Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1965 (22.6.1962)
- Date
- 1962-06-22
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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I ind KUNST ■—- ■■ --—;- ~— 1 "* Ver Ph i losoph '*er ^aman "'«mis Wellchkeit ¡n Um^sseu. *. Bildung ädemiket* ,d« St».!lal§ebiete, s interes- Babbiners “rwarb er ®s der jü. r und des Babbinern <furt a.M., ilberstadt’ abbin.erse- ¡riel Hilwo or e. wurdo or em Tage ■fügt, an Theodor Igle. 1906 ner Frau über, -wo 'er Advoerteidiger Gemein- Bechtsan- Fritz Si- Lelewer, ctizierend. geborene amte aus sch - jüdidder fiel viv einem m Opfer, ie vereintu seinem Haushalt ter Elfrieann, annte sich •zls Theo- Heinrich snheimer Arthur »kämpfet i Deutschdneter bei ongressen, nseomites, »sitzender 1 Ehrengefür seine ein über- Versammuss ionsredie Assimiral-Vereinen die Priie Renegaten mit vernichtender Ironie und schlagendem Witz zu Felde zog.Proben davon sind uns in seinem 1920 erschienenen ..Tohuwabohu" erhalten geblieben. Im ersten Weltkrieg wurde er zur deutschen Armee eingezogen und bald der Militär-Zensurabteilung des sogenannten ..Kommando Ober-Ost“ zugeteilt. So kam er. der typische Westjude, in enge Fühlung mit den Ostjuden, als deren Helfer er später in Berlin sehr bekannt wurde, sobald die kommunistische Revolution grosse Massen jüdischer Flüchtlinge nach Berlin brachte. Seine Kriegserlebnisse und die Begegnung mit dem osteuropäischen Judentum fanden literarischen Niederschlag in den Prosaschriften ..Hawdole und Zapfenstreich", in „Schalet“ (dem der Untertitel ..Philosophie des Wennschon“ beigegeben wurde), auch in den ..Erinnerungen eines Jecken", den Memoiren, die Gronemann dann viel später in Tel Aviv schrieb. Während seiner Soldatenzeit im Bezirk ,,Ober-Ost“, die er teilweise mit Leo Deutschländer, Hermann Struck und Hans Goslar verbrachte, sah Gronemann erstmalig die in jiddischer Sprache agierende ..Wilnaer Truppe“, die ihn derart begeisterte, dass er ihr sehr bald nach dem Krieg den Weg nach Berlin und in die Welt bahnte. Er war auch sonst stets eifrigster Förderer jüdischer Künstler, der „Habima“ und aller anderen hebräischen Theater. Kein Wunder, dass er selbst, nach seiner Auswanderung aus Deutschland, für die Bühne zu schreiben begann. Bis heute ist er wohl der einzig wahre, wirkliche, originelle Humorist und Satiriker des hebräischen Theaters geblieben. Wir sind sicher, dass zumindest ein Teil seiner Stücke in kommenden Jahren frohe Auferstehung feiern wird. „Jacob und Christian“ verspottet den Rassenwahn und wurde vom „Matate“ aufgeführt. ln seinem König-Salomo-Stück, das über 300 Mal im „Obel“ lief, gelang ihm das Wagnis, aus dem Bibelmaterial eine ausgezeichnete Komödie zu formen, ohne ins Blasphemische abzuleiten. In ..Königin von Saba“ — vom Kammertheater einstudiert — W'urde dieser Versuch fortgesetzt. „Familie Heine“, bei „Habimah“ herausgebracht, befasst sich sich mit den Assimilanten und Fahnenflüchtigen, die „mit der Taufe das Entree- Biilet zur europäischen Kultur“ erwerben wollten. Gegen den Partei-Hader zieht er im „Prozess um des Esels Schatten“ zu Felde. Im „Gordischen Knoten“ begegnen sich Alexander der Grosse und Schimon Hazadik. Seine witzigen Bonmots und Anekdoten sind zum Teil in der von Dov Sadan herausgegebenen Sammlung „Kaarat Zimukim“ zu finden. Aber jeder, der seine Vorträge oder witzigen Conferencen einmal gehört hat oder die Brüder und Schwestern der Bialik-Loge, der er als eifriges Mitglied angehörte. w’ird mit einem Lächeln oder Schmunzeln sich der spitzbübischen ATt erinnern. mit der Gronemann seine Pointen vorbereitete und servierte. Noch aus seinem Spott, Witz, Sarkasmus leuchtet das Bild der geraden, integren, lauteren, tiefernsten