in Deutschland fort und kehrte 1931 nach Palästina zurück. Seitdem hat er sich hauptsächlich der Planung öffentlicher Bauten und der Stadtplanung gewidmet. Literarische Notizen „Die Mörder sind unter uns" Der sensationelle Film des bekannten deutschen Regisseurs Wolfgang Staudte. „Die Mörder sind unter uns“, mit den prominenten Schauspielkräften Hildegard nnsyn njsn D/3 ...DJÖ n*rn ja a*xan ajan nms Vx n-axtfo rniarn sva ,tran*i nmatn nVx;B3Ti inv'? - v t : * anrai* aiyra abanan nVx nnias fri laV^a *?x ,nai*n trän a^sna V T T *- ’ ,xasn aian ■ns ,nxptfn atfa D'atö x^in1? a^airnanitf .jnxn ja an1? -iarr nxapi nxjn nV»sn aja crVaia /'■»snxn ‘ra IjnXD XVI .pxn *73 1JTT aaa s?atf .antf iswa t : t “v t v v : aatf afrtfa Ttoai ,nas * t t :; : t ap D^pnritf a^a p o^xan ajan ja 'iipb rar .jiDsna (msbis mss mi rwsina) 1) literalmente: bajan 2) „ estaciones de bombas. -fera nnVrrp anVn aan ,D'a ^a- *?x“j ,uit ’a; aja uxp r? ,aja nnix /'D'a tütp ^a /npizr ^a ni~rfr ai a^ana n^an ■•a ,naxai .^xnîpja ap ax ,ai33 niaten nx n¡?¿: - 200 arc annv rntf ^jtfaa?aa*7a o**a naa^ra 300 t; * “ v v * ajan non nas?1? rum jiasa »an para ,ap 900-a ,i?ap ajaa ^xnizr .•rrhrna an noar*?'» - moj? naja dît »jrrni jan .maa-D'’ T an ^atfin ifcy na t : ** : t *7,57in ja ajan nx lican ,ni*?i?n nws axa ,3a1? t : t : v : -ins nnias ,(n^na) ninnia : v t : * na^xtÿ nünn arrrai ,a^ t : **: “ v *• ** ajan nx niaxiæn »nfrîna .anpaiVp nîxa ^pnna1? AGUA .. AGUA .. (Columna Derecha) Los niños en el jardín de infantes de Israel cantan: “Agua, agua, porque tenemos sed de agua, quién nos saciará, quién nos regará, quién nos dará agua.“ Esta oración la rezan también los campos del Neguev de Israel. Y en serio, ¿quién regará los campos en el Neguev si en el año llueve (1) allá sólo 200—300 mm de agua? Justo en contra de la falta de agua en el Neguev, el Galíl fué bendecido, en el Norte israelí, con agua abundante como 900 mm anuales y también con ríos: el Dan y el Jordán y también con una laguna, Mar de Kineret. ¿Qué hicieron los habitantes de Israel? Ellos tiayeron el agua del Galil al Neguev, por medio de canales, túneles, ca¬ ños grandes, y entre ellos bombas grandes (2) que bombean el agua a distancia de cientos de kilómetros. (Columna Izquierda) Las aguas que vienen del Jordán y del Mar de Kineret se bombean a caños anchos que aún un Jeep puede pasar en ellos; éstos son los canos más anchos que se fabrican en el mundo! Por estos caños las aguas llegan al sur al Neguev sediente y se dividen a los poblados para riego, para que los pobladores puedan sacar pan de la tierra. Esta empresa se llama “Hamóvil Ilaartzi“ (el transporte nacional) porque se transporta agua por todo el país. Esta empresa durará diez años. Siete años ya pasaron y dentro de tres años nosotros esperamos que los agreultores en el Neguev puedan recibir del agua que viene del Norte. WASSER . WASSER. . (Rechte Spalte) Die Kinder singen im Kindergarten in Israel: „Wasser, Wasser, gebt Wasser, denn wir dürsten (nach) Wasser; wer tränkt uns, wer wässert uns, wer gibt uns Wasser.“ Jene (Worte des) Gebets, beten auch die Felder im Negew. Und wirknch, wer bewässert die Felder im Negew, wenn im Jahr nur 200—300 mm Niederschläge sind? (1). Gegenüber dem Wassermangel im Negew ist das Galil, im Norden Israels, mit Wasser im Ueberfluss gesegnet, gegen 900 mm jährlich, auch mit Flüssen, dem Dan und dem Jordan, und mit einem kleinen See, dem Kineret. Was taten die Einwohner Israels? Sie brachten das Wasser vom Galil in den Negew mittels Kanäle. Tunnels, grosser Rohre; zwischen diesen sind grosse Pumpstationen, die das Wasser in eine En’fernung von Hunderten von Kilometern pumpen. (Linke Spalte) Das Wasser, das aus dem Jordan und dem Kineret (-See) kommt, wird in so breite Rohre gepumpt, dass sogar ein Jeep durch sie fahren kann (2); das sind die breitesten Rehre, die man in der Welt produziert! Durch diese Rohre kommt das Wasser nach dem Süden, nach dem durstigen Negew und wird auf die Siedlungen zwecks Bewässerung verteilt, damit die Siedler „Brot aus der Erde ziehen“ können. Dieses Unternehmen heisst „Hamovil ha-artzi“ (=Landestransport), denn längs des ganzen Landes wird das Wasser transportiert. (Die Fertigstellung dieses) Unternehmens wird gegen 10 Jahre dauern. 7 Jahre sind schon vergangen, und nach weiteren 3 Jahren werden hoffentlich (3) die Lindwirte im Negew Wasser bekommen können, das vom Norden her kommt. 1) wörtl.: W'asser herabkommen 2) „ ihren Weg passieren kann 3) ,, hofen wir. Knef und O. W. Borchert in den Hauptrollen, wurde in einem grossen Wiener Kino wieder gezeigt. Gedenktafel Am Hause, in dem Stefan Zweig einst in Wien lebte, wurde eine Plakette zur Erinnerung angebracht. Tod eines Dichters In den Vereinigten Staaten starb der jiddische Dichter Jacob Stodolsky Er hat te zwei Gedichtbände in jiddischer Sprache publizier' und war, zusammen mit seiner Frau. Herausgeber zweier jiddischer Magazine, „Mir“ und „Unser Horizont“. Ein Maler stellt aus ln der Galeria Biosca in Madrid fand eine Ausstellung des jüdischen Maiers Marc K. Heine statt, die erhebliches Aufsehen erregte. Heine, der aus Deutschland stammt, lebte die letzten drei Jahre in einem Bergdorf auf Mallorca. Er ms1' schon, ehe er lesen i schreiben konnte. Zwiscl seinen Schuljahren und 1 ner Ausbildung in Paris i New York liegt eine Od see, die ihn durch Interr rungslager und Unterg-u leben in Frankreich n; Spanien und Portugal in USA-Armee brachte >: schliesslich mit dieser m Europa. Heine hat schon verschiedenen rcwvorl Galerien, in Gruppena Stellungen und bei Yad V schein seine Bilder gezeig ¿1st-

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