Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1965 (22.6.1962)
- Date
- 1962-06-22
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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2 — Vi?rnes, 22 de Junio de 1962 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXIII. — No. 1963 Die weissen Drahtzieher (Schluss von Seite 11 heftig angreift, während in Wirklichkeit die Verhältnisse ganz anders liegen. Auch Transjordanien hat bereits zu einem viel früheren Zeitpunkt als andere arabische Länder seinen Willen zu erkennen gegeben, mit Israel zu einem modus vivendi, zu einem erträglichen Verhältnis, wenn auch noch nicht zum Frieden zu gelangen. Der erste König dieses Landes, Abdullah, musste diesen Wunsch mit seinem Leben bezahlen. Er fiel Tätern zum Opfer, die im Solde Mizrajims standen. Aus welchen Gründen kann nicht endlich Frieden geschlossen werden, obwohl deutliche Zeichen dafür vorhanden sind, dass wenigstens einige Länder dazu bereit sein würden? Diese Frage beschäftigt die Oeffentlichkeit schon lange, die ahnungslose Oeffentlichkeit, die gewöhnt ist, die politischen Spannungen von fernen Völkern als ein? interne Auseinandersetzung zu betrachten. Was geht es eigentlich uns an, fragen sich z. B die Lat?inamerikaner wenn Unruhe im Vorderen Orient herrscht. Es geht alle an, lautet die Antwort, es geht alle an, weil nicht nur das Ergehen des einen Volkes in unserem Jahrhundert der Ueberwindung von Distanzen auch die Existenz des weit entfernten Volkes berührt, sondern weil die internationale Politik von den gleichen oder ähnlichen Kräften beherrscht und gelenkt ist. Frieden im Vorde- Dr. FREY ABOGADO ren und im Mittleren Osten gibt es nicht, weil die (weissen) Drahtzieher dies verhindern. In diesem teuflischen Ringen hinter den Kulissen der Weltöflentlichkeit spielt selbst ein Nasser nur eine dritte Geige. Verlassen wir den so un romantischen Orient und wenden unseren Blick nach Kongo, der einstigen baigischen Kolonie, die ihre Unabhängigkeit erhielt, dann aber in schwere Auseinandersetzungen fiel, die den Weltfrieden bedrohten. Der Fall beschäftigt permanent die UN, zu deren ständigen Programm - Punkten seit mehr als 14 Jahren auch die Palästinafrage gehört. Es gibt verschiedene andere Parallelen. Der Gencraisekratär der UN, Dag Hammarskjöld, griff mehrere Male persönlich in den Kongo-Konflikt ein, wie er auch wiederholt selbst die Palästinafrage zu klären versuchte. Am 17. September 1961 wurde die Leich? Dag Hammarskjülds neben Flugzeugtrümmern in der Nähe des Flugplatzes Ndola in Nord - Rhodesien gefunden. Der Generalsekretär war auf dem Wege nach Katanga, wo er mit Tsehombe verhandeln wollte. Sofort nach dem Absturz des Flugzeuges, mit dem Dag Hammarskjöld reiste, wurden Gerüchte laut, er sei umgebracht worden. Der tunesische Präsident Burguiba war nicht der einzige, der bemerkte, das sei nicht mit rechten Dingen zugegangen. Alle eingesetzten Untersuchungskommissionen haben bisher ihre Ergebnisse nicht veröffentlicht, obwohl sie ihre Tätigkeiten längst abgeschlossen haben. EinFlugzeugschaden ist ausgeschlossen, was viele Sachverstän- PUEYRREDON 1* izq 2190 nachm. 16—19 Uhr T. E. 83 2613 {real p Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 Jaime Liebling! JUDITH SCHENKOLEWSKI } KULTUSSTICKEREIEN!; Schabbosdecken - Ta)lis-J ■ii beute) - Käppchen - Maz-if zot-Tasehen Hand- und Masi hinensticker -i von ’,<■ i Bett und Tischwäsche £ f, Dr. P. I. RIVERA 2585 J N (fr. Bebedero) % T. E. 73-9155 ••OPTICA dige und Menschen, die es wissen müssen, versichert haben. Nur ein Datum sei mitgeteilt, das unstrittig ist: Um 20.35 Uhr näherte sich die Maschine Hammarskjölds dem Flugplatz Ndola. Der Kommandant sieht die Stadt. Er gibt Funkzeichen und hört die Antwort des Funkturms des