Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1966 (29.6.1962)
- Date
- 1962-06-29
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Viernes, 29 de Junio de 1802 SEMANA ISRAELITA Año XXIH. — No. 1966 — 3 Neues aus dem Am gleichen Tage, an dem die Nachrichten über den Zwischenfall an der syrischen Grenze erschienen, veröffentlichten die arabischen Zeitungen auch das Abschluss-Communique über die Konferenz zwischen dem syrischen Präsidenten Nazim el Kudsi und dem irakischen Staatschef General Kassem. Diese Tagung war Ausdruck der äusseren und inneren Unsicherheit, die heute, für die Poitik Syriens kennzeichnend ist. Die syrische Regierung, die nach der Auflösung der Vereinigten Arabischen Republik gebildet wurde, sucht noch ihden Weg. Sie sieht sich ständigen Angriffen der Aegypter gegenüber, die nur von den „Feudalisten“ in Damaskus sprechen, und für die jede Massnahme der syrischen Behörden ein ,.neuer reaktionärer Schritt“ ist. Die Regierung Syriens wollte die Zwangswirtschaft die Nasser eingeführt hatte, soweit wie möglich abbauen, und auch zum freien Devisenverkehr zurückkehren, wie ihn die Syrer gewöhnt waren. Aber das syrische Regime sah sich einer äusserst kritischen Wirtschaftslage gegenüber und die Machthaber von Damaskus verstanden, dass sie ohne Hilfe von aussen sich nicht behaupten könnten. Sie erhielten wohl eine deutsche Zusage, dass Bonn den Bau des Euphrat-Dammes auch nach Auflösung der VAR unterstützen werde; aber hier handelt es sich um einen Plan für lange Sicht, dessen Wirkung erst nach Jahren zu spüren sein wird, und Syrien braucht Soforthilfe. Eine Bitte an die USA, Hilfe zu gewähren, wurde höflich abgelehnt. Die Amerikaner zeigen wenig Neigung, Damaskus zu unterstützen, wahrscheinlich, weil sie Nasser nicht verärgern wollen. Eine syrische Delegation machte dann einen Besuch in Moskau und erhielt Versprechungen, aber auch dort will man nicht zu weit gehen, um Nasser nicht zu verstimmen. GEGEN DIE ISOLIERUNG Neben diesen Bemühungen um Hilfe von aussen sahen die Männer der Regierung Massnahmen in der arabischen Welt selbst als notwendig an, um ihr Land Rabbiner Hananei freigelassen Tel Aviv. — Ascher Hananei, der seit Jahresbeginn in Sofia im Gefängnis sitzt, nachdem er wegen Devisen- und Ju welenschmuggels verur teilt wurde, ist jetzt freigelassen worden. Dies wurde aus einem Telefongespräch bekannt, das der Rabbiner von Sofia aus mit seiner in Tel Aviv lebenden Tochter führte. Der ehrwürdige Rabbiner erzählte seiner Tochter, er sei am Vorabend von Schawuot in Freiheit gesetzt worden, und fügte hinzu, dass er krank sei. Dies ist wahrscheinlich der Grund für seine Freilassung. Das Urteil lautete auf eine dreieinhalbjährige Gefängnisstrafe. (ITA) MALERARBEITEN Günter Stern, H. Rosenhain * LEANDRO N. ALEM 2530 MUNRO I j T. E.; 795 8710 und 740-1925 l V,! ♦♦♦ ♦ »»o, Teppichhaus - M. 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Seit längerer Zeit gab es inoffizielle Besprechungen mit dem Irak, der gleichfalls einen Ausweg aus der Isolierung suchte. Kürzlich wurde dann die Welt von der Nachricht überrascht, dass Nazim el Kudsi und Kassem sich an der Grenze beider Länder getroffen hatten. Für Kassem war es die erste Besprechung mit einem anderen führenden arabischen Politiker, und er versuchte, soviel wie möglich bei dieser Gelegenheit für sich zu erreichen. Der irakische Staatschef ist vor allem an der Anerkennung seiner Ansprüche auf das Oelfürstentum von Kuweit interessiert. Dieses Zugeständnis konnte er im gemeinsamen Communique das nach der Besprechung mit dem syrischen Präsidenten erschien, noch nicht durchsetzen.Aber er konnte immerhin eine ,,Neutralisierung“ der syrischen Haltung erreichen, und die Syrer erklärten, man müsse diese Frage „auf friedlichem Wege“ lösen. Der wichtigste Beschluss der irakisch-syrischen Besprechungen war, eine arabische Spitzenkonferenz einzuberufen und eine neue Or- Tagaus, tagein unverwüstlich ist der TIGERZWIRN¬ ANZUG Ein Anzug der allen Strapazen gewachsen ist. Sein Preis: $ 3.900.