Persönlichkeit eines überzeugten, aufrechten, unbestechlichen, kämpferischen Juden, eines stets hilfsbereiten, unendlich gütigen Menschen, eines Denkers und wahren Humanisten. eines weisen Philosophen mit sittlichem Pathos. Sein Rat wie sein Trost haben uns oft gefehlt in diesem Jahrzehnt, seit wir ihn vor nunmehr 10 Jahren in Nachlat-Jizehak zur Ruhestätte begleiteten. Manfred Geis Siwan Siwa® [II16 Siwan Siwan Sw»® Siwan Siwa» Siwan Sw»® XV « terhalten, sondern sich selbst und seine Leser mit Dingen UDd Erscheinungen zu konfrontieren, um ihnen seine Stellung zu vermitteln oder sie zur Stellungnahme aufzufordern. — So sind die 30 Geschichten ein Buch voller Zweifel und Wahrheiten, voller Unruhe und Anregung mitten in einer Zeit, die zur Selbstgenügsamkeit und Selbstgefälligkeit neigt. Mladen Oljaca: Das Vermächtnis, verlegt bei Kindler, München, erste Auflage 1957, zweite Auflage der deutschen Uebersetzung 1962. — Mladen Oljaca ist einer der besten jugoslawischen Erzähler. Dass dieses Buch eine zweite deutsche Auflage notwendig machte, zeigt das Interesse, das es im Publikum gefunden hat. Das Schicksal eines Mannes der Kriegsgeneration wird geschildert, der über Kriegserlebnisse und -Vorstellungen nicht „hinwegkommen“ kann. Gewiss stehen wir vor einer eigenartigen Problematik, deren menschliche Seite aber interessiert. — Siwa® Siwa® Tam®5 Ta®®5 Ta®®5 Taffl®5 Ta®®5 [132 Ta®8* David Gilboa: .Jüdische Charaktere in Israel“. — Der aus Rumänien stammende israelische Maler und Illustrator David Gilboa — nach dem Erfolg seifrüheren Kunstmappen »Dte Jerusalemer Altstadt“, lwaelische Landschaftsbil- „Das alt« Safed“ und m9««talten aus Safed“ r— nun seine fünfte Bilder- Mappe veröffentlicht, „Jüdische Charaktere aus Israel“, die zehn ausgezeichnete Reproduktionen enthält und zwar: ein alter Mann aus Marokko, ein aschkenasischer Jude, aus dem alten Jischuw, Juden aus Algerien. ein jemenitischer Jude, einer der letzten Kabbalisten aus Safed. ein Jude aus dem Atlasgebiet, ein Kind aus Safed, Frauen aus Marokko und eine alte Frau aus Safed. Diese zehn gut reproduzierten Aquarelle beweisen wieder einmal David Gilboas Meisterschaft in leichter, beschwingter Darstellung das Charakteristische seiner Sujets zu erfassen. Den Bildern ist eine Wür digung und Besprechung des Malers und seiner Kunst von Jeschurun Keschet in hebräischer und in englischer Sprache beigegeben, die eine Zugabe von weiteren vier Charakterskizzen belebt; die Mappe befindet sich in einem festen und schön ausgestatteten Umschlag, den das Bild eines Jemeniten-Kopfes ziert. Dazu gibt es noch ein Schutzfutteral, das besonders für den Versand ins Ausland günstig ist — und viele der Gilboa-Alben dienten ja auch bisher als Geschenke an Verwandte und Freunde im Ausland, denen sie den Duft und den Geist des Heiligen Landes mitgebracht haben. Neben den Bildermappen Literarische Notizen St:e'mel für Ben Ga ion Bei der Fünf-Jahres-Feier von Kirjat Zanz — einem Städtchen, das von dem Klausenburger Rebbe für seine zahlreichen Anhänger errichtet wurde, die in ständig wachsender Zahl sich in Israel niederlassen — wurde erzählt, dass man bald Ben Gurion für einen Slreimei (einem mit Pelz um randefen Hut. der von den allerfrümmsien Chassidim getragen wird) Mass nehmen werden müsse. Man erfuhr, dass, als Rabbi Haiberstam, der Gründer von Kirijat Zanz. Ben Gurion besuchte, dieser ihm versprach, dass er einen Streimel tragen würde, wenn es dem Rabbiner gelingen sollte, 100.000 Chassidim nach Israel zu bringen. Ehrung für einen Zionisten Auf einer Tagung der Poale Zion in London wurde Dr. Schneur Levensberg für seine 25jährige Tätigkeit für Zionismus und Sozialismus gefeiert. Hugh Gaitskell, Führer der Labour-Partei, dankte