Flughafens. Dann wurde es still, sechs Stunden lang geschah nichts, bis der Funkturm meldete, dass ein Flugzeug sich zur Landung gemeldet habe, aber nicht gelandet sei... Das war das Flugzeug Hammarskjolds . Der Amerika-Korrespondent der schweizerischen Tageszeitung ,,Die Tat“ schrieb, die Bemühungen der Vereinten Nationen um die Befriedung Katangas scheiterten an Tsehombe und an den gefährlichen weissen Drahtziehern, den Waf."enhändl?rn, Propagandisten, den Söldnern und den Abeuteurern. Einige Zeit später meinte der Sicherheitsrat, die Unruhen in Katanga seien mit ausländischer Hilfe angezettelt worden; gegen den Waffenhandel wurde vorgegangen. Man spricht von einer unheiligen Allianz der Söldner und internationalen Finanzkräfte. O’Brian trat von seinem Posten als Leiter der UN-Operation zurück, um als Privatmann gegen die Machenschaften gegen die UN-Bestrebungen vorzugehen. Der Ire Dr. Connor O’Brian sagte ganz offen, dass das UN-Personal in der Durchführung seiner Aufgaben durch die Obstruktion sehr wichtiger Mitglieder des Sicherheitsrates behindert werde .. Merkwürdig, dass Hammarskjöld abstürzte. als er dabei war, diese Obstruktion zu beseitigen. Die Rolle mancher europäischer Länder ist völlig unklar. Die Kolonialmächte haben sich noch nicht geschlagen gegeben? Sie arbeiten mit allen Mitteln, was von verschiedenen einflussreichen Persönlichkeiten behauptet und von Sachkundigen belegt wird. Der Aussenminister Irlands erklärte: „Ganz ohne Zweifel begannen die Kämpfe in Elisabethville (Katan ga) durch die weissen Söldner. Tsehombe habe sich einmal bereit erklärt, alle weissen Söldner zusammen zutreiben. Und dann sagte der irische Aussenminister weiter: ,,Aus den Unter- Trennung von Kirche und Staat Miami. — Einen Sieg für die Religionsfreiheit und die Trennung von Kirche und Staat bedeutet der Spruch des Obersten Gerichtshofes des Staates Florida, der die Beobachtung von kirchlichen Feiertagen der einzelnen Bekenntnisse in den öffentlichen Schulen, die Vorführung von religiösen Filmen und die Benutzung der Schulklassen für religiösen Unterricht ausserhalb der Schulzeit verbietet. Hierzu gehört das Verbot von Weihnachts- und Osterfeiern, bei denen die Geburt und Kreuzigung Christi beschrieben werden. Dagegen gestattet der Gerichtshof die Lektüre der Bibel und Gebete in den öffentlichen Schulen. Hiergegen wird der Amerikanische Jüdische Kongress und der Verband für amerikanische Bürgerrechte appellieren. Die eingangs erwähnten Verbote wurden aufgrund einer Eingabe ausgesprochen, die diese beiden Institutionen dem Obersten Gerichtshof unterbreitet hatten. (ITA) DIPL. OPTIKER S. A. SPERRHOELZER H O E L Z E R' : DIAZ VELEZ 5224 : ♦ Tel.: 89-9349. 33-9305; ♦ .« PROPIEDADES FRANKENBERG; e berät Sie kostenlos und | i jnverbindlicb heim Kauf . % oder Verkauf von j í GESCHAEFTEN < WOHNUNGEN 1 5 HAEUSERN S Manuela Pedraza 2530 / pl b. Dp. B . i T. E. 70-7244 ’! Sarmiento 829 U.E.35-735S! MARTHA i ¡CHAPEAUXi HUTSALON Jetzt in BELGRAN0 MOLDES 2561 T E. 73 9229 73-9155 künften der weissen Söldner fiel der erste Schuss- Wenr man den UN-Truppen und den UN-Unterhändlern erlaubt haben würde, direkt mit den Katanga-Behörden zusammenzuarbeiten, hätte es, wie ich glaube, niemals Kämpfe gegeben“ (!). Nicht uninteressant ist es auch, dass der Präsident des ehemaligen Französisch- Kongo, Abbe Youlou, durch seinen Vizepräsidenten erklären Hess, Hammarskjöld sei in seinem Lande unerwünscht; deswegen wurde dem Generalsekretär der Vereinten Nationen die Durchreise verweigert (!) Abbe Youlou, kommentierte man, wolle noch degaullistischer sein als de Gaulle.. Die Rolle der Engländer ist auch dunkel. Alle Berichter statter behaupten: „England erwies sich als zäher Widersacher Hammarskjolds in Kongo”. Alle stimmen darin überein, dass