— ★ ganisationsform für die arabischen Länder zu finden, die später die Gestalt eines föderativen Regimes annehmen solle. Diese Beschlüsse sollen sich zwar nicht gegen die Arabische Liga richten, wie man ausdrücklich erklärte, tatsächlich sind sie ein schwerer Schlag gegen die Liga. Denn die Spitzenkonferenz wäre eine Konkurrenz-Tagung zu der, für die sich der Generalsekretär der Liga Hassouna eingesetzt hatte. Ausserdem würde diese Spitzenkonferenz sicher nicht in Kairo stattfinden. und die Aegypter würden eine Tagung, die nicht auf ihre Initiative zurückgeht, kaum unterstützen. Die Beschlüsse der Konferenz Nazim el Kudsi-Kassem richten sich in erster Linie gegen Nasser und seinen Führungsanspruch und versuchen, den Aegyptern einmal die Initiative zu entreissen. Es ist jedoch sehr fraglich, ob der Irak und Syrien mit ihren Bemühungen Erfolg haben werden. Saudi-Arabien und Transjordanien sind heute absolute Nasser-Gegner; aber niemand weiss, ob sie ihre Hand zu einer so deutlich antiägyptischen Initiative bieten werden. Der Libanon schwankt die ganze Zeit über. Ein Teil seiner Politiker ist pronasserisch, andere wollen auf der. Irak Rücksicht nehmen und verzögern daraufhin die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Kuweit. Die christlichen Kreise im Libanon zweifeln im ganzen am Sinn einer panarabischen Einstellung des Staates und erklären u. a., dass die Befolgung des von der Arabischen Liga angeordneten Boykotts dem Libanon selbst am meisten schadet Kuweit hat die irakisch-syrische Initiative sofort scharf abgelehnt, da es sich um eine Konkurrenz gegen die Liga handelt. Der Sudan, Libyen und Marokko werden sich kaum an einer gegen Nasser gerichteten Aktion beteiligen, ’ und Irak und Syrien könnten mit ihrer Spitzenkonferenz nur Erfolg haben, wenn sie sich über ihren politischen Weg mit Nasser einigen würden. Da hsute jedoch Aegypten alle „nichtsozialistischen“ Staaten im arabischen Lager als reaktionär bezeichnet, ist kaum anzunehmen, dass Nasser als Gefolgsmann einer Aktion auftreten wird, die von seinen „Feinden“ ausgeht. Natürlich beuten die Syrer den Kineret - Zwischenfall weidlich aus und versuchen zu beweisen, dass sie in vorderster Front gegen Israel stehen aber man weiss nicht ob dieser Fall ausreicht, um eine neue arabische Einheitsfront zu schaffen. Und wenn schon Einheitsfront, so würde Nasser eine Front unter ägyptischer Führung verlangen; und gegen die Hegemonie Kairos wollten j ja die beiden Länder gerade auftreten. | Noch weitere Momente! lassen die Erfolgsmöglich keiten der irakisch-syrischen Aktion begrenzt erscheinen. In der Welt gilt Nasser immer noch als der wichtigste Repräsentant der arabischen Welt, und verschiedene Staaten werden sich hüten, sich auf Vereinbarungen mit kleineren arabischen Ländern einzulassen, die ihnen nur den Zorn Nassers eintragen können. Eines ist möglich, dass nämlich Irak und Syrien nach dem Kineret-Zwischenfall sich auf militärische Zusammenarbeit gegen Israel einigen werden. Ob diese prinzipielle Einigung USA-Hilfe für t arabische Flüchtlinge Washington. — Auf einem Senatsbericht über die Annahme vorliegender Gesetze geht hervor, dass insgesamt 24.700.000 Dollar als Beitrag der USA zur Lösung des Problems der palästinensischen Flüchtlinge bereitgestellt werden sollen. Von dieser Summe werden 17 2 Millionen Dollar vom Gesetz gebilligt, während 7,5 Millionen in Form von Nahrungsmittel - Ueberschüssen gestellt werden. Ein Betrag von 1,7 Millionen Dollar aus der ersten Zuwendung ist für berufliche Ausbildung bestimmt. Die Finanzkommission des Senats stellt in ihrem Bericht fest, dass „kein sichtlicher Fortschritt zur Lösung des Problems der arabischen Flüchtlinge erzielt worden ist, aber dass die Regierung über eine Verbesserung des Hilfswerks für die Flüchtlinge Mitteilung machen konnte.“ 'ITA) auch praktische Folgen haben wird, kann bezweifelt werden. In allen bisherig?n Kämpfen um Palästina nahmen die irakischen Truppen eine sehr vorsichtige und zögernde Haltung ein. Die gleiche Taktik ist auch bei Kassem in der ihn direkt angehenden Kuweit - Frage zu beobachten, und daher weiss niemand, ob er gegenüber Israel den kämpferischen Radikalismus betätigen wird, an dem die Syrer heute interessiert wären. | MALERARBEITEN | * FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG, SAUBER, f % PREISWERT, SCHNELLSTENS * J ALFREDO STERN Virrey del Pino 2639 4* * T. E. 76-7281 y 76-9088 % " .. . ... ■ IHR GUTER FREUND AN KALTEN TAGEN, DER CARLT0N - MANTEL in klassischer und moderner Form- ★ Und wenn Sie Masskleidung wünschen, erst recht zu uns! In unserem Ausstattungs-. Geschäft, Maipü 982, grosse Sortimente in: Bügelfreie Hemden Lavi-Listo, Manhattan, Taslan, Integrals- Popelinehemden, Sporthem den, Schlafanzüge aus Popeline und Flanell, Krawatten (importierte in Exklusivmustern und nationale, Spezialangebot: Taschentücher aus engl. Batist $ 65.—, Morgenröcke u. a. m. 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