bei dieser Gelegenheit Dr. Levenberg für seine Arbeit und Ergebenheit. Tod eines Kämpfers Im Alter von nur 46 Jahren starb in Los Angeles Dr. Israel Blumenfeld, ein Kämpfer des Warschauer Ghetto und nach seinem Ueberleben eine führende Persönlichkeit im jüdischen Leben von Los Angeles. Leon Uris hat von Blumenfeld Berichte über den Aufstand und das tragische Ende des Ghetto erhalten und das Buch ,,Mila 18“: „Antek Zukkermann, Zivia Lubetkin und allen denjenigen gewidmet, die an dem unsterblichen Kampf zugunsten von Freiheit und Menschenwürde teilgenommen haben, einem von ihnen im besonderen, Dr. Israel Blumenfeld.“ Florence Heller Schule Die Florence Heiler-Schule für fortgeschrittene Studien in sozialer Wohlfahrt an der Brandeis-Universitat, Waltham, erhielt von ihrer Gründerin, nach der sie genannt ist, einen weiteren Betrag von einer Million Dollar zur Deckung der Verwaltungskosten, der Anstalt. Opfer eines Verkehrsunfa’ls Der Rebbe von Drohovych, Avraham Schapira. kam bei einem Verkehrsunfall in der Jaffastrasse in Jerusalem ums Leben. Rabbi Schapira war auch als der malende Rabbi bekannt, da er Landschaften von Jerusalem malte. Seine Söhne sind der Dichter Sehin Schalom und Df. J. Schapira. Prinzipal der Reali-Schule in Haifa. Rusk nahm am Seder teil Staatssekretär Rusk war mit seiner Gattin am Seder zu Gast bei Arbeitsminister Arthur Goldberg. Anwesend waren ebenfalls der Präsident der Gewerkschaften, George Meany, und dessen Frau. Im Arbeitsministerium wurde erklärt, dass es eine alte Tradition der Familie Goldberg sei, zum Seder nichtjüdische Freunde einzuladen. hat sich Gilboa, der ebenso als Landschaftsmaler wie als Portraitist besonders in Aquarell und Pastell Erfolg hat. letzthin auch wieder mehr der Illustration zugewandt und drei „Megillof“ herausgebracht, die auf Pergamentimitation farbenfreudig gezeichnet und in Plastikhüllen als Rollen hergestellt wurden. „Megilat Hebraeischer Unterricht rúen j ▼ T * - i?®?) r? px “ipa^aa .rnxa—îa ]p. rnapa V?a¡? op 3 p1? px nixnnn misa rma_“ia t:“ - : T : DK aapn ,p2aa ]iöon nap on ia wantf *757 aspa ~ixb nxiapa ypa*? n^aoa -x“in nanapn .^x-icr1? naa .mapatf ioainieo nxa rnitf a^snatf a^aa a^ann^an ■••Tn a^Pa anra^a ••am . . t : : * ** t -apa a’Toa an .pxn ny ,n>« nsn faa a;y ..a^tfaa app anaiyi a^anna nxaa pyp1? “I?a natfn ftso? apxp? awaan ppn pp nina ntronaTixa B^aaiiao aan t : v t; v : t eapna aaiaa .rrnasn “a ’anaap narra rntfan Vp xbv nnxa ,p?¡?n pa niafr mr a^anaa xisP t i : -; 3-2 ppa naias7p niaa ♦aaba mtfa anznn r : tt- TTS (ïpçVùî una» niwina) VERANO EN ISRAEL (Columna Derecha) De año en año vienen miles de jóvenes judíos de la diáspora, para pasar las vacaciones de verano en el ambiente israelí, aprovechando el tiempo para el estudio del judaismo, conocimiento del país, trabajo en los kibutzim y excursiones en lo ancho del Estado. Estas vacaciones de verano dejan en la juventud de la diáspora, recuerdos agradables inolvidables. Ellos se encuentran en Israel con jóvenes judtos y conquistan nuevos amigos. Este viaje es organizado por el Instituto de Verano del Departamento de la Juventud y del Jalutz de la Organización Sionista. Este año llegan como 2000 jóvenes a una temporada de 7 semanas. El grupo más grande que cuenta con 800 jóvenes, viene de América, de Inglaterra vienen 390. de Francia 550, y el resto de otras 10 naciones. Este año llega al Instituto de Verano (Columna Izquierda) un grupo interesante fundado (1) por el Fondo de Bar-Mitza. Estos jóvenes, que hace tres años recibieron regalos de Bar- Mitzva en forma de cheques a la Caja di Ahorro en el Banco, ahorraron su dinero hasta que llegaron a la edad en la que son capaces de viajar en un grupo organizado a Israel. El primer grupo viene de Toronto del Canadá. Los integrantes pasan dos semanas y medio en estudios generales y en los del conocimiento del país. Ellos visitan en dos semanas y media desde Dan hasta Elat y trabajan dos semanas en granjas. Arriba de 100 instructores israelíes cuidarán <2), este año, los grupos del Instituto de Verano. Los instructores son estudiantes de la Universidad Hebrea. Para el futuro projectan una preparación especial para instructores del Instituto de Verano, pues no es fácil encontrar instructores que sepan muchos idiomas para que trabajen (3) 2—3 meses solamente. 1) literalmente: de la fundación 2) „ tratarán 3) - „ trabajo PxnÉr1? a-xa ■na .. T; * : ' T T T planp -Tinisa aa px n?n pan nx niP *na •na Tjin ^-’pxnftr rn-ixa ,nnn: "Tía1?1? ]a?n bm -iapa rniax? ,pxn dstt -ana ^aa a-nroi a-s —xB?a iï xy. .nrnan “DT n^iana asñn naa m : t — T .a-nasñ arxtí a-a-s72 nían •t:* t ** v : -aa ay ^xafe-a a-tíaaa an ... . t :; t : B-TT B-tfaiT! /Tl.T 1Ñ ... . .; # : .a-Enn T-J pa -T p jnxa nt pa apa1? n^nan bti y-¡?n .n-apn rvnnnonatf ffrp] -aa a^pxa a-y-aa naæn natf nyatf btí napn1? nyá ,nni-a narran nsaann ,niy ••i t : - t : - nxa ,“iyá -aa soo naian t t - *• : T - a-xa nsl?aaxa ,np-naxa t T * : : “ »T niya nn-rn ,550 nansa ,390 .nianx nfry t-: v v r¡?n paa ny-pia nafn btí mio-a ,m-aya nsaan v T - w:- : t » 1 . tr tMER IN ISRAEL \Rechte Spalte) Jahr für Jahr kommen tausende jüdische Jugendliche aus der Gola nach Israel. um die Scmrnerferien in Israel-Atmosphäre unter Nutzung (ihrer) Zeit für jüdische Studien, Israel-Kunde, Arbeit in Kibbuzim und Ausflüge nach allen Teilen des Staates Israel zu verbringen. Diese Sommerferien hinter lassen bei den Jugendlichen aus der Gola unvergessliche angenehme Erinnerungen. In Israel treffen sie jüdische Jugend und finden neue Freunde. Diese Reise wird durch das Sommer- Institut der Jugend- und Chaluz-Abteilung der Zionistischen Organisation organisiert. Dies Jahr kommen gegen 2000 Jugendliche für (eine Epoche von) 7 Wochen. Die grösste Gruppe, die 800 Jugendliche zählt, kommt aus Amerika. Aus England kommen 390, aus Frankreich 550 und der Rest aus weiteren (1) 10 Ländern. Dies Jahr kommt ins Sommer-Institut eine interessante Gruppe, gegründet (2) Vom (Linke Spalte) Bar-Mitzwa-Fonds. Diese Jugendlichen, die vor 3 Jahren Bar-Mitzwa-Geschenke in Form von Sparkassen-Schecks erhielten, sparten ihr Geld, bis sie ein Alter erreichten, um (3) in organisierter Form nach Israel fahreri zu können. Die erste Gruppe kommt von Toronto in Kanada. Die Teilnehmer verbringen zweieinhalb Wochen bei allgemeinen Studien und bei Israel-Kunde; sie fahren zweienhalb Wochen von Dan bis nach Elat und arbeiten zwei Wochen in (Kibbuz-)Wirtschaften, Mehr als 100 Israel-Instruktoren werden dies Jahr die Gruppen des Sommer-Insiitus betreuen. Die Instruktoren sind Studenten der Hebräischen Universität. Für die Zukunft plant man eine Spezial- Ausbildung für Instruktoren des Sommer- Instituts, da es nicht leicht ist, Instruktoren, die viele Sprachen beherrschen, für eine Arbeit von nur 2—3 Monaten während des Jahres zu finden. 1) wörtl.: noch 2) „ von Gründung 3) 99 in dem sie Esther“, „Hagada sehel Pessach“ und eine „Megilat Jom Haazmaut“ zum Unabhängigkeitstag. Originell ist für die Pessach-Hagada die Rollenform. Die mit der Hand gezeichnete Schrift ist in den Rollen deutlich lesbar und die Zwischenerklärungen der Hagada sind — für den Gebrauch in der Diaspora — auch in englischer Sprache gehalten. David Gilboa ist Absolvent der Budapester Kunstakademie, lebt seit 1935 in Israel in den letzten Jahren abwechselnd in Tel Aviv und in der Künstlerkolonie in Safed und hat 1939—1955 in Tel Aviv und Haifa und 1955 in London und Amsterdam erfolgreich ausgestellt. M. F.