die weissen Drahtzieher, die Söldner und Waffenfabrikanten für die Kongo-Krise verantwortlich sind; ob sie es auch für den Tod Hammarskjolds seien, bleibe hier dahingestellt. Aus diesen wenigen tatsächlichen Angaben, die durch manche anderen ergänzt werden könnten, erhellt die unglückliche Rolle, die von den „Weissen“, den Kolonialmächten, den Interessierten und dem Schwarm von Söldnern, Abenleur?rn und Waffenhändlern gespielt wird. Man meint, die Berichte von mysteriösen Agenten, den Spionen unu den Weibern, die im Geheimdienst arbeiten, seien Erfindungen für anregende Geschichten oder aufregende Filme. Globetrotter, die etwas erleben wollen, Raufbolde, die sich verdingen, um sich für den herumzuschlagen, der besser zahlt, finstere Gestalten, die nur im Trüben fischen können, und jene schmierigen Waffenhändler mit ihrer Gefolgschaft von Horchern Spitzeln, Geschäftemachern und sonstigen Agenten, das sind die Handlanger einer Politik, die den Frieden von Millionen oder gar der ganzen Menschheit bedroht. Die grossen Ideale und die schönen Ideen dienen nur als Aushängeschild zur Verschleierung der wirklichen Absichten, die verfolgt wer den. Nur im Sumpf der Unruhe, der Auseinandersetzungen, der ständigen Span nungen, der ewigen Rebellionen und der blutigen Zusammenstösse arbeiten jene Agenten. Spione und Abenteurer, die jene stickige At- PRAKTISCHER ARZT Dr. J. P. Kroll Bieber 3 DE FEBRERO 2030 Mo., Mitt. Freit. 15—20 Uhr. — T. E. 76-0266 PRIVAT 52-7734 LA SEMANA ISRAELITA B semanario — aparece .os Martes y Vwrnes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. V rrantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredóo 2190. Io izq T. E. 83-2013 80 6930 Abono-Preise: Argentinien: í 100 — pro (Juartal Ausland í 600 — jährl mosphäre selbst erzeugen, die ihr Lebenselement ist. Wo bleiben die starken Männer, deren Einsicht und Moral ausreichen, um diesem Sündenbabel entgegenzutreten? Es ist betrüblich, dass sich selbst die Exponenten der Grossmächte bereit finden, jene Atmosphäre hinzunehmen, um Vorteile für sich oder ihr Land zu ergattern. Was aber können das für Vorteile sein? Schmutzigen V'egen der Politik ist Hammarskjöld zum Opfer gefallen. Aber es ist nicht nur ein einzelner Mensch auf der Strecke geblieben. Dieser Tod hat eine tragischüble Situation beleuchtet: Tragisch — weil so viele und an verantwortlicher Stelle stehende Menschen diese negative Politik im Finstern mitmachen; und übel, weil hier mit abscheulichen Mitteln gearbeitet wird, die nur neues Unheil erzeugen können. Kongo ist kein Einzelfall. Dass das undurchsichtige und doch so klare Spiel zur Verhinderung eines Friedens rings um Israel von ähnlichen — oder den gleichen — Kräften betrieben wird, daran ist ein Zweifel schon nicht mehr möglich. Nur sind durch Hammarskjolds Tod manche Umstände, Erscheinungen. Zusammenhänge und Personen ans Tageslicht getreten, die sonst nur im Dunkeln w'irken. und zwar nicht nur im Kongo. IÍÍSSISÍÍ11 Dr. B. Schwär« t MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 JACOB LAPIDUS dipl. Mohel NEUE ADRESSE V1AMONTE 2037. 4j. B. 46-1716 und 48-2124 ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG } ( NERVEN u. GEMÜTS- 5 KRANKHEITEN \ Dr. M. J. KUHN J prov. i RIVADAVIA 2625 Hl J Tel. 48-7524 5 Mont.. Mittwoch, Freitag _ i 17—20 Uhr. Tel. Amuel- > > düng erbeten. 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E S JOSE HERNANDEZ 2518 T E rs-8#TJ und ra-esoe g *333333113111333133333EÍ331Í.333NEEEEillir13331tIPSaENEElIlfNKC Dr. L. KLEIN Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen -Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag. Dienstag. Mittwoch u ITeitag von 15—19 Ul» Es wird gebeten, tu eh vorher telefonisch anautnelden SANTA FE 1391 T. E. 4« 9493 u. 44